Kizomba

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Kizomba
Technik: unklassifiziert
Art: Paartanz, Gesellschaftstanz
Musik: Kizomba (Musik), Afrikanische Musik
Tempo: 90-120 bpm
Herkunft: Angola
Entstehungszeit: ~1980
Liste von Tänzen

Kizomba ist sowohl ein Tanz als auch eine Musik aus Angola, der sich in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren entwickelte.[1]

Das Wort Kizomba stammt aus der Sprache des Kimbundu und bedeutet: Fest, Spielerei, Tanz, Unterhaltung. Kimbundu ist eine der vielen Sprachen, der Einheimischen in Angola, die vor allem im Raum der Hauptstadt Luanda gesprochen wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Tanz Kizomba stammt aus Angola und leitete sich stark vom karibischen karnevalesken Zouk ab. Zouk schwappte nach Angola, wo er sich mit traditioneller angolanischer Musik und dem Semba, aber auch der Passada sowie Coladeira und Mazurka aus Kap Verde vermischte. So wurde der Kizomba geschaffen. Durch die große Beliebtheit wird Kizomba von vielen luso-afrikanischen Künstlern gesungen.

Verbreitung[Bearbeiten]

Bekannte Interpreten aus Angola sind Caló Pascoal, Don Kikas und Irmãos Verdades. Auch Paulinha ist einer der berühmtesten Interpretinnen Angolas. Der Kizomba von São Tomé und Príncipe ist dem angolanischen sehr ähnlich, bekannte Interpreten sind Juka und Haylton Dias.

Der kapverdische Kizomba unterscheidet sich vom angolanischen durch die Verwendung von Kreol statt Portugiesisch, seine Spielart ist wesentlich langsamer, harmonischer und romantischer. Bekannte Interpreten sind Mika Mendes, Elji Beatzkilla, Djodje, Ricky Boy , Suzanna Lubrano, Gil Semedo, Philipe Monteiro, Gama und Tó Semedo, viele von ihnen leben in Portugal, Frankreich oder den Niederlanden.

In Osttimor erzürnten 2011 Medizinstudenten, die den Tanz in Kuba gelernt hatten, mehrere Politiker, wie den Parlamentspräsidenten Fernando de Araújo. Es wurde sogar deswegen eine Verabschiedung eines „Anti-Pornographie-Gesetzes“ gefordert.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oyebade, Adebayo (2007). Culture and Customs of Angola. Greenwood Publishing Group. S. 156
  2. Televizaun Timor-Leste, June 29, 2011: "Lasama calls on Timorese medical students to apologize to the public. (Memento vom 5. November 2011 im Internet Archive) The Parliamentary President Fernando “Lasama” de Araujo, has called on the Timorese medical students who studied in Cuba to extend apology to the public for their wide spread sensual dance called “Kijomba ala Cuba” because it has not reflected the Timorese culture. “The state provide them scholarship this is because the cooperation between the two countries. I am concerned about their attitude as people said and therefore I will ask the Health Minister to talk with them. They should not imitate culture of other countries and should state they will not repeat it,” Lasama said. MP Maria Rosa da Câmara from the National Congress for the Timorese Reconstruction (CNRT) and Getrudes Moniz said the Timorese students who engaged in Kijomba dance ala Cuba, have also did the same dance in Oe-Cuse district and is responded negatively by the local residents; therefore they called on the Parliament to produce an anti-pornography law in the country."