Kirchenbezirk Nagold

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Basisdaten
Landeskirche: Evangelische Landeskirche in Württemberg
Prälatur: Reutlingen
Gliederung: 34 Kirchengemeinden
Gemeindeglieder: ca. 33.700 (2005)
Adresse des
Dekanatamtes:
Hohe Str. 7/1
72202 Nagold
Dekan: Ralf Albrecht
Karte
Lage des Kirchenbezirks Nagold innerhalb der Evang. Landeskirche in Württemberg

Der Evangelische Kirchenbezirk Nagold ist einer von 47 Kirchenbezirken bzw. Kirchenkreisen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Sein Gebiet ist deckungsgleich mit dem Dekanat Nagold.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchenbezirk Nagold liegt im Westen der württembergischen Landeskirche. Sein Gebiet umfasst zum Großteil den nördlichen Schwarzwald sowie das Heckengäu. Der Fluss Nagold durchfließt den östlichen Kirchenbezirk von Süden nach Norden. Der Kirchenbezirk umfasst den Süden des Landkreises Calw, also die Städte und Gemeinden Altensteig (ohne Stadtteil Hornberg), Ebhausen, Egenhausen, Haiterbach, Nagold, Rohrdorf, Simmersfeld (ohne Ortsteil Aichhalden) und Wildberg sowie die Gemeinden Eutingen im Gäu (nur Ortsteil Göttelfingen), Grömbach, Horb am Neckar (nur Stadtteil Talheim), Pfalzgrafenweiler (nur Ortsteil Bösingen) und Wörnersberg des Landkreises Freudenstadt.

Nachbarkirchenbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kirchenbezirk Nagold grenzt an folgende Kirchenbezirke der württembergischen Landeskirche (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden): Calw, Herrenberg, Sulz am Neckar und Freudenstadt. Im Westen hat er eine kurze Grenze zum Kirchenbezirk „Baden-Baden und Rastatt“ der Evangelischen Landeskirche in Baden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dekanat Nagold geht zurück auf das Dekanat Wildberg (damalige Bezeichnung Spezialsuperintendentur), das schon kurz nach der Reformation in Württemberg errichtet wurde. Das Dekanat Wildberg wurde mehrfach verändert. 1604 wurde das seit 1566 bestehende Dekanat Altensteig, das seinen Sitz in Walddorf hatte, eingegliedert. Das Dekanat Wildberg gehörte zunächst zum Generalat Bebenhausen, ab 1810 zum Generalat Tübingen und ab 1821 zum Generalat Reutlingen, aus dem die heutige Prälatur Reutlingen hervorging. 1821 wurde der Dekanatssitz von Wildberg nach Nagold verlegt. Der Kirchenbezirk umfasst heute in etwa das Gebiet des alten württembergischen Oberamtes Nagold. Die meisten Kirchengemeinden des Kirchenbezirks sind vom Pietismus geprägt.

Leitung des Kirchenbezirks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Leitung des Kirchenbezirks obliegt der Bezirkssynode, dem Kirchenbezirksausschuss (KBA) und dem Dekan. Derzeitiger Dekan ist Ralf Albrecht, der zugleich einer der Pfarrer an der Stadtkirche in Nagold ist.

Dekane des Kirchenbezirks Nagold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1796–1804 Karl Friedrich Ziller, Dekan in Wildberg
  • 1804–1813 Christlieb Martin Plieninger, Dekan in Wildberg
  • 1813–1831 Christian Andreas Harpprecht, bis 1821 Dekan in Wildberg
  • 1832–1839 August Jakob Viktor Hauff
  • 1840–1844 Gottlieb Benjamin Friedrich Haas
  • 1844–1851 Karl Christoph Friedrich Stockmayer
  • 1851–1877 Johann Georg Freihofer (1806–1877)
  • 1878–1887 Gottlob Kemmler (1823–1907)
  • 1887–1895 Otto Emil Schott (1831–1901)
  • 1895–1909 Christian Friedrich von Römer (1854–1920)
  • 1909–1919 Adolf Pfleiderer
  • 1919–1934 Wilhelm Otto (1879–1939)
  • 1935–1940 Wilhelm Gümbel (1889–1978)
  • 1940–1959 Rudolf Brezger (1904–1999)
  • 1959–1965 Eberhard Weismann (* 1908)
  • 1965–1975 Helmut Betsch (* 1912)
  • 1975–1984 Eberhard Lempp (1920–1984)
  • 1985–1994 Adolf Götz (* 1931)
  • 1995–2006 Albrecht Becker (1941–2010)
  • seit 2007 Ralf Albrecht (* 1964)

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kirchenbezirk Nagold gibt es insgesamt 34 Kirchengemeinden, von denen sich mehrere auch zu insgesamt fünf Gesamtkirchengemeinden zusammengeschlossen haben. Die Kirchengemeinden umfassen überwiegend Gebiete, die zu politischen Gemeinden des Landkreises Calw gehören. Andernfalls wird dies in der folgenden Übersicht besonders erwähnt. Die jeweils in Klammern hinter dem Namen der Kirchengemeinde angegebenen Gemeindegliederzahlen beziehen sich auf das Jahr 2005 und sind gerundet.

Kirchengemeinde Altensteig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Altensteig (2.450) umfasst die Kernstadt der Stadt Altensteig. Sie besitzt eine evangelische Kirche aus dem Jahr 1773/75.

Kirchengemeinde Altensteigdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Altensteigdorf (540) umfasst die Stadtteile Altensteigdorf, Lengenloch und Überberg (mit Heselbronn und Zumweiler) der Stadt Altensteig. Sie besitzt eine Kirche in Altensteigdorf, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, sowie eine Filialkirche älteren Ursprungs in Lengenloch, die im Jahr 1751 fast ganz erneuert wurde.

In Überberg gibt es seit 2001 ein eigenes Gemeindezentrum. Bis 1924 war Überberg eine selbständige Kirchengemeinde, die durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 17. Mai 1924 mit der Kirchengemeinde Altensteigdorf vereinigt wurde.

Kirchengemeinde Beihingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Beihingen umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Haiterbach. Sie besitzt eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit romanischen Elementen. Pfarramtlich betreut wird die Kirchengemeinde von der Nachbarkirchengemeinde Bösingen (Gemeinde Pfalzgrafenweiler, Landkreis Freudenstadt).[1]

Kirchengemeinde Berneck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Berneck (300) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Altensteig. Sie besitzt eine Kirche (Laurentiuskirche) aus dem Jahr 1490.

Kirchengemeinde Bösingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Bösingen (1.100) umfasst den gleichnamigen Ortsteil von Pfalzgrafenweiler (Landkreis Freudenstadt). Sie besitzt eine Kirche aus dem Jahr 1886/88. Der Vorgängerbau war früher „Unserer Lieben Frau“ geweiht. Das Pfarramt Bösingen betreut auch die Nachbarkirchengemeinde Beihingen (Stadt Haiterbach).

Kirchengemeinde Ebershardt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Ebershardt umfasst den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ebhausen. Sie besitzt eine Kirche aus dem Jahr 1743. Pfarramtlich betreut wird die Gemeinde Ebershardt von der Nachbarkirchengemeinde Wart (Stadt Altensteig).

Kirchengemeinde Ebhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Ebhausen (1600) umfasst den Kernort der gleichnamigen Gemeinde. Sie besitzt eine Kirche (ehem. St. Maria) aus dem Jahr 1860–62.

Kirchengemeinde Effringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Effringen (1.600) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Wildberg. Sie besitzt eine Kirche (ehem. zu Unserer Lieben Frau) aus dem Jahr 1502. Vom Pfarramt in Effringen wird auch die Nachbarkirchengemeinde Schönbronn (ebenfalls Stadt Wildberg) betreut.

Kirchengemeinde Emmingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Emmingen (1.400) umfasst den gleichnamigen Stadtteil von Nagold. Sie besitzt eine Kirche (St. Oswald) mit gotischen Elementen. Der heutige Bau stammt jedoch aus dem Jahr 1778. Vom Pfarramt Emmingen wird auch die Nachbarkirchengemeinde Pfrondorf (ebenfalls Stadt Nagold) betreut.

Gesamtkirchengemeinde Grömbach-Wörnersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Kirchengemeinden Grömbach und Wörnersberg bilden zusammen die Gesamtkirchengemeinde Grömbach-Wörnersberg. Beide Kirchengemeinden werden vom Pfarramt in Grömbach betreut, bis 1920 gehörten sie zum Kirchenbezirk Freudenstadt. Durch Bekanntmachung des Konsistoriums vom 17. April 1920 wurden sie in den Kirchenbezirk Nagold eingegliedert.

Kirchengemeinde Grömbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Grömbach (800) umfasst die gleichnamige politische Gemeinde sowie den Stadtteil Garrweiler der Stadt Altensteig. Die 1783 erbaute Kirche St. Georg befindet sich in Grömbach, 1883 wurde sie baulich verändert.

Kirchengemeinde Wörnersberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Wörnersberg umfasst die gleichnamige politische Gemeinde. Sie hat eine ehem. Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau mit romanischen und gotischen Elementen sowie baulichen Veränderungen von 1879.

Kirchengemeinde Gültlingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Gültlingen (1.100) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Wildberg, ohne die Siedlungen Lerchenberg und Haselstaller Höfe, welche durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 24. Juni 1970 in den Kirchenbezirk Calw eingegliedert und der Kirchengemeinde Deckenpfronn zugeordnet wurden, welche dann 1982 in den Kirchenbezirk Herrenberg wechselte. Gültlingen besitzt eine Kirche (St. Michael) aus dem 1467, die 1860 baulich verändert wurde.

Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim wurde mit Wirkung vom 11. November 2001 gebildet. Damals wurden die Gemeindebezirke Ober- und Untertalheim von der Kirchengemeinde Haiterbach abgetrennt und zur selbständigen Kirchengemeinde Talheim zusammengefügt. Diese wurde mit der verbleibenden Kirchengemeinde Haiterbach zur neuen Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim zusammengeschlossen.

Kirchengemeinde Haiterbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Haiterbach (1.900) umfasst die Kernstadt und den Stadtteil Altnuifra der Stadt Haiterbach. Die Laurentiuskirche in Haiterbach geht auf das 13. Jahrhundert zurück, sie wurde 1857 verändert. Bis 2001 gehörten auch die Orte Ober- und Untertalheim zur Kirchengemeinde Haiterbach, bevor dort die selbständige Kirchengemeinde Talheim errichtet wurde.

Bekanntester Pfarrer von Haiterbach war Christian Gottlob Pregizer (1795–1824) auf den sich die so genannte Pregizer Gemeinschaft[2], eine pietistische Gruppierung, bezieht.[3]

Bis 1934 gehörten auch die evangelischen Bewohner von Unterschwandorf zur Kirchengemeinde Haiterbach. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 7. März 1934 wurden diese der Kirchengemeinde Oberschwandorf zugeordnet.[4]

Kirchengemeinde Talheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinden Talheim (500) umfasst die Stadtteile Ober- und Untertalheim (die heute nur noch als Stadtteil Talheim bezeichnet werden) der Stadt Horb am Neckar (Landkreis Freudenstadt). In der überwiegend katholischen Ortschaft Talheim wohnen heute etwa 500 evangelische Gemeindemitglieder. Sie gehörten zunächst zur Filialkirchengemeinde Schietingen und wurden durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 6. Juli 1954 der Kirchengemeinde Haiterbach zugeordnet. 2001 wurden im bürgerlichen „Talheimer Zentrum“ eigene Gemeinderäume eingerichtet. Mit Wirkung vom 11. November 2001 wurden die Gemeindebezirke Ober- und Untertalheim von der Kirchengemeinde Haiterbach gelöst und die selbständige Kirchengemeinde Talheim gebildet. Seit 2002 hat die Kirchengemeinde Talheim auch einen eigenen Pfarrer (mit einem 50-%-Dienstauftrag).[5]

Gesamtkirchengemeinde Hochdorf-Schietingen-Vollmaringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Hochdorf-Schietingen-Vollmaringen umfasst die drei gleichnamigen Stadtteile von Nagold. Innerhalb der schon früher gebildeten Gesamtkirchengemeinde Hochdorf-Schietingen wurde mit Wirkung vom 1. November 1995 die eigenständige Kirchengemeinde Vollmaringen gebildet. Daraufhin wurde der Name der Gesamtkirchengemeinde Hochdorf-Schietingen mit Wirkung vom 26. Januar 1996 in Gesamtkirchengemeinde Hochdorf-Schietingen-Vollmaringen geändert. In dieser sind zwei Pfarrer tätig, je einer in Hochdorf und in Schietingen. Der zuletzt Genannte versieht auch die Kirchengemeinde Vollmaringen mit.

Kirchengemeinde Hochdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Hochdorf (1.300) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Nagold sowie den Ortsteil Göttelfingen der Gemeinde Eutingen im Gäu (Landkreis Freudenstadt), wo nur etwa 200 evangelische Gemeindeglieder wohnen (die anderen sind überwiegend katholisch). Die Kirchengemeinde Hochdorf besitzt eine Kirche (Michaelskirche) mit gotischen Elementen und Veränderungen aus dem Jahr 1881. In Göttelfingen finden keine Gottesdienste statt.

Bis 1913 gehörten auch die evangelischen Bewohner von Eutingen zur Kirchengemeinde Hochdorf. Durch Bekanntmachung des Konsistoriums vom 1. Februar 1913 wurden diese der Kirchengemeinde Horb im Kirchenbezirk Sulz am Neckar zugeordnet. Der Bahnhof Hochdorf und die Bahnwärterposten Nr. 13 und 15, die politisch zur Gemeinde Eutingen gehörten, verblieben jedoch bei der Kirchengemeinde Hochdorf.

Kirchengemeinde Schietingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Schietingen (500) umfasst die Stadtteile Schietingen und Gündringen der Stadt Nagold, wobei in Gündringen nur etwa 150 Gemeindemitglieder wohnen (die anderen sind überwiegend römisch-katholisch). Die Kirchengemeinde hat eine Kirche St. Nikolaus aus dem Jahr 1575, die 1782 baulich verändert wurde. Das Pfarramt in Schietingen betreut auch die Kirchengemeinde Vollmaringen, die mit Wirkung vom 1. November 1995 selbständig wurde.

Bis 1954 gehörte auch Untertalheim zur Filialkirchengemeinde Schietingen. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 6. Juli 1954 wurde Untertalheim der Kirchengemeinde Haiterbach zugeordnet; mit Obertalheim besteht jedoch seit 2001 die selbständige Kirchengemeinde Talheim.

Kirchengemeinde Vollmaringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Vollmaringen (900) umfasst den gleichnamigen Stadtteil von Nagold. Sie wurde erst mit Wirkung vom 1. November 1995 als selbständige Kirchengemeinde gebildet. Die junge Kirchengemeinde hat heute ein eigenes Gemeindezentrum, wo regelmäßig Gottesdienste stattfinden, sowie die im Kern romanische Londorfer Kapelle inmitten des von der Kirchengemeinde genutzten Friedhofs. Pfarramtlich betreut wird die Kirchengemeinde vom Pfarramt in Schietingen.

Kirchengemeinde Mindersbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Mindersbach umfasst den gleichnamigen Stadtteil von Nagold. Sie besitzt eine Kirche aus dem Jahr 1777. Pfarramtlich betreut wird sie von der Nachbarkirchengemeinde Rohrdorf.

Gesamtkirchengemeinde Nagold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtkirchengemeinde Nagold umfasst die Kernstadt und den Stadtteil Iselshausen der Stadt Nagold. Sie besteht aus der Stadtkirchengemeinde Nagold, der Remigiuskirchengemeinde Nagold und der Kirchengemeinde Nagold-Iselshausen.

