Kiwifrucht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kiwifrucht
Ansichten der Frucht
Magnetresonanztomografie: 136 Schichten einer Kiwi

Als Kiwi, Kiwifrucht oder Chinesische Stachelbeere bezeichnet man die Beerenfrucht mehrerer Arten der Strahlengriffel:

100 g der aus Südwestchina stammenden Kiwis haben einen physiologischen Brennwert von 210 kJ (51 kcal) und enthalten 1 g Fett, 9 g Kohlenhydrate, 2 mg Natrium, 320 mg Kalium, 40 mg Calcium, 25 mg Magnesium, 30 mg Phosphat, 0,8 mg Eisen, 0,1 mg Zink, 45 µg Beta-Carotin, 0,5 mg Vitamin E, 0,02 mg Vitamin B1, 0,05 mg Vitamin B2, 0,02 mg Vitamin B6, 20 µg Folsäure sowie 45 mg Vitamin C.[1]

Die ursprünglich als „Chinesische Stachelbeere“ bezeichnete Frucht wurde 1904 von einer Lehrerin von einem China-Aufenthalt nach Neuseeland eingeführt und erfreute sich zunehmender Beliebtheit. 1952 begann der Export der Actinidia deliciosa von Neuseeland aus erstmals nach England, wo sie auf dem Fruchtmarkt ungewöhnlich gut angenommen wurde und bald auch nach Kontinentaleuropa und Nordamerika exportiert wurde. 1959 gab man ihr in London die Bezeichnung „Kiwi“, die vom umgangssprachlichen Präfix für Neuseeländisches und dieses wiederum vom gleichnamigen Vogel abstammt. Ursprünglich stammen alle Kiwiarten aus Ostasien.

In Deutschland galten Kiwis in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren als Trend-Frucht. Im Zeitraum von 1972 bis 1981 stieg der Konsum von Kiwis im Land von 900.000 Stück auf 85 Millionen Stück an. Ungeteilte Beliebtheit hatten Kiwis jedoch nicht, so bezeichnete etwa der Gastronomiekritiker Wolfram Siebeck die Kiwi als „geschmacklosen Softie“, der „überhaupt nichts taug[e]“.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2016 wurden weltweit 4,3 Millionen Tonnen Kiwifrüchte (alle Sorten) erzeugt. Auf die Volksrepublik China entfiel dabei mehr als die Hälfte der weltweiten Gesamternte. Europa produzierte im gleichen Zeitraum 816.795 t. Die größten Produzenten waren Italien, Griechenland und Frankreich.[3]

Die zehn größten Produzenten der Welt erzeugten 2016 zusammen 98,6 % der Gesamternte.

Die größten Kiwifruchtproduzenten weltweit (2016)[3]
Rang Land Menge

(in t)

1 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2.390.287
2 ItalienItalien Italien 523.595
3 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 434.048
4 IranIran Iran 294.413
5 ChileChile Chile 225.797
6 GriechenlandGriechenland Griechenland 182.589
7 FrankreichFrankreich Frankreich 65.036
8 TurkeiTürkei Türkei 43.950
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 28.300
10 JapanJapan Japan 25.600
Welt 4.274.870

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiwi-Koalition wird eine schwarz-grüne Koalition genannt, wenn grün überwiegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kiwifruits – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Kiwifrucht – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kiwi auf apotheken-umschau.de
  2. Farbe im Salat. In: Der Spiegel 49/1982. 6. Dezember 1982, abgerufen am 18. August 2017.
  3. a b FAO, Faostat Produktionsstatistik der FAO 2016 („ Kiwifruit)“, fao.org, abgerufen am 30. Januar 2018.