Kirchenbezirk Göppingen

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Basisdaten
Landeskirche: Evangelische Landeskirche in Württemberg
Prälatur: Ulm
Fläche: km²
Gliederung: 33 Kirchengemeinden
Gemeindeglieder: 56.522 (2016)
Adresse des
Dekanatamtes:
Pfarrstr. 45
73033 Göppingen
Dekan: Rolf Ulmer
Karte
Lage des Kirchenbezirks Göppingen innerhalb der Evang. Landeskirche in Württemberg

Der Evangelische Kirchenbezirk Göppingen ist einer von 47 Kirchenbezirken bzw. Kirchenkreisen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sein Gebiet ist deckungsgleich mit dem Dekanat Göppingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchenbezirk Göppingen liegt im Osten der württembergischen Landeskirche. Sein Gebiet umfasst überwiegend das untere Tal der Fils. Seine Kirchengemeinden gehören zu den politischen Städten und Gemeinden Adelberg, Aichelberg, Albershausen, Bad Boll, Birenbach, Börtlingen, Dürnau, Ebersbach an der Fils, Eislingen/Fils, Gammelshausen, Göppingen, Hattenhofen, Heiningen, Ottenbach, Salach, Schlat, Schlierbach, Uhingen, Wäschenbeuren, Wangen und Zell unter Aichelberg im Westen des Landkreises Göppingen.

Nachbarkirchenbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchenbezirk Göppingen grenzt an folgende Kirchenbezirke (im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten): Schwäbisch Gmünd und Geislingen an der Steige (beide Prälatur Ulm), Kirchheim unter Teck (Prälatur Stuttgart) sowie Schorndorf (Prälatur Heilbronn).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dekanat Göppingen (damalige Bezeichnung Spezialsuperintendentur) wurde schon 1532, kurz nach der Reformation in Württemberg errichtet und gehört somit zu den ältesten Dekanaten der Landeskirche. Zum Dekan wurde der Pfarrer der Stadtkirche in Göppingen ernannt. Im 16. Jahrhundert war zeitweise der Dekanssitz in Ebersbach, weil der Göppinger Pfarrer zugleich Generalsuperintendent war. Das Dekanat Göppingen veränderte seine Grenzen mehrmals und zu Beginn des 19. Jahrhunderts war sein Gebiet identisch mit dem alten württembergischen Oberamt Göppingen. Es gehört zunächst zum Generalat Adelberg, ab 1598 zum Generalat Denkendorf, ab 1810 zum Generalat Urach und seit 1823 zum Generalat Ulm, aus dem die heutige Prälatur Ulm hervorging.

Infolge der Auflösung einiger Kreise bzw. Oberämter in Württemberg 1939 wurden auch die kirchlichen Verwaltungsbezirke teilweise neu gegliedert. So wurde mit Wirkung vom 1. April 1939 die Kirchengemeinde Reichenbach an der Fils in den Kirchenbezirk Esslingen umgegliedert. Mit Wirkung vom 1. April 1961 wurde die Kirchengemeinde Roßwälden vom Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck in den Kirchenbezirk Göppingen umgegliedert, während die Kirchengemeinden Auendorf und Gruibingen mit Wirkung vom 1. Januar 1972 in den Kirchenbezirk Geislingen und gemäß Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 13. Februar 1975 die Kirchengemeinde Degenfeld unter Abtrennung ihrer bis dahin zugehörigen Orte Nenningen und Weißenstein in den Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd umgegliedert wurde. Nenningen und Weißenstein hingegen wurden 1975 ebenfalls in den Kirchenbezirk Geislingen umgegliedert und der dortigen Kirchengemeinde Donzdorf zugeordnet.

Leitung des Kirchenbezirks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leitung des Kirchenbezirks obliegt der Bezirkssynode, dem Kirchenbezirksausschuss (KBA) und dem Dekan. Derzeitiger Dekan ist Rolf Ulmer, der zugleich einer der Pfarrer an der Stadtkirchengemeinde Oberhofen in Göppingen ist. Der Sitz des Dekanats ist im Haus der Evangelischen Kirche in der Pfarrstraße 45 in Göppingen.

Dekane des Kirchenbezirks Göppingen seit 1803[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1803–1811: Georg Friedrich Fischhaber
  • 1812–1840: Erhard Wilhelm Gottfried Burk
  • 1840–1870: Johann Ernst Osiander
  • 1870–1886: Karl Friedrich Klaiber
  • 1887–1889: Karl Ludwig Kalchreuter (1827–1889)
  • 1889–1901: Karl August Schnaidt (1837–1902)
  • 1902–1912: Karl Heinrich Adolf Hoffman (1844–1912)
  • 1912–1913: Paul Hornberger
  • 1913–1928: Julius Karl August Kalchreuter (1857–1943)
  • 1928–1946/47: Otto Stahl(1876–1972)
  • 1947–1950: Gotthilf Weber (1900–1987)
  • 1950–1967: Gerhard Pfänder (1901–1981)
  • 1967–1979: Karl Philippi (1914–1998)
  • 1979–1991: Frieder Mörike (1929–2015)
  • 1992–2008: Dieter Kunz (* 1944)
  • Seit 2008: Rolf Martin Ulmer (* 1958)

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kirchenbezirk Göppingen gibt es insgesamt 33 Kirchengemeinden. Das Gebiet des Kirchenbezirks Göppingen gehört überwiegend zum alten Kernland Württemberg, wo ab 1534 die Reformation eingeführt wurde. Diese Gebiete sind daher überwiegend evangelisch und es gibt meist alte evangelische Kirchen und Kirchengemeinden.

Kirchengemeinde Adelberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Adelberg umfasst die Gemeinde Adelberg. Das kirchliche Leben in Adelberg beginnt mit der Gründung des Klosters Adelberg 1178. Klostervogt war der jeweilige Herr der Burg Hohenstaufen, der Herzog von Schwaben. Das 1188 errichtete Frauenkloster wurde 1476 nach Lauffen am Neckar verlegt. 1361 brannte das Kloster zum Großteil ab. Danach unterstand es als Reichspfand Württemberg. Es wurde wieder aufgebaut und konnte ein bescheidenes Umland zugewinnen, darunter zehn Dörfer und 19 Weiler. 1525 wurde das Kloster im Bauernaufstand teilweise zerstört. Bis zur Reformation wurde es teilweise wieder aufgebaut und noch bis 1565 gab es katholische Äbte. Danach wurde das Kloster Adelberg von einem Klosteramt verwaltet, im Kloster selbst eine Klosterschule eingerichtet, die bis 1629 bestand. Die mittelalterliche Klosterkirche St. Maria und Ulrich ging im 16. Jahrhundert ebenso wie das Konventsgebäude und einige Wirtschaftsgebäude ab. Erhalten ist die ehemalige Ulrichskapelle und die einstige Prälatur, ein Fruchtkasten sowie das Forstamt. Die Ulrichskapelle, um 1500 unter Abt Berthold Dürr erbaut und von dessen Nachfolger kostbar ausgestattet ist heute Pfarrkirche der evangelischen Kirchengemeinde Adelberg, die bis 1851 noch Hundsholz hieß. Der sonntägliche Gottesdienst der Gemeinde findet in der Regel in der Dorfkirche statt, die in der Mitte des Ortes steht.

