Klagenfurt am Wörthersee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Klagenfurt)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Statutarstadt
Klagenfurt am Wörthersee
Wappen Österreichkarte
Wappen von Klagenfurt am Wörthersee
Klagenfurt am Wörthersee (Österreich)
Klagenfurt am Wörthersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen: K
Fläche: 120,12 km²
Koordinaten: 46° 38′ N, 14° 18′ OKoordinaten: 46° 37′ 31″ N, 14° 18′ 25″ O
Höhe: 446 m ü. A.
Einwohner: 101.300 (1. Jän. 2020)
Postleitzahlen: 9020, 9061, 9063, 9065, 9073, 9201
Vorwahl: 0463
Gemeindekennziffer: 2 01 01
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Neuer Platz 1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Website: www.klagenfurt.at
Politik
Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(45 Mitglieder)
15
7
4
3
11
5
15 11 
Insgesamt 45 Sitze
Lage von Klagenfurt am Wörthersee
Bezirk FeldkirchenBezirk HermagorKlagenfurt am WörtherseeBezirk Klagenfurt-LandBezirk Sankt Veit an der GlanBezirk Spittal an der DrauVillachBezirk Villach-LandBezirk VölkermarktBezirk WolfsbergLage des Bezirks Klagenfurt am Wörthersee im Bundesland Kärnten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick über die Innere Stadt mit dem Landhaus im Vordergrund
Blick über die Innere Stadt mit dem Landhaus im Vordergrund
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Klagenfurt am Wörthersee (amtlicher Name; bis ins Jahr 2008 und weiter kurz auch nur Klagenfurt geschrieben, slowenisch Celovec ob Vrbskem jezeru) ist eine Großstadt im Süden Österreichs sowie die Landeshauptstadt des österreichischen Bundeslandes Kärnten. Im lokalen bairisch-österreichischen Dialekt wird ihr Name Klognfuart ausgesprochen und auf Italienisch lautet er Glanforte. Mit 102.138 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021[1]) ist sie die größte Stadt Kärntens und die sechstgrößte Stadt Österreichs. Das Stadtgebiet liegt im Zentrum des Klagenfurter Beckens und hat derzeit eine Fläche von 120 km².

Klagenfurt wurde 1192/1199 erstmals urkundlich erwähnt und war bis zur Schenkung der Stadt durch Maximilian I. an die Kärntner Landstände im Jahr 1518 ein weitgehend unbedeutender Marktflecken. Diese Schenkung und die darauf folgende protestantische Reformationsbewegung des 16. Jahrhunderts bedeuteten für die Stadt einen steilen Aufstieg: Klagenfurt wurde zur Hauptstadt Kärntens, und zahlreiche noch heute bedeutende Bauwerke wie das Landhaus und der Dom wurden errichtet.

Heute ist die Statutarstadt Klagenfurt Sitz u. a. der Kärntner Landesregierung, der Bezirkshauptmannschaft Klagenfurt-Land, der Diözese Gurk, der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik, eines internationalen Flughafens und ein Standort der Fachhochschule Kärnten sowie zahlreicher weiterer Unternehmen und Institutionen, auch jener der Kärntner Slowenen. Durch seine attraktive Innenstadt mit Plätzen und Altstadtgebäuden sowie Kulturangeboten und der Nähe zum Wörthersee ist Klagenfurt auch touristisch bedeutsam.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Klagenfurt in Richtung Nordosten (vom Schrottbauer aus)

Klagenfurt liegt auf dem Klagenfurter Feld im Zentrum des Klagenfurter Beckens und erstreckt sich über jeweils rund 15 km in nordsüdlicher und ostwestlicher Richtung. Die Stadt umfasst das gesamte Ostufer des Wörthersees, die Gebiete nördlich davon sind Teil des Feldkirchen-Moosburger Hügellandes und des Glantaler Berglandes. Teile des nördlichen Gemeindebezirks Wölfnitz zählen bereits zum Zollfeld, der Süden von Klagenfurt liegt am Fuß des Sattnitz-Höhenzugs.

Das Stadtzentrum liegt in etwa 450 m Seehöhe; der höchste Punkt innerhalb des Gemeindegebiets ist der Ulrichsberg mit 1022 m ü. A., der tiefste die Gurkerbrücke (420 m) an der Ostgrenze der Stadt.

Jeweils etwa ein Drittel des gut 120 km² großen Gemeindegebiets ist als landwirtschaftliche Fläche (33,4 %) bzw. Wald (32,9 %) ausgewiesen. 19,3 % der Fläche von Klagenfurt wird als Bauland genutzt, 2,2 % sind Gewässer und 1,3 % Gartenanlagen. Die übrigen 10,9 % fallen unter „sonstige Benützungsarten“, wozu unter anderem Verkehrswege, Abbauflächen und Ödland zählen.[2]

Die Adria ist nur etwa 150 Kilometer von Klagenfurt entfernt; Triest ist über die Autobahn in etwa zwei Stunden erreichbar.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gesamte Klagenfurter Becken wurde in der Eiszeit durch den Draugletscher ausgefüllt. Nach dem Abschmelzen der Eismassen bildeten Schwemmkegel der Glan den aus eiszeitlichen Schottern bestehenden Untergrund des heutigen nördlichen Stadtgebiets und des Zollfeldes. Gleichzeitig entstand auch der Wörthersee, der noch vor rund 4000 Jahren bis in das heutige Stadtzentrum reichte, wo sich durch allmähliche Verlandung ein großes Moorgebiet bildete.[3] Die Hügel im Norden der Stadt bestehen vorwiegend aus altkristallinen Glimmerschiefern und paläozoischen Phylliten, Grünschiefern und Kalken, der Sattnitz-Höhenzug südlich von Klagenfurt aus Konglomeraten.[4]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klagenfurt herrscht gemäßigt kontinentales Klima mit relativ großen Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten. Durch die im Klagenfurter Becken vorherrschende Inversionswetterlage ist eine überdurchschnittlich häufige und oft lang anhaltende Dunst- und Nebelbildung für dieses Gebiet typisch. Im Früh- und Mittelherbst handelt es sich hierbei überwiegend um Bodennebel, während im Spätherbst und Winter meist Hochnebel auftreten. Kennzeichnend ist auch eine allgemeine Windarmut. Die im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt kalten Winter können zeitweise vom Föhn durch die südlich liegenden Karawanken gemildert werden.

Die langjährige mittlere Jahrestemperatur (ermittelt in den Jahren 1961 bis 1990) beträgt 7,7 °C. Der Temperaturmittelwert im Jahr 2007 betrug in Klagenfurt 9,7 °C.[2]

Klagenfurt
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
31
 
0
-7
 
 
35
 
4
-5
 
 
50
 
10
-1
 
 
65
 
15
3
 
 
79
 
20
8
 
 
114
 
23
11
 
 
118
 
26
13
 
 
99
 
25
13
 
 
90
 
21
9
 
 
83
 
14
4
 
 
79
 
6
-1
 
 
49
 
1
-5
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [5]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Klagenfurt
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 0,3 4,4 10,3 14,9 20,2 23,4 25,5 25,1 20,6 14,2 5,8 0,8 Ø 13,8
Min. Temperatur (°C) −7,2 −5,4 −1,3 2,8 7,8 11,1 12,9 12,7 9,0 4,3 −1,0 −5,2 Ø 3,4
Temperatur (°C) −4,0 −1,4 3,6 8,3 13,7 16,9 18,8 18,2 13,8 8,2 1,7 −2,7 Ø 8
Niederschlag (mm) 30,9 35,2 50,2 64,5 78,5 113,5 117,6 98,6 89,7 82,9 78,9 48,9 Σ 889,4
Sonnenstunden (h/d) 2,5 4,4 5,1 5,8 6,9 7,3 7,8 7,5 6,0 4,1 2,2 1,8 Ø 5,1
Regentage (d) 5,1 4,9 6,2 8,0 9,6 11,5 10,2 9,4 7,2 7,3 7,1 5,4 Σ 91,9
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
0,3
−7,2
4,4
−5,4
10,3
−1,3
14,9
2,8
20,2
7,8
23,4
11,1
25,5
12,9
25,1
12,7
20,6
9,0
14,2
4,3
5,8
−1,0
0,8
−5,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
30,9
35,2
50,2
64,5
78,5
113,5
117,6
98,6
89,7
82,9
78,9
48,9
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [5]

Klimatabelle für den Zeitraum vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2013, es zeigt sich die Temperaturveränderung nach oben, die Jahresdurchschnittstemperatur ist im Vergleich zur Messperiode vom Jahr 1971 bis zum Jahr 1990 um 1,9 °C auf 9,9 °C gestiegen. Auch gab es seit dem Jahr 2000 elf Jahre mit mehr als 2000 Sonnenstunden. Im Schnitt ist die Sonnenscheindauer auf 5,8 Stunden pro Tag gestiegen

Klagenfurt Flughafen
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
25
 
1
-6
 
 
27
 
5
-5
 
 
53
 
11
-1
 
 
65
 
16
5
 
 
86
 
22
9
 
 
98
 
25
13
 
 
107
 
27
14
 
 
139
 
26
14
 
 
83
 
21
10
 
 
86
 
15
6
 
 
83
 
8
2
 
 
46
 
2
-4
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [6]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Klagenfurt Flughafen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,1 5,1 11,2 16,2 21,5 25,1 27,1 25,9 20,7 14,7 7,8 1,5 Ø 14,9
Min. Temperatur (°C) −5,8 −4,6 −0,6 4,6 9,3 12,8 14,4 14,1 9,8 5,9 1,6 −3,6 Ø 4,9
Temperatur (°C) −2,4 0,2 5,3 10,4 15,4 19,0 20,8 20,0 15,3 10,3 4,7 −1,1 Ø 9,9
Niederschlag (mm) 24,7 26,9 53,0 65,1 86,3 97,8 107,3 139,0 82,9 85,7 83,3 46,4 Σ 898,4
Regentage (d) 6,6 6,4 8,0 11,8 12,9 14,0 13,8 14,2 10,2 10,4 11,1 8,7 Σ 128,1
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,1
−5,8
5,1
−4,6
11,2
−0,6
16,2
4,6
21,5
9,3
25,1
12,8
27,1
14,4
25,9
14,1
20,7
9,8
14,7
5,9
7,8
1,6
1,5
−3,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
24,7
26,9
53,0
65,1
86,3
97,8
107,3
139,0
82,9
85,7
83,3
46,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [6]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Lendhafen aus verläuft der Lendkanal bis zum Wörthersee

Im Norden des Stadtgebiets durchfließt die Glan Klagenfurt in west-östlicher Richtung, im Osten streift die Gurk den Stadtbezirk Hörtendorf, kurz bevor sie in Ebenthal die Glan aufnimmt. In der Innenstadt gibt es zwei im 16. Jahrhundert künstlich angelegte Kanäle: den Lendkanal, der heute noch das Zentrum mit dem Wörthersee verbindet, sowie den Feuerbach, der mittlerweile fast vollständig im unterirdischen Kanalisationssystem der Stadt aufgegangen ist. Durch die südlichen Bezirke fließend, entwässert die 8,8 km lange Glanfurt (im Volksmund „Sattnitz“) den Wörthersee in die Glan. Weitere, kleinere Fließgewässer sind der Kerbach, die Raba sowie Struga-, Wölfnitz- und Viktringer Bach.

Das gesamte Ostufer des Wörthersees gehört zum Stadtgebiet Klagenfurts, das den Namen des Sees seit Mitte 2007 im eigenen Namen führt. Außerdem gibt es in Klagenfurt eine ganze Reihe von Teichen. Die Hallegger Teiche, die in einem Naturschutzgebiet unterhalb des Schlosses Halleg liegen, zählen darunter zu den größten.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung Klagenfurts

Klagenfurt ist in 15 Gemeindebezirke unterteilt. Bis zum Jahr 1848 umfasste das Stadtgebiet lediglich die heutige Innere Stadt, mit der Bildung von politischen Gemeinden in Österreich kamen im Jahr 1850 zunächst die unmittelbar angrenzenden vier Vorstädte (St. Veiter, Völkermarkter, Viktringer und Villacher Vorstadt) zu Klagenfurt. Abgesehen von einer kleineren Stadterweiterung im Jahr 1893 erreichte Klagenfurt erst im 20. Jahrhundert durch Eingemeindungen von bis dahin selbständigen Gemeinden in den Jahren 1938 (Bezirke IX bis XII) und 1973 (Bezirke XIII bis XV) seinen heutigen Umfang.

Die vier Bezirke der Inneren Stadt bilden grob ein Quadrat aus Quadraten, die links oben (im Nordwesteck) beginnend im Uhrzeigersinn durchnummeriert sind. Die nächsten vier Bezirke (5–8) umschließen das Quadrat etwa kreisförmig, die Nummerierung startet oben, im Norden und geht rechtsherum. Analoges gilt für die flächenmäßig größeren Bezirke 9 bis 12, die wiederum einen Gürtel aus Sektoren in den Haupthimmelsrichtungen bilden. Die drei äußersten und jüngsten Bezirke sind wie alle Zonen rechtsherum nummeriert, stehen allerdings diskret flügelartig ab, sind also nicht untereinander verbunden; die Zählung beginnt nun im Süd(südwest)en mit 13, läuft über 14 im Nordwesten zum relativ kleinen 15. Bezirk im Osten.

Gemeindebezirke mit Einwohnerzahlen

Stand 1. Jänner 2020[7]

I–IV Innere Stadt 2627
V St. Veiter Vorstadt 3903
VI Völkermarkter Vorstadt 4828
VII Viktringer Vorstadt 3365
VIII Villacher Vorstadt 8362
IX Annabichl 11.300
X St. Peter 20.569
XI St. Ruprecht 7308
XII St. Martin 21.510
XIII Viktring 9515
XIV Wölfnitz 5459
XV Hörtendorf 2554

Innerhalb der Bezirke sind die 25 Katastralgemeinden nächstniedrigere Verwaltungseinheit (mit den nicht-amtlichen slowenischen Bezeichnungen in Klammern):

Klagenfurt, Blasendorf (Blažnja vas), Ehrenthal, Goritschitzen (Goričica), Großbuch, Großponfeld, Gurlitsch I, Hallegg (Helek), Hörtendorf (Trdnja vas), Kleinbuch, Lendorf (Dhovše), Marolla, Nagra, Neudorf (Nova vas), St. Martin bei Klagenfurt, St. Peter am Karlsberg, St. Peter bei Ebenthal, St. Peter bei Tentschach, St. Ruprecht bei Klagenfurt, Stein (Zakamen), Tentschach, Viktring (Vetrinj), Waidmannsdorf (Otoče), Waltendorf (Vapoča vas), Welzenegg

(Gurlitsch II ist eine Katastralgemeinde in der angrenzenden Gemeinde Krumpendorf.)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensherkunft und Gründungssage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologisch hat der Name Klagenfurt einen romanischen Ursprung und ist über Vermittlung des Slowenischen ins Deutsche gelangt. Heinz-Dieter Pohl hat die Bildung des slowenischen Namens Celovec für Klagenfurt, urkundlich erstmals im Jahr 1615 als V Zelovzi belegt, sprachwissenschaftlich rekonstruiert. Ausgangspunkt dafür war ein romanisches l’aquiliu mit der Bedeutung „Platz am Wasser“ – gemeint war aber nicht der Wörthersee, sondern der Fluss Glan. Die romanische Ausgangsform wurde zunächst zu la quiliu umgeformt und ohne Artikel ins Slawische übernommen. Den Lautgesetzen entsprechend ist daraus cvilj- geworden. Dieses ist mit der bei Flur- und Ortsnamen häufigen Endung -ovec erweitert worden, wodurch Cviljovec entstand. Das ähnlich klingende slowenische Wort cvilja bedeutete so viel wie ‚Wehklage‘. Im Slowenischen wurde der Name Cviljovec volksetymologisch zum „Ort der Klagen“ umgedeutet, was sich im Deutschen in der Lehnübersetzung Klagenfurt niederschlägt.[8][9][10][11] Nicht zutreffend sind demnach andere Herleitungen, etwa jene von Eberhard Kranzmayer vertretene von einer Klagefrau cvilja (= Klage), einer der sagenhaften slawischen Furt- und Wasserfrauen, die an Bächen und Quellen ihre Wäsche waschen und Todesfälle beklagen,[12] oder von der Glan, wonach ein Glanfurt der Ursprung des Namens wäre. Dabei wird übersehen, dass es einen Fluss namens Glanfurt tatsächlich gibt, welcher allerdings bis ins 16. Jahrhundert Lanquart hieß und heute auch Sattnitz (slowenisch: früher: Lank(a)rt, heute: Sotnica, oder gelehrt: Jezernica = Seebach) genannt wird. Er ist der Abfluss des Wörthersees.

Eine noch ältere Herleitung, die aus der Zeit des Humanismus stammt, nennt den lateinischen Namen der römischen Stadt Claudiforum oder Forum Claudii als ursprüngliche Bezeichnung und beruft sich auf römische Quellen. Daraus soll sich der Name Klagenfurt entwickelt haben.[13] Tatsächlich existierte eine römische Stadt, Virunum, eine Gründung des Kaiser Claudius, nördlich des heutigen Stadtgebiets. Heute ist klar, dass es sich bei Forum Claudii um eine alternative Bezeichnung Virunums handelte und sich keine römische Stadt auf dem Gebiet des heutigen Klagenfurts befand.

Lindwurmbrunnen: Darstellung der Gründungssage

Die Gründungssage von Klagenfurt berichtet von einem Drachen, der in einem Sumpf haust und sich von Menschen aus den umliegenden Ortschaften ernährte, die sich ihm näherten. Das Ungeheuer konnte erst durch eine List getötet werden: Man errichtete einen Turm, an dessen Spitze man einen Ochsen als Köder ankettete, wobei die Kette auch mit einem großen Haken versehen war. Als der Drache aus seinem Sumpf kam, um den Ochsen zu fressen, verfing er sich an der Kette und konnte daraufhin erschlagen werden.[14] Diese Sage findet im Stadtwappen von Klagenfurt ihren heraldischen und im Lindwurmbrunnen ihren künstlerischen Niederschlag.

Frühe Ansiedlungen im heutigen Stadtgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Rodungs- und Siedlungsspuren im heutigen Stadtgebiet sind für die Zeit zwischen den Jahren 4000 und 2000 v. Chr. durch Funde in Lendorf, Waidmannsdorf und Viktring belegt. Spuren von Ansiedlungen finden sich aus der Bronzezeit (Einbaum-Funde im Moor am Fuß der Sattnitz) sowie der Urnenfelderkultur und der Hallstattzeit (Wölfnitz und Waidmannsdorf). Als Siedlungsräume kamen für lange Zeit nur Gebiete in Betracht, die die moorige Landschaft, in der sich die heutige Innenstadt befindet, überragten. Dafür boten sich vor allem die Hügel im Norden des heutigen Stadtgebiets an.[15]

Antike und frühes Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Antike sind keine bedeutenden Ansiedlungen im Gebiet des heutigen Klagenfurt belegt. Das Herrschaftszentrum für diese Region sowohl zur Zeit des keltischen Noricums als auch für die Zeit der römischen Besatzung, die ab 45 v. Chr. bis ins 6. Jahrhundert (Virunum) belegt ist, befand sich auf dem nördlich des heutigen Klagenfurts gelegenen Zollfeld. Dennoch entstanden auch hier vereinzelt römische Ansiedlungen, so wurden zum Beispiel auf dem Spitalsberg Reste einer Villa sowie Gräber aus der Römerzeit gefunden.

Anders als bei vielen Ortschaften Kärntens, bei denen sich Belege über die Einwanderung von Slawen in das Gebiet des heutigen Kärnten, die ab dem Ende der Völkerwanderung stattfand, sich auch anhand von Ortsnamen nachweisen lassen, sind bezogen auf Klagenfurt kaum Belege diesbezüglich vorhanden. Dennoch wird angenommen, dass das heutige Stadtgebiet mit der um das Jahr 828 errichteten karolingisch-fränkischen Pfalz Karnburg (Civitas Carantana) in Verbindung stand.[16] Im Zuge der Christianisierung Kärntens waren die Kirchengründungen von Maria Saal im Zollfeld durch das Bistum Salzburg sowie von Maria Wörth bedeutend, jedoch sind für das am Ostufer des Wörthersees für diese Zeit keine Gründungen nachweisbar.

Nachdem Kärnten im Jahr 976 zu einem Herzogtum innerhalb des Heiligen Römischen Reichs erhoben worden war, kam es im 11. Jahrhundert zu zahlreichen Klostergründungen. Doch erst in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde Klagenfurt bedeutend: Die Spanheimer, die schon seit Mitte des 11. Jahrhunderts in Kärnten begütert waren und zwischen den Jahren 1122 und 1279 die Kärntner Herzoge stellten, hatten nach und nach Teile des heutigen Stadtgebiets erworben. Graf Bernhard gründete im Jahr 1142 das Zisterzienserstift Viktring und veranlasste die Besiedlung in dessen Umgebung.

Stadtgründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal des Stadtgründers Bernhard von Spanheim

Die Kärntner Herzöge Hermann († 1181) und Bernhard von Spanheim († 1256) gelten als die Gründer von Klagenfurt. Hermann wird als Begründer des am Südrand des Zollfeldes im Gebiet des heutigen Spitalsbergs angelegten Marktes Klagenfurt angesehen. Diese Siedlung wird zwischen Juni 1192 und März 1199 erstmals urkundlich erwähnt, als dem Kloster St. Paul die Mautfreiheit „in foro Chlagenuurt“ gewährt wurde. Der neu gegründete Ort lag aber im Überschwemmungsgebiet der Glan und wurde immer wieder überflutet. Dies nahm Bernhard von Spanheim zum Anlass, im Jahr 1246 die Siedlung auf überschwemmungssicherem Gebiet neu zu gründen. Klagenfurt entstand im Gebiet um den heutigen Alten Platz neu und erhielt im Jahr 1252 das Stadtrecht.

Zum Schutz der Stadt wurde eine Burg (im Jahr 1268 erstmals urkundlich erwähnt) und eine sechs Meter hohe Stadtmauer errichtet, vor der ein vier Meter tiefer und zehn Meter breiter Graben ausgehoben wurde. Die Burg stand vermutlich an der Stelle des heutigen Landhauses, sie wurde von Ministerialen, die als Burghüter („castellanus de Chlagenfurt“) bezeichnet wurden, verwaltet. Der erste urkundlich genannte Priester in Klagenfurt (Dominus Friedericus, 1255) war noch Vikar von Maria Saal. Die erste Klagenfurter Kirche war wahrscheinlich die heutige Pfarrkirche Klagenfurt-St. Egid, die im 14. Jahrhundert das Patrozinium des hl. Egidius annahm (urk. 1347); außerhalb der Stadtmauern entstand die Heiligengeistkirche mit Friedhof und Spital (urk. 1355 bzw. 1381).

Klagenfurt hatte im Vergleich zu anderen Städten in Kärnten nur eine geringe Einwohnerzahl und blieb noch bis ins 16. Jahrhundert im Schatten der Hauptstadt St. Veit und des Handelszentrums Villach.

Schenkung Klagenfurts an die Landstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian I. schenkt den Landständen die Stadt Klagenfurt. Fresko von Josef Ferdinand Fromiller, 1740

Anfang des 16. Jahrhunderts spielte Kärnten innerhalb der Innerösterreichischen Länder nur eine Nebenrolle, denn über weite Strecken war nicht einmal das Amt des Landeshauptmannes besetzt. Der römisch-deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. war nach Aussterben der Görzer im Jahr 1500 an deren umfangreiches Erbe gekommen. Den Kärntner Landständen verhalf die Abwesenheit eines Landesherren einerseits zu einer stärkeren politischen Position, andererseits hatten sie zu dieser Zeit mit Bauernaufständen zu kämpfen, die im Jahr 1515 erneut im Land aufflammten und während deren sich die Landeshauptstadt St. Veit als wenig verlässlich erwies.

Im Jahr 1514 war Klagenfurt durch einen Brand fast völlig zerstört worden. Die Landstände ersuchten den Kaiser, der nun auch Landesfürst geworden war, ihnen die Stadt zu überlassen, um sie zu einem Bollwerk gegen Feinde von innen und außen auszubauen. Maximilian kam diesem Wunsch nach, im „Gabbrief“ vom 24. April 1518 schenkte er den Ständen die Stadt samt Burg und Bürgerschaft bei gleichzeitiger Aufhebung aller bürgerlichen Privilegien.

Die Landstände bauten die Stadt wieder auf und beauftragten Domenico dell’Allio mit der Planung einer Stadtbefestigung. Die Finanzierung dieses Unterfangens wurde durch die Verpachtung der landesfürstlichen Münzstätte im Jahr 1529 seitens Ferdinand I. und deren Verlegung von St. Veit nach Klagenfurt bald darauf erheblich gefördert.[17] Bereits zuvor war im Jahr 1527 mit dem Lendkanal eine künstliche Wasserstraße vom Wörthersee bis zur Stadt geschaffen worden, der dem Gütertransport, der Flutung des Wassergrabens und als Löschwasserreservoir diente. Ein zweiter, sehr viel kleinerer Kanal, der sogenannte Feuerbach, brachte Glanwasser in die Stadt, das dort in zwei offenen Gerinnen zur Verfügung stand und auch dem Abtransport von Abfällen diente. Die vorherige „Galgentratte“ wurde als „Neuer Platz“ zum neuen Stadtmittelpunkt. Die Straßen um ihn wurden schachbrettartig angelegt. Wichtige Repräsentationsbauten wie das Landhaus (ab 1574) und der als protestantische Kirche erbaute heutige Dom (ab 1581) wurden errichtet. Im Jahr 1587 baten Richter und Rat aufgrund der stets zunehmenden Aufgaben der Stadtverwaltung die Landstände um die Bestellung eines Bürgermeisters. In der Folge wurde Christoph Windisch (* ? – † 1597) zum ersten Bürgermeister der ständischen Stadt Klagenfurt bestellt.[18][19][20] Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war Klagenfurt zur modernsten und stärksten Festungsstadt der Region angewachsen.

