Kirchenlamitz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kirchenlamitz
Kirchenlamitz
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kirchenlamitz hervorgehoben
50.15166666666711.950555555556591Koordinaten: 50° 9′ N, 11° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Wunsiedel im Fichtelgebirge
Höhe: 591 m ü. NHN
Fläche: 48,51 km²
Einwohner: 3303 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95158,
95100 (Vorsuchhütte)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09285
Kfz-Kennzeichen: WUN, MAK, REH, SEL
Gemeindeschlüssel: 09 4 79 129
Stadtgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 3
95158 Kirchenlamitz
Webpräsenz: www.kirchenlamitz.de
Bürgermeister: Thomas Schwarz (SPD)
Lage der Stadt Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Martinlamitzer Forst-Süd Meierhöfer Seite Weißenstadter Forst-Süd Weißenstadter Forst-Nord Tröstauer Forst-West Tröstauer Forst-Ost Selb Neubauer Forst-Süd Kaiserhammer Forst-Ost Vordorfer Forst Selb Selb Hohenberg an der Eger Hohenberg an der Eger Marktleuthen Thierstein (Fichtelgebirge) Selb Selb Wunsiedel Weißenstadt Tröstau Thiersheim Schönwald (Bayern) Schirnding Röslau Marktredwitz Kirchenlamitz Hohenberg an der Eger Höchstädt im Fichtelgebirge Arzberg (Oberfranken) Bad Alexandersbad Nagel (Fichtelgebirge) Tschechien Landkreis Tirschenreuth Landkreis Bayreuth Landkreis Hof Kaiserhammer Forst-OstKarte
Über dieses Bild
Ansicht der Stadt vom Epprechtstein
Granit-Steinbruch Forstwiesenbruch

Kirchenlamitz ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und liegt am Fluss Lamitz.

Geografie[Bearbeiten]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Kirchenlamitz ist in 27 Stadtteile eingeteilt[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von Kirchenlamitz ist auch die der etwa zwei Kilometer südwestlich gelegenen Burg Epprechtstein. 1352 wurden die Burggrafen von Nürnberg mit dieser belehnt und kamen kurze Zeit später in Besitz der gesamten Herrschaft und damit auch des Orts. Burggraf Friedrich V. von Nürnberg verlieh dem Ort 1374 das Stadtrecht, das später wieder verloren ging. Das Fürstentum Bayreuth, zu dem der Ort dann gehörte, kam 1791 zum Königreich Preußen. Nach vierjähriger französischer Besetzung gelangten der Ort und die Burg 1810 zum Königreich Bayern. 1901 wurde Kirchenlamitz erneut zur Stadt erhoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1978 wurden die bis dahin selbständige Gemeinde Dörflas bei Kirchenlamitz und Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Raumetengrün und Reicholdsgrün eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Wahl des Bürgermeisters musste am 16. März 2008 in einer Stichwahl zwischen dem amtierenden Bürgermeister Reinhard Weiß (WÜL) und dem SPD-Kandidaten Thomas Schwarz entschieden werden. Bei einer Wahlbeteiligung von 68,42 % fielen 1331 Stimmen auf Schwarz, Weiß erhielt 665 Stimmen. Erster Bürgermeister ist somit Thomas Schwarz, Zweite Bürgermeisterin Friederike Kränzle (CSU) und Dritter Bürgermeister Gerd Müller (WÜL).

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat:

Partei / Liste: CSU SPD WÜL* Gesamt
Stimmen: 10.134 12.458 8.489 31.081
Sitze: 5 7 4 16 Sitze

* Wählergruppe Überparteiliche Liste

Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat(ab 1. Mai 2014):

Partei / Liste: CSU SPD WÜL* Gesamt
Stimmen: 12.230 10.557 5.198 27.985
Sitze: 7 6 3 16 Sitze

* Wählergruppe Überparteiliche Liste

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kobyla Góra in Polen ist die Partnergemeinde der Stadt Kirchenlamitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Burg Epprechtstein im Stadtteil Buchhaus

Auf dem Epprechtstein befinden sich zahlreiche ehemalige Steinbrüche für den Epprechtstein-Granit, einen regional und überregional bekannten Granit. Einige davon sind über einen Wanderweg miteinander verbunden. Die meisten sind aufgelassen und das Regenwasser hat darin Seen gebildet.

An einigen älteren Häusern können heute selten gewordene Vorfenster beobachtet werden.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Kirchenlamitz

Sport[Bearbeiten]

  • Mittelschwere Skilanglauf-Loipen auf dem Epprechtstein von sechs, vier und neun Kilometer Länge und etwa 100 Meter Höhenunterschied

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Juni: Kirchweih Hohenbuch
  • Juli: Volks- und Wiesenfest Kirchenlamitz
  • August: Kichweihen Raumetengrün, Reicholdsgrün
  • September: Stadtteichfest
  • Oktober: Kirchweihen Kirchenlamitz, Niederlamitz

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Ortsneckname von Kirchenlamitz beziehungsweise der Spitzname der Kirchenlamitzer Bürger ist Krebsbacker.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen Reul bestand von 1909 bis 1996 in Kirchenlamitz.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Kirchenlamitz Ost liegt an der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau. Zudem bestand früher über die Bahnstrecke Kirchenlamitz–Weißenstadt eine Bahnverbindung nach Weißenstadt.

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Wilhelm Löhe (1808–1872), deutscher evangelisch-lutherischer Theologe, war Vikar in Kirchenlamitz
  • Rudolf Heß (1894–1987), nationalsozialistischer Politiker, verbrachte einen Teil seiner Kindheit und Jugend im Ortsteil Reicholdsgrün
  • Hermann Winterling (1906-2008), Unternehmer

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111206/184023&attr=OBJ&val=1302
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 700.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirchenlamitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien