Kirf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kirf
Kirf
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kirf hervorgehoben
Koordinaten: 49° 33′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Saarburg
Höhe: 320 m ü. NHN
Fläche: 19,14 km2
Einwohner: 800 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54441
Vorwahlen: 06582, 06583
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 062
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßberg 6
54439 Saarburg
Webpräsenz: www.vg-saarburg.de
Ortsbürgermeister: Josef Krug (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Kirf im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Blick auf die Ortslage Kirf

Kirf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Saarburg an.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Kirf besteht aus dem namensgebenden Hauptort und den Ortsteilen Beuren/Saargau und Meurich. Beide Ortsteile sind Ortsbezirke. Zum Ortsteil Kirf gehören auch die Wohnplätze Hof Breitenacker und Hof Spirkelsbach; zu Beuren gehört der Weiler Breinsdorf und die Wohnplätze Kampholzer Hof und Waldhof; zu Meurich gehören die Oberste und die Unterste Neumühle sowie die Wohnplätze Weyerhäuschen und „In den Dreimorgen“.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort war früh besiedelt, was steinzeitliche Gerätfunde und römische Baureste in der Gemarkung beweisen. Seit der Mitte des 5. Jahrhunderts wurde ein fränkischer Friedhof im Umfeld der heutigen Kirche belegt. Diese trägt das Remigius-Patrozinium, was eine Kirchengründung im 7. Jahrhundert nahelegt. Der Ort erscheint als Kirchfa im Jahre 1222 in der Liste der im 10. Jahrhundert nach Mettlach wallfahrenden Orte. Der Ortsname wird vom fränkischen Vach, Wehr für Fischfang, abgeleitet. Die mittelalterliche und neuzeitliche Ortsgeschichte weist kirchlich, landesgeschichtlich und grundherrschaftlich zersplitterte Rechte auf. Kirf war mit Beuren ein kurtrierisch-lothringisches Kondominat, Teile des Ortes gehörten auch zu luxemburgischen Herrschaften.[3] Nach dem Trierer Feuerbuch gab es im Jahr 1563 21 Feuerstellen bzw. Familien in Kirf, im Jahr 1684 wurden nur elf gezählt.[4]

Das Gebiet wurde im Rahmen des Ersten Koalitionskrieges erobert und kam 1798 unter französische Verwaltung. Nach dem Wiener Kongress kam es 1815 zum Königreich Preußen.

Am 18. Juli 1946 wurde Kirf gemeinsam mit weiteren 80 Gemeinden der Landkreise Trier und Saarburg dem im Februar 1946 von der übrigen französischen Besatzungszone abgetrennten Saargebiet angegliedert, das zu der Zeit nicht mehr dem Alliierten Kontrollrat unterstand. Am 6. Juni 1947 wurde diese territoriale Ausgliederung bis auf 21 Gemeinden wieder zurückgenommen, damit kam Kirf an das 1946 neugebildete Land Rheinland-Pfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde ein Teil der Gemeinde mit 101 Einwohnern nach Freudenburg umgemeindet.[5] Die beiden zuvor selbständigen Gemeinden Beuren (Saargau) (seinerzeit 205 Einwohner) und Meurich (201 Einwohner) wurden am 17. März 1974 eingemeindet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kirf bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 775
1835 1.279
1871 1.282
1905 1.268
1939 1.020
Jahr Einwohner
1950 954
1961 919
1970 869
1987 769
2005 747

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Kirf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[7]

Wahl CDU WG 1 WG 2 WG 3 FWG Gesamt
2014 4 2 2 4 12 Sitze
2009 5 4 2 1 12 Sitze
2004 5 3 2 2 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Ortsgemeinde Kirf e.V.

Ortsbezirke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden Ortsbezirke Beuren und Meurich haben direkt gewählte Ortsvorsteher, aber keine Ortsbeiräte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: „In Blau eine silberne eingebogene Spitze, darin ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, vorne ein goldenes Doppelkreuz, hinten vier silberne Balken.“

Wappenerklärung: Kirf gehörte vor 1800 zu drei verschiedenen Grundherrschaften. Der größte Teil der Gemeinde gehörte zu Kurtrier, worauf das kurtrierische Kreuz in der Spitze deutet; ein weiterer Teil war lothringisch, daher das lothringische Doppelkreuz vorne; ein kleiner Teil gehörte zu Luxemburg, wiedergegeben durch die Grundfarben des ehemaligen luxemburgischen Landeswappens, von Silber und Blau geteilt (heute neunfach).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsbild von Kirf ist gekennzeichnet durch die katholische Pfarrkirche St. Remigius und das gegenüberliegende Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kirf

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile
  3. Ortsgemeinde Kirf auf region-trier.de
  4. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Die Karte von 1789 (2. Band), Bonn 1898. S. 149
  5. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 176 182 (PDF; 2,50 MB)
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen