Kirchen in Würzburg

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Der St. Kiliansdom, das bekannteste Kirchengebäude der Stadt

Diese Übersicht enthält die Kirchengebäude in Würzburg, einschließlich der eingemeindeten Stadtteile. Der Übersicht halber sind die Kirchen alphabetisch sortiert und mit einem Hinweis auf den Stadtteil versehen. Die alphabetische Sortierung richtet sich bei katholischen Kirchen nach dem Weihenamen relevant und nicht dem Beinamen.

Inhaltsverzeichnis

Katholische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Adalbero, Sanderau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adalberokirche

→ Hauptartikel St. Adalbero (Würzburg)

Die Adalberokirche, geweiht Adalbero von Würzburg, wurde von 1894 bis 1899 nach Vorlagenzeichnungen des Dombaumeisters Franz Joseph Ritter von Denzinger im neuromanischen Stil erbaut. Ausführender Baumeister war Joseph Schmitz. 1989 bis 1991 erfolgte eine umfangreiche Restaurierung. Koordinaten: 49° 47′ 3″ N, 9° 56′ 10″ O

Die Katholische Pfarrkirche St. Adalbero (Weingartenstraße 25) ist eine kreuzförmige Pfeilerbasilika mit Vierungsturm und Doppelturmfassade mit Spitzhelmen über Giebeln. Rundapsiden und Figurenportale, unverputztes Kalksteinquadermauwerwerk mit reicher Gliederung, neuromanisch, Joseph Schmitz nach Planskizze von Franz Joseph von Denzinger, 1894-99.

Sie steht unter Denkmalschutz und hat die Aktennummer D-6-63-000-615 des BLfD.

St. Albert, Lindleinsmühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Albert wurde von nach Plänen des Dombaumeisters Hans Schädel von Walter Väth zwischen 1969 und 1971 erbaut und am 19. Juni 1971 durch Bischof Josef Stangl geweiht. In den 80er Jahren wurden die ersten Außen- und Innenrenovierungen durchgeführt. Koordinaten: 49° 48′ 32″ N, 9° 57′ 47″ O

St. Alfons, Gartenstadt Keesburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarr- und Klosterkirche St. Alfons wurde 1952–1954 von Dombaumeister Hans Schädel erbaut. Im Inneren ist ein Fresko von Georg Meistermann angebracht. Koordinaten: 49° 46′ 30″ N, 9° 57′ 14″ O

Die Katholische Pfarrkirche St. Alfons in Verbindung mit diversen Anbauten (Matthias-Ehrenfried-Straße 2) ist ein Betonskelettbau in Form von einander durchdringenden, ansteigenden Baukörpern mit Pultdach. Fassadengestaltung mit Putz- und Natursteinmauerwerk, freistehender schlanker Campanile mit Flachdach. Nachkriegsmoderne, Hans Schädel, 1954; mit Ausstattung.

Zusammen mit dem anschließenden dreiflügeligen Gemeindezentrum – in gestalterischer Anpassung an den vorhandenen Baubestand um 1960 gebaut – soll die Pfarrkirche geschütztes Baudenkmal werden, das Benehmen hinsichtlich des Denkmalschutzes wurde noch nicht hergestellt; Aktennummer D-6-63-000-767 des BLfD.

Hofkirche Allerheiligste Dreifaltigkeit, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofkirche Allerheiligste Dreifaltigkeit

Die Hofkirche Allerheiligste Dreifaltigkeit ist eine in die Fürstbischöfliche Residenz integrierte Kirche und wurde von Balthasar Neumann während der Errichtung der Residenz 1720–1744 erbaut. Dort diente sie als Hauskapelle für den jeweiligen Bewohner. Sie erstreckt sich über beide Hauptgeschosse des Residenzbaus, ist jedoch von außen nicht gesondert zu erkennen. Die Innengestaltung stammt von Johann Lucas von Hildebrandt. Vom ersten Stockwerk der Residenz aus ist eine Fürstenloge zugänglich, die es gestattete, dem Gottesdienst ohne direkte Begegnung mit den Besuchern des Kirchenraumes beizuwohnen. Besondere Kunstwerke sind die Deckenfresken von Byss, zwei Altargemälde von Giovanni Battista Tiepolo und die frühklassizistische Kanzel von Materno Bossi. Koordinaten: 49° 47′ 32″ N, 9° 56′ 17″ O

St. Andreas, Sanderau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Andreas wurde 1967–1968 erbaut. Koordinaten: 49° 46′ 36″ N, 9° 56′ 1″ O

St. Antonius, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Kirche des Würzburger Antoniterklosters, jetzt Ursulinenkirche. Gotischer Chor aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, barockes Langhaus von 1687. Koordinaten: 49° 47′ 28″ N, 9° 55′ 47″ O

Klosterkapelle, ehemalige Antoniterkirche (Augustinerstraße 17), Saalbau mit Schopfwalmdach, Chor mit Strebepfeilern und Dreiseitschluss, im Kern spätgotisch, um 1500, barocke Umgestaltung 1725, beim Wiederaufbau 1972 im Westen verkürzt; mit Ausstattung. Sie ist als Teil des Denkmalkomplexes Ursulinenkloster ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-26 des BLfD.

Augustinerkirche, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augustinerkirche

→ Hauptartikel Augustinerkirche (Würzburg)

Die Kirche des Augustinerordens ist im romanischen Stil erbaut und hat eine Barockfassade von Balthasar Neumann. Ursprünglich bestand an dieser Stelle ein Dominikanerkloster, das nach der Säkularisation von Augustinern übernommen wurde. Der Platz, an dem die Kirche steht, heißt immer noch Dominikanerplatz. Kirche und Kloster wurden in der Bombennacht vom 16. März 1945 schwer beschädigt und dann wieder aufgebaut. Regelmäßig werden Orgelkonzerte und Orgelmessen an der Klais-Orgel gegeben.[1] Koordinaten: 49° 47′ 46″ N, 9° 55′ 54″ O

Die katholische Klosterkirche des ehemaligen Dominikanerklosters und jetzigen Augustinerklosters (Dominikanerplatz 2), ist eine dreischiffige Basilika mit langgestrecktem eingezogenen Mönchschor und Portalfassade, besitzt einen verschieferten Dachreiter mit Haube und Laterne, der Chor ist frühgotisch, 1266-70, das Langhaus barock, von Balthasar Neumann 1741-1744, Wiederherstellung bis 1948; mit Ausstattung.

Sie ist zusammen mit den anderen Klosternebengebäuden ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-100 des BLfD.

St. Barbara, Heimgarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel St. Barbara (Würzburg)

Die Pfarrkirche St. Barbara ist eine dreischiffige, flachgedeckte Basilika. Koordinaten: 49° 47′ 44″ N, 9° 57′ 31″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Barbara (Barbarastraße 44) ist eine dreischiffige Säulenbasilika mit eingezogener Rundapsis und seitlichem Chorflankenturm mit Zeltdach, Westseite mit offener Pfeilervorhalle und monumentaler Kreuzigungsgruppe, Kalkstein, expressionistisch beeinflusste Neuromanik, 1927 von Rudolph Hofmann und Niedermeier; mit Ausstattung;

Terrasse, mit Freitreppen, Stützmauer mit Rundbogennischen und rundbogiger Toreinfahrt;

Nebengebäude, winkelförmig um die Terrasse angeordneter dreigeschossiger verputzter Satteldachbau, Heimatstil, um 1930, zweigeschossiger Walmdachanbau über Hanggeschoss, Nachkriegsmoderne, bezeichnet mit 1956.

Die Kirche mit den angegebenen Nebengebäuden und Bauteilen ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-34 des BLfD.

Klosterkirche Don Bosco, Mainviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel Schottenkirche (Würzburg)

Die Klosterkirche Don Bosco wird auch „Schottenkirche“ genannt, da sie von schottischen Mönchen gebaut wurde und dem Apostel Jakobus geweiht war. Zu ihr gehört das Schottenkloster, an dem der fränkisch-schwäbische Jakobsweg beginnt. Jakobs-Pilger erhalten hier den Pilgerstempel und den Pilgersegen. Koordinaten: 49° 47′ 44″ N, 9° 55′ 14″ O

Die ehemalige Klosterkirche St. Jakob, jetzt katholische Don-Bosco-Kirche (im ehemaligen Schottenkloster, jetzt Salesianerheim; Schottenanger 15), ist eine Satteldachbau mit eingezogenem polygonalem Chor und Chorflankentürmen mit Spitzhelmen, Putzmauerwerk mit Sandsteingliederungen, romanischer Südturm 12. Jahrhundert, frühgotischer Nordturm und Chor 1260/70, schlichter Langhausneubau nach Kriegszerstörung, Nachkriegsmoderne, Albert Boßlet und Erwin van Aaken 1955/56 unter Einbau eines Barockportals, Sandstein, Joseph Greising, um 1720; mit Ausstattung;

Mit den zugehörigen Klostergebäuden und einigen Nebengebäuden ist sie ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-537 des BLfD.

St. Bruno, Steinbachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bruno von Würzburg geweihte Kirche wurde 1958–1959 als schlichter Sandsteinbau mit flachgedecktem Turm erbaut. Renoviert wurde sie 2002–2003. Besondere Kunstwerke sind das Kreuz über dem Altar und Tabernakel von Josef Amberg (beides 1959), die Altarwand mit Altarbild von Jürgen Wolf und der gemalte Kreuzweg von Curd Lessig (1985). Koordinaten: 49° 46′ 29″ N, 9° 55′ 37″ O

St. Burkard, Mainviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Burkard

→ Hauptartikel St. Burkard (Würzburg)

St. Burkard, auch „Burkarder Kirche“ genannt, ist die älteste Kirche Würzburgs. Benannt wurde sie nach Burkard, der 742 von Bonifatius zum ersten Bischof der Stadt geweiht wurde. Der romanische Teil der Kirche wurde 1042 geweiht. Zunächst war die Kirche bis 1464 Teil eines Benediktinerklosters, danach ein Kollegiatstift. Mit der Säkularisation und der damit verbundenen Auflösung des Stifts 1803 gelangte die Kirche in den Besitz der Pfarrei. Koordinaten: 49° 47′ 24″ N, 9° 55′ 30″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Burkard (Burkarderstraße 42), ehemalige Benediktinerklosterkirche St. Andreas, der Überlieferung nach um 750 erster Bischofssitz Würzburgs, ab 1464 Ritterstiftskirche, dreischiffige Basilika mit erhöht über einer Straßendurchfahrt liegendem 5/8-Chor und breitem Querschiff, Sattel- und Pultdächer, in den Zwickeln zwischen Langhaus und Querschiff ursprüngliche Chorflankentürme mit achteckigen Obergeschossen und steinernen Turmhelmen, Langhaus mit haubenbedecktem Giebelreiter über Konsole, auf der Nordseite offene Vorhalle mit Rundbögen und Walmdach, Putzmauerwerk mit Sandsteingliederungen diverser Epochen, Kernbau mit Langhaus und Türmen romanisch, 11.–13. Jahrhundert, Vorhalle um 1170, Chor und Querschiff spätgotisch, 15.–17. Jahrhundert, Straßendurchfahrt bezeichnet mit 1491, historisierende Erneuerung 1857/58 und 1894, Wiederherstellung nach Teilzerstörung 1948; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem Ölberg (Sandstein, barock, Johann Wolfgang von der Auwera, 18. Jahrhundert) bildet die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-84 des BLfD.

St. Elisabeth, Zellerau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Elisabeth ist eine große Saalkirche aus den 1950ern. Koordinaten: 49° 47′ 33″ N, 9° 54′ 17″ O

Franziskanerkirche, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Franziskanerkirche, Innenraum

→ Hauptartikel Franziskanerkloster Würzburg

Die Kirche des Franziskanerklosters Würzburg wurde 1221 noch zu Lebzeiten Franz von Assisis von italienischen Mönchen gebaut und weist daher starke italienische Einflüsse auf. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche von Julius Echter gegen die Überzeugung der auf Schlichtheit bedachten Mönche im Renaissance-Stil modernisiert.

Bei der Zerstörung Würzburgs am 16. März 1945 brannte die Kirche aus. Sie wurde mit einem Glasdach wiederaufgebaut, fiel aber 1986 einem Brandanschlag zum Opfer. Beim anschließenden Wiederaufbau orientierte man sich an der ursprünglichen Gestaltung aus dem 13. Jahrhundert.

Erhalten sind die Pietà aus der Riemenschneiderwerkstatt, der Ostflügel des gotischen Kreuzgangs vom Ende des 14. Jahrhunderts und das Renaissanceportal des Klosters.[2] Koordinaten: 49° 47′ 29″ N, 9° 55′ 52″ O

Die katholische Franziskaner-Minoritenklosterkirche (Franziskanergasse 7) – zum Franziskaner-Minoritenkloster gehörig, gegründet 1221 als erste deutsche Niederlassung des Ordens – ist eine dreischiffige Basilika mit eingezogenem, gerade schließendem Chor, glatte verputzte Wandflächen mit Maßwerkfenstern, frühgotisch, 1249–80, Wiederaufbau nach 1945, Arkadenwände in mittelalterlichen Formen 1986; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem Kreuzgang und anderen Gebäuden des ehemaligen Klosters ist die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-144 des BLfD.

St. Gertraud, Pleich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Gertraud

→ Hauptartikel St. Gertraud (Würzburg)

St. Gertraud wurde ca. 1130 vom Brücken-, Dom- und Stadtbaumeister Enzelin als Eigenkirche erbaut, 1133 zur Pfarrkirche erhoben. 1250 wurde der gotische Chor eingeweiht. 1611–1613 wurde die Kirche unter Julius Echter zur heutigen Gestalt umgebaut. Besondere Kunstwerke sind das Kruzifix von Julius Bausewein und verschiedene Grabsteine (u. a. Schieler 1492, Jörg Riemenschneider 1531). Koordinaten: 49° 47′ 52″ N, 9° 55′ 40″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Gertraud (Pleicherkirchplatz 2) ist eine Saalkirche mit Satteldach und eingezogenem 5/8-Chor, vorgezogener quadratischer Westturm mit Spitzhelm, Putzmauerwerk mit Sandsteinrahmungen und Fenstermaßwerk, Nachgotik (sog. "Echtergotik" oder "Juliusstil") 1612, Wiederaufbau nach 1945; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem Ölberg, (eingeschossiger Pultdachanbau mit Korbbogenöffnung und eingestellten Figuren, Sandstein, Renaissance, Jörg Riemenschneider, Mitte 16. Jahrhundert) ist die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-429 des BLfD.

Hofspitalkirche, Mainviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spitäle, Außenansicht

→ Hauptartikel Ehemalige Hofspitalkirche (Würzburg)

Die Hofspitalkirche ist die ursprünglich 1498 erbaute, 1793/94 im klassizistischen Stil neu erbaute Kirche des inzwischen aufgelösten Hofspitals von Heinrich Alois Geigel und wird daher auch „Spitäle“ genannt. Heute dient das am 16. März 1945 zerstörte und bis 1968 wiederaufgebaute und zwischen 1980 und 1983 nochmals renovierte Gebäude[3] der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens als Ausstellungshalle. Koordinaten: 49° 47′ 34″ N, 9° 55′ 27″ O

Die ehemalige Hofspitalkirche (Zeller Straße 1), ein Saalbau mit Satteldach und fluchtendem gerade schließendem Chor, Putzmauerwerk mit gotisierenden Spitzbogenfenstern als Reminiszenz an den spätgotischen Vorgängerbau, Sandsteinfassade mit eingestelltem Säulenportikus auf die Alte Mainbrücke ausgerichtet, klassizistisch und gleichzeitig früher Historismus, Adam Valentin Fischer, 1793.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-626 des BLfD.

Stift Haug (St. Johannes), Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel Kollegiatstift Haug

Die Kirche St. Johannes ist Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten geweiht. Wegen des dazugehörigen Kollegiat-/Kanonissenstifts und der Lage im Stadtteil Haug wird sie meistens „Stift Haug“ genannt. Koordinaten: 49° 47′ 53″ N, 9° 56′ 9″ O

Die ehemalige Stiftskirche (Bahnhofstraße 2), nach 1803 katholische Pfarrkirche Stift Haug, ist eine kreuzförmige Wandpfeilerbasilika mit Vierungskuppel und Laterne sowie Zweiturmfront mit dreifachen Haubenstaffelungen, Schaufassade mit Sandsteingliederung und Figurennischen, Frühbarock, Antonio Petrini, 1670–91, Wiederherstellung bis 1964; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem ehemaligen Hauger Kapitelshaus (ein dreigeschossiger Satteldachbau mit zwei Portalen und Sandsteingliederung, Barock, unter Beteiligung von Joseph Greissing, Antonio Petrini, Valentino Pezzani und Ignaz Schüler, 1699-1703, Wiederaufbau 1969-73) ist die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-31 des BLfD.

Heilig-Geist-Kirche, Dürrbachau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heilig-Geist-Kirche

Die Heilig-Geist-Kirche wurde 1958 von den Frankfurter Architekten Alois Giefer und Hermann Mäckler, Frankfurt a. M. erbaut. Das Kuratiezentrum besteht aus der Kirche, Pfarrhaus, Pfarrsaal und einem Kindergarten. Besondere Kunstwerke sind ein raumhohes Altarbild von Karl Clobes, eine Madonna mit herrschendem Kind (Bronzeguss) von Julius Bausewein und die Fenster der Krypta von Curd Lessig. Sie versinnbildlichen die Sakramente der Kirche. Koordinaten: 49° 48′ 17″ N, 9° 53′ 25″ O

Die katholische Kuratiekirche Hl. Geist (Veitshöchheimer Straße 98) ist ein Rotsandsteinquaderbau auf gerundetem Dreiecksgrundriss mit Stutzkuppel, Nachkriegsmoderne, Alois Giefer und Hermann Mäckler (Frankfurt), 1958; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-777 des BLfD.

Heilig-Kreuz-Kirche, Zellerau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiligkreuz-Kirche, Zellerau

→ Hauptartikel Heilig-Kreuz-Kirche (Würzburg)

Die Pfarrkirche Heilig Kreuz wurde 1934–1935 als dreischiffige Basilika erbaut. Koordinaten: 49° 47′ 49″ N, 9° 54′ 38″ O

Die katholische Pfarrkirche Heiligkreuz (Friedrichstraße 26; Sedanstraße 7 a) ist eine dreischiffige Basilika mit Satteldach und seitlich integriertem rechteckigem Turm mit Walmdach und hoher Laterne, Putzbau mit Kalksteingliederungen, Löwenportal und Wandmalerei, Michael Niedermeier, 1934–35.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-165 des BLfD.

St. Jakobus der Ältere, Versbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jakobus dem Älteren (St. Jakobus Major) geweihte Kirche wurde ab 1962, nach Abriss der bestehenden Kirche von 1754, erbaut und am 15. Dezember 1963 von Bischof Josef Stangl[4] erneut geweiht. Koordinaten: 49° 49′ 21″ N, 9° 57′ 46″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus Major (Heide 12) ist eine Saalkirche mit Satteldach und schräger Traufe über trapezförmigem Grundriss und mit trapezoidem Chor, westliche Giebelfront mit Rundfenster und wiederverwendeter romanischer Portalrahmung des Vorgängerbaus, Campanile mit Kalksteinsockel und Spitzhelm, unverputztes Kalksteinmauerwerk mit Glaswänden, Nachkriegsmoderne, 1962/63 von Lothar Schlör; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-702 des BLfD.

Alt-St. Josef, Oberdürrbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel Alt-St. Josef (Oberdürrbach)

Die Alte Pfarrkirche St. Josef in Oberdürrbach ist eine klassizistische Saalkirche und wurde 1816 erbaut. Koordinaten: 49° 49′ 28″ N, 9° 55′ 30″ O

Die alte katholische Pfarrkirche St. Joseph (Nähe Zehnthofstraße) ist eine Saalkirche mit Dreiseitschluss, leicht vortretendem Fassadenturm mit übergiebeltem Portal, Haubendach und seitlichen Figurennischen (hl. Johannes Baptist und hl. Johannes Evangelist), Putzmauerwerk mit Werksteingliederungen, Klassizismus, bezeichnet mit 1816, Nischenfiguren, Sandstein, spätbarock, Peter Wagner, Ende 18. Jahrhundert; mit Ausstattung;

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-668 des BLfD.

Neu-St. Josef, Oberdürrbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Neue Pfarrkirche St. Josef in Oberdürrbach wurde als moderne Kirche im Dürrbachtal errichtet. Koordinaten: 49° 49′ 32″ N, 9° 55′ 16″ O

St. Josef der Bräutigam, Grombühl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Josef, Kirchenschiff

→ Hauptartikel St. Josef (Würzburg-Grombühl)

St. Josef der Bräutigam wurde 1902–1904 vom Baumeister Joseph Schmitz erbaut und am 9. Juli 1905 geweiht.[5] Bei der Zerstörung Würzburgs 1945 brannte die Kirche aus, wurde in den 1970er Jahren umgebaut und 1984 nochmals renoviert. St. Josef ist nach dem Dom flächenmäßig die größte Kirche von Würzburg und kann 3000 Menschen aufnehmen. Koordinaten: 49° 48′ 10″ N, 9° 56′ 51″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Josef (Josefplatz 2) ist eine dreischiffige Basilika mit eingezogenem 5/8-Chor und Querschiff, Satteldach mit durchbrochenem Dachreiter und vorgezogener Eckturm mit geschweiftem Zeltdach und Laterne. Sie ist ein unverputzter Hausteinbau mit Werksteingliederungen, neugotisch, Turmhelm nach 1945;

Zusammen mit der zugehörigen Terrassenanlage mit Freitreppe ist die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-333 des BLfD.

St. Josef der Bräutigam, Rottenbauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Josef der Bräutigam, Rottenbauer

→ Hauptartikel: St. Josef (Würzburg-Rottenbauer)

Die Kirche wurde ab 1818 erbaut, am 20. Januar 1822 begannen die Arbeiten im Kircheninneren. 1829 standen bereits drei Altäre in der Kirche, jedoch war nur der Hochaltar für den Gottesdienst hergerichtet. 1864 und 1965 fielen die ersten größeren Reparaturen an. Im Jahre 1911 erfuhr der Kircheninnenraum eine vollkommene Neugestaltung. Koordinaten: 49° 43′ 11″ N, 9° 58′ 5″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Joseph (Oberer Kirchplatz 2) ist eine Saalkirche mit Satteldach, besitzt einen auf der Altarseite vorgestellten querrechteckigen Turm mit Pyramidendach, der im Erdgeschoss die Apsis aufnimmt, und hat ein monumentales Eingangsportal mit großer Blendlunette im Giebel. Das Putzmauerwerk mit sparsamen Kalksteingliederungen ist klassizistisch, Gustav Vorherr, 1823–24; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-674 des BLfD.

Dom St. Kilian, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dom St. Kilian – von der Festung Marienberg

→ Hauptartikel Dom St. Kilian (Würzburg)

Der Dom St. Kilian ist eine romanische Kirche, die ab 1040 von Bischof Bruno erbaut wurde und Kilian geweiht ist. Sie gilt als die viertgrößte romanische Basilika Deutschlands und ist der dritte Dombau in Würzburg, nachdem die ersten beiden (erbaut um 787 und 855) durch Feuer ganz oder teilweise zerstört wurden. Nach dem Unfalltod Brunos im Jahr 1045 vollendete sein Nachfolger im Bischofsamt Adalbero den Bau im Jahr 1075. Wegen seiner Größe zählt der Kiliansdom zu den eindrucksvollsten Monumenten der Salier-Zeit.

1500 erfolgte eine spätgotische Umgestaltung der Seitenschiffe, 1701 die barocke Ausstuckierung durch Pietro Magno. Nach dem Einsturz großer Teile des Doms im Winter 1946 als Folge der Bombardierung wurde er bis 1967 wiederaufgebaut. Es entstand eine gelungene, wenn auch umstrittene, Kombination von größtenteils romanischen, modernen und barocken Elementen. Die neoromanische Westfassade mit Fensterrose, dreigliedriger Galerie und Uhrenöffnung war beim Wiederaufbau mit einer schlichten Bimssteinmauer verblendet worden und wurde im Zuge von Renovierungsarbeiten 2006 wieder freigelegt. Der Vorkriegszustand ist jetzt weitgehend wiederhergestellt. 1987 folgte die Umgestaltung des Chorraums durch Hubert Elsässer. Seit dem Einbau eines Zimbelgeläuts mit acht kleinen Glocken sowie drei weiterer Glocken hat der Würzburger Dom mit nunmehr 20 Glocken das größte Kirchengeläut Deutschlands.[6]

Besondere Kunstwerke sind das Taufbecken (1279) von Meister Eckart aus Worms, die beeindruckende Reihe von Bischofsepitaphien, darunter die Grabdenkmale der Fürstbischöfe Rudolf II. von Scherenberg (1495) und Lorenz von Bibra (beide von Tilman Riemenschneider), die Schönbornkapelle von Balthasar Neumann und die Klais-Orgel von 1968 (größte Trompeteria in Deutschland). Koordinaten: 49° 47′ 36″ N, 9° 55′ 56″ O

→ Hauptartikel Orgeln des Würzburger Domes

Der katholische St. Kiliansdom (Kiliansplatz 4) ist eine kreuzförmige dreischiffige Pfeilerbasilika mit Westwerk und Chorflankentürmen, hat einen eingezogenen Chor mit Rundapsis, Putzmauerwerk mit romanischen und neoromanischen Sandsteingliederungen, Gründung zweite Hälfte 9. Jahrhundert, Westwerk erste Hälfte 11. Jahrhundert, Neubau der Basilika zweite Hälfte 11. Jahrhundert, Erneuerung im 12. Jahrhundert, Neugestaltung der Ostteile erste Hälfte 13. Jahrhundert, Einwölbung 1608, barocke Stuckverkleidung durch Pietro Magno frühes 18. Jahrhundert, nach Kriegszerstörung vereinfachende Wiederherstellung bis 1967; mit Ausstattung.

Der Dom ist zusammen mit anderen Gebäude- und Bauteilen ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-104 des BLfD.

St. Kilian, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juliusspital, Innenansicht der Kirche

→ Hauptartikel Juliusspital

Die Pfarrkirche St. Kilian ist die Kirche des Juliusspitals. Von Anfang an war das Juliusspital auch eine eigene Pfarrei mit mehreren Seelsorgern. Koordinaten: 49° 47′ 52″ N, 9° 55′ 54″ O

Die kurze Geschichte der vier Spitalkirchen

Die erste Spitalkirche

Julius Echter war es sehr wichtig, nicht nur die Pflege des körperlichen Heils seiner Mitbürger sicher zustellen. Vielmehr stand von allem Anfang an die seelsorgerliche Betreuung sehr stark im Mittelpunkt. Aus diesem Grund gab es bereits im sogenannten „Gründungsbau“ eine Kirche, zu der auch eine Krypta gehörte. Sie war im an der Juliuspromenade gelegenen Südostflügel des Juliusspitales untergebracht, nach Osten ausgerichtet, maß etwa 14 mal 20 Meter und war unmittelbar in das Gesamtgebäude integriert. Die Kirche sollte sich immer direkt im Leben des Spitals befinden und hatte auch die Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch direkt von Station aus. Über den Baumeister dieser ersten Spitalkirche gibt es keine sicheren Nachrichten. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Baupläne von dem in Mainz tätigen und aus den Niederlanden stammenden Baumeister Georg Robyn angefertigt wurden. Er wurde von Bischof Julius Echter wohl im Kurfürsten von Mainz für den Bau des Juliusspital und seiner Kirche „ausgeliehen“. Die feierliche Weihe des dem Frankenapostel Kilian gewidmeten Sakralraumes fand am 10. Juli 1580 durch den Fürstbischof selbst statt.

Die zweite Spitalkirche

In die Überlegungen des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal (1779–1795) zur Erneuerung des Vorderbaus an der Juliuspromenade zur Aufnahme einer größeren Anzahl von Kranken, wurde auch die Spitalkirche eingebunden. Im Mittelbau des Nordtraktes (jetziger Kirchenbau) hatte sich Julius Echter eine kleine Stadtresidenz eingerichtet. Seit die Würzburger Residenz den Fürstbischöfen als Wohnung diente, waren diese Räume frei und so ließ Franz Ludwig von Erthal die Spitalkirche dorthin verlegen. Der Umbau begann 1788 und erhielt die Außenmauern des zunächst von Antonio Petrini (bis 1714) und später von Joseph Greising fertig gestellten Fürstenbaus. Den Umbau leitete Hofbauamtmann Johann Philipp Geigel unterstützt von Materno Bossi. Die zweite Spitalkirche war 23,60 Meter lang, 12,55 Meter breit und 15,85 Meter hoch und im Stil des Klassizismus gestaltet. Im zweiten Stock umlief den ganzen Raum eine Empore, die den Pfründnern den leichten Zugang zur Kirche ermöglichte. Der Altar stand genau in der Mitte der Kirche. Die zweite Spitalkirche wurde 1790 eingeweiht.

Ihre reiche Stuckausstattung sowie viele weitere Kunstwerke, zu denen Bildwerke Johann Peter Wagners und Altargemälde der Hofmaler Johann B. Ruel und Oswald Onghers zählten, fielen dem Bombenhagel des 16. März 1945 zum Opfer.

Die dritte Spitalkirche

Bereits am 9. April 1945 begannen die Aufräumungsarbeiten für den vorgesehenen Wiederaufbau des Juliusspitals. Dabei entschloss man sich, den alten Kirchenraum nicht in seinen ursprünglichen Ausmaßen wieder aufzubauen. Vielmehr wurde das untere Geschoss abgetrennt. Dort wurden die Wohnungen für den Oberpflegamtsdirektor und den Spitalpfarrer untergebracht. Die niedrigere Raumhöhe von „nur“ 11,20 Metern gibt der Kirche günstigere Proportionen. Der Altar wurde an die Ostseite verlagert. Mit der Altarweihe am 16. Juli 1953 fand der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Juliusspital sein Ende. Der damalige Bischof und spätere Kardinal Dr. Julius Döpfner hat an diesem Tag die äußerlich wieder instandgesetzte Kirche eingeweiht. Die Kirche ist den beiden Schutzheiligen St. Kilian und St. Elisabeth geweiht. Sie wurden als moderne Schnitzwerke 1957 von dem Bildhauer Oskar Müller aus Würzburg-Heidingsfeld in der Kirche verewigt.

Die vierte und heutige Spitalkirche

Im Rahmen des dritten Bauabschnittes der Krankenhaussanierung wurde auch die heutige Kirche saniert, liturgisch umgestaltet und dabei der ursprüngliche Charakter der Mittelpunktskirche aufgegriffen. Altar und Ambo sind auf einer Altarinsel in der Mitte der Kirche angeordnet. Die Plätze für die Kirchenbesucher verteilen sich darum. Die Kirche erhielt zwei gleichwertige Zugänge von Osten und Westen. Dies wurde u.a. dadurch möglich, dass das Treppenhaus im östlichen Fürstenbau abgebrochen und unmittelbar neben der Kirche neu errichtet wurde. Eine rollstuhlgerechte Erschließung ist ebenfalls vorhanden. Als Fußbodenbelag ist Jura-Marmor ausgewählt worden. Altar, Ambo, Tabernakel- und Madonnenstele sowie das Taufbecken wurden ebenfalls aus diesem Material jedoch in anderer Verarbeitungstechnik geschaffen. Das frühere Hochaltarbild von Christoph Storer, das den Hl. Albert darstellt, blieb an seinem angestammten Platz. Als Gegenpol schuf Thomas Lange, ein deutscher Künstler aus Italien, ein modernes mehrteiliges Bild, das als eine Art Triptychon die Orgel verschließt bzw. umrahmt. Die Motive „Barmherzigkeit, Befreiung und Fürsorge“ nehmen dabei Bezug auf die Aufgaben der Stiftung Juliusspital. Vervollständigt wird die Kirche durch einen neuen Kreuz- und Heilsweg von Domkapitular Jürgen Lenssen.

Aus der bisherigen Kirche wurden die Figuren der Kirchenpatrone Kilian und Elisabeth sowie Darstellungen des Hl. Johannes des Täufers und des Hl. Evangelisten Johannes übernommen; ebenso das historische Altarkreuz, das einen modernen Hintergrund bekam. Die im Krieg zerstörte mechanische Pfeifenorgel erhielt eine würdige Nachfolgerin. Die Orgelbaufirma Vleugels aus Hardheim baute eine Orgel (Einweihung 17. September 2005) mit zwei Manualen und einem Pedal. Insgesamt 1300 Pfeifen verhelfen diesem Musikinstrument zu seinem vollen Klang.[7]

Im gesamten Denkmalkomplex des Juliusspitals ist auch die Pfarrkirche St. Kilian ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-229 des BLfD.

St. Laurentius, Heidingsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Laurentius, Heidingsfeld

→ Hauptartikel St. Laurentius (Würzburg-Heidingsfeld)

Die Kirche ist Laurentius von Rom geweiht. Sie ist die Pfarrkirche der ehemaligen freien Reichsstadt Heidingsfeld und wurde nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1947–1950 durch Hans Schädel neu erbaut. Koordinaten: 49° 45′ 47″ N, 9° 57′ 6″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius (Fuchsgasse 7) ist eine dreischiffige Staffelhalle mit Satteldach und eingezogenem Chor mit Dreiseitschluss, und Unterkirche, am Langhaus nördlich niedrigerer Turm mit Pyramidendach und Laterne mit Turmuhr, Westgiebel mit Figurenportal und Fensterrosette, sowie seitlichen Treppenanbauten, Kalkbruchstein, 1948–50 von Hans Schädel, am Langhaus südlich romanischer Turm mit Pyramidendach, Mauerwerk mit Werksteingliederungen, 12. Jahrhundert; mit Ausstattung;

Kapellennische, freistehender Giebelbau mit Rundbogenöffnung, profilierte und ornamentierte Rahmung, Kalkstein, Renaissance, 16./17. Jahrhundert, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung am neuen Standort um 1950; mit Werksteinspolien der alten Kirche;

Ölbergsgruppe, Sandstein, spätgotisch, 1505-1510 von Tilmann Riemenschneider; jetzt in einen modernen Anbau innerhalb der Kirche.

Die Kirche mit den Nebengebäuden und Anbauten ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-266 des BLfD.

St. Laurentius, Lengfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Laurentius-Kirche in Lengfeld

→ Hauptartikel St. Laurentius (Würzburg-Lengfeld)

Die spätbarock-klassizistische Pfarrkirche des Dorfes Lengfeld wurde 1804 geweiht. Die Inneneinrichtung stammt aus aufgelösten Klöstern (z. B. der Hochaltar vom ehemaligen St. Stephanskloster, dessen Altarbild das Martyrium des Hl. Laurentius von Rom zeigt). Der Kreuzweg stammt von Heinz Schiestl aus dem Jahr 1897. Schiestl und sein Vater errichteten die beiden Seitenaltäre. Von ihnen stammt auch eine Tragefigur für Prozessionen. Zwischen 1890 und 1910 wurde der Altarraum erweitert und die Sakristei angebaut. 1990 wurde die Kirche saniert. Koordinaten: 49° 48′ 37″ N, 9° 59′ 13″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius (Laurentiusstraße 10) ist eine Saalkirche mit eingezogenem Dreiseitchor und Satteldach, Fassade mit geschweiftem Blendgiebel und leicht vortretendem Turm mit Zwiebelhaube, Putzmauerwerk mit Werksteingliederungen, noch am Spätbarock orientierter Klassizismus, 1802; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-655 des BLfD.

St. Lioba, Lengfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Lioba wurde 1963 der Heiligen Lioba von Tauberbischofsheim geweiht. Die Gemeinde St. Lioba bildet mit der Gemeinde St. Laurentius die Pfarrei Lengfeld. Diese ist mit ca. 6500 Katholiken die größte Pfarrei im Bistum Würzburg. Koordinaten: 49° 48′ 7″ N, 9° 58′ 55″ O

Siehe: Ökumenisches Zentrum, Lengfeld! St. Lioba ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Laurentius, ist aber ein Teil des ÖZ.

Marienkapelle, Festung Marienberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festung Marienberg, Marienkirche

→ Hauptartikel: Marienkirche (Würzburg)

Die Marienkirche im Hof der Festung ist das älteste Bauwerk des Marienbergs. Es ist ein zweigeschossiger, über einem Absatz stark zurückspringender massiver Rundbau, der obere Zylinder mit frühromanischem Gliederungssystem von Lisenen und Bogenfries. Darüber gibt es eine Schweifkuppel mit Laterne. Im Osten ist ein Rechteckchor von 1600/04 anstelle eines älteren Chores angebaut; mit dreischiffiger Krypta. Diese – wie der Oberbau der Rundkapelle stammen aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Dass das Erdgeschoss der Kirche älter sein könnte, wird bezweifelt.[8]

Im Innenhof der Festung Marienberg: Marienkirche (Marienberg 239, 240, 241), frühromanischer Rundbau mit Rechteckchor um 1600; mit Ausstattung. Mit dem Gesamtensemble der Festung Marienberg ist auch die Marienkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-317 des BLfD.

Bedeutung der Marienkirche

Als historische Stätte aus der Frühzeit des rechtsrheinischen Christentums und vielleicht als erstes Zentrum des Bistums Würzburg besitzt die Marienkirche große Bedeutung für die Geschichte der Christianisierung Deutschlands und des Bistums Würzburg im Besonderen. Kunsthistorisch ist sie als Nachfolgebau der römischen Kirche S. Maria ad Martyros (Pantheon) aufgrund ihrer antikisierenden Gestalt (Konchen, zweistufiger Rundbau mit Rundkuppel) ein vorromanischer Kirchenbau ersten Ranges. Die bautechnisch nicht näher untersuchte Kuppelwölbung stellt in jedem Falle eine bemerkenswerte künstlerische und technische Leistung dar.[9]

Seit März 2016 wird die Marienkirche einer Sanierung unterzogen. Die Instandsetzung der Marienkirche ist Teil des 1. Bauabschnittes der Generalinstandsetzung der Festung Marienberg.[10]

Maria Königin, Steinbachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Königin ist die Hauskapelle des Schwesternaltenheims der Kongregation der Schwestern des Erlösers.

