Kirchheim Knights

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kirchheim Knights
Wappen der Kirchheim Knights
Gegründet 2006
Halle Sporthalle Stadtmitte
(1800 Plätze)
Homepage http://www.kirchheim-knights.de/
Geschäftsführer Christoph Schmidt DeutschlandDeutschland
Trainer Mauricio Parra
Liga 2. Bundesliga ProA

2017/18: 9.. Platz

Trikotfarben
Kit shorts.svg
Heim
Trikotfarben
Kit shorts.svg
Auswärts

Die Kirchheim Knights sind eine deutsche Basketballmannschaft in Kirchheim unter Teck. Die Mannschaft wurde 2006 beim Aufstieg des seit 1881 existierenden Stammvereins VfL Kirchheim/Teck in die 2. Basketball-Bundesliga Süd in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert.

Anfänge und Sportliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Basketball in Kirchheim geht zurück auf ein Spiel am 9. März 1957 zwischen einer Auswahl der 7. US-Armee und der Turnerschaft Göppingen. Es fand vor knapp 1000 Zuschauern im Rahmen eines Hallensportfestes statt, bei dem württembergischer Spitzensport in verschiedenen Disziplinen gezeigt wurde. Aus den ersten Anfängen mit sechs Spielern beim allerersten Kirchheimer Basketballtraining entwickelte sich die Basketball-Abteilung des VfL Kirchheim, auch begünstigt durch weitere Hallensportfeste 1958 und 1959 mit sehenswertem Basketball.

1960 nahmen vier Jugendmannschaften an den Rundenspielen teil. Die B-Jugend wurde von 1959 bis 1963 fünfmal württembergischer Meister. Aufgrund der offensichtlichen Spielstärke teilte der damalige Verband den VfL gleich in die Landesliga der Aktiven ein. 1965 wurde der Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Nach der Verpflichtung des US-Amerikaners William „Bill“ Brack gelang 1968/69 der Aufstieg in die Süddeutsche Oberliga. In den darauffolgenden Jahren folgten mehrere Höhen und Tiefen, bis 2006 der Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd gelang. Im September 2006 wurde die VfL Kirchheim Knights GmbH als Betreiberunternehmen der Profimannschaft gegründet.[1]

Im ersten Jahr der Zweitklassigkeit wurde nur knapp die Qualifikation für die neugeschaffene 2. Bundesliga ProB geschafft. Unter dem bundesligaerfahrenen Trainer Pat Elzie gelang 2008 der Aufstieg in die 2. Bundesliga ProA. Am Ende der Saison konnte sich die Mannschaft gegen den Konkurrenten München Basket durchsetzen. In der ProA übernahm der frühere Langener Coach Branislav Ignjatovic das Training, nachdem Elzie die Mannschaft in Richtung Bremen Roosters verlassen hatte. Die Knights konnten sich auf Anhieb im vorderen Mittelfeld etablieren und erreichten in ihrer ersten ProA-Saison einen fünften Tabellenplatz. Auch in den folgenden Jahren konnte konstant eine Platzierung unter den besten Fünf erreicht werden.

In der Saison 2011/2012 belegten die Kirchheim Knights nach der Hauptrunde den zweiten Rang und zogen somit in die zum ersten Mal in der ProA ausgetragenen Playoffs ein. Hier konnten in der ersten Best-of-Five-Serie im Viertelfinale die ETB Wohnbau Baskets Essen glatt mit 3:0 bezwungen werden. Auch im Halbfinale gelang den Knights mit einem 3:0 über den BBL-Absteiger Giants Düsseldorf die große Überraschung, so dass im Finale gegen den MBC Weißenfels die Meisterschaft ausgespielt werden konnte. In Hin- und Rückspiel unterlag man knapp. Der damit bereits verbundene sportliche Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse blieb aufgrund fehlender Rahmenbedingungen jedoch verwehrt.

