Kirchberg am Wagram

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Kirchberg am Wagram
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchberg am Wagram
Kirchberg am Wagram (Österreich)
Kirchberg am Wagram
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Tulln
Kfz-Kennzeichen: TU
Hauptort: Kirchberg am Wagram
Fläche: 60,26 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 15° 55′ OKoordinaten: 48° 26′ 0″ N, 15° 55′ 0″ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 3.670 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3470
Vorwahl: 02279
Gemeindekennziffer: 3 21 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 6
3470 Kirchberg am Wagram
Website: www.kirchberg-wagram.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Benedikt (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)

 ÖVP  15,  SPÖ  6,  FPÖ  2

Lage der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram im Bezirk Tulln
AbsdorfAtzenbruggFels am WagramGrafenwörthGroßriedenthalGroßweikersdorfJudenau-BaumgartenKirchberg am WagramKlosterneuburgKönigsbrunn am WagramKönigstettenLangenrohrMichelhausenMuckendorf-WipfingSieghartskirchenSitzenberg-ReidlingSt. Andrä-WördernTulbingTulln an der DonauWürmlaZeiselmauer-WolfpassingZwentendorf an der DonauLage der Gemeinde Kirchberg am Wagram im Bezirk Tulln (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kirchberg am Wagram ist eine Marktgemeinde im Bezirk Tulln in Niederösterreich mit 3670 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) auf einer Fläche von 60,26 km2. Sie liegt nördlich der Donau am markanten Höhenzug des Wagram und ist vor allem durch ihren Weinbau bekannt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marktgemeinde befindet sich jeweils gut 20 Kilometer halbwegs zwischen Krems und Stockerau, am Nordufer der Donau, 15 km nordwestlich von Tulln. Das Gemeindegebiet liegt im Süden im Tullnerfeld und im Norden am Wagram. Der Ort Altenwörth liegt an der Donau, dort befindet sich ein großes Wasserkraftwerk, das Kraftwerk Altenwörth. Zum Gemeindegebiet gehören auch kleinere Areale am Südufer, alte Auen, die durch die Donauregulierungen abgeschnitten wurden.

10,46 Prozent der Fläche sind mit Wald bedeckt, der überwiegende Teil ist Auwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften und 12 Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fels am Wagram Großriedenthal Großweikersdorf
Grafenwörth Nachbargemeinden Königsbrunn am Wagram
Zwentendorf an der Donau

Die nächstgelegenen Städte sind Tulln, Krems, Langenlois, Hollabrunn, Stockerau, Traismauer und St. Pölten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des Ortes wird auf eine Kirchengründung des Passauer Domkapitels „vor 1014“[2] zurückgeführt. Im Jahre 1147 wird die Kirche als „Sanct Stephani ad Wachrein“ genannt. In Verträgen von 1222 ist der Ort als Mautstelle ausgewiesen. 1421 taucht erstmals die Ortsbezeichnung „Kirichperig“ auf. 1493 verlieh Kaiser Friedrich III. dem Ort das Marktrecht.[3][4]

Die im 12. Jahrhundert errichtete Wallfahrtskirche Maria Trost wurde im 17. Jahrhundert barockisiert und ist weithin sichtbar. Im Gut Oberstockstall wurde das Labor eines Alchimisten entdeckt.

Im Jahre 2002 wurden einige Ortsteile nahe der Donau von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Im Süden drängte die Donau über die Ufer, und im Norden flutete der Kamp die Gemeinde, was dazu führte, dass das Wasser von der donauabgewandten Seite die Orte bedrängte und nicht abfließen konnte. Einige Häuser standen tagelang unter Wasser. Nachdem sich das Donauhochwasser soweit gesenkt hatte, beschloss die örtliche Freiwillige Feuerwehr, den Damm, der vor der Donau schützen sollte, zu sprengen, sodass das Wasser aus dem Ortsteil Winkl in die Donau fließen konnte. Damit entspannte sich die Situation. Einige Jahre zuvor war eine Schleuse, die ein kontrolliertes Abfließen des Wassers ermöglicht hätte, aus ökonomischen Gründen nicht realisiert worden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 3341 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 3206 Einwohner, 1981 3214 und im Jahr 1971 3314 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

15
6
2
15 
Insgesamt 23 Sitze

Der Marktgemeinderat hat 23 Sitze.