Maria Aufnahme in den Himmel, Kloster Himmelspforten, Zellerau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Himmelspforten – Klosterkirche

→ Hauptartikel Maria Aufnahme in den Himmel (Würzburg)

Ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei Himmelspforten, jetzt Karmelitinnen-Kloster und Diözesan-Exerzitienheim

Das Kloster wurde 1804 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. In den Gebäuden wurden ein Militärlazarett und später eine Tabakfabrik eingerichtet. 1844 übernahmen Unbeschuhte Karmelitinnen das Kloster; sie leben seit 1925 in einem seitlichen Anbau. Die Schwestern stellen Kerzen, Ikonen und Paramente her.

Ein Teil des alten Klosters ist seit 1926 unter dem gleichen Namen Himmelspforten heute Bildungs- und Exerzitienhaus der Diözese Würzburg. Die Anlagen wurden im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt; der Nord- und der Westflügel mussten abgetragen werden. Bischof Josef Stangl weihte 1967 das gänzlich erneuerte Haus ein. Eine weitere Umgestaltung und Modernisierung, die sorgsam die alten baulichen Zeugnisse erhielt, wurde 2005 abgeschlossen.

Koordinaten: 49° 48′ 1″ N, 9° 54′ 15″ O

Die Katholische Klosterkirche Maria Aufnahme in den Himmel (Mainaustraße 40/42) ist ein einschiffiger Satteldachbau mit geschweiften Blendgiebeln und leicht eingezogenem gerade schließendem Chor mit Walmdach, als Dachreiter in Erscheinung tretender massiver Turm mit Spitzhelm und reicher Sandsteingliederung, Putzmauerwerk mit Sandsteinrahmungen, frühgotisch, zweite Hälfte 13. Jahrhundert, Umgestaltung, Nachgotik und Manierismus, um 1600; mit Ausstattung.

Zusammen mit dem ehemaligen Klostergebäude – zweigeschossiger Vierflügelbau mit Annex um einen Innenhof mit Kreuzgang, Satteldachbau mit Zwerchhäusern, historisierender Wiederaufbau 1963–1967 unter Wiedereinbau des Kreuzgangs, gotisch 13.–16. Jahrhundert und Teilen der historischen, festen Ausstattung – und der Klostermauer mit Portalen – Kalkstein, 16.–18. Jahrhundert, im Kern wohl mittelalterlich; Portaltympanon mit Figuren, Sandstein, neugotisch, Mitte 19. Jahrhundert, 1884 vom Dom hierher versetzt – stellt die Klosterkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-309 des BLfD dar.

Waldkapelle Rothweg „Maria vom Berge Karmel“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria vom Berge Karmel wurde 1912 von Familie Scheller erbaut und von dem Kunstbildhauer Arthur Schleglmünig (1938 mit der Silbernen Stadtplakette der Stadt Würzburg ausgezeichnet[11]) ausgestattet. Ein besonders Kunstwerk ist ein verzierter Glasschrein mit einer Figur des Prager Jesuleins.

Mariä Heimsuchung, Nikolausberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Käppele von der Festung aus

→ Hauptartikel Käppele (Würzburg)

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung ist besser bekannt unter dem Namen „Käppele“ und wurde nach Plänen Balthasar Neumanns erbaut, der die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Die im Volk beliebte Wallfahrtskirche ist im Innenraum mit zahlreichen Votivgaben als Zeichen der Volksfrömmigkeit ausgestattet. Außerdem ist sie die Kirche des Kapuziner-Konvents. Koordinaten: 49° 47′ 4″ N, 9° 55′ 19″ O

Katholische Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Spittelbergweg 21): Die Hauptkirche ist ein stützenloser Zentralbau auf kleeblattförmigem Grundriss mit laternenbekrönter Kuppel, Doppelturmfassade mit achtkantigen Zwiebelhauben gebenüber der Hauptapsis, die östliche Apsis zur eigentlichen Gnadenkapelle geöffnet, diese auf verzogenem oktogonalem Grundriss mit Kuppel und Dachreiter, rückwärtige eingeschossige Annexbauten für Sakristei und Votivgaben, bewegte Dachlandschaft aus ineinandergreifenden verschieferten Kuppeln und Haubendächern, Putzmauerwerk mit Sandsteingliederungen, Gnadenkapelle im Kern barock, zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts, Erhöhung und Erweiterung 1778, angefügte Hauptkirche, Rokoko, Balthasar Neumann, 1747–50; mit Ausstattung;

Die Wallfahrtskirche ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-232 des BLfD.

Marienkapelle, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Würzburgs Marienkapelle
Hauptartikel: Marienkapelle (Würzburg)

Die Marienkapelle ist ein gotischer Kirchenbau auf dem Unteren Markt, der von den Bürgern der Stadt auf den Überresten einer jüdischen Synagoge errichtet wurde. Baubeginn war 1377, die Bauzeit betrug etwa 100 Jahre.

Die katholische Pfarrkirche (Marienplatz 2; Marktplatz 7), die sogenannte Marienkapelle, ist die auf dem Platz der 1349 zerstörten Synagoge errichtete dreischiffige Pfeilerhalle mit langgestrecktem Chor, 5/8-Chorschluss sowie nordwestlichem Turm mit durchbrochenem steinernem Spitzhelm, reich ornamentierte Sandsteinportale, gotisch, Eberhard Friedeberger, Lienhard Remer und Hans von Königshofen, 1377–1479, neugotischer Turmhelm 1856-58 mit vergoldetem barockem Marienbild 1713; Wiederherstellung bis 1961; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-321 des BLfD.

Marienfried, Heidingsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienfried ist die Hauskapelle des Erholungsheims der Ritaschwestern.

Marienruhe, Steinbachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienruhe ist eine Filialkirche auf dem Gelände der Erlöserschwestern.

Mariannhill, Herz-Jesu-Kirche, Heimgarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariannhill ist ein Kloster der Mariannhiller Missionare.[12] Die dem Heiligsten Herzen Jesu geweihte Klosterkirche ist ein 1927–1929 durch Albert Boßlet errichteter expressionistischer Bau in stadtbildprägender Lage. Koordinaten: 49° 47′ 35″ N, 9° 57′ 13″ O

St. Michael, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuppel von St. Michael
St. Michael
Hauptartikel: St. Michael (Würzburg)

St. Michael ist die Kirche des Priesterseminars. Ursprünglich war sie ein Bau der Jesuiten von 1606 bis 1610 „St. Michael und St. Agnes“. Von 1765 bis 1798 wurde die heutige Michaelskirche unter Johann Philipp Geigel und Johann Michael Fischer erbaut. Noch während des Baus wurde der Jesuitenorden 1773 aufgehoben. Dadurch wurde das bisherige Jesuitenkolleg zum Priesterseminar und die Kirche nach der Weihe 1831 als Seminarkirche genutzt. Bei der Bombardierung Würzburgs brannte die Kirche vollständig aus und wurde zunächst nur notdürftig instand gesetzt. Anlässlich des 400. Geburtstages des Würzburger Priesterseminars wurde der Innenraum von Heinrich Gerhard Bücker aus Vellern/Beckum in Westfalen neu gestaltet. Das Grundthema ist die „Offenbarung des Johannes“, das letzte Buch der Bibel. Bücker gestaltete den Innenraum fast ohne Zuhilfenahme von Farben, so dass sich dem Betrachter beim Eintritt in die Kirche ein komplett weiß ausgestaltetes Kircheninneres eröffnet. Die Arbeiten begannen 1988 und wurden durch die Altarweihe im Dezember 1991 vorläufig abgeschlossen. Im Mai 1995 wurde die Gestaltung der Kuppel beendet. Koordinaten: 49° 47′ 26″ N, 9° 56′ 5″ O

Die ehemalige Seminarkirche des Jesuitenkollegs, jetzt katholische Pfarrkirche St. Michael, ist eine kreuzförmige Basilika mit Walmdächern und repräsentativer Giebelfassade an Straßengabelung, Chorturm mit Glockendach und Laterne, gedrungenes Kuppeltürmchen mit Schweifhaube, Barock, Johann Philipp Geigel und Johann Michael Fischer, 1765–98, Wiederherstellung 1954–55; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem ehemaligen Jesuitenkolleg, jetzt Bischöflichem Klerikalseminar, ist die Kirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-377 des BLfD.

Neubaukirche, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neubaukirche Würzburg
Hauptartikel: Neubaukirche (Würzburg)

Die Neubaukirche wurde 1582 als Universitätskirche gemeinsam mit der Alten Universität von Julius Echter erbaut. Beim großen Bombenangriff auf die Stadt wurde sie weitgehend zerstört, der Wiederaufbau dauerte viele Jahre. 1970 beschloss der Senat der Universität, die Neubaukirche künftig für Kongresse, Tagungen und Konzerte zu nutzen. 1977 wurde der kuppelförmige Turmhelm vollendet, und damit war die Kirche – von außen gesehen – komplett wiederhergestellt.

Der weithin sichtbare Turm der Kirche wurde in drei Etappen gebaut und weist daher drei unterschiedliche Stile auf. Er ist mit 91 Metern der höchste Turm Würzburgs. Es handelt sich bei ihr um eine der bedeutendsten Kirchen der Renaissance in Deutschland.

Die ehemalige katholische Universitätskirche (sogenannte Neubaukirche), ursprünglich auch als Grabeskirche für Julius Echter vorgesehen, ist jetzt eine Universitätsaula. Die dreischiffige Hallenkirche mit Emporen in den Abseiten, Westturm mit reicher Sandsteindekoration sowie oktogonalem Obergeschoss mit Kuppelhaube und Laterne, gotisierende Maßwerkfenster, Renaissance/Nachgotik, Wolf Behringer nach Plänen von Georg Robin 1582–91, Umbauten und Sicherungsarbeiten im 17. Jahrhundert, Vollendung durch Antonio Petrini und Joseph Greissing, Barock, 1696–1704, Turmkuppel, Barock, Joseph Greissing, 1699, Wiederaufbau nach 1945; mit Ausstattung;

Zusammen mit dem Universitätsgebäude (der sogenannten Alten Universität) – dreiflügeliger vier-/fünfgeschossiger Satteldachbau mit geschweiften Blendgiebeln zusammen mit der Universitätskirche einen viereckigen Innenhof bildend, Putzfassade mit Säulenportalen, Spätrenaissance, Wolf Behringer nach Plänen von Georg Robin, 1582-91, Wiederherstellung bis 1957 – bildet die Neubaukirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-374 des BLdD.

Neumünster, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel: Kollegiatstift Neumünster

Fassade des Stifts Neumünster

Die um 1060 errichtete und im 17. Jahrhundert völlig umgestaltete Kirche des Stifts kam 1803 im Zuge der Säkularisation in Staatsbesitz und wurde 1908 Pfarrkirche. Die Kirche war dann nach dem Wiederaufbau von 1950 bis 1967 Bischofskirche der Diözese Würzburg. Koordinaten: 49° 47′ 38″ N, 9° 55′ 54″ O

Ehemaliges Kollegiatsstift, erste Bischofskirche über den Gräbern der Frankenheiligen im 8. Jahrhundert, 855 Zerstörung, Neugründung als Stift St. Johannes, Maria und Kilian 1060, katholische Pfarrkirche Neumünster seit 1808.

Die Kirche (Kürschnerhof 2 a) ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika über kreuzförmigem Grundriss, erhöhter Chor mit Rundapsis über Krypta, seitlicher oktogonaler Turm mit reicher Sandsteinornamentik, Spätromanik, um 1190-1250, barocke Zwiebelhaube 18. Jahrhundert, westliches Kuppeloktogon mit Laterne und vorgestellter Portalfassade mit Figuren, Barock, vermutlich Kollektivplanung unter Führung Joseph Greissings, 1711–16, Figurenschmuck von Jakob von der Auwera, Freitreppe 1719, Wiederaufbau bis 1950; mit Ausstattung.

Mit den weiteren anschließenden Bauten ist sie ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-289 des BLfD.

Ökumenisches Zentrum, Lengfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ökumenische Zentrum wurde 1975 geweiht. Katholische und evangelische Gemeinde arbeiten in diesem Zentrum gemeinsam. Die katholische Gemeinde „St. Laurentius“ trifft sich im „Heilig-Kreuz-Chor“, der evangelische Gemeindeteil im „Heilig-Geist-Chor“. Koordinaten: 49° 48′ 34″ N, 9° 59′ 7″ O

St. Peter und Paul, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fassade St. Peter und Paul

Die ursprünglich romanische Kirche ist Simon Petrus und Paulus von Tarsus geweiht. 1717–1720 wurde die Pfarrkirche von Joseph Greising unter Beibehaltung der romanischen Türme und des gotischen Chores als am Vorarlberger Münsterschema orientierter Barockkirche neu erbaut. Der schweren Zerstörung am 16. März 1945 folgte die bauliche Wiederherstellung mit im Inneren reduzierter Stuckdekoration. Die heutigen klassizistischen Altäre wurden 1974 aus der Pfarrkirche Himmelstadt übernommen. Koordinaten: 49° 47′ 21″ N, 9° 55′ 58″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Peter (Peterplatz 10) ist eine dreischiffige Emporenbasilika mit eingezogenem 5/8-Chor und umbautem Westturmpaar mit Hauben und Laternen, davor Blendfassade mit Figuren, romanische Westtürme 12. Jahrhundert, gotischer Chor frühes 14. Jahrhundert, barockes Langhaus mit reicher Fassade, Barock, Joseph Greissing 1717–20, Wiederaufbau 1953–54; mit Ausstattung.

Zusammen mit einigen anderen Kunstwerken und Bauteilen ist sie ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-424 des BLfD.

St. Rochus und St. Sebastian, Unterdürrbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel St. Rochus und St. Sebastian (Würzburg)

Die Unterdürrbacher Pfarrkirche St. Rochus und St. Sebastian wurde 1800 erbaut. Koordinaten: 49° 48′ 39″ N, 9° 55′ 11″ O

Die katholische Pfarrkirche St. Rochus und Sebastian (Dürrbachtal 67) ist ein Saalbau mit Satteldach und eingezogenem Chor mit Dreiseitschluss, Dachreiter mit Zwiebelhaube, Sandstein-Portalfassade mit Schweifblendgiebel, Spätbarock, bezeichnet mit 1800; mit Ausstattung.

Zusammen mit der Kreuzigungsgruppe – geschweifter Sockel mit Kruzifix und Schmerzensmutter, Sandstein, Spätbarock, bezeichnet mit 1787 – ist die Pfarrkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-682 des BLfD.

St. Joseph und St. Maria Magdalena (Reuererkirche / Karmelitenkirche), Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche des Reuererklosters

→ Hauptartikel St. Joseph und St. Maria Magdalena (Würzburg)

Die Karmeliter- bzw. Reuererkirche wurde 1662–1669 von Antonio Petrini erbaut. Der kreuzförmige Barockbau mit gut gegliederter Fassade ist die Klosterkirche des Würzburger Karmelitenklosters St. Maria Magdalena. Erst 1976–2001 erhielt die Kirche eine neue Ausstattung als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg untergegangene. Koordinaten: 49° 47′ 18″ N, 9° 55′ 50″ O

Die Klosterkirche (Sanderstraße 12) – des ehemaligen Reuererklosters, seit 1627 katholisches Kloster der Unbeschuhten Karmeliten – ist eine kreuzförmige Wandpfeilerbasilika, mit kräftig gegliederter Blendfassade und schlankem seitlichem Chorturm mit Vierkant-Kupferhaube, Frühbarock, Antonio Petrini, 1662–69, Wiederherstellung nach 1945; mit Ausstattung.

Zusammen mit dem Klostergebäude – dreigeschossige Mehrflügelanlage mit Sattel-, Zwerch- und Walmdächern um zwei Innenhöfe, Fassaden mit Blendgiebel, Renaisssancerker, und Rokoko-Figurenportal, Mitte 18. Jahrhundert, im Kern älter, Erker bezeichnet mit 1626 und 1908, Figurennische bezeichnet mit 1655, Portal Mitte 18. Jahrhundert, Renovierung bezeichnet mit 1908, starke Erneuerung nach 1945 – stellt die Klosterkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-516 des BLfD dar.

St. Sebastian, Heuchelhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Place de Caen mit St. Sebastian (rechts)

→ Hauptartikel St. Sebastian (Würzburg-Heuchelhof)

Die Pfarrkirche wurde 1976–1977 erbaut und ist Sebastian geweiht. Koordinaten: 49° 44′ 50″ N, 9° 57′ 30″ O

Unsere Liebe Frau, Frauenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unsere Liebe Frau, Frauenland

→ Hauptartikel Unsere Liebe Frau (Würzburg)

Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau wurde ab 1936 unter dem Architekten Albert Boßlet erbaut, da die Pfarrei Sankt Peter und Paul eine neue Expositur für das Frauenland gegründet hatte. 1941 folge der Erhebung zur Pfarrkirche. Bei der Bombardierung Würzburgs am 16. März 1945 wurde die Kirche fast vollständig zerstört. 1948 wurde sie wieder aufgebaut. 1979 wurde der Innenraum der Kirche entsprechend der Liturgiereform umgestaltet. Koordinaten: 49° 47′ 12″ N, 9° 56′ 53″ O

Die Pfarrkirche zu Unserer Lieben Frau (Frauenlandplatz 1) – im Katholischen Pfarrgemeindezentrum – ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Walmdach und eingezogenem Rechteckchor, Westfassade mit dreiteiliger hoher Blendarkade, schlanker Campanile mit Pyramidendach, Bruchstein, romanisierende konservative Moderne, Albert Boßlet, 1936; mit Ausstattung.

Zusammen mit den zugehörige Nebengebäuden – Pfarr- und Gemeindehaus, zweigeschossige unverputzte Bruchsteinbauten mit Walmdach und schmalen Verbindungsbauten zur Kirche; zugehörige Mauereinfriedung – ist die Pfarrkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-152 des BLfD.

Zur Heiligen Familie, Heidingsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Zur Heiligen Familie, Altarraum

→ Hauptartikel Zur Heiligen Familie (Würzburg-Heidingsfeld)

Die Pfarrkirche Zur Heiligen Familie wurde nach Plänen des Dombaumeisters Hans Schädel erbaut und 1957 geweiht. Koordinaten: 49° 45′ 45″ N, 9° 56′ 13″ O

Evangelische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auferstehungskirche, Sieboldshöhe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel Auferstehungskirche (Würzburg)

1962 wurde als siebentes evangelisches Gotteshaus in Würzburg die Auferstehungskirche gebaut. Die Pläne stammen von dem Münchner Architekten Franz Lichtblau. Das Kunstwerk an der Natursteinwand hinter dem Altar namens „Ostermorgen — der Engel und die drei Frauen am Grab“ schuf der Bildhauer Karlheinz Hoffmann.

Am 2. Dezember 1962 erfolgte die feierliche Einweihung der Kirche. In einem zweiten Bauabschnitt errichtete man Mitte der sechziger Jahre direkt anschließend Gemeinderäume und Pfarrhaus. 1968 wurde die Tür, durch die man vom Vorraum ins Kircheninnere tritt, nach dem Vorbild mittelalterlicher Portale durch die Darstellung von Weltgericht und Jungfrauengleichnis künstlerisch gestaltet. Koordinaten: 49° 46′ 23″ N, 9° 57′ 26″ O

Deutschhauskirche, Mainviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschhauskirche Würzburg

→ Hauptartikel Deutschhauskirche (Würzburg)

Siehe auch: Kurze Geschichte und Beschreibung der 700 Jahre alten Kirche

Die gotische Deutschhauskirche wurde zwischen 1270 und 1320 als Kirche des Deutschen Ordens erbaut. 1694 wurden durch Antonio Petrini das Konventsgebäude und die Untergeschosse des Turms barock umgebaut. Die Kirche fiel im Zuge der Säkularisation 1805 an den Staat, wurde lange als Militärmagazin genutzt und 1922 der evangelischen Kirche überlassen. Besondere Kunstwerke sind die Anbetung der Heiligen drei Könige von Rudolf Schäfer, Der Horchende Christus von Wilhelm Steinhausen und die Verkündigung an Maria von Georg Anton Urlaub. Der Innenraum ist hell und aufwendig verziert. Die Kirche überstand die Bombenangriffe auf Würzburg ohne große Schäden und steht heute unter Denkmalschutz. Leider wurden während der Nutzung als Militärmagazin Decken eingezogen und so große Teile der Innenausstattung zerstört.

Ein historisches Dokument im Innenraum der Kirche beschreibt die Geschichte der Kirche:

„Kurze Chronik der evangelisch-lutherischen Deutschhauskirche Würzburg

  • 1219 Erste Erwähnung des Deutschordenshauses, wo einst der Kaiser Friedrich Barbarossa gehöriges Haus durch Bischof Otto den wohl schon in der Stadt ansässigen Deutschherren geschenkweise übergeben wurde.
  • 1226 Einweihung der im Kniergeschoß des roman. Turmes befindlichen Gewölbe als Kapelle, wo vielleicht Kaiser Barbarossa mit Beatrice von Burgund getraut wurde.
  • 1260 Ablaßbewilligung zum Bau einer größeren Kirche.
  • 1280 war der Bau soweit vorgeschritten, daß Bischof Berthold ihn ein „opus splendidum et sumptuos“ nennt, zu dessen Vollendung das Vermögen des Ordenshauses nicht ausreiche.
  • 1288 Vollendung bis zum Südportal „der schönen Pforte“/ Bauleiter Frater Bertoldus „lapicida, confrater praedictae domus“/
  • 1296 Vollendung des Baues und Verbindung mit dem Ordenshaus durch einen Schwibbog über die Durchfahrt zum Schottenkloster
  • 500 Jahre schweigt die Geschichte
  • 1630 König Gustav Adolf von Schweden hält einen evangelischen Gottesdienst
  • 1806 Säkularisation durch den bayerischen Staat und völlige Entleerung. Von Franzosen besetzt.
  • Bayerisches Train-Magazin bis 1918
  • 1922 der evangelisch-lutherischen Gemeinde auf 100 Jahre überlassen

1923 erster evang. Weihnachtsdienst/(Inflationszeit) 1922–1925 Wiederherstellung/Altar/Kanzel/Empore/Gestühl/Orgel/Glasgemälde im Chor/vier Glocken

Die einschiffige Kirche hat sechs Joche, Kreuzgewölbe und Kappenschluß/Gurten und Rippen mit reichem Birnstabprofil/Runddienste/edle Laubwerkkonsolen und Kapitelle (Hölle, Katze und Maus). Reiche figürliche Schlußsteine/Büßerzelle mit orig. Dreikappengewölbe. Treppentürmchen. Der Turm hat fünf Geschosse mit Rippenkreuzgewölben.“

Das Dokument zeigt auch alte Bilder der Kirche, eines Deutschherren-Ritters, die „Schöne Pforte“ und einen Grundriss. Koordinaten: 49° 47′ 40″ N, 9° 55′ 19″ O

Die ehemalige Klosterkirche – des Klosters des Deutschen Ordens, jetzt evangelisch-lutherische Deutschhauskirche (Pfarrkirche) – ist ein einschiffiger Satteldachbau mit Strebepfeilern, Maßwerkfenstern und Tympanonportal sowie gewölbter Strassenüberbauung, gotisch, 1260–1296, seitlicher quadratischer Turm mit Sandsteingliederung, erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, verschieferte barocke Zwiebelhaube mit Laterne, 17./18. Jahrhundert; mit Ausstattung.

Zusammen mit der ehemaligen Deutschordenskomturei – zweigeschossiger Walmdachbau über hohem Kellersockel, Putzmauerwerk mit Sandsteinkanten und -rahmungen sowie Wappenportal, barock, wohl von Antonio Petrini, 1694 – ist sie ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-635 des BLfD.

Erlöserkirche, Zellerau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

→ Hauptartikel Erlöserkirche (Würzburg)

Die Erlöserkirche in Würzburg wurde von Olaf Andreas Gulbransson erbaut und 1961 eingeweiht. Besonders sehenswert ist die von Helmut Amman gestaltete Rückwand des Altarraums; Amman hat mit einer Vielzahl verschiedener Ziegel das Himmlische Jerusalem gestaltet. Davor stehen auf einem Bogen zwei aus Zirbelholz gefertigte Engelsgruppen, die das Lob Gottes singen – und dazwischen zeigt das Medaillon das Lamm Gottes. Koordinaten: 49° 47′ 34″ N, 9° 54′ 0″ O

Die Evangelisch-Lutherische Erlöserkirche (Neidertstraße 21) ist ein über quadratischem Grundriss diagonalgestellter Satteldachbau mit Annexen und sechseckigem Campanile, Backstein-, bzw. Betonskelettbau, Nachkriegsmoderne, Olaf Andreas Gulbransson, 1960/61; mit Ausstattung.

Das Benehmen ist noch nicht hergestellt, aber die Erlöserkirche wird ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-752 des BLfD werden.

Gnadenkirche, Sanderau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gnadenkirche in der Danziger Straße wurde ab 1988 erbaut. Koordinaten: 49° 46′ 37″ N, 9° 56′ 11″ O

Gethsemanekirche, Heuchelhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gethsemanekirche

→ Hauptartikel Gethsemanekirche (Würzburg-Heuchelhof)

Die Gethsemanekirche wurde im Jahr 1988 durch den Architekten Alexander von Branca entworfen, der auch die Michaelskirche auf dem Schwanberg geplant hatte. Erbaut werden konnte sie wegen finanzieller Probleme erst in den Jahren 1998–2000. Der Glockenturm, ein Campanile mit fünf Glocken wurde im Jahr 2001 fertiggestellt. Die Kirche ist ein Rundbau mit einer pagodenförmigen Kuppel. Die Kuppel ruht auf zehn Säulen und wird am höchsten Punkt von einer gläsernen Ampel gekrönt. Koordinaten: 49° 44′ 44″ N, 9° 57′ 35″ O

Hoffnungskirche, Versbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hoffnungskirche in der Unteren Heerbergstraße in Versbach wurde 1966 erbaut. Koordinaten: 49° 49′ 2″ N, 9° 58′ 2″ O

St. Johannis, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Johannis-Kirche

Hauptartikel: St.-Johannis-Kirche (Würzburg)

St. Johannis wurde 1895 als erste Kirche der evangelischen Bürger in Würzburg im neugotischen Stil erbaut. Beim Luftangriff auf die Stadt wurde sie fast völlig zerstört. Heute steht nur noch der Stumpf des alten Turmes mit dem Eingangsportal. Die heutige Kirche wurde von dem Münchner Architekten Reinhard Riemerschmid errichtet und 1957 eingeweiht. Als Mahnmal soll sie an die Schrecken des Krieges erinnern und zur Verantwortung für den Frieden aufrufen. Koordinaten 49° 47′ 41″ N, 9° 56′ 31″ O

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Johannis (Rennweger Ring 1) ist ein Saalbau mit sieben nach unten verjüngenden Stahlbetonträgern, niedriges nördliches Seitenschiff, aus geschichtetem Mauerwerk und westwerkartiger Turmriegel bestehend aus Turmstumpf des neugotischen Vorgängerbaus von Hermann Steindorff sowie flankierenden hohen Spitzhelmen des Wiederaufbaus, Nachkriegsmoderne, Reinhard Riemerschmid, 1956-1957; mit Ausstattung.

Sie ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-449 des BLfD.

Lukas-Kirche, Steinbachtal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lukas-Kirche wurde 1963–1964 erbaut. Koordinaten: 49° 46′ 17″ N, 9° 54′ 24″ O

Martin-Luther-Kirche, Frauenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin-Luther-Kirche

→ Hauptartikel Martin-Luther-Kirche (Würzburg)

Die Martin-Luther-Kirche stellt mit ihrer schlichten Holzkonstruktion eine architektonische Besonderheit unter den Kirchen Würzburgs dar. Sie ist eine der berühmten 48 Notkirchen, die nach einem Entwurf von Professor Otto Bartning kurz nach dem Zweiten Weltkrieg überall in Deutschland erbaut wurden. Mit Hilfe dieser einfachen, serienmäßig hergestellten und somit kostengünstigen Montagekirchen sollte der akute Mangel an evangelischen Kirchen überbrückt werden.

Ermöglicht wurde der Bau der Martin-Luther-Kirche durch eine Spende der amerikanischen Sektion des Lutherischen Weltbundes. Zwischen der Grundsteinlegung und der Einweihung der Kirche am 6. Juni 1949 verging nur ein knappes halbes Jahr. Der mit vier Glocken ausgestattete freistehende Kirchturm wurde nach den Plänen des Architekten Olaf Andreas Gulbransson erbaut und ergänzt die Kirche seit 1962. Den Abschluss des Turms bildet eine filigrane Bronzeplastik in Kreuzform.

In den folgenden Jahren wurde der Innenraum der ursprünglich als Provisorium geplanten Kirche umgestaltet und ergänzt. Ein farbiges Fensterband, das in 13 Einzelbildern die Heilsgeschichte wiedergibt und von dem Münchner Künstler Gerd Jähnke geschaffen wurde, ziert seit 1966 das Gotteshaus. Das schlichte Holzkreuz wurde in den 1970er Jahren durch ein vergoldetes Kreuz ersetzt. Die fünf rubinroten Steine in der Mitte symbolisieren die Wundmale Christi. Kanzel und Taufstein sind bildhauerisch gestaltet. Die Orgel stammt aus der Werkstatt von Otto Hoffmann in Ostheim vor der Rhön.

Mit der „Schönen Pforte“ besitzt die Martin-Luther-Kirche seit 1970 eine vom Würzburger Kunstschmied Rudolf Engert künstlerisch gestaltete Bronzetür, die alle Besucher herzlich willkommen heißt. Koordinaten: 49° 47′ 9″ N, 9° 57′ 2″ O

Ökumenisches Zentrum, Lengfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Ökumenisches Zentrum, Lengfeld

St. Paul, Heidingsfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidingsfeld, St. Paul mit Pfarrhaus

→ Hauptartikel St. Paul (Würzburg-Heidingsfeld)

Die Kirche St. Paul in der Reuterstraße in Heidingsfeld aus dem Jahre 1913 ist der einzige Kirchenbau Würzburgs aus der Epoche des Späten Historismus im sogenannten Prinzregentenbarock (Heimatarchitektur), im Detail mit Elementen des Jugendstils. Das Gesamtensemble mit Pfarrhaus und offener Säulenarkade toskanischer Ordnung hat den Krieg heil überstanden.

Der Innenraum ist einheitlich erhalten als zweischiffige holztonnengewölbte Emporenhalle mit origineller Ausstattung, wie dem Doppelgemälde von Eulogius Böhler, „die Himmelfahrt Christi“. Koordinaten: 49° 45′ 53″ N, 9° 56′ 42″ O

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Paul (Reuterstraße 10) besitzt eine zweischiffige Staffelhalle mit Satteldach und eingezogenem Dreiseitchor mit Mansardwalmdach, seitlicher Fassadenturm mit verschieferter Zwiebelhaube und Laterne, Putzmauerwerk mit Kalksteinrahmungen, Neobarock, um 1912–13; mit Ausstattung;

Zusammen mit den übrigen Gebäuden – Verbindungsbau zum Pfarrhaus, offener Rundbogen-Arkadengang mit Satteldach, verputztes Mauerwerk mit Kalksteinsäulen, erste Hälfte 20. Jahrhundert, dem evangelischen Pfarrhaus, zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit geschweiften Zwerchhausgiebeln, Putzmauerwerk mit Kalksteinrahmungen, barockisierend, um 1912–13 und der Einfriedung, Kalksteinmauer mit barockisierendem Portal, erstes Viertel 20. Jahrhundert – ist die Pfarrkirche ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-462 des BLfD.

St. Stephan, Stadtmitte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Stephan von der Seite

→ Hauptartikel St. Stephan (Würzburg)

St. Stephan ist eine der ältesten Kirchen Würzburgs. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1014 zurück. Als Chorherrenstift gegründet, war die Kirche seit 1057 Abteikirche des Benediktinerklosters St. Stephan. 1789 ersetzten die Mönche die romanische Basilika durch einen klassizistischen Neubau. 1803 wurde St. Stephan die erste evangelische Pfarrkirche in Würzburg und seit 1827 auch Dekanatskirche. Beim Bombenangriff wurde sie vollkommen zerstört und in den Jahren 1952–1956 unter Dekan Wilhelm Schwinn wieder aufgebaut. St. Stephan wurde außen original rekonstruiert, innen wurden z. B. die kunstvoll mit Stuck dekorierten Säulen von Materno Bossi und das Gesims über den Fenstern wiederhergestellt, der Altarraum mit einem Chorgestühl gestaltet, die Krypta und die Michaelskapelle wieder aufgebaut. Seit 1954 bildet die Kreuzigungsgruppe des Münchner Künstlers Helmut Ammann das Zentrum des Chorraums. Die Kirche ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Koordinaten: 49° 47′ 22″ N, 9° 56′ 5″ O

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche St. Stephan (Wilhelm-Schwinn-Platz 1), die ehemalige Kirche des Kollegiatsstifts St. Peter und Paul, nachmals der Benediktinerabtei St. Stephan, ist eine Saalkirche mit eingezogenem rundschließendem Chor und Westturmpaar mit Glockenhauben sowie abgewalmtem Westbau mit Säulenkrypta, vom romanischen Gründungsbau Krypta und Turmfundamente 1015–32, barocker Ostchor 1715, weitgehender Neubau des Langhauses und der Westteile, Spätbarock, Johann Philipp Geigel, 1788–89, Wiederaufbau 1949-55.

Zusammen mit der Michaelskapelle – ehemaliges Beinhaus, zweigeschossiger Satteldachbau mit Rundbogenfries, romanisch, um 1100; mit Ausstattung – und dem Wandbrunnen – geschweifter Aufbau mit Pinienzapfen und vorgestellter muschelförmiger Brunnenschale, Sandstein, 17./18. Jahrhundert – stellt die Pfarrkirche ein geschütztes Baudenkmal mit dem Aktenzeichen D-6-63-000-564 des BLfD dar.

Thomaskirche, Grombühl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Thomaskirche befindet sich in der Schiestlstraße im Stadtteil Grombühl. Koordinaten: 49° 48′ 13″ N, 9° 57′ 4″ O

Trinitatiskirche, Rottenbauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Trinitatiskirche

→ Hauptartikel Trinitatiskirche (Würzburg-Rottenbauer)

Die heute evangelische Trinitatiskirche wurde 1493, zunächst als katholische Kirche, durch das Geschlecht der Reichsfreiherren Wolfskeel erbaut. Im Jahre 1580 wurde sie zum ersten Mal evangelisch, als die Wolfskeels zum Protestantismus übertraten. Koordinaten: 49° 43′ 14″ N, 9° 58′ 3″ O

Die Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche – sogenannte Trinitatiskirche (Unterer Kirchplatz 3) – ist ein Saalbau mit fluchtendem Dreiseitchor, seitlicher quadratischer Turm mit Pyramidendach, Putzmauerwerk mit Sandsteinmaßwerkfenstern, spätgotisch, 1490–94, Erweiterung Ende 16. Jahrhundert; mit Ausstattung.

Zusammen mit den Grabplatten an der Außenwand – Sandstein, Renaissance, 16./17. Jahrhundert – ist sie ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-678 des BLfD.

Orthodoxe Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeller Straße 45, ehemaliges Zeller Torhaus, jetzt Kirche der russisch-orthodoxen Gemeinde

Kirche „Zur Verkündigung an die Allheilige Gottesgebärerin“, Mainviertel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der klassizistische Kuppelbau von 1824 mit Säulenportal und Rustikagliederung, das ehemalige Zeller Torhaus in der Zeller Straße, ist seit 1998 die Kirche der russisch-orthodoxen Gemeinde in Würzburg. Koordinaten: 49° 47′ 38″ N, 9° 55′ 7″ O

Die ehemalige Zeller Torwache (Zeller Straße 45), ein eingeschossiger Walmdachbau mit Portikus und Kuppelaufsatz, klassizistisch von Peter Speth (1814) ist ein geschütztes Baudenkmal mit der Aktennummer D-6-63-000-638 des BLfD.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchen in Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Förderverein Kirchenmusik in der Augustinerkirche Würzburg: Kirchenmusik, Augustinerkirche Würzburg, Januar – Juni 2009 (Broschüre).
  2. Erika Kerestely: Würzburg. Stadtführer mit farbigem Stadtplan. Stürtz Stadtführer. Verlagshaus Würzburg GmbH & Co KG, Würzburg 2008. ISBN 978-3-8003-1929-9. S. 51
  3. Marlene Lauter: Bildende Kunst in Würzburg nach 1945. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1343, Anm. 9.
  4. Sybille Grübel: Zeittafel zur Geschichte der Stadt von 1814–2006. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1225–1247; hier: S. 1243.
  5. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 2, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1969, S. 84 (Auverastraße [...] – Josefsplatz [...]).
  6. Bayerischer Rundfunk: Würzburg: Größtes Geläut Deutschlands erklingt erstmalig – Feste & Feiern – Bayern – BR. 22. Mai 2008, archiviert vom Original am 1. März 2010, abgerufen am 9. Dezember 2015.
  7. http://www.juliusspital.de/wir-ueber-uns/pfarrei-st-kiliankirchenmusik/ abgerufen am 3. Februar 2017
  8. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band I: Franken.München, Berlin, Deutscher Kunstverlag 1999. S. 1194. ISBN 3-422-03051-4
  9. Bernhard Rösch, Marienkirche, Würzburg, publiziert am 10.09.2012; in: Historisches Lexikon Bayerns, URL:<http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Marienkirche, Würzburg> (4. Februar 2017)
  10. [1] „Renovierung der Marienkirche beginnt“, abgerufen am 4. Februar 2017
  11. Peter Weidisch: Würzburg im »Dritten Reich«. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. Band 2, 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1273, Anm. 60.
  12. Webseite der Marianhill Missionare