Die Saison 2012/2013 verlief hingegen sportlich sehr ernüchternd für das Umfeld der Knights. Zu keiner Zeit konnte das Team an die gute Spielzeit 2011/2012 anknüpfen und man befand sich die gesamte Saison im Abstiegskampf. Am letzten Spieltag wurde durch eine 92:99 Niederlage gegen die BG Göttingen der formelle Abstieg aus der ProA in die ProB besiegelt. Da der Zweitplatzierte Verein aus der ProB, die Schwelmer Baskets, keine Lizenz für die ProA beantragt hatte, konnten die Knights jedoch in der ProA verbleiben.

Im Anschluss an die Saison 2013/14 verließ Trainer Ignjatovic nach sechsjähriger Amtszeit den VfL, um zum Ligakonkurrenten Heidelberg zu wechseln. Als sein Nachfolger wurde der US-Amerikaner Michael Mai verpflichtet.[2] Mai führte die Mannschaft im Frühjahr 2017 ins ProA-Playoff-Halbfinale, nach dem Saisonende verließ er auf eigenen Wunsch den Verein.[3] Der Finne Anton Mirolybov wurde Ende Juni 2017 als neuer Cheftrainer vorgestellt.[4] Nach einer Saison beendeten Mirolybov und die Kirchheimer ihre Zusammenarbeit im Mai 2018 einvernehmlich.[5] Nachfolger Mirolybovs wurde der Spanier Mauricio Parra.[6]

Die Platzierungen in der 2. Basketball-Bundesliga ProA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 5. Platz in der Saison 2008/2009 mit 18:12 Siegen
  • 5. Platz in der Saison 2009/2010 mit 19:11 Siegen
  • 4. Platz in der Saison 2010/2011 mit 16:12 Siegen
  • 2. Platz in der Saison 2011/2012 mit 18:10 Siegen und Erreichen des Playoff-Finals
  • 15. Platz in der Saison 2012/2013 mit 10:20 Siegen und formeller Abstieg in die ProB
  • 10. Platz in der Saison 2013/2014 mit 15:15 Siegen
  • 11. Platz in der Saison 2014/2015 mit 12:18 Siegen
  • 3. Platz in der Saison 2015/2016 mit 22:8 Siegen (Ausscheiden im Playoff-Viertelfinale)
  • 4. Platz in der Saison 2016/2017 mit 22:10 Siegen (Ausscheiden im Playoff-Halbfinale)
  • 9. Platz in der Saison 2017/2018 mit 15:15 Siegen

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Kirchheim Knights in der Saison 2015/2016
Achtung: Kaderangabe ist veraltet!
(aktuelle Saison: 2018/2019)
Spieler
Nr. Nat. Name Geburt Größe Info Letzter Verein
Guards (PG, SG)
2 DeutschlandDeutschland Dennis Nawrocki 08.12.1992 193 cm Cuxhaven BasCats
3 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Richie Williams 22.08.1987 178 cm SC RASTA Vechta
7 DeutschlandDeutschland Besnik Bekteshi 16.01.1993 189 cm Gießen 46ers
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tim Burnette 31.05.1982 188 cm KKK Haiterbach
Forwards (SF, PF)
11 DeutschlandDeutschland Tim Koch 01.02.1989 196 cm MHP Riesen Ludwigsburg
12 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Keith Rendleman 19.12.1990 203 cm Lugano Tigers
16 DeutschlandDeutschland Akant Sengül 05.06.1994 202 cm VfL Kirchheim
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jordan Wild 15.12.1988 203 cm
22 DeutschlandDeutschland Johannes Joos 11.01.1995 206 cm MHP Riesen Ludwigsburg
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dennis Tinnon 09.12.1988 203 cm Rasta Vechta
47 DeutschlandDeutschland Andreas Kronhardt 27.08.1989 204 cm Crailsheim Merlins
Center (C)
Trainer
Nat. Name Position
SpanienSpanien Mauricio Parra Trainer
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: Dezember 2015

|}

Wechsel 2015/2016

Zugänge

Abgänge

Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer (seit 2003)
Amtszeit Name
2003–2006 GriechenlandGriechenland Theo Leftakis
2006–02/2007 KroatienKroatien Pasko Tomic
02/2007–2008 Vereinigte StaatenVereinigte StaatenDeutschlandDeutschland Pat Elzie
2008–2014 SerbienSerbien Branislav Ignjatovic
2014–2017 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Mai
2017–2018 FinnlandFinnland Anton Mirolybov
seit 2018 SpanienSpanien Mauricio Parra

Strukturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimspielstätte ist die Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim, die eine Kapazität von 1600 Zuschauern besitzt.

Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Knights kooperieren in der Nachwuchsförderung mit der Basketballabteilung des Stammvereins VfL Kirchheim. Dort gibt es nach wie vor acht Jugend- und vier Herrenmannschaften[7]. Eine weitere Kooperation gab es mit dem Bundesligaclub Ludwigsburg,[8] um Nachwuchsspielern mit Bundesliga-Perspektive mit Hilfe von Doppellizenzen Spielpraxis zu verschaffen. Zu den Spielern, denen diese Zusammenarbeit zugute kam, gehörten neben anderen Jonathan Maier, Philipp Heyden und Tim Koch.[9] Im Rahmen der Kooperation mit Ludwigsburg waren die Kirchheim Knights Mitglied der BBA Basketball Akademie[10].

Im Frühjahr einigten sich die Kirchheimer auf eine Zusammenarbeit im Jugendbereich mit dem MTV Stuttgart sowie dem BV Hellas Esslingen, um gemeinsam die Teilnahme an der Jugend-Basketball-Bundesliga anzustreben und somit eine Lizenzvorgabe der 2. Bundesliga ProA zu erfüllen.[11]

Ende Mai 2018 wurde der Ausbau der Zusammenarbeit mit dem MTV Stuttgart verkündet: Es wurde vereinbart, Spieler mit Doppellizenzen auszustatten, um diese sowohl in Kirchheim in der zweiten Liga als auch in Stuttgart in der Regionalliga zum Einsatz bringen zu können.[6]

Fanclubs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 unterstützen die Kirchheim Squires die Mannschaft. Der Fanclub ist auf über 100 Mitglieder angewachsen. Weitere Supporter sind im Kirchheimer Fanclub des Fußballclubs VfB Stuttgart Rot-Weiß-Leberkäs organisiert[12]. Im Durchschnitt werden die Heimspiele von 1.100 Zuschauern gesehen.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VfL Kirchheim Knights GmbH • Bonität • Handelsregister • Bewertung | HRB 721103. Abgerufen am 1. April 2017.
  2. Ritterschlag für Michael Mai - Sport - Teckbote. (teckbote.de [abgerufen am 30. Januar 2017]).
  3. Kirchheim Knights 2017/2018. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  4. Kirchheim Knights 2017/2018 Aktuelles. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  5. 2. Basketball-Bundesliga | Knights und Anton Mirolybov beenden Zusammenarbeit. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  6. a b Kirchheim Knights 2017/2018. Abgerufen am 6. Juni 2018.
  7. Homepage VfL Kirchheim, Mannschaften, aufgerufen am 29. Januar 2009
  8. MHP Riesen kooperieren mit Karlsruhe - Lokalsport - Teckbote. (teckbote.de [abgerufen am 6. Juni 2018]).
  9. SportRegion Stuttgart e.V.: SportRegion Stuttgart e.V. Abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
  10. Homepage der Nachwuchs-Basketball-Akademie, Übersicht, aufgerufen am 3. Februar 2009
  11. Eine Allianz fürs Überleben - VfL Kirchheim Knights - Teckbote. (teckbote.de [abgerufen am 6. Juni 2018]).
  12. Homepage Kirchheim Knights, Unsere Fanclubs, aufgerufen am 29. Januar 2009.
  13. Homepage 2. Bundesliga, Zuschauerstatistik, aufgerufen am 29. Januar 2009.