Kläden (Bismark)

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Kläden
Wappen von Kläden
Koordinaten: 52° 37′ 59″ N, 11° 39′ 37″ O
Höhe: 41 m ü. NHN
Fläche: 14,45 km²
Einwohner: 694 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39628
Vorwahlen: 039324, 039320
Kläden (Sachsen-Anhalt)
Kläden

Lage von Kläden in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Kläden (Oktober 2018)
Kirche zu Kläden (Oktober 2018)

Kläden ist ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft Kläden gehören die Ortsteile Darnewitz und Kläden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Kläden mit der Landgemeinde Kläden vereinigt.[1] Das Gut war ein v. Levetzowsches Rittergut.[2] Zum Gutsbezirk Kläden gehörte das Vorwerk Darnewitz,[3] das durch die Auflösung des Gutsbezirks als Ortsteil zu Kläden kam. Bis zum 31. Dezember 2009 war Kläden eine selbständige Gemeinde.

Der Gemeinderat der Gemeinde Kläden beschloss am 11. Juni 2009 die Zustimmung zu einem Gebietsänderungsvertrag, wodurch ihre Gemeinde aufgelöst und Teil einer neuen Einheitsgemeinde mit dem Namen Stadt Bismark (Altmark) wurde. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[4]

In der eingeflossenen Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Kläden wird ein Ortschaftsrat mit sieben Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Kläden war Manfred Raatz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 25. Juni 1993 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein schwarzer Schrägbalken belegt mit einem grünen Mittelschild begleitet von zwei grünen Eichenblättern, im Mittelschild zwei silberne abgewendete Äxte.“

Der schwarze Balken wurde bezugnehmend auf die Entstehung des Ortsnamens gewählt. 1170 wurde Kläden erstmals in einer Schenkungsurkunde von Markgraf Otto I. an das Bistum Havelberg genannt. Die Schreibweise des Ortes änderte sich über die Jahrhunderte mehrmals von Clodene (1186–1209) über Clöden (1318) bis zum heutigen Namen des Ortes. Dieser ist slawischen Ursprungs und ist von dem Wort „kloda“ = Balken-Blockhaus abgeleitet. Die im Herzschild dargestellten Streitäxte sind dem ältesten bekannten Wappen von Kläden nachempfunden. Die ursprüngliche Schildfarbe Blau wird jedoch durch Grün ersetzt. Die grüne Farbe soll die Naturverbundenheit des Ortes zum Ausdruck bringen und gleichzeitig ein Zeichen setzen für die zukünftige Entwicklung. Die beiden Eichenblätter stehen für die vielen alten Eichenbäume in der Gemarkung. Sie überdauerten die Jahrhunderte; die Gemeinde will sie erhalten und schützen. Sie sollen ein Symbol für Standfestigkeit, der Verbundenheit mit der Heimat und für eine stabile Entwicklung des Gemeinwesens in der Zukunft sein.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 16. März 2009 durch den Landkreis genehmigt.

Die Flagge ist zu gleichen Anteilen weiß-grün gestreift (Querformat: Streifen waagerecht verlaufend, Längsformat: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[5]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Großsteingrab Kläden ist die jungsteinzeitliche Megalithanlage mit der längsten Kammer in Sachsen-Anhalt (11 m) und befindet sich etwa 1,5 km nordöstlich von Kläden.
  • unter Denkmalschutz stehender historischer Ortskern mit Gutshof
  • Ehemaliges Herrenhaus der Grafen von Bassewitz-Levetzow und angrenzender historischer Park (nach Verkauf intensiver Holzeinschlag, für Besucher gesperrt)
  • romanische Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, 1986 bis 1992 restauriert
  • historischer Weideflechtzaun

Gedenkstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landesstraße (L 15) von Stendal nach Bismark (Altmark) durchquert den Ort Kläden. Eine weitere Landstraße nach Süden stellt eine Verbindung zur B188 Wolfsburg – Stendal – Rathenow und über die B189 zur Landeshauptstadt Magdeburg her. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus. Am Bahnhof Kläden verkehrt stündlich eine Regionalbahn der Linie Stendal–Salzwedel auf der Strecke Stendal–Uelzen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuel Felke (* 7. Februar 1856 in Kläden; † 16. August 1926 in München), Pionier der ganzheitlichen Behandlungsweise in der Naturheilkunde
  • Anna Bergmann (* 1978), deutsche Theaterregisseurin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 209.
  2. J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Band 2. Verlag Heinrichshofen, 1842, S. 297 (Textarchiv – Internet Archive).
  3. J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Band 2. Verlag Heinrichshofen, 1842, S. 292–293 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 192 ff. (landkreis-stendal.de [PDF; 6,8 MB; abgerufen am 2. Dezember 2015]).
  5. Amtsblatt des Landkreis Nr. 6/2009, S. 60 (PDF; 246 kB)