Kirchengemeinde Nagold-Iselshausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Nagold-Iselshausen (1.900) umfasst den gleichnamigen Stadtteil von Nagold. Sie besitzt eine Kirche (St. Jakobus) in Iselshausen aus dem Jahr 1757. Eine weitere Predigtstelle der Kirchengemeinde ist der Steinbergtreff.

Remigiuskirchengemeinde Nagold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Remigiuskirchengemeinde Nagold (1.800) umfasst Teile der Kernstadt Nagold. Die Kirchengemeinde besitzt mit der Remigiuskirche eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Als eigenständige Kirchengemeinde wurde die Remigiuskirchengemeinde Nagold erst mit Wirkung vom 1. Januar 1982 gebildet, als im Bereich der Gesamtkirchengemeinde Nagold die bis dahin bestehenden beiden Kirchengemeinden (Stadtkirchengemeinde und Kirchengemeinde Nagold-Iselshausen) neu gegliedert und eine dritte Kirchengemeinde errichtet wurden.

Stadtkirchengemeinde Nagold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtkirchengemeinde Nagold (2.100) umfasst Teile der Kernstadt Nagold. Ihre Kirche ist die Stadtkirche (Johanneskirche) aus dem Jahr 1870/74. Einer der dort tätigen Pfarrer ist der Dekan des Kirchenbezirks Nagold.

Kirchengemeinde Oberschwandorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Oberschwandorf umfasst den gleichnamigen Stadtteil (incl. Unterschwandorf) der Stadt Haiterbach. Sie besitzt eine Kirche (Severuskirche) aus dem Jahr 1726/61. Früher wurde die Kirchengemeinde von Walddorf (Stadt Altensteig) aus betreut.

Unterschwandorf gehörte bis 1934 noch zur Kirchengemeinde Haiterbach und wurde durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 7. März 1934 der Kirchengemeinde Oberschwandorf zugeordnet.

Kirchengemeinde Pfrondorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Pfrondorf umfasst den gleichnamigen Stadtteil von Nagold. Sie besitzt eine Filialkirche (ehem. Wallfahrtskirche St. Nikolaus) aus dem Jahr 1445, die 1728 umgestaltet wurde. Pfarramtlich betreut wird die Kirchengemeinde Pfrondorf von der Nachbarkirchengemeinde Emmingen (ebenfalls Stadt Nagold).

Kirchengemeinde Rohrdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Rohrdorf (1.400) umfasst die gleichnamige politische Gemeinde. Sie besitzt eine Kirche St. Johannes d. Täufer aus dem 13. Jahrhundert, die 1740 verändert wurde. Die Kirche wird simultan genutzt, das heißt, sie dient auch der römisch-katholischen Kirchengemeinde Rohrdorf als Gottesdienstraum. Diese Simultankirche umfasst zwei voneinander getrennte Gottesdiensträume im selben Kirchengebäude: die katholische Kirchengemeinde feiert ihre Gottesdienste im ehemaligen Chor, die evangelische Kirchengemeinde im ehemaligen Schiff der ursprünglichen Kirche. Vom Pfarramt Rohrdorf wird auch die Nachbargemeinde Mindersbach betreut.

Kirchengemeinde Rotfelden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Rotfelden (900) umfasst den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ebhausen. Sie hat eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die 1626 verändert wurde. Das Pfarramt Rotfelden betreut auch die Nachbarkirchengemeinde Wenden (ebenfalls Gemeinde Ebhausen).

Kirchengemeinde Schönbronn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Schönbronn umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Wildberg. Sie hat eine Kirche aus dem Jahr 1776. Pfarramtlich betreut wird die Gemeinde von der Nachbarkirchengemeinde Effringen (ebenfalls Stadt Wildberg).

