Kirrweiler (Pfalz)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kirrweiler (Pfalz)
Kirrweiler (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kirrweiler (Pfalz) hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Maikammer
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 14,85 km2
Einwohner: 2025 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67489
Vorwahl: 06321
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 047
Adresse der Verbandsverwaltung: Immengartenstraße 24
67487 Maikammer
Webpräsenz: www.kirrweiler.de
Ortsbürgermeister: Rolf Metzger
Lage der Ortsgemeinde Kirrweiler (Pfalz) im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild

Kirrweiler (Pfalz) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Maikammer an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirrweiler liegt in der Pfalz zwischen Neustadt an der Weinstraße und Landau in der Pfalz am Rande des Naturparks Pfälzerwald mitten im Gäu. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Neustadt an der Weinstraße, Altdorf, Venningen, Edenkoben und Maikammer.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde fließt der Flussgraben in West-Ost-Richtung; vor Ort speist dieser den Schlossweiher. Zur Gemeinde gehören zusätzlich zwei Exklaven im Pfälzerwald. Innerhalb einer erstreckt sich der 608,3 Meter hohe Morschenberg. In der anderen, weiter nordwestlich gelegenen, befindet sich die Westflanke des etwa 489 Meter hohen Kanzelkopf. Im Nordwesten wird diese durch den Speyerbach und im Nordosten durch den Argenbach begrenzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kirrweiler zum Hochstift Speyer; innerhalb diesem war die Gemeinde Sitz eines gleichnamigen Oberamtes. 1794 fand vor Ort das Gefecht von Kirrweiler statt.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Kirrweiler in den Kanton Edenkoben im Departement des Niederrheins eingegliedert und besaß eine eigene Mairie. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 1.310 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte Kirrweiler dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises an der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Kirrweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Kirrweiler der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Maikammer zugeordnet. Durch Auflösung letzterer war Kirrweiler ab Juli 2014 zunächst Bestandteil der Verbandsgemeinde Edenkoben, ehe ein Jahr später das Maikammerer Pendant per Urteil des Verfassungsgerichtshofes wiederhergestellt wurde.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort befand sich einst eine Synagoge, die bereits während des frühen 20. Jahrhunderts profaniert wurde und deren Gebäude erhalten blieb. Am 31. Oktober 2014 waren 59,1 Prozent der Einwohner katholisch und 23,4 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kirrweiler besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU BL Gesamt
2014 1 6 9 16 Sitze
2009 1 7 8 16 Sitze
2004 2 9 5 16 Sitze
  • BL = Bürgerliste e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kirrweiler (Pfalz)
Blasonierung: „In Silber ein schwarzes Kreuz, dessen Schaft nach oben linkshin hakenförmig umgebogen ist.“[4]
Wappenbegründung: Es wurde 1962 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1703. Es erinnert daran, dass Kirrweiler Amtsort des Hochstifts Speyer war.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerschaften bestehen mit Kirrweiler im Kreis Kusel sowie mit Kirrwiller im Elsass und Kirviller in Lothringen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marienkapelle am Friedhof zählt zu den Sehenswürdigkeiten im Ort. Sie wurde in den Jahren 1765 bis 1769 erbaut und ist der „mater dolorosa“ geweiht. 1964 wurde sie renoviert und mit Stuck und Deckengemälden (Gschwendner) neu ausgestattet. Es existieren außerdem viele Reste einer Mauer um Kirrweiler herum, die zu der Zeit erbaut wurde, als in Kirrweiler noch ein Schloss war.

Siehe auch:

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das berühmte hölzerne Gnadenbild der „Patrona Spirensis“ [5], aus dem Speyerer Dom, vor dem schon St. Bernhard von Clairvaux gebetet hatte, wurde nachdem es den Dombrand 1689 unversehrt überstanden hatte, von Generalvikar Heinrich Hartard von Rollingen in die Kirche nach Kirrweiler überführt. Von dort kehrte die Marienfigur später wieder in den Dom zurück, fiel jedoch 1794 französischen Revolutionären in Speyer zum Opfer, die es verbrannten. Es existiert davon nur noch ein vorher abgebrochener Fuß des Jesuskindes, als Reliquie. 1930 erhielt der Speyerer Dom ein neues Gnadenbild, das sich am Aussehen des alten orientiert.[6]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weinfest findet alljährlich am ersten Wochenende im Juli statt.

Die Kerwe findet alljährlich am zweiten Wochenende im September in der Gemeinde statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegener Autobahnanschluss zur A 65 ist Edenkoben. Kirrweiler verfügt gemeinsam mit Maikammer über den Haltepunkt Maikammer-Kirrweiler, von dem Züge Richtung Neustadt, Karlsruhe sowie Wissembourg im Elsass verkehren.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirrweiler ist erheblich geprägt vom Weinbau und zählt zu den größten Weinbaugemeinden der Pfalz. Die bestockte Rebfläche betrug 2005 594 Hektar.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort existiert eine Grundschule.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Keine Lebensdaten der Ehrenbürger und keine Darstellung seit wann und warum Ehrenbürger. Siehe auch WP:FV/S/P!
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

In Kirrweiler geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Kirrweiler verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Ignatz Seuffert (* 1. August 1728 in Würzburg; † 4. Februar 1807 in Kirrweiler), fürstlich speyerischer Orgelmacher, hat über 100 Orgeln gebaut.
  • Max Asam (1936–2015), Brigadegeneral der Bundeswehr, starb vor Ort

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Friedel: Kirrweiler. Die Geschichte eines pfälzischen Weindorfes. Hrsg.: Verbandsgemeinde Maikammer, Kirrweiler 1978

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirrweiler (Pfalz) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Gemeindestatistik. In: KommWis. 31. Oktober 2014, abgerufen am 30. November 2014.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  5. Zur Patrona Spirensis
  6. Zur Transferierung des Gnadenbildes nach Kirrweiler