Kirchberg am Walde

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Marktgemeinde
Kirchberg am Walde
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchberg am Walde
Kirchberg am Walde (Österreich)
Kirchberg am Walde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gmünd
Kfz-Kennzeichen: GD
Fläche: 37,8 km²
Koordinaten: 48° 43′ N, 15° 5′ OKoordinaten: 48° 43′ 0″ N, 15° 5′ 0″ O
Höhe: 575 m ü. A.
Einwohner: 1.305 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 35 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3932
Vorwahl: 02854
Gemeindekennziffer: 3 09 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchberg am Walde 88
3932 Kirchberg am Walde
Website: www.kirchberg-walde.gv.at
Politik
Bürgermeister: Karl Schützenhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
1
11
6
1
11 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kirchberg am Walde im Bezirk Gmünd
Amaliendorf-AalfangBad GroßpertholzBrand-NagelbergEggernEisgarnGmündGroßdietmannsGroßschönauHaugschlagHeidenreichsteinHirschbachHoheneichKirchberg am WaldeLitschauMoorbad HarbachReingersSchremsSt. MartinUnserfrau-AltweitraWaldensteinWeitraNiederösterreichLage der Gemeinde Kirchberg am Walde im Bezirk Gmünd (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Kirchberg am Walde ist eine Marktgemeinde mit 1305 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg am Walde liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 37,78 km². 36,32 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Fromberg, Hollenstein, Kirchberg am Walde, Süssenbach, Ullrichs und Weißenalbern.

Sie ist Mitglied der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoheneich Schrems Hirschbach
Waldenstein Nachbargemeinden Vitis
Schweiggers Zwettl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Es handelte sich ursprünglich um eine Burgkirchenanlage mit westlich anschließendem Straßenplatz. Ab 1580 ist Kirchberg als Markt urkundlich belegt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Einwohnerhöchststand im Jahr 1880 nimmt die Bevölkerungszahl kontinuierlich ab. In den letzten Jahrzehnten war die Geburtenbilanz nahezu ausgeglichen, die Wanderungsbilanz jedoch negativ.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 6 SPÖ, und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 SPÖ, 4 BGL-Bürgerliste, und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 4 SPÖ, 4 BGL-Bürgerliste, und 1 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 5 SPÖ, und 4 BGL-Bürgerliste.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 4 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 SPÖ, 1 Wir Für Kirchberg, und 1 FPÖ.[3]
Bürgermeister
  • bis 2010 Erwin Lintner (ÖVP)
  • 2010–2013 Roland Benischek (ÖVP)
  • 2013–2015 Johann Panagl (ÖVP)
  • seit 2015 Karl Schützenhofer (ÖVP)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehemalige Galgen bei Kirchberg am Walde
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchberg am Walde
  • Die barocke Pfarrkirche Kirchberg am Walde, dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, wurde von 1709 bis 1713 errichtet.
  • Die barocke Pfarrkirche Süßenbach, 1840/1841 erbaut, integrierte mit zwei kurzen Querarmen Teile des Langhauses der Vorgängerkirche.
  • Die Pfarrkirche Weißenalbern steht neben der Feste Rauhenstein.
  • An der Straße nach Hirschbach befindet sich die sogenannte Rote Kapelle, die 1659 erbaut wurde.
  • Das barock-frühklassizistische, im Kern mittelalterliche Schloss befindet sich auf einer Geländestufe im Süden des Ortes.
  • Ehemaliges Allerheiligen-Hospital: Von 1715 bis 1719 wurde das ehemalige Allerheiligen-Hospital als Stiftung des Grafen Kuefstein erbaut. Es befindet sich westlich des Hauptplatzes und diente der Aufnahme von Pfründnern. Die kreuzförmige Anlage hat mittig den Chorturm der eingebundenen Spitalskirche. Bemerkenswert ist auch die spätgotische Zwillingswendeltreppe, welche vermutlich in einer mittelalterlichen Schlossanlage abgetragen und hierher übertragen wurde.
  • Am Stadtplatz befindet sich der ehemalige Pranger mit bekrönender Justitia-Figur, bezeichnet mit 1714.
  • Außerhalb von Kirchberg, auf halbem Weg an der Straße nach Ullrichs, befindet sich einer der am besten erhaltenen Galgen Österreichs (bezeichnet 1743).[4][5]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es 83 land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon sind 47 Haupterwerbsbetriebe (Stand 2010).[6] Im Produktionssektor beschäftigen 13 Betriebe 56 Arbeitnehmer, davon sind 40 mit der Herstellung von Waren und 15 im Bau beschäftigt. Im Dienstleistungssektor arbeiten 145 Personen in 45 Betrieben. Die drei Sparten soziale und öffentliche Dienste, Handel und Beherbergung und Gastronomie beschäftigen die meisten Menschen (Stand 2011).[7][8]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Straße: Kirchberg am Walde ist der Knotenpunkt der Landesstraßen L65, L66 und L68.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Arzt: In der Gemeinde ordinieren ein praktischer Arzt, ein Orthopäde, ein Internist und ein Zahnarzt.[9]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kirchberg am Walde gibt es einen Kindergarten und eine Volksschule.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 501–506.
  • Franz Eppel: Das Waldviertel, seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen, Salzburg 1989, ISBN 3-900173-01-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchberg am Walde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg am Walde, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 18. August 2019.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Kirchberg am Walde. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 27. April 2019.
  4. Stefan Lefnaer: Erhaltene Galgen in Österreich, in: Jost Auler (Hrsg.): Richtstättenarchäologie 2. archaeotopos-Verlag, Dormagen 2010, ISBN 978-3-938473-12-2
  5. Galgen Kirchberg am Walde. In: lefnaer.com. Abgerufen am 29. April 2019.
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg am Walde, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 18. August 2019.
  7. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg am Walde, Arbeitsstätten. Abgerufen am 18. August 2019.
  8. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg am Walde, Beschäftigte. Abgerufen am 18. August 2019.
  9. Gemeinde Kirchberg am Walde, Ärzte. Abgerufen am 18. August 2019.
  10. Gemeinde Kirchberg am Walde, Bildung. Abgerufen am 18. August 2019.