Bis 1859 gehörte auch Oberberken und bis 1970 auch Unterberken zur Kirchengemeinde Adelberg, bevor 1859 in Oberberken eine eigene Filialkirchengemeinde errichtet wurde. Dieser wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1970 auch Unterberken zugeordnet. Bis 1992 war die Kirchengemeinde Adelberg zum Kirchenbezirk Schorndorf zugeordnet und wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1993 in den Kirchenbezirk Göppingen umgegliedert.

Kirchengemeinde Albershausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Albershausen (1.772) umfasst die Gemeinde Albershausen. Eine Kirche wurde in Albershausen 1275 erstmals erwähnt. Das Patronat kam über das Stift Wiesensteig an Württemberg. Die spätgotische Kirche wurde um 1455 erbaut und 1701 sowie 1800 erneuert. Sie hat einen Chor mit Kreuzrippengewölbe. Der Westturm wurde nach einem Brand von 1781 neu erbaut.

Bis 1970 gehörte auch die Filialkirchengemeinde Bünzwangen zu Albershausen, bevor diese mit Wirkung vom 1. Januar 1971 von Albershausen getrennt und der neu gebildeten Gesamtkirchengemeinde Ebersbach als vierte Teilkirchengemeinde angegliedert wurde. 1990 wurde sie wieder von der Gesamtkirchengemeinde Ebersbach getrennt.

Kirchengemeinde Bad Boll[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Bad Boll (bis 2007 nur Boll) umfasst die Gemeinde Bad Boll mit ihrem Ortsteil Eckwälden. Eine zur Stauferfamilie gehörige Berta von Boll gründete in Boll ein Stift, das 1155 dem Hochstift Konstanz zinspflichtig wurde und 1464 dem Stift Oberhofen in Göppingen inkorporiert wurde. Die ehemalige Stiftskirche ist heute Pfarrkirche Bad Bolls. Sie wurde 1286 als St. Cyriakuskirche erwähnt. Es handelt sich um eine romanische Pfeilerbasilika, unter der sich eine Krypta aus dem 11. Jahrhundert befindet. Das Schiff wurde später verlängert. Der Turm befindet sich an der Südwestecke des Schiffs. Im Innern ist eine spätgotische Steinkanzel mit hochbarockem Schalldeckel zu sehen.

Der zu Bad Boll gehörige Ortsteil Eckwälden gehörte bis 1933 als Nebenort zur Kirchengemeinde Zell unter Aichelberg im Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 18. März 1933 wurde Eckwälden der Kirchengemeinde Boll (Kirchenbezirk Göppingen) angegliedert. In Eckwälden gibt es keine Kirche. Zum 1. Januar 1976 wurde dann auch Zell unter Aichelberg in den Kirchenbezirk Göppingen umgegliedert.

Nachdem die Gemeinde Boll den Zusatz Bad verliehen bekam, wurde auch die Evangelische Kirchengemeinde Boll mit Wirkung vom 18. Juli 2007 in Kirchengemeinde Bad Boll umbenannt.

Im Ortsteil Bad Boll-Bad befindet sich seit 1920 einer der beiden Sitze der Herrnhuter Brüdergemeine (der andere ist in Herrnhut in Sachsen). Ferner hat die Evangelische Akademie Bad Boll der Evangelischen Landeskirche in Württemberg hier ihren Sitz.

Kirchengemeinde Bartenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Bartenbach umfasst den Stadtteil Bartenbach der Stadt Göppingen. Kirchlich gehörte Bartenbach zur Oberhofenkirche später zur Stadtkirche Göppingen. 1920 wurde Bartenbach eigene Pfarrei. Eine Kapelle St. Otmar und Maria wurde in Bartenbach 1404 erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. An gleicher Stelle wurde 1651 die heutige Kirche als Querkirche erbaut. 1974 erbaute sich die Gemeinde ein neues Gemeindezentrum, in dem heute die Gottesdienste gefeiert werden. Die alte evangelische Dorfkirche wird seitdem als Heilig-Kreuz-Kirche von der Armenischen Gemeinde Baden-Württemberg genutzt und ging mit Vertrag vom 18. Dezember 2018 in deren Eigentum über.

Zur Kirchengemeinde Bartenbach gehörten zunächst auch die evangelischen Bewohner im benachbarten Rechberghausen, die dort überwiegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogen waren. Für diese wurde dann durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 13. Januar 1955 eine Filialkirchengemeinde von Bartenbach errichtet. Durch Bekanntmachung vom 17. Oktober 1974 wurde diese dann von der Mutterkirchengemeinde Bartenbach getrennt und zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben.

Kirchengemeinde Bezgenriet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Bezgenriet umfasst den Stadtteil Bezgenriet der Stadt Göppingen. Bezgenriet war kirchlich zunächst Filiale von Schopflenberg und kam mit diesem 1551 an Uhingen. Die Kirche in Bezgenriet wurde 1405 als Laurentiuskapelle erbaut. Das Schiff wurde 1611 neu erbaut. 1947 legte man Wandmalereien im Chor frei. Seit 2013 wird die Kirchengemeinde von den Nachbargemeinden Hattenhofen und Jebenhausen aus versehen.

Kirchengemeinde Börtlingen-Birenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirche Börtlingen

Die Kirchengemeinde Börtlingen-Birenbach umfasst die Gemeinden Börtlingen und Birenbach. Eine Kirche wurde in Börtlingen bereits 1202 erwähnt. Die 1271 erwähnte Pfarrei wurde dem Kloster Adelberg inkorporiert. Ab 1595 war Börtlingen Filiale von Oberwälden. 1844 wurde Börtlingen wieder eigene Pfarrei. Die Börtlinger Kirche ist im Kern spätgotisch, wurde aber mehrfach verändert. Der Turm wurde 1819 erbaut. Im Chor ist ein Vesperbild von 1420 erhalten.

Birenbach war ein geteilter Ort. Der württembergische Teil wurde nach der Reformation der Nachbarpfarrei Börtlingen zugeordnet, der ritterschaftliche Teil Birenbachs blieb katholisch. Die Kirche in Birenbach ist daher katholisch. In Birenbach gibt es jedoch ein evangelisches Gemeindehaus, das 2007 durch das Architekturbüro Klaiber + Oettle zum Kirchsaal umgestaltet wurde. Der Kirchensaal erhielt eine Pfeifenresonatorenorgel der Firma Kienle. In Börtlingen gibt es ein ökumenisches Gemeindehaus.

Bis 1989 hieß die Kirchengemeinde und das zugehörige Pfarramt nur „Börtlingen“. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 20. März 1989 wurden beide in „Börtlingen-Birenbach“ umbenannt.

Kirchengemeinde Bünzwangen-Sulpach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinden Bünzwangen und Sulpach sind seit 2013 zu einer Kirchengemeinde fusioniert. Bünzwangen umfasst den Stadtteil Bünzwangen der Stadt Ebersbach an der Fils. Kirchlich gehörte Bünzwangen zunächst zu Schlierbach und ab 1748 zu Albershausen. Mit Wirkung vom 1. Januar 1971 wurde die Filialkirchengemeinde Bünzwangen von Albershausen abgetrennt und der neu gebildeten Gesamtkirchengemeinde Ebersbach angegliedert. Eine eigene Kapelle St. Leonhard ist in Bünzwangen bereits 1481 erwähnt. Die heutige Kirche in Bünzwangen wurde 1778 als chorloser Rechteckbau errichtet. 1990 schied die Kirchengemeinde Bünzwangen ebenso wie die Kirchengemeinde Ebersbach-Sulpach aus der Gesamtkirchengemeinde Ebersbach aus.

Sulpach umfasst den Stadtteil Sulpach der Stadt Ebersbach an der Fils. Politisch gehörte Sulpach stets zu Ebersbach an der Fils. Kirchlich hatte Sulpach eine eigene Pfarrei, zu der auch Weiler ob der Fils zugeordnet war. Eine Kirche wurde in Sulpach bereits 1275 erwähnt. Im 16. Jahrhundert wird sie St. Lorenz genannt. Später war Sulpach Bestandteil der Kirchengemeinde Roßwälden (damals Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck). Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 28. November 1931 wurde Sulpach von der Kirchengemeinde Roßwälden gelöst und der Kirchengemeinde Ebersbach im Kirchenbezirk Göppingen zugeordnet. Mit Wirkung vom 1. Januar 1971 wurde dann die selbständige Kirchengemeinde Ebersbach-Sulpach innerhalb der ebenfalls neu gebildeten Gesamtkirchengemeinde Ebersbach gebildet. 1990 schied die Kirchengemeinde Ebersbach-Sulpach jedoch zusammen mit der Kirchengemeinde Bünzwangen wieder aus der Gesamtkirchengemeinde Ebersbach aus. Die pfarramtliche Versorgung beider Gemeindeteile erfolgt schon seit langem durch den Inhaber der Pfarrstelle Bünzwangen-Sulpach.

Kirchengemeinde Dürnau-Gammelshausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinden Dürnau und Gammelshausen sind seit 2013 zu einer Kirchengemeinde fusioniert. Dürnau umfasst die Gemeinde Dürnau. Eine Kirche wurde erstmals 1275 erwähnt. 1417 wird sie St. Kilian und Cyriakus genannt. Über die Herren von Rechberg gelangte der Kirchensatz an das Kloster Adelberg, dem die Kirche 1346 inkorporiert wurde. Die Herren von Zillhart, die bis frühe 17. Jahrhundert über den Ort herrschten, führten 1545 die Reformation ein. Die Cyriakuskirche ist ein spätmanieristischer Bau von 1583 mit spätgotischen Wandmalereien an der Nordwand und zahlreichen Grabdenkmälern der Herren von Zillhart. Gammelshausen umfasst die Gemeinde Gammelshausen. Politisch teilte Gammelshausen die Geschicke des Nachbarorts Dürnau, zu dem es seit 1798 auch kirchlich (zuvor zu Boll) gehört; bis 2012 noch als eigenständige Kirchengemeinde. Eine Kapelle St. Maria wird in Gammelshausen 1436 erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1700 erbaut, hat aber noch ältere Teile. Die Kirchengemeinde Gammelshausen wurde schon vor der Fusion vom Pfarramt Dürnau betreut.

Kirchengemeinde Ebersbach an der Fils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Ebersbach an der Fils umfasst die Kernstadt von Ebersbach an der Fils sowie die Stadtteile Büchenbronn und Krapfenreut. Eine Kirche wurde in Ebersbach 1228 erstmals erwähnt. 1481 wird sie St. Veit genannt. Der Kirchensatz gelangte 1276 von Württemberg an die Familie von Staufen, dann an die Deutschordenskommende Ulm, schließlich 1446 an das Stift Oberhofen in Göppingen, dem die Kirche 1449 inkorporiert wurde. Württemberg führte die Reformation ein. Die heutige Kirche ist eine ehemalige Wehrkirche im ummauerten Kirchhof. Der Chor ist netzgewölbt. Der Turm der Kirche wurde 1625 durch einen Blitzschlag zerstört und danach von Heinrich Schickhardt wieder aufgebaut.

Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 28. November 1931 wurde der bis dahin zur Kirchengemeinde Roßwälden (damals Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck) gehörige Ort Sulpach von der Kirchengemeinde Roßwälden gelöst und der Kirchengemeinde Ebersbach zugeordnet. Infolge starken Wachstums der Gemeinde wurde dann die Kirchengemeinde Ebersbach mit Wirkung vom 1. Januar 1971 in drei selbständige Kirchengemeinden, Ebersbach West, Ebersbach Ost und Ebersbach-Sulpach, getrennt und gleichzeitig die Gesamtkirchengemeinde Ebersbach gebildet. Dieser wurde auch die Kirchengemeinde Bünzwangen, die bis dahin Filialkirchengemeinde von Albershausen war, angegliedert. Das Kultusministerium hatte die Gesamtkirchengemeinde Ebersbach und deren drei Teilkirchengemeinden mit Schreiben vom 7. Januar 1971 als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. 1990 wurden die Kirchengemeinden Ebersbach-Sulpach und Bünzwangen wieder aus der Gesamtkirchengemeinde Ebersbach ausgegliedert und vollständig verselbstständigt.

Mit Wirkung vom 1. Juli 2006 wurden dann auch die beiden noch verbliebenen Kirchengemeinden Ebersbach West und Ebersbach Ost wieder aufgehoben. Ihre Aufgaben wurden auf die Gesamtkirchengemeinde Ebersbach übertragen, die gleichzeitig in Kirchengemeinde Ebersbach umbenannt wurde. Inzwischen gab es auch drei Pfarreien in Ebersbach, wobei das Pfarramt Ebersbach-Süd 1990 in Pfarramt Bünzwangen-Sulpach umbenannt wurde und seither die beiden Kirchengemeinden Bünzwangen und Sulpach betreut. In Ebersbach selbst gibt es heute somit noch zwei Pfarrämter, Ost und West. Die Kirchengemeinde Ebersbach an der Fils ist auch Träger eines Kindergartens.

Bis ins 19. Jahrhundert gehörte auch Baiereck zur Pfarrei Ebersbach, bis dort 1848 eine eigene Pfarrei errichtet wurde. Baiereck dann Teil des Kirchenbezirks Schorndorf, bis es 2016 in den Kirchenbezirk Göppingen wechselte. Ferner war der Weiler Nassachmühle (Gemeinde Uhingen) bis 1926 zur Kirchengemeinde Ebersbach zugeordnet. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 28. Mai 1926 wurde Nassachmühle der Kirchengemeinde Uhingen angegliedert. Baiereck gehört seit 2016 ebenfalls zur Kirchengemeinde Uhingen.

Christuskirchengemeinde Eislingen-Ottenbach, ehemals Christuskirchengemeinde Eislingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Christuskirche Eislingen/Fils

Die Christuskirchengemeinde Eislingen umfasst Teile der Stadt Eislingen (Fils) und zwar überwiegend die ehemalige Gemeinde Groß-Eislingen sowie den Stadtteil Krummwälden. Dabei gehörte der zu Groß-Eislingen gehörige Täleshof bis 1933 kirchlich noch zu Hohenstaufen. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 3. März 1933 wurde der Täleshof jedoch der damaligen Kirchengemeinde Großeislingen zugeordnet.

Politisch war Groß-Eislingen auf verschiedene kleine Herrschaften und Klöster aufgeteilt. Nach der Reformation gelangte der überwiegende Teil an das Hochstift Würzburg, welches sein Gebiet an verschiedene Herrschaften zu Lehen vergab. Etwa ein Drittel des Ortes war durch die Klöster Adelberg und Blaubeuren sowie das Stift Faurndau an Württemberg gekommen. Zunächst wurde im ganzen Ort die Reformation eingeführt. Im würzburgischen Teil wurde ab 1592 durch die Herren von Rechberg die Gegenreformation eingeführt, so dass die Pfarrkirche St. Maria (ab 1884 St. Markus) von Groß-Eislingen künftig wieder katholisch war. Die evangelischen Bewohner von Groß-Eislingen wurden dann von Klein-Eislingen betreut. 1903 wurde in Groß-Eislingen wieder eine evangelische Pfarrei errichtet und 1906 eine eigene Kirche, die Christuskirche erbaut, an der auch die selbständige Kirchengemeinde Groß-Eislingen (Christuskirchengemeinde Groß-Eislingen) errichtet wurde. Nachdem mit Wirkung vom 1. August 1933 die politischen Gemeinden Groß-Eislingen und Klein-Eislingen zur Stadt Eislingen/Fils zusammengeschlossen wurden, wurde das bisherige Pfarramt von Groß-Eislingen in Stadtpfarramt der Christuskirche in Eislingen umbenannt.

Mit Wirkung vom 1. April 1934 wurde die Christuskirchengemeinde Eislingen mit der Lutherkirchengemeinde Eislingen zur Gesamtkirchengemeinde Eislingen zusammengeschlossen, nachdem das Kultministerium die neue Gesamtkirchengemeinde mit Schreiben vom 3. November 1933 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt hatte. Die beiden Teilkirchengemeinden blieben jedoch weiterhin eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 wurde die Gesamtkirchengemeinde Eislingen wieder aufgehoben. Heute gibt es in der Christuskirchengemeinde Eislingen zwei Pfarrämter, welche die Bezeichnungen I und II haben. Seit 2015 gehört Ottenbach, das vorher mit der Kirchengemeinde Hohenstaufen verbunden war, zur Christuskirchengemeinde. Die Gemeindebezeichnung lautet seitdem Evangelische Christuskirchengemeinde Eislingen-Ottenbach.

Krummwälden war ebenso wie Groß-Eislingen politisch geteilt. Im württembergischen Teil wurde die Reformation eingeführt, der rechbergische und bubenhofener Teil blieb katholisch. Die bereits 1275 erwähnte Kirche St. Jakob in Krummwälden blieb zunächst katholisch, wird aber seit 1592 simultan genutzt. Es handelt sich um einen flachgedeckten Saalbau mit Chor und einem Dachreiter. Der Flügelaltar datiert 1510/20.[1]

Lutherkirchengemeinde Eislingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lutherkirchengemeinde Eislingen umfasst Teile der Stadt Eislingen (Fils) und zwar überwiegend die ehemalige Gemeinde Klein-Eislingen. Dabei wurde der Näherhof erst durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 18. März 1933 von der damaligen Kirchengemeinde Großsüßen (Kirchenbezirk Geislingen) hierher umgegliedert.

Im Gegensatz zu Groß-Eislingen, das überwiegend katholisch blieb bzw. durch die Gegenreformation wieder katholisch wurde, war Klein-Eislingen nach der Reformation durch Württemberg ein evangelischer Ort. Zunächst Filiale von Holzheim wurde Klein-Eislingen 1863 eigene Pfarrei. Eine Bernhardskapelle wurde in Klein-Eislingen bereits 1530 erwähnt. Sie wurde 1698 abgebrochen und durch die heutige Lutherkirche ersetzt. 1912/13 wurde die Lutherkirche völlig umgebaut. Die Kirche war nach der Reformation auch für die evangelischen Bewohner von Groß-Eislingen zuständig. Nachdem mit Wirkung vom 1. August 1933 die politischen Gemeinden Groß-Eislingen und Klein-Eislingen zur Stadt Eislingen/Fils zusammengeschlossen wurden, wurde das bisherige Pfarramt von Klein-Eislingen in Stadtpfarramt der Lutherkirche in Eislingen umbenannt.

Mit Wirkung vom 1. April 1934 wurde die Lutherkirchengemeinde Eislingen mit der Christuskirchengemeinde Eislingen zur Gesamtkirchengemeinde Eislingen zusammengeschlossen, nachdem das Kultministerium die neue Gesamtkirchengemeinde mit Schreiben vom 3. November 1933 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt hatte. Die beiden Teilkirchengemeinden blieben jedoch weiterhin eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Mit Wirkung vom 1. Januar 1963 wurde die Gesamtkirchengemeinde Eislingen wieder aufgelöst. Heute gibt es innerhalb der Lutherkirchengemeinde Eislingen zwei Pfarrämter, welche die Bezeichnung I und II haben.

Die Lutherkirchengemeinde Eislingen hat auch ein Gemeindehaus an der Dr.-Engel-Straße. Sie ist Träger von zwei Kindergärten, dem Kindergarten Regenbogen in der Friedhofstraße und dem Martin-Luther-Kindergarten in der Lutherstraße.

Kirchengemeinde Eschenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Eschenbach umfasst die Gemeinde Eschenbach. Eschenbach gehörte kirchlich zu Lotenberg, einem heute zu Eschenbach gehörigen Weiler. Der Ort war aufgeteilt zwischen Württemberg und den Liebensteinern. Die Pfarrkirche in Lotenberg, 1228 erstmals erwähnt, ab 1586 St. Peter genannt, gelangte 1379 an Württemberg, 1420 an Hans Dachenhausen und wurde von diesem 1434 dem Göppinger Spital geschenkt. 1814 wurde die Kirche abgebrochen und die Pfarrei nach Eschenbach verlegt, wo bereits 1739 eine eigene Kirche erbaut worden war. Diese wurde 1862 erweitert.

Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 26. Mai 1983 wurden die evangelischen Bewohner der Aussiedlerhöfe Häderle und Schurr, die bis dahin zur Kirchengemeinde Heiningen gehörten, der Kirchengemeinde Eschenbach zugeordnet.

Kirchengemeinde Faurndau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Faurndau umfasst den Stadtteil Faurndau der Stadt Göppingen. Im Stiftsarchiv St. Gallen ist eine Urkunde aus dem Jahr 875 verwahrt, in der Faurndau erstmals erwähnt wird. Es bestand das Kloster St. Maria, das vor 1228 in ein Kollegiatstift umgewandelt wurde. Zuvor wurde die heutige Stiftskirche Faurndau gebaut, die zu den bedeutendsten romanischen Kirchenbauten in Schwaben gehört. Die dreischiffige Säulenbasilika hatte zunächst noch keinen Turm. Dieser wurde erst in gotischer Zeit angebaut. Bis zur Reformation war das Chorherrenstift Faurndau im Besitz des Klosters St. Gallen. Nach der Reformation 1535 wurde das Stift durch Württemberg aufgehoben und die ehemalige Stiftskirche Pfarrkirche des Ortes. Sie besitzt wertvolle Wandmalereien aus gotischer Zeit im Altar- und Chorraum, darunter eine Kreuzigungsszene und Szenen aus dem Marienleben. In der Apsiskuppel sind noch Reste der ursprünglichen Bemalung zu erkennen: Christus in der Mandorla als Weltenrichter.

1964 wurde in Faurndau eine zweite Predigstelle mit Gemeindehaus erbaut. Seither gibt es zwei Pfarrämter innerhalb der Kirchengemeinde Faurndau, I und II. Die Kirchengemeinde Faurndau ist auch Träger eines Kindergartens. Sie hat auch einen Kirchenchor und einen Posaunenchor.[2]

Gesamtkirchengemeinde Göppingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtkirchengemeinde Göppingen umfasst die Kernstadt von Göppingen. Sie wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 5. Februar 1931 aus der bisherigen Kirchengemeinde Göppingen gebildet, als in dieser die beiden neuen Teilkirchengemeinden Stadtkirchengemeinde und Oberhofenkirchengemeinde Göppingen gebildet wurden. Das Kultministerium hatte die neuen Teilkirchengemeinden mit Schreiben vom 31. Januar 1931 als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. Später kamen die Reuschkirchengemeinde, 1953 die Bodenfeldkirchengemeinde (heute Martin-Luther-Kirchengemeinde) und 1969 die Waldeckkirchengemeinde Göppingen hinzu, so dass sie aus fünf Teilkirchengemeinden bestand. 2005 fusionierten die Stadtkirchengemeinde und die Oberhofenkirchengemeinde Göppingen zur Stadtkirchengemeinde Oberhofen. Damit reduzierte sich die Zahl der Teilkirchengemeinden innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Göppingen auf vier. Zum 1. Januar 2019 wird die Gesamtkirchengemeinde Göppingen aufgelöst und in eine Verbundkirchengemeinde umgewandelt.

Stadtkirchengemeinde Oberhofen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtkirchengemeinde Oberhofen umfasst Teile der Kernstadt von Göppingen. Erste Pfarrkirche Göppingens war die außerhalb der Stadtmauern gelegene Oberhofenkirche, die Graf Ulrich V. von Württemberg 1436 neu erbauen ließ und in ein Chorherrenstift umwandelte. Sie hat ein dreischiffiges Langhaus, ein netzgewölbtes Querschiff und zwei Türme mit steinernen Helmen von 1884. Im Innern beherbergt sie ein bedeutendes spätgotisches Chorgestühl und zahlreiche Grabdenkmäler. An der Chornordwand sind Malereien zu finden. An der Südwand das einzig erhaltene Bild der unzerstörten Burg Hohenstaufen von 1470, das erst 1938 freigelegt wurde. Neben der Oberhofenkirche befindet sich die Heiligkreuzkapelle von 1431, die heute vor allem für Ausstellungen und Andachten verwendet wird.

Die Oberhofenkirche wurde nach der Reformation durch Württemberg zunächst Sitz eines Dekanats. In der Stadt selbst gab es nur eine kleine Kapelle St. Maria und Johann Baptist, die Filiale der Oberhofenkirche war. 1618/19 wurde an ihrer Stelle die heutige Stadtkirche erbaut. 1620 wurde die Stadtkirchengemeinde selbständig und später auch Sitz des Göppinger Dekans, die Oberhofenkirchengemeinde wurde später aufgelöst. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 5. Februar 1931 wurde die bisherige Kirchengemeinde Göppingen in eine Gesamtkirchengemeinde umgewandelt, die künftig aus zwei Teilkirchengemeinden, Stadtkirchengemeinde und Oberhofenkirchengemeinde Göppingen bestand. Das Kultministerium hatte die neuen Teilkirchengemeinden mit Schreiben vom 31. Januar 1931 als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt. Am 16. Mai 2005 wurden die bis dahin selbständigen Teilkirchengemeinden zur heutigen Stadtkirchengemeinde Oberhofen vereinigt.[3]

Durch starken Zuzug entstanden im 20. Jahrhundert, vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg, weitere Kirchen und es wurden neue Kirchengemeinden gegründet. So entstand die Reuschkirchengemeinde (Kirche von 1931), die Martin-Luther-Kirchengemeinde (1953 als Bodenfeldkirchengemeinde gebildet mit Kirche von 1956) und die Waldeckkirchengemeinde von 1969 (Kirche von 1979).

Reuschkirchengemeinde Göppingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Reuschkirchengemeinde Göppingen umfasst Teile der westlichen Kernstadt von Göppingen. Durch starken Zuzug wurden neue Wohngebiete erschlossen und neue Kirchengemeinden gegründet. So entstand die Reuschkirchengemeinde. Die Reuschkirche wurde in den Jahren 1930–1931 von Otto Bengel erbaut. Am 6. September 1931 war die Einweihung. 1986 wurde die Reuschkirche unter Denkmalschutz gestellt. Die Orgel stammt von 1985.[4]

Martin-Luther-Kirchengemeinde Göppingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Martin-Luther-Kirchengemeinde Göppingen umfasst Teile der Kernstadt von Göppingen, insbesondere den Stadtteil Bodenfeld. Durch starken Zuzug entstanden im 20. Jahrhundert, vor allem aber nach dem Zweiten Weltkrieg, weitere Kirchen und es wurden neue Kirchengemeinden gegründet. So entstand die Reuschkirchengemeinde mit Kirche von 1930. Für die evangelischen Bewohner im Seelsorgebezirk Oberhofen-Süd der damaligen Oberhofenkirchengemeinde Göppingen wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 23. Oktober 1953 die selbständige Bodenfeldkirchengemeinde innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Göppingen gebildet. Das Kultusministerium hatte die neue Kirchengemeinde mit Schreiben vom 16. September 1953 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Der Stadtteil Bodenfeld war seinerzeit räumlich getrennt vom übrigen Stadtgebiet durch die Eisenbahnlinie und die Fils. Die zugehörige Bodenfeldkirche wurde 1956 erbaut. Mit Wirkung vom 4. Oktober 2005 wurde die Bodenfeldkirchengemeinde Göppingen in Martin-Luther-Kirchengemeinde Göppingen umbenannt. Die Martin-Luther-Kirche wurde 2014 an die syrisch-orthodoxe Gemeinde Mor Jakob von Sarug e.V. verkauft. Als Ersatz für die Kirche wurden für die Gemeinde Räume in einem Neubau erstellt.

Waldeckkirchengemeinde Göppingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Waldeckkirchengemeinde Göppingen umfasst Teile der Kernstadt von Göppingen und zwar südlich der Fils die Wohngebiete Waldeck, Erlenbach und im Freihof. Durch starken Zuzug entstanden im 20. Jahrhundert, vor allem aber nach dem Zweiten Weltkrieg, weitere Kirchen und es wurden neue Kirchengemeinden gegründet. So auch die Waldeckkirchengemeinde (Kirche von 1979). Letztere wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 23. April 1969 als weitere Teilkirchengemeinde innerhalb der Gesamtkirchengemeinde Göppingen errichtet, nachdem das Kultusministerium mit Schreiben vom 15. Januar 1969 die Waldeckkirchengemeinde Göppingen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt hatte. Die Waldeckkirchengemeinde Göppingen hat mit der benachbarten Reusch-Kirchengemeinde einen gemeinsamen Chor, die Chorgemeinschaft Reusch-Waldeck. Sie ist auch Träger eines Kindergartens.[5]

Kirchengemeinde Hattenhofen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Hattenhofen umfasst die Gemeinde Hattenhofen. Eine Kirche wurde in Hattenhofen 1275 erstmals erwähnt. Der Kirchensatz kam über die Grafen von Aichelberg an Württemberg und 1456 an das Stift Oberhofen in Göppingen, dem die Kirche 1457 inkorporiert wurde. Die Kirche ist im Kern romanisch, wurde aber mehrfach verändert, zuletzt 1930. Der Turm hat noch romanische und gotische Fenster.

Kirchengemeinde Heiningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Heiningen umfasst die Gemeinde Heiningen. Eine Kirche wurde in Heiningen 1228 erstmals erwähnt. Das Patronat kam von den Ortsherren an Württemberg, das es 1393 an das Kloster Adelberg vertauschte. Die Kirche liegt in einem ehemaligen Kirchhof. Sie ist gotisch mit sterngewölbtem Chor. Im Schiff gibt es Wandmalereien um 1300 mit dem Jüngsten Gericht. Die Kirchengemeinde Heiningen hat seit 1929 einen Posaunenchor mit ca. 50 Bläsern und seit 1904 einen Kirchenchor mit ca. 30 Sängern. In Heiningen gibt es ein ökumenisches Gemeindehaus in der Nähe der evangelischen und der katholischen Kirchen.

Die evangelischen Bewohner der Aussiedlerhöfe Häderle und Schurr wurden durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 26. Mai 1983 der Kirchengemeinde Eschenbach zugeordnet.[6]

Kirchengemeinde Hohenstaufen, seit 2018 Kirchengemeinde am Hohenstaufen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Hohenstaufen umfasste die Stadtteile Hohenstaufen und Lenglingen der Stadt Göppingen und bis Ende 2014 den Großteil der Gemeinde Ottenbach. Schon 1228 wurde in Hohenstaufen ein Dekan erwähnt. Graf Ulrich schenkte die Pfarrkirche, die ab 1589 als St. Jakobskirche genannt ist, dem Kloster Adelberg, dem sie 1454 inkorporiert wurde. Dieses heute als Barbarossakirche bekannte Gotteshaus, eine spätgotische Chorturmanlage des 15. Jahrhunderts, dient heute der katholischen Gemeinde. Die heutige evangelische Pfarrkirche wurde 1838/39 neu erbaut und 1934 erweitert und restauriert. Das Pfarramt Hohenstaufen betreut auch die Kirchengemeinde Maitis.

Lenglingen, politisch zum Klosteramt Lorch, ab 1807 zur Gemeinde Großdeinbach, mit dieser ab 1. März 1972 zur Stadt Schwäbisch Gmünd und erst seit 1. Januar 1973 zur Stadt Göppingen gehörig, war kirchlich zunächst Filiale von Straßdorf. Nach der Reformation wurde es der Pfarrei Hohenstaufen zugeordnet.

Ottenbach blieb nach der Reformation katholisch. Die überwiegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogenen evangelischen Bewohner wurden der Kirchengemeinde Hohenstaufen zugeordnet. Seit 2015 gehört Ottenbach zur Christuskirchengemeinde Eislingen. Die Gemeindebezeichnung lautet seitdem Evangelische Kirchengemeinde Eislingen-Ottenbach.

Bis 1933 gehörte auch der Täleshof (damals Großeislingen, heute Eislingen/Fils) zur Kirchengemeinde Hohenstaufen. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 3. März 1933 wurde der Täleshof der damaligen Kirchengemeinde Großeislingen (heute Christuskirchengemeinde Eislingen) zugeordnet.

Zum 1. Januar 2018 wurde der Ort Wäschenbeuren, der bis dahin zu Rechberghausen gehörte, mit der Kirchengemeinde Hohenstaufen verbunden. Die neue Kirchengemeinde trägt den Namen "Kirchengemeinde am Hohenstaufen". Das in Wäschenbeuren errichtete Gemeindehaus wurde 2008 erweitert und in "Martin-Luther-Kirche" umbenannt.

Kirchengemeinde Holzheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Holzheim umfasst den Kernbereich des Stadtbezirks Holzheim der Stadt Göppingen ohne die Ortsteile St. Gotthardt und Manzen-Ursenwang. Kirchlich gehörte Holzheim zunächst zur Oberhofenkirche. 1555 wurde eine eigene Pfarrei errichtet. Eine Kapelle St. Bernhard wurde in Holzheim bereits 1463 erwähnt. Sie wurde zur spätgotischen Pfarrkirche erweitert. Diese hat einen kreuzgewölbten Chor. Das Schiff wurde 1671 erweitert. 1878 wurde die Kirche erneuert, dabei erhielt sie einen Dachreiter. Das Pfarramt Holzheim betreut auch die Kirchengemeinde St. Gotthardt, welcher durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 6. Juli 1954 auch die evangelischen Bewohner von Manzen, die bis dahin zur Kirchengemeinde Holzheim gehörten, zugeordnet wurden. 1965 wurde dann die Filialkirchengemeinde Manzen-Ursenwang als Tochtergemeinde von Holzheim gebildet. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 22. Januar 1969 wurde diese schließlich von der Muttergemeinde Holzheim gelöst und zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben. Seit 2017 bildet sie gemeinsam mit Schlat die Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat.

Kirchengemeinde Jebenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Jebenhausen umfasst den Stadtteil Jebenhausen der Stadt Göppingen. Jebenhausen gehörte kirchlich zunächst zur Stiftskirche Faurndau. 1559 wurde Jebenhausen eigene Pfarrei. Eine Kapelle St. Philipp und Jakobus bestand schon 1228. Die Herren von Liebenstein führten die Reformation ein. Reformator war Jakob Andreä. Die Kirche wurde 1406 in spätgotischer Form erbaut. Sie besitzt mehrere Epitaphien der Herren von Liebenstein. Seit dem Neubau der heutigen Jakob-Andreä-Kirche 1966 wird die alte Kirche nicht mehr genutzt.

Kirchengemeinde Maitis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Maitis umfasst den Stadtteil Maitis der Stadt Göppingen. Maitis gehörte politisch bis 1826 zur Gemeinde Hohenstaufen. Kirchlich war es zunächst Filiale von Lorch, seit 1680 von Hohenstaufen, zu dessen Pfarrei die Kirchengemeinde Maitis bis heute gehört. Die spätgotische Kirche St. Leonhard und Maria in Maitis wurde 1464 erbaut. Seit 2014 ist die Kirchengemeinde Maitis Teil der Kirchengemeinde Hohenstaufen.

Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat umfasst die Ortsteile Manzen und Ursenwang im Stadtbezirk Holzheim der Stadt Göppingen sowie die Gemeinde Schlat.

Die Kirchengemeinde Schlat umfasste die politische Gemeinde Schlat. Eine Kirche wurde in Schlat bereits 1275 erwähnt. 1553 wird sie St. Andreas genannt. Der Kirchensatz gelangte über die Grafen von Helfenstein an das Kloster Königsbronn. Die heutige Kirche wurde 1472 erbaut und 1584 erweitert. 1727 wurde sie renoviert. Der rechteckige Bau hat keinen Chor. Der Turm wurde 1779 auf dem Untergeschoss des Vorgängerbaus neu errichtet. 2017 wurde die Kirchengemeinde Schlat aufgelöst und ihr Bezirk der Göppingen-Holzheimer Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang angegliedert, die gleichzeitig in Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat umbenannt wurde.

Manzen wurde ab 1952, Ursenwang ab 1961 auf der Gemarkung des Stadtbezirks Holzheim der Stadt Göppingen als neue Ortsteile angelegt. Die evangelischen Bewohner dieser Ortsteile gehörten daher zunächst zur Kirchengemeinde Holzheim. Manzen wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 6. Juli 1954 der Filialkirchengemeinde St. Gotthardt zugeordnet, die jedoch bis heute vom Pfarramt Holzheim betreut wird. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 17. Dezember 1965 wurde die selbständige Filialkirchengemeinde Manzen-Ursenwang errichtet. Das Kultusministerium hatte die Filialkirchengemeinde Manzen-Ursenwang mit Schreiben vom 30. November 1965 als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Durch Bekanntmachung vom 22. Januar 1969 wurde die Filialkirchengemeinde Manzen-Ursenwang von der Kirchengemeinde Holzheim gelöst und zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben. 1975 wurde in Manzen ein Gemeindezentrum gebaut und eine eigene Pfarrei errichtet. 1990 wurde ein Glockenturm an das Gemeindezentrum dazugebaut. Daneben liegen Mitarbeiterwohnungen und das Pfarrhaus. Die Kirchengemeinde hat einen Singkreis.[7]

Kirchengemeinde Oberwälden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Oberwälden umfasst den Ortsteil Oberwälden der Gemeinde Wangen. Eine Kirche wurde in Oberwälden bereits 1187 erwähnt. Später wird sie Nikolauskirche genannt. Das Patronat hatte die Staufeneck und kam dann an das Kloster Adelberg sowie zu Ahelfingen und Zillenhart. Die Kirche hat schöne Fresken aus der Wende von der Früh- zur Hochgotik um 1300. Die Pfarrei betreute bis 1967 auch die Nachbarkirchengemeinde Wangen, bis das Pfarramt dorthin verlegt wurde. Seither wird die Kirchengemeinde Oberwälden vom Pfarramt Wangen betreut.

Kirchengemeinde Rechberghausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Rechberghausen umfasste bis 2017 die Gemeinden Rechberghausen und Wäschenbeuren. Beiden Gemeinde blieben nach der Reformation katholisch. Überwiegend erst nach dem Zweiten Weltkrieg zogen auch evangelische Bewohner zu. Diese gehörten im Falle Rechberghausens zunächst zur Kirchengemeinde Bartenbach, im Falle Wäschenbeurens und den zugehörigen Weilern Beutenmühle, Lindenbronn, Schützenhof, Wäscherhof und Ziegelhütte zur Kirchengemeinde Lorch (damals Kirchenbezirk Welzheim, heute Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd). Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 13. Januar 1955 wurde die Filialkirchengemeinde Rechberghausen als Tochtergemeinde der Muttergemeinde Bartenbach errichtet und eine eigene Pfarrei in Rechberghausen errichtet. 1960/61 wurde auch eine eigene Kirche, die Jesus-Christus-Kirche erbaut. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 17. Oktober 1974 wurde die Filialkirchengemeinde Rechberghausen von der Mutterkirchengemeinde Bartenbach getrennt und zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben. Gleichzeitig wurden ihr die evangelischen Bewohner aus Wäschenbeuren und den zugehörigen Weilern zugeordnet. Inzwischen gibt es in Wäschenbeuren ein eigenes Pfarramt und es finden auch regelmäßig evangelische Gottesdienste in Wäschenbeuren statt. Das in Wäschenbeuren errichtete Gemeindehaus wurde 2008 erweitert und in "Martin-Luther-Kirche" umbenannt. Die Kirchengemeinde Rechberghausen ist auch Träger eines Kindergartens in Rechberghausen.

Zum 1. Januar 2018 wurde der Ort Wäschenbeuren, der bis dahin zu Rechberghausen gehörte, von Rechberghausen gelöst und mit der Kirchengemeinde Hohenstaufen verbunden. Die neue Kirchengemeinde trägt den Namen "Kirchengemeinde am Hohenstaufen".

Kirchengemeinde Roßwälden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Roßwälden umfasst die Stadtteile Roßwälden und Weiler ob der Fils der Stadt Ebersbach an der Fils. Eine Kirche wurde in Roßwälden 1275 erstmals erwähnt. Im 16. Jahrhundert wird sie St. Benedikt genannt. Der Kirchensatz kam über Heinrich dem Amann von Bissingen an Konrad Malse und 1337 an das Kloster Adelberg, nach der Reformation an Württemberg. Die heutige Kirche ist ein dreiseitig geschlossener Saalbau aus dem 16. Jahrhundert. Der Taufstein datiert aus dem 14./15. Jahrhundert. Bis 1961 gehörte die Kirchengemeinde Roßwälden zum Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck. Mit Wirkung vom 1. April 1961 wurde sie in den Kirchenbezirk Göppingen umgegliedert.

Weiler ob der Fils war früher Filiale von Sulpach. Heute gehört der Ort zur Kirchengemeinde Roßwälden. Eine Filialkirche wurde in Weiler um 1600 erbaut.

Bis 1931 gehörte auch Sulpach zur Kirchengemeinde Roßwälden. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 28. November 1931 wurde Sulpach jedoch von der Kirchengemeinde Roßwälden gelöst und der Kirchengemeinde Ebersbach im Kirchenbezirk Göppingen zugeordnet. Mit Wirkung vom 1. Januar 1971 wurde dann die selbständige Kirchengemeinde Ebersbach-Sulpach gebildet.

Kirchengemeinde Salach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Salach umfasst die Gemeinde Salach ohne den Weiler Baierhof, welcher durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 23. April 1957 in die Kirchengemeinde Süßen (Kirchenbezirk Geislingen an der Steige) umgegliedert wurde.

Eine Kirche wurde in Salach bereits 1275 erwähnt. Ab 1356 wird sie St. Margaretha genannt. Erst ab 1600 führte Württemberg die Reformation ein. Durch Wilhelm von Guyn wurde sie ab 1635 wieder rückgängig gemacht, doch musste dieser 1655 ein Simultaneum akzeptieren. Die Katholiken wurden dann nach Kleinsüßen zugeteilt. Die Pfarrei Salach war danach zunächst nicht besetzt. Erst 1798 wurde Salach wieder eigene Pfarrei, wobei diese in Staufeneck ihren Sitz hatte. 1819 wurde Salach der Pfarrei Großsüßen zugeteilt und erst 1898 wieder eigene Pfarrei. Bis 1905 wurde die Salacher Kirche noch simultan genutzt, dann erbauten sich die Katholiken eine eigene Kirche St. Margaretha. Seither ist die alte Margarethenkirche in Salach ganz evangelisch. Die spätgotische Chorturmanlage wurde 1906 erneuert. Der Turm hat ein Helmdach und ein Kreuzrippengewölbe. Die Wandmalereien von 1400 wurden 1958 restauriert. Die Kirche birgt Grabdenkmäler der Herren von Rechberg aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirchengemeinde Salach hat auch einen Posaunenchor und einen Singkreis.[8]

Kirchengemeinde St. Gotthardt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde St. Gotthardt umfasst den Ortsteil St. Gotthardt im Stadtbezirk Holzheim der Stadt Göppingen. Kirchlich gehörte St. Gotthardt zunächst zur Oberhofenkirche. 1555 wurde St. Gotthardt eigene Pfarrei. Die Kapelle in St. Gotthardt, 1479 mit einer Kaplanei versehen, war wohl eine Wallfahrtskirche, die um 1350 vom in Söldnerdiensten in die Toskana gereisten Seifried von Zillenhardt, Ritter auf der nahegelegenen Burgstelle, im Rahmen der damaligen Gotthardt-Verehrung erbaut wurde. Aus dieser Zeit stammt die kleinere der beiden Glocken. Ein Fresko-Rest (Geißelung Jesu) und Bodenfliesen von 1500 wurden 1993 bei der Kirchenrenovierung freigelegt. Seit langer Zeit wird die Kirchengemeinde St. Gotthardt vom Pfarramt Holzheim betreut.

Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 6. Juli 1954 wurde die Göppinger Neubausiedlung Manzen, später auch die Siedlung Ursenwang der Kirchengemeinde St. Gotthardt zugeordnet. Zuvor gehörten diese zur Kirchengemeinde Holzheim. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 17. Dezember 1965 wurde für die beiden Orte Manzen und Ursenwang die Filialkirchengemeinde Manzen-Ursenwang gebildet, welche schließlich 1969 zur selbständigen Kirchengemeinde erhoben wurde.

Kirchengemeinde Schlierbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Schlierbach umfasst die Gemeinde Schlierbach. Eine Kirche wurde in Schlierbach bereits 1275 erwähnt. Der Kirchensatz gelangte über die Hofwart von Kirchheim an die von Randeck, dann an Salome von Lichtenstein und schließlich an das Stift Kirchheim, dem die Kirche 1465 inkorporiert wurde. Die Kirche steht in einem erhöht gelegenen ehemaligen Kirchhof. Das Schiff mit netzrippengewölbtem Chor wurde 1497, der Turm 1498 erbaut.

Kirchengemeinde Uhingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Uhingen umfasst die Stadt Uhingen mit ihren Stadtteilen Diegelsberg, Holzhausen, Sparwiesen und Nassachmühle, wobei Nassachmühle bis 1926 noch zur Kirchengemeinde Ebersbach gehörte und durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 28. Mai 1926 der Kirchengemeinde Uhingen angegliedert wurde. Zum 1. Januar 2016 wurde die Kirchengemeinde Baiereck-Nassach, die bis dahin dem Kirchenbezirk Schorndorf zugeordnet war, mit der Kirchengemeinde Uhingen fusioniert.

Eine Kirche wurde in Uhingen 1275 erstmals erwähnt. Der Kirchensatz gehörte dem Kloster Adelberg. Die Kirche ist eine Westturmanlage mit netzgewölbtem Chor von 1519. 1693 wurde sie erweitert. Der Turm erhielt 1823 einen Anbau. 1912 und 1964 wurde die Kirche renoviert. Dabei legte man den gotischen Chor frei. Die Kanzel stammt aus barocker Zeit um 1693.

Diegelsberg, Holzhausen und Sparwiesen waren von alters her Filialorte von Uhingen. Sparwiesen war aber bis 1922 noch eine selbständige Teilkirchengemeinde, die durch Bekanntmachung des Konsistoriums mit Wirkung vom 1. April 1922 mit der Kirchengemeinde Uhingen vereinigt wurde. Inzwischen wurden in diesen drei Stadtteilen eigene evangelische Kirchen erbaut. Die Pauluskirche Diegelsberg wurde 1957, die Auferstehungskirche Sparwiesen 1959 und die Christuskirche Holzhausen 1964 erbaut. Holzhausen und Diegelsberg gehören zum Pfarramt Uhingen-Nord, Sparwiesen zum Pfarramt Süd. Das Pflegeheim Blumhardt-Haus zum Pfarramt Mitte.

Bis 1937 gehörte auch der Wangener Ortsteil Niederwälden zur Kirchengemeinde Uhingen. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 19. März 1937 wurde Niederwälden der Kirchengemeinde Wangen zugeordnet.

Die ehemalige Kirchengemeinde Baiereck, die in der Kirchengemeinde Uhingen aufgegangen ist, umfasst den Stadtteil Baiereck mit dem Weiler Unterhütt der Stadt Uhingen, Landkreis Göppingen. Kirchlich war Baiereck zunächst Filiale von Ebersbach an der Fils. 1848 wurde eine eigene Pfarrei errichtet, zu der anfangs auch der Weiler Nassachmühle gehörte. 1860 wurde auch der Nachbarort Schlichten der Pfarrei Baiereck zugeteilt, der seit 1853 eine Pfarrverweserei war. Die Zuständigkeit für Schlichten ist mit dem Übergang nach Uhingen erloschen. Die Kirche in Baiereck wurde 1595 erbaut und 1849 umgestaltet. Sie hat einen Dachreiter.

Kirchengemeinde Wangen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Wangen umfasst den Hauptort und seit 1937 auch den Weiler Niederwälden der Gemeinde Wangen. Der Ortsteil Oberwälden bildet eine eigene Kirchengemeinde. Niederwälden wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 19. März 1937 von der Kirchengemeinde Uhingen in die Kirchengemeinde Wangen umgegliedert.

Kirchlich war Wangen Filiale der Oberhofenkirche Göppingen. Eine Barbarakapelle in Wangen wurde 1535 aufgehoben, jedoch 1557 wurde eine eigene Pfarrei errichtet. Zeitweilig war sie mit Oberwälden vereinigt. Die heutige Kirche wurde 1887/88 im neogotischen Backsteinstil anstelle der spätgotischen und 1682 erweiterten Kirche erbaut. 1977 wurde die Kirche renoviert. Das Pfarramt Wangen betreut auch die Kirchengemeinde Oberwälden.

Kirchengemeinde Zell unter Aichelberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Zell unter Aichelberg umfasst die Gemeinden Aichelberg und Zell unter Aichelberg. Eine Kirche wurde in Zell unter Aichelberg bereits 1275 erwähnt. 1386 wird sie St. Martin genannt. In jener Zeit wurde die Kirche erbaut. Es handelt sich um einen flachgedeckten Rechteckbau mit quadratischem Turm an der Westseite. Die Fresken um 1400 wurden erst 1907 aufgedeckt.

Aichelberg war kirchlich stets Filiale von Zell unter Aichelberg. Eine eigene Kirche bekam Aichelberg erst 1959.

Bis 1975 gehörte die Kirchengemeinde Zell unter Aichelberg zum Kirchenbezirk Kirchheim unter Teck. Mit Wirkung vom 1. Januar 1976 wurde sie in den Kirchenbezirk Göppingen umgegliedert.

Bis 1933 war auch Eckwälden als Nebenort zur Kirchengemeinde Zell unter Aichelberg zugeordnet. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 18. März 1933 wurde Eckwälden der Kirchengemeinde Boll, die damals bereits Bestandteil des Kirchenbezirks Göppingen war, angegliedert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Evangelische Württemberg – Seine Kirchenstellen und Geistlichen von der Reformation bis auf die Gegenwart gesammelt und bearbeitet von Christian Sigel, Pfarrer in Gebersheim, 1910.
  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band III: Regierungsbezirk Stuttgart – Regionalverband Mittlerer Neckar, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2.

Quellen und weitere Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der Kirchengemeinde Eislingen Christuskirche
  2. Website der Kirchengemeinde Faurndau
  3. Website der Stadtkirchengemeinde Oberhofen
  4. Website der Kirchengemeinde Göppingen Reuschgemeinde
  5. Website der Kirchengemeinde Göppingen Waldeckgemeinde
  6. Website der Kirchengemeinde Heiningen
  7. Website der Kirchengemeinde Manzen-Ursenwang-Schlat
  8. Website der Kirchengemeinde Salach (Memento des Originals vom 28. September 2007 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ev-kirchengemeinde-salach.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]