Bürgermeister
  • 1870–1900 Franz Roßkopf
  • bis 2015 Johann Benedikt (ÖVP)
  • seit 2015 Wolfgang Benedikt (ÖVP)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Kirchberg am Wagram COA.jpg

Blasonierung:

In Gold auf einem Bogenschildfuß eine Wiese in natürlichen Farben, darauf eine Kirche in natürlichen Farben (verschiedene helle Farbtöne und Schattenschraffuren) mit sich nach vorne öffnendem rechtwinkligem, mit roten Schindeln bedachten Langhaus, an dessen Stirnseiten je eine schwarze Toröffnung, darüber und an den Innenseiten je ein schwarzes Bogenfenster, im Winkel ein über Eck gestellter Turm mit vorkragendem bezinntem rotem Zeltdach und je Seite zwei schwarze Bogenfenster in der oberen Turmhälfte.

Die Kirche auf der bogenförmigen Wiese stellte eine „Kirche auf einem Berg“ dar. Sie symbolisiert einerseits das weithin sichtbare Gotteshaus des Ortes, und benennt andererseits als sogenanntes „redendes Wappen“ den Ortsnamen.

Hauptort der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg am Wagram (Hauptort einer Marktgemeinde)
Ortschaft
Katastralgemeinde Kirchberg am Wagram
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Tulln
Pol. Gemeinde Kirchberg am Wagram
Koordinaten 48° 25′ 58″ N, 15° 54′ 1″ O
Höhe 224 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 1277 (1. Januar 2018)
Fläche d. KG 89,09 ha
Postleitzahl 3470 Kirchberg am Wagram
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06278
Katastralgemeinde-Nummer 20018
Zählsprengel/ -bezirk Kirchberg am Wagram, Neustift im Felde (32114 X [000,005])
Einige Häuser gehören (teils beim Zählsprengel, teils als eigene Häusergruppe der jew. Ortschaft) zu Neustift im Felde, Dörfl, Engelmannsbrunn, Oberstockstall
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Nebenbox
f0
1277

BW

Hauptort ist der Marktort Kirchberg am Wagram. Er liegt im Nordteil des Gemeindegebiets, 7 Kilometer ab von der Donau. Er erstreckt sich beiderseits der L14, an der Kreuzung mit der L46, und nördlich der Franz-Josefs-Bahn mit dem Bahnhof Kirchberg am Wagram.

Die Ortschaft umfasst knapp 1300 Einwohner. Dabei gehören durch den Wachstum des Ortes inzwischen die Ortsteile am Süd-, West- und Nordrand amtlich zu Neustift im Felde, Dörfl, Engelmannsbrunn oder Oberstockstall, teils zu deren Katastralgebiet, teils der Ortschaft, teils dem Zählsprengel. Das Katastralgebiet Kirchberg am Wagram dehnt sich im Norden ein kleines Stück weiter aus als der Ort, das Bahnhofsviertel liegt aber schon im Katastralgebiet Neustift. Mit dem Ort Dörfl ist Kirchberg am Bahnhof überhaupt weitgehend verwachsen.

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:
Nachbargemeinden


Neustift im Felde


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Kirchberg am Wagram

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 134, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 226. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1518. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,11 Prozent.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kirchberg am Wagram gibt es fünf Freiwillige Feuerwehren und eine Feuerwache, die eine eigene Freiwillige Feuerwehr war und 2016 als „Feuerwache Mallon“ der 1887 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg am Wagram unterstellt wurde.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Kirchberg mit der barocken Einrichtung aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts von der Künstlerfamilie Carlone
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchberg am Wagram

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde:

Persönlichkeiten mit Bezug zur Gemeinde:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Eiselt: Beiträge zur Geschichte des Marktes Kirchberg am Wagram unter besonderer Berücksichtigung des Zeitraumes 1650–1806. Dissertation, Universität Wien 1973.
  • Richard Hübl: Geschichte der Marktgemeinde Kirchberg am Wagram. Herausgegeben anläßlich der 500. Wiederkehr der Verleihung des Marktrechtes und Marktwappens durch Kaiser Friedrich III. im Jahre 1493. Marktgemeinde Kirchberg am Wagram, Kirchberg am Wagram 1993.
  • Franz Mann: Was sagen uns die Flurnamen im Bezirk Kirchberg am Wagram? Ein Heimatbuch für jung und alt. Mann, Kirchberg am Wagram 1959.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchberg am Wagram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Pfarrkirche Kirchberg am Wagram. In: www.erzdioezese-wien.at. Erzdiözese Wien, abgerufen am 1. Juli 2017.
  3. Geschichte – Kirchberg am Wagram. In: www.kirchberg-wagram.at. Marktgemeinde Kirchberg am Wagram, abgerufen am 1. Juli 2017.
  4. DEHIO Niederösterreich nördlich der Donau. Berger, Wien 2010, ISBN 978-3-85028-395-3. S. 498