Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchdorf a.Inn
Kirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchdorf a.Inn hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 12° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Rottal-Inn
Höhe: 350 m ü. NHN
Fläche: 31,65 km2
Einwohner: 5387 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84375
Vorwahl: 08571
Kfz-Kennzeichen: PAN, EG, GRI, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 77 128
Gemeindegliederung: 22 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 7
84375 Kirchdorf a.Inn
Webpräsenz: www.kirchdorfaminn.de
Erster Bürgermeister: Johann Springer (Bürgerliste)
Lage der Gemeinde Kirchdorf a.Inn im Landkreis Rottal-Inn
GeratskirchenZeilarnWurmannsquickWittibreutUnterdietfurtTrifternTann (Niederbayern)Stubenberg (Niederbayern)Simbach am InnSchönau (Rottal)Roßbach (Niederbayern)Rimbach (Landkreis Rottal-Inn)ReutPostmünsterPfarrkirchenMitterskirchenMassingMalgersdorfKirchdorf am Inn (Landkreis Rottal-Inn)Julbach (Inntal)JohanniskirchenHebertsfeldenGangkofenFalkenberg (Niederbayern)EringEgglhamEggenfeldenDietersburgBad BirnbachBayerbach (Rottal-Inn)ArnstorfLandkreis LandshutLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis PassauLandkreis AltöttingLandkreis Mühldorf am InnÖsterreichKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Kirchdorf am Inn (amtlich: Kirchdorf a.Inn) ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn an der Grenze zu Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchdorf befindet sich im weitläufigen Talbecken des Inn etwa fünf Kilometer westlich von Simbach bzw. sechs Kilometer von Braunau, 25 km östlich von Altötting, 23 km nordöstlich von Burghausen sowie 27 km südlich der Kreisstadt Pfarrkirchen. Kirchdorf am Inn bildet die südlichste Gemeinde Niederbayerns und grenzt unmittelbar an Oberbayern sowie Oberösterreich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die politische Gemeinde Kirchdorf a.Inn hat 22 amtlich benannte Ortsteile:[2]

  • Ach
  • Armeding
  • Atzing
  • Au
  • Berg
  • Bergham
  • Deindorf
  • Ecken
  • Gstetten
  • Hart
  • Hitzenau
  • Kirchdorf a.Inn
  • Machendorf
  • Ölling
  • Ramerding
  • Ritzing

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Niederbayern:

In Oberbayern:

In Österreich:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit liegen Bodenfunde vor. Der Ortsteil Machendorf wurde im 9. Jahrhundert als Mochundorf erstmals erwähnt. Kirchdorf, ursprünglich ein Teil von Machendorf, kam 1507 durch den Bau der Kirche zu seinem heutigen Namen.

Die Grundherren am Ort waren lange Zeit die Herren von Seibersdorf, ursprünglich Seifriedsdorf genannt, denen die Offenheimer nachfolgten. Unter ihnen wurde Seibersdorf 1544 vom bayerischen Herzog zur Hofmark erhoben, und etwa zu dieser Zeit entstand das Schloss Seiberdorf in seiner heutigen Form.

1818 wurde aus der Obmannschaft Kirchdorf und den Hofmarken Ritzing und Seibersdorf die Gemeinde Kirchdorf gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Kirchdorf am Inn hat 20 Mitglieder.

Derzeitige Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU 6 Sitze
  • FW 6 Sitze
  • SPD 2 Sitze
  • Grüne 1 Sitz
  • Wir für Kirchdorf 3 Sitze
  • Fraktionslos 2 Sitze

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteien / Wählergemeinschaften %
2014
[3]
Sitze
2014
%
2008
[4]
Sitze
2009
%
2002
[5]
Sitze
2002
CSU Christlich-Soziale Union in Bayern 33,1 7 36,8 8 39,6 8
FW Freie Wähler Bayern 28,5 6 37,9 8 29,0 6
SPD SPD Bayern 11,6 2 18,1 3 22,2 4
Grüne Bündnis 90/Die Grünen Bayern 7,2 1 7,3 1 9,2 2
BL Bürgerliste 19,6 4
gesamt 100,0 20 100,0 20 100,0 20
Wahlbeteiligung in % 46,3 58,0 52,0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

seit 2013

  1. Johann Springer (BL)

2008–2013:

  1. Joachim Wagner (FW)

2008–2014

  1. Eberhard Langner (CSU)
  2. Eduard Kainzelspeger (FW)

2002–2008:

  1. Joachim Wagner
  2. Eberhard Langner
  3. Johann Kampfl

1996–2002:

  1. Frank Werner
  2. Eberhard Langner
  3. Oskar Dachs

1990–1996:

  1. Frank Werner
  2. Eberhard Langner
  3. Heinrich Burgstaller

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Ritzing (rechts) und Kapelle St. Johannes Nepomuk
Kirche St. Jakobus d. Ä. im Ortsteil Seibersdorf
  • Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ist eine spätgotische Anlage um 1500. 1736 wurde der Turm neu aufgebaut. Der stattliche Hochaltar von 1689 enthält eine sitzende Marienfigur und Darstellungen der Heiligen Barbara und Katharina (um 1510–20) sowie Figuren des 17. Jahrhunderts.
  • Kapelle St. Johannes Nepomuk (Rokokobau, 1786)
  • Schloss Seibersdorf (16. Jahrhundert), ehemaliges Hofmarkschloss
  • Filialkirche St. Jakobus d. Ä. Seibersdorf (spätgotischer Bau, 1471, Turm 1646 erneuert)
  • Schloss Ritzing, ehemaliges Hofmarkschloss

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchdorf liegt direkt am Naturschutzgebiet Bayerisch-Oberösterreichisches Europareservat Unterer Inn.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSC Boogie Lipsticks e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, den allgemeinen Tanzsport in Kirchdorf am Inn und Umgebung zu fördern, besonders jedoch den Boogie-Woogie (Tanz) der 1950er und 1960er Jahre neu zu beleben.

Der TSV Kirchdorf am Inn und der FC Julbach-Kirchdorf bieten ein umfangreiches Angebot an Sportaktivitäten an. Unter anderem ist seit Anfang 2004 mit den Kirchdorf Wildcats ein American Football-Team beheimatet, das ab der Saison 2018 in der German Football League, der ersten Deutschen Bundesliga für American Football spielt. Der TSV Kirchdorf hat Abteilungen für Bogenschießen, Boogie Woogie, American Football, Fußball, Gymnastik Damen/Herren und Kinder, Judo, Plattenwerfen, Reha-Sport, Stockschützen und Tennis. Darüber hinaus bietet er die Freizeitgruppen Volleyball, Nordic Walking, Cheerleader, Tang Soo Do und eine Theatergruppe an.

Das Sportzentrum befindet sich unterhalb der Pfarrkirche. Das weitläufige Gelände umfasst eine Fläche von ca. 5,5 ha in einer Auenlandschaft. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Flugplatz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Auto ist Kirchdorf direkt über die B 12, die künftige Bundesautobahn 94, zu erreichen. Die nächsten Bahnstationen an der Strecke Mühldorf – Simbach finden sich im drei Kilometer entfernten Julbach sowie in Simbach.

Kirchdorf am Inn hat einen sogenannten Sonderlandeplatz. Dort ist der Flugbetrieb für Flugzeuge bis zu einem MTOW von 3000 kg, sowie von Segelflugzeugen und Luftsportgeräten gestattet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kirchdorf gibt es eine Grund- und Hauptschule, die Volksschule Kirchdorf a. Inn. Sie zog im Jahre 1969 in ein neu erbautes Gebäude und ist als Grund- und Inntal-Mittelschule Kirchdorf am Inn Teil des Schulverbundes Inntal-Mittelschule.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische-Landesbibliothek-online
  3. Ergebnis der Kommunalwahl 2014
  4. Ergebnis der Kommunalwahl 2008
  5. Ergebnis der Kommunalwahl 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchdorf am Inn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien