Kirchbichl

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Kirchbichl
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchbichl
Kirchbichl (Österreich)
Kirchbichl
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 14,93 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 12° 5′ OKoordinaten: 47° 30′ 40″ N, 12° 5′ 11″ O
Höhe: 515 m ü. A.
Einwohner: 5.737 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6322
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 11
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Oberndorferstraße 1
6322 Kirchbichl
Website: www.kirchbichl.at
Politik
Bürgermeister: Herbert Rieder (SPÖ)
Gemeinderat: (2016)
(17 Mitglieder)
7
5
3
1
1
Insgesamt 17 Sitze
Lage der Gemeinde Kirchbichl im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Kirchbichl im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kirchbichl ist eine Gemeinde mit 5737 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.

Das Grattenbergl am Westrand von Kirchbichl

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchbichl liegt im Unterinntal bei Wörgl. Ortsteile sind Ort, Oberndorf, Bichlwang, Kastengstatt, Winkelheim sowie Boden und Bruckhäusl an der Mündung des Brixentals in das Unterinntal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde.

Ortschaften (und Ortsteile) sind: Bichlwang (mit Glaurach u. a.), Kastengstatt (mit Gratten und Moosegg), Kirchbichl (mit Winkelheim), Kirchbichler Boden (mit Bruckhäusl, Luech, Mühltal, Paisslberg u. a.) und Oberndorf (mit Brugger Mühle und Gasteig).

Nachbargemeinden von Kirchbichl sind (alphabetisch): Angath, Bad Häring, Itter, Langkampfen, Schwoich, Söll und Wörgl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grattenbergl, wo sich die größte Siedlung Nordtirols in der Hallstattzeit befand war unter anderem ein Schauplatz des Tiroler Freiheitskampfes gegen die bayerischen und französischen Truppen. Kastengstatt war bekannt wegen der Eisenverarbeitung aus dem Schmelzwerk Jenbach. Der Weiler war auch Stapelplatz und Schiffbauplatz der Innschifffahrt.

Die Gemeinde ist 1999 dem Klimabündnis Tirol beigetreten. Bürgermeister der Gemeinde ist Herbert Rieder (SPÖ).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1869 bis 1910

  • 1869: 1259
  • 1880: 1330
  • 1890: 1892
  • 1900: 2510
  • 1910: 3028

1923 bis 1961

  • 1923: 3126
  • 1934: 3456
  • 1939: 3549
  • 1951: 3914
  • 1961: 4064

1971 bis 2013

  • 1971: 4689
  • 1981: 4784
  • 1991: 4960
  • 2001: 5060
  • 2013: 5359[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchbichl
  • Pfarrkirche Kirchbichl: Der gotische Kirchenbau wurde von 1733 bis 1735 mit dem Baumeister Jakob Singer stark verändert und barockisiert. Die Kirche ist von der ehemaligen Friedhofsmauer mit Kreuzwegnischen umgeben.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchbichl liegt an der Tiroler Straße B 171 (Kufstein – Wörgl – Innsbruck – Landeck), an der Loferer Straße B 178 (Kirchbichl – St. Johann in Tirol – Lofer), an der Inntalautobahn A 12 (Ausfahrten Kirchbichl und Wörgl-Ost) und an zwei Eisenbahnstrecken, nämlich der Unterinntalbahn (Kufstein – Wörgl – Innsbruck) sowie der Giselabahn (Salzburg – Bischofshofen–Zell am See–Kitzbühel–Bruckhäusl–Wörgl), einer Teilstrecke der österreichischen Westbahn. Beide Bahnstrecken treffen im benachbarten Hauptbahnhof von Wörgl zusammen.

Der Bahnhof Kirchbichl liegt an der Unterinntalbahn und die Haltestelle „Wörgl Süd - Bruckhäusl“ an der Giselabahn. Letztere liegt auf dem Stadtgebiet der Nachbargemeinde Wörgl, nahe der Gemeindegrenze im Stadtteil „Wörgl Boden“, der zusammen mit dem Ortsteil „Kirchbichl Boden“ den gemeinsamen Flurnamen „Bruckhäusl“ trägt. Beide Stationen werden von Wörgl-Hauptbahnhof aus gesteuert und an beiden halten Schnellbahnzüge der Tiroler S-Bahn: Die Linie S1 im Bahnhof Kirchbichl, die S6 in Wörgl-Süd/Bruckhäusl und außerdem auch Regional- sowie einige Regionalexpreßzüge. Nächstgelegener Schnellzughalt ist der Großbahnhof und Eisenbahnknotenpunkt Wörgl Hbf.

Im Bahnhof Kirchbichl befinden sich neben drei Bahnsteiggleisen für den Personenverkehr auch umfangreiche Güterverladeanlagen, insbesondere für die hier angesiedelte Zementindustrie. Werktags enden und beginnen dort mehrere Güterzüge.

Ansässige Unternehmen sind unter anderem:

  • Die Mainzer Gewürzmühle Moguntia produziert seit 2001 in Kirchbichl.
  • Kirchbichl hat seit der Schließung der Vollproduktion eine Zementindustrie in Form einer Zementmahl- und Versandanlage, welche die Firma Schretter & Cie, Portlandzement- und Kalkwerk mit Firmensitz in Vils betreibt. Das Halbfabrikat Portlandzementklinker wird aus Vils mit der Bahn (von Vils bis Garmisch mit der Außerfernbahn) angeliefert.
  • Das Moorstrandbad hat eine Fläche von etwa einem Hektar und eine größte Tiefe von über drei Metern.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährlich im Sommer findet der Kirchbichl-Triathlon statt und 2017 wurde diese Sportveranstaltung bereits das 32. Mal ausgetragen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchbichl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, abgerufen am 21. Dezember 2013