Burgfriedstein beim Sattnitzbauern an der Quellenstraße

Zum Einflussbereich der Stadt zählten außerhalb der Stadtbefestigung ausgedehnte Fluren des Hinterlandes und kleinere Ortschaften. Sie bildeten den Klagenfurter Burgfried, der vom Stadtrichter verwaltet wurde. Er reichte von St. Primus im Norden bis zur Sumpflandschaft der Glanfurt im Süden und von der Glan im Osten bis zur Ortschaft Waidmannsdorf im Westen der Stadt. In diesem Bereich entstand kein einziges Schloss, die Adelssitze dieser Art lagen alle außerhalb der Burgfriedgrenzen.[21]

Reformation und Gegenreformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hatten sich große Teile des Volkes sowie nahezu alle Kärntner Landstände der lutherischen Reformationsbewegung angeschlossen, in Klagenfurt kann bereits ab den 1570er Jahren von einer durchgehend protestantischen Bevölkerung gesprochen werden.[22] Sowohl in St. Egid als auch in der Heiliggeistkirche wurde die neue Lehre verkündet, und auch die neuerrichtete Dreifaltigkeitskirche, der spätere katholische Dom, wurde nach seiner Fertigstellung als evangelische Kirche genutzt. Standen die katholischen Habsburger als Landesherren dieser Entwicklung zunächst nahezu machtlos gegenüber, setzten sie ab etwa dem Jahr 1580 zunächst zaghaft, nach dem Regierungsantritt Erzherzog Ferdinands im Jahr 1595 gemeinsam mit der katholischen Kirche dann mit aller Gewalt die Gegenreformation durch. Die Bürger wurden vor die Wahl gestellt, zum Katholizismus zurückzukehren oder das Land zu verlassen, Bücher wurden verbrannt und die evangelischen Kirchen vorübergehend geschlossen.

Stadtansicht von Westen, 1649

Die Dreifaltigkeitskirche, die im November Jahr 1600 geschlossen wurde, wurde den Jesuiten übereignet und von diesen im April 1604 wiedereröffnet und den Heiligen Petrus und Paulus geweiht. Vor allem die Jesuiten, aber auch andere im Zug der Gegenreformation angesiedelte Orden prägten nun sowohl die geistige und kulturelle Weiterentwicklung als auch mit zahlreichen neuen Kirchen- und Klosterbauten (Marienkirche mit Franziskanerkloster 1617, Kapuzinerkirche und -kloster 1646, Neugestaltung von St. Egid und St. Peter und Paul usw.) das Gesicht der Stadt.[23]

Nach der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurde Klagenfurt 1787/93 Sitz des Gurker Domkapitels.

Ende der Ständeherrschaft, Franzosenkriege und Märzrevolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landstände hatten bereits mit der Verwaltungsreform Maria Theresias an Macht verloren. Seit dem Jahr 1748 unterstand die Stadtverwaltung nicht mehr den ständischen Verordneten und dem Burggrafen. An ihre Stelle waren staatliche Behörden getreten. Das Land Kärnten wurde in drei Kreise eingeteilt und die „Burg“ war nunmehr Sitz eines Kreisamtes. Im Jahr 1782 verlor Klagenfurt seine Stellung als Landeshauptstadt, nachdem Joseph II. ganz Kärnten administrativ dem Gubernium Graz unterstellt hatte.

Die quadratische, planmäßige Anlage des alten Stadtkerns, hier auf einer Karte von ca. 1735 noch mit den 1809 geschleiften Stadtmauern und Stadttoren, ist auch auf heutigen Plänen noch gut zu erkennen.

Im Zuge der Napoleonischen Kriege war Klagenfurt im Jahr 1797 sowie in den Jahren 1805 und 1809/1810 von französischen Truppen besetzt. Vor ihrem Abzug sprengten die württembergischen Sappeure Napoleons die Stadtmauern. Als einziges der Stadttore blieb das Völkermarkter Tor erhalten, das jedoch im Jahr 1867 dem Straßenausbau weichen musste. An Stelle der gesprengten Stadttore wurden massive Dammbrücken errichtet. Heute ist nur noch ein kleiner Rest des Befestigungswalls und des Stadtgrabens erhalten. Die Lage der Stadtmauern ist jedoch am heutigen „Ring“ um die Innenstadt noch gut zu erkennen.

Auch wenn es im Land während der Kriege nur vereinzelt zu Kriegshandlungen gekommen war, bedeuteten diese Zeit und die Jahre darauf einen wirtschaftlichen Niedergang. Aus städtebaulicher Sicht eröffnete die Schleifung der Befestigung jedoch auch neue Perspektiven. Ein Stadtplan aus dem Jahr 1827 zeigt bereits das Zusammenwachsen der Innenstadt mit ihren vier Vorstädten, der St. Veiter-, der Völkermarkter-, der Villacher und der Viktringer Vorstadt. Neben der Viertelbildung war Klagenfurt auch hinsichtlich seiner sozialen Struktur, seiner Kultur und aufgrund der Beziehung zum Umland in der vorindustriellen Zeit eine vitale Stadt.

Auf der politischen Bühne war Klagenfurt und das nun zweigeteilte Kärnten während der Ära Metternich wenig bedeutend. Das sollte sich erst nach dem Revolutionsjahr 1848 wieder ändern, da Kärnten wieder ein selbständiges Kronland mit Sitz eines Landtags und einer Landesregierung in Klagenfurt wurde. Nachdem Klagenfurt im Jahr 1850 eine Stadt mit eigenem Statut geworden war, kam es nach mehr als 300 Jahren zur zweiten Stadterweiterung im Rahmen der allgemeinen Umstrukturierung des Staates und des Landes und der damit verbundenen Schaffung der Ortsgemeinden als kleinste Selbstverwaltungskörper.

Die erhoffte Vereinigung Klagenfurts mit zahlreichen umliegenden Ortschaften blieb allerdings zunächst aus, die Nachbarn sahen darin keinen Vorteil und zogen den Status als selbständige Landgemeinde vor. Die neue Stadtgemeinde umfasste schließlich außer der inneren Stadt lediglich ihre vier Vorstädte mit Einschluss der „Landortschaft Spitalmühle“. Nicht einmal der ganze Burgfriede war zu Klagenfurt gekommen: Selbst der Kreuzberglbereich des „Wölfnitzbergs“ blieb in der Katastralgemeinde St. Martin und wurde ein Teil der neuen Ortsgemeinde St. Martin bei Klagenfurt. Der erste Klagenfurter Gemeinderat entschied sich im Jahr 1850 für den 51-jährigen Advokaten Andreas Koller, dem eben erst das Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens verliehen worden war, als Stadtoberhaupt.

Technisches Zeitalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1863 wurde Klagenfurt an das Eisenbahnnetz der Südbahn angeschlossen, durch die daraus erwachsenden wirtschaftlichen Impulse stieg Klagenfurt zum Zentrum Kärntens auf. Die veraltete, schadhafte Wasserleitung, gespeist vom Feuerbach und den Sattnitzquellen, wurde von der Stadt übernommen und verbessert. Im Jahr 1864 wurde von Ferdinand Jergitsch die erste Freiwillige Feuerwehr Kärntens gegründet, eine Musterorganisation für zahlreiche Städte in der k.u.k. Monarchie. Die Stadtgräben wurden zum Teil zugeschüttet und überbaut, die landwirtschaftlich nutzbare Fläche durch Entwässerung erweitert und die Stadt unter Einbeziehung der ehemaligen Vorstädte und von Umgebungsgemeinden zunächst nach Osten, später nach Westen in Richtung Wörthersee vergrößert. Im Zuge der regen Bautätigkeit entstanden die evangelische Johanneskirche (1863–1866), das Kärntner Landesmuseum (1884), die großen Schulgebäude (Hasner-, Benediktiner- und Westschule, Realschule, Gewerbeschule, Ackerbauschule „Kucherhof“), das Landeskrankenhaus (1895) und das neue „Jubiläumsstadttheater“ (1910). Dokumentiert wurde der wirtschaftliche Aufstieg auch durch die erste Kärntner Landesausstellung im Jahr 1885, auf der 1329 ausstellende Firmen rund 100.000 Besuchern ihre Leistungen präsentierten. Damit wurde der Grundstein für die heutige Klagenfurter Messe gelegt.[24]

Die Stadtverwaltung lehnte hingegen noch im Jahr 1896 die Elektrifizierung der Stadt sowie die Einrichtung einer Bahndirektion in Klagenfurt ab. Erst nach langen Verhandlungen wurde die Basis für ein Stromnetz gelegt. Im Jahr 1903 erhielten die Straßen der Stadt eine elektrische Beleuchtung anstelle des Gasglühlichts, das bisher diese beleuchtete. Die im Jahr 1891 eingerichtete Pferdebahn wurde ab dem Jahr 1911 durch die elektrische Klagenfurter Straßenbahn ersetzt. Die Bahndirektion hingegen hatte sich mittlerweile in Villach niedergelassen, wodurch der westliche Nachbar zu einer „Eisenbahnstadt“ wurde.

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für Klagenfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erste Weltkrieg unterbrach den Aufstieg der Stadt. Nach dem Kriegseintritt Italiens im Jahr 1915 lag Klagenfurt zwar nicht unmittelbar an der Front des Gebirgskrieges und blieb so vom unmittelbaren Kriegsgeschehen verschont, wurde jedoch anschließend durch zurückkehrende Soldaten überflutet. 2214 Klagenfurter starben als Soldaten während des Krieges. Zudem beanspruchte der nach Kriegsende entstandene SHS-Staat unter Berufung auf die slowenische Bevölkerung Teile Südkärntens sowie der Untersteiermark. Seine Truppen überschritten die Demarkationslinie und besetzten am 6. Juni 1919 auch Klagenfurt. Die Kärntner Landesregierung war aus Sicherheitsgründen kurz zuvor vorübergehend nach Spittal an der Drau und später nach St. Veit an der Glan verlegt worden. Bereits Ende Juli des Jahres mussten die Truppen wieder abziehen, nachdem auf der Pariser Friedenskonferenz eine Volksabstimmung über den Verbleib der umstrittenen Gebiete verfügt worden war. Das Plebiszit vom 10. Oktober 1920 ergab schließlich eine deutliche Mehrheit für Kärnten und die Republik Österreich.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges – Inflation und hohe Arbeitslosigkeit – bremsten zunächst die Weiterentwicklung der Stadt, die zeitweise selbst die Löhne ihrer Bediensteten nicht auszahlen konnte.

Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde Klagenfurt am 12. März 1938 Hauptstadt des Gaues Kärnten (ab 1. März 1939 Reichsgau). Ab 1. Oktober 1938 wurden auch Osttirol und ab 17. April 1941 das im Jahr 1918 an Jugoslawien gefallene Mießtal sowie Teile Oberkrains von Klagenfurt aus verwaltet. Unter dem nationalsozialistischen Bürgermeister Friedrich von Franz wurden alle bisher veröffentlichten Zeitungen eingestellt und durch den Kärntner Grenzruf ersetzt. Der Neue Platz wurde in Adolf-Hitler-Platz unbenannt. Außerdem erhielten zahlreiche weitere Plätze und Straßen der Stadt die Namen von NS-Größen.

Die junge, kleine jüdische Gemeinde in Klagenfurt (1934: 269 Glaubensjuden) wurde in dieser Zeit fast völlig ausgelöscht. In der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 verwüsteten Bürger Klagenfurts das Bethaus in der Platzgasse (das später in einem Bombenangriff gänzlich zerstört wurde), demolierten jüdische Wohnungen und schändeten den Jüdischen Friedhof in St. Ruprecht. Die Bankkonten der in Kärnten befindlichen Juden wurden gesperrt, das Geld soll jedoch in Zusammenarbeit mit der Kultusgemeinde für die Deckung der Reisekosten der auswandernden Juden verwendet worden sein. Von allen aus Kärnten ausgewiesenen oder „freiwillig“ ausgewanderten Juden fanden 45 sicher, wahrscheinlich aber mehr den Tod. Die in Klagenfurt verbliebenen Juden wurden später zumeist verhaftet und in Konzentrationslager deportiert, nur wenige konnten sich nach dem Jahr 1939 noch retten. Im Jahr 1951 lebten in Klagenfurt nur mehr neun Bürger jüdischen Glaubens.

Am 15. Oktober 1938 wurden die bis dahin eigenständige Gemeinde Sankt Ruprecht und die Orte Sankt Peter, Annabichl und Sankt Martin sowie Teile der Gemeinden Krumpendorf, Lendorf, Hörtendorf, Viktring und Maria Wörth eingemeindet. Damit wuchs das Stadtgebiet von 618 Hektar auf 5613 Hektar (etwa das Neunfache) und die Einwohnerzahl stieg von 30.000 auf über 50.000.

Im Stadtteil Lendorf errichteten Häftlinge des KZ Mauthausen eine Kaserne und eine Junkerschule für die Waffen-SS. Das KZ-Nebenlager Klagenfurt-Lendorf befand sich im Hof der heutigen Khevenhüller-Kaserne.

Nachdem es bereits im September 1943 einen kleineren Angriff der 9. US-Luftflotte auf den Flughafen Klagenfurt gegeben hatte, fielen am Sonntag, dem 16. Jänner 1944, um 11:41 Uhr, die ersten Bomben auf verbautes Stadtgebiet. Hauptangriffsziele waren das Gebiet um den Hauptbahnhof und die Tabakfabrik in der Kempfstraße, wohin ein Teil der deutschen Flugzeugproduktion von Wiener Neustadt nach Klagenfurt verlegt worden war. In drei Angriffswellen warfen 90 Bomber um die 1200 Sprengbomben über der Stadt ab. 234 Tote, 73 Schwerverletzte und rund 1800 Obdachlose waren zu beklagen. Auf diesen Angriff folgten bis 26. April 1945 noch 48 weitere, davon 12 Großangriffe, bei welchen insgesamt 2000 Tonnen an Bomben abgeworfen wurden. Bei Kriegsende waren 3413 Häuser mit 9672 Wohnungen zerstört. 60 Prozent der Klagenfurter Wohnungen wurden vernichtet und 510 Menschen getötet.[25] 1665 Klagenfurter starben als Soldaten während des Krieges.

Nachkriegszeit und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Mai 1945 erreichten britische Truppen wenige Stunden vor den Einheiten der jugoslawischen Streitkräfte und den jugoslawischen Partisanen die Stadt.[26] Die kommunistische Führung Jugoslawiens unter Marschall Tito beanspruchte mit Unterstützung der Sowjetunion Klagenfurt und weite Teile Kärntens für sich,[27] dabei stießen sie jedoch auf den Widerstand seitens der Briten.[28] Die Briten konnten allerdings nicht verhindern, dass auch Bewohner des Bezirks Klagenfurt von jugoslawischen Partisanen verschleppt wurden.[29] Klagenfurt gehörte bis zum Ende der Besatzungszeit in Österreich im Jahr 1955 zur britischen Zone. Der English War Cemetery in der Lilienthalstraße erinnert bis heute daran.

Im Jahr 1947 wurde in Klagenfurt das erste Fernheizkraftwerk Österreichs errichtet, im Jahr 1955 entstand das erste Hochhaus des Landes und im Jahr 1961 wurden die Wiener Gasse gemeinsam mit Kramergasse zur ersten ausgewiesenen Fußgängerzone Österreichs, die bald darauf um den Alten Platz erweitert wurde. Der im Jahr 1862 gegründete Botanische Garten wurde im Jahr 1958 von der Mießtalerstraße zum ehemaligen Steinbruch am Kreuzbergl verlegt. Für kontroverse Diskussionen sorgte in den 1960er Jahren die Schaffung des Domplatzes durch Abriss der im Krieg beschädigten Jesuitenkaserne.

Ein Schwerpunkt der Stadtpolitik in der Nachkriegszeit war der Wiederaufbau und der Ausbau des Schul- und Hochschulwesens. Mit der Einrichtung des Bundesgymnasiums für Slowenen in Klagenfurt wurde im