Kirchseelte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchseelte
Kirchseelte
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchseelte hervorgehoben
Koordinaten: 52° 57′ N, 8° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Oldenburg
Samtgemeinde: Harpstedt
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 14,98 km²
Einwohner: 1176 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27243
Vorwahlen: 04206, 04244
Kfz-Kennzeichen: OL
Gemeindeschlüssel: 03 4 58 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Amtsfreiheit 1
27243 Harpstedt
Webpräsenz: www.kirchseelte.de
Bürgermeister: Klaus Stark
Lage der Gemeinde Kirchseelte im Landkreis Oldenburg
Landkreis Oldenburg Niedersachsen Landkreis Vechta Landkreis Diepholz Delmenhorst Bremen Landkreis Cloppenburg Landkreis Ammerland Oldenburg (Oldenburg) Landkreis Wesermarsch Colnrade Winkelsett Wildeshausen Großenkneten Prinzhöfte Beckeln Dötlingen Wardenburg Hatten Harpstedt Hude Ganderkesee Dünsen Kirchseelte Groß IppenerKarte
Über dieses Bild

Kirchseelte ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Harpstedt im Landkreis Oldenburg in Niedersachsen. Die Gemeinde hatte Ende 2010 1263 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 14,98 Quadratkilometern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kirchseelte befindet sich rund 23 Kilometer südwestlich von Bremen. Sie liegt am Rande der Harpstedter Geest mitten im Naturpark Wildeshauser Geest.

Der Klosterbach verläuft in Süd-Nord-Richtung durch die Ortschaft. Er bildet die östliche Gemeindegrenze und mündet nach 16 Kilometer in die Ochtum.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört neben der Ortschaft Kirchseelte noch der Ortsteil Klosterseelte. Ein Ortsteil heißt Ördekenbrück. Dieser Name ist jedoch nicht mehr gebräuchlich und wird nur noch in einigen Online-Routenplanern verwendet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Klosterseelte wurde 1253 erstmals urkundlich erwähnt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Klosterseelte eingegliedert.[2]

Abtretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde ein Gebiet mit damals etwa 200 Einwohnern an die Nachbargemeinde Heiligenrode abgetreten.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Kirchseelte besteht aus elf Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.001 und 2.000 Einwohnern.[3] Die elf Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2011 und endet am 31. Oktober 2016.

Die letzte Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab das folgende Ergebnis:[4]

Der Gemeinderat wählte das Gemeinderatsmitglied Walter Raem (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister für die aktuelle Wahlperiode. Am 12. April 2015 ist Walter Raem bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen schwarzen Beschlag in Form eines stilisierten „K“ und dessen anliegendem Spiegelbild mit insgesamt zehn silbernen Nägeln auf goldenem Grund.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Kleinbahn „Jan Harpstedt“, die zwischen Delmenhorst und Harpstedt verkehrt, verläuft durch die Ortschaft.

Die Landesstraße L 338 verläuft von Harpstedt Richtung Heiligenrode durch den Ort.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kirchseelte gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus mit Spielplatz und Grillhütte und eine Freiwillige Feuerwehr.

Persönlichkeiten, die vor Ort wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius H. W. Kraft (* 1917 in Bremen; † 2008 in Kirchseelte) hat sich jahrzehntelang sehr engagiert für den Erhalt alter Bauernhäuser eingesetzt. Er ist Gründer (1973) und langjähriger 1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Bauernhaus, die sich den Erhalt und die Pflege alter dorfbildprägender Fachwerkhäuser und damit den Erhalt und die Pflege der ländlichen Hauslandschaft in ganz Deutschland zum Ziel gesetzt hat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angelika und Reinhard Rambusch: 800 Jahre Kirchseelte – Chronik eines Dorfes. Carl Schünemann Verlag, Bremen 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchseelte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 190.
  3. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 17. September 2014
  4. Ergebnis Gemeinderatswahl Kirchseelte vom 11. September 2011, abgerufen am 22. September 2014
  5. NWZ Online vom 13. April 2015: Absturz: Kirchseelter Bürgermeister ist tot, abgerufen am 13. April 2015