Kirchengemeinde Simmersfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Simmersfeld (1.460) umfasst die Ortsteile Beuren, Ettmannsweiler, Fünfbronn und den Hauptort Simmersfeld der gleichnamigen Gemeinde. Die Ortsteile Oberweiler und Aichhalden gehören jedoch zur Kirchengemeinde Zwerenberg (Kirchenbezirk Calw). Die Kirchengemeinde besitzt mit der Johanneskirche eine neuromanische Kirche aus dem Jahr 1885 sowie in Beuren die Filialkirche St. Anna, die im Kern gotische Elemente hat, jedoch 1676 und 1801 baulich verändert wurde.

Gesamtkirchengemeinde Spielberg-Egenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtkirchengemeinde Spielberg-Egenhausen wurde zum 1. Januar 2014 aus den selbständigen Kirchengemeinden Spielberg und Egenhausen gebildet.[6] Die Kirchengemeinde Egenhausen wurde allerdings bereits seit Jahrhunderten vom Pfarramt in Spielberg geistlich betreut.

Kirchengemeinde Spielberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Spielberg (800) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Altensteig. Sie hat mit der Johanneskirche eine im Kern alte Kirche mit romanischen und gotischen Elementen. Das Pfarramt der Gesamtkirchengemeinde Spielberg-Egenhausen befindet sich in Spielberg.

Kirchengemeinde Egenhausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Egenhausen umfasst die gleichnamige politische Gemeinde. Sie besitzt eine Kirche St. Johannes mit romanischen Elementen. Der heutige Bau stammt jedoch überwiegend aus dem Jahr 1745. Pfarramtlich betreut wurde die Kirchengemeinde Egenhausen seit je vom Pfarramt in Spielberg (Stadt Altensteig), wo sich auch in der neuen Gesamtkirchengemeinde Spielberg-Egenhausen das Pfarramt befindet.

Kirchengemeinde Sulz am Eck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Sulz am Eck (1.220) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Wildberg. Sie hat eine Kirche St. Michael aus dem Jahr 1492 mit Veränderungen von 1750.

Kirchengemeinde Walddorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Walddorf (1.000) umfasst den gleichnamigen Stadtteil (einschließlich des Weilers Monhardt) der Stadt Altensteig. Sie hat mit der Johanneskirche eine Kirche aus dem Jahr 1840.

Kirchengemeinde Wart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Wart (ca. 600 Gemeindeglieder) umfasst den gleichnamigen Stadtteil der Stadt Altensteig. Sie hat eine Kirche mit gotischen Elementen und baulichen Veränderungen von 1768. Das Pfarramt Wart betreut auch die Nachbarkirchengemeinde Ebershardt (ca. 400 Gemeindeglieder), die zur bürgerlichen Gemeinde Ebhausen gehört.

Kirchengemeinde Wenden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchengemeinde Wenden umfasst den gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Ebhausen. Sie hat eigene Filialkirche aus dem Jahr 1517. Pfarramtlich betreut wird die Kirchengemeinde von der Nachbarkirchengemeinde Rotfelden.

Kirchengemeinde Wildberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evang. Stadtkirche Wildberg

Die Kirchengemeinde Wildberg (1.900) umfasst die Kernstadt von Wildberg. Die Kirche St. Martin hat romanische und gotische Elemente, erhielt aber 1772 ein vergrößertes Langhaus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Evangelische Württemberg. Seine Kirchenstellen und Geistlichen von der Reformation an bis auf die Gegenwart. Gesammelt und bearbeitet von Christian Sigel, Pfarrer in Gebersheim, 1910
  • Das Land Baden-Württemberg. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden). Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2

Quellen und weitere Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Internetauftritt der Kirchengemeinde Bösingen (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kirchengemeindeboesingen.de
  2. Internetauftritt der PRegizer Gemeinschaft der Kirchengemeinde Burgstall@1@2Vorlage:Toter Link/www.evkg-burgstall.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Eintrag über Pregizer in der Neuen Deutschen Biographie (NDB)
  4. Internetauftritt der Kirchengemeinde Haiterbach
  5. Internetauftritt der Kirchengemeinde Talheim (Memento vom 26. Januar 2008 im Internet Archive)
  6. Bekanntgabe auf der Seite der Gesamtkirchengemeinde Spielberg-Egenhausen, abgerufen am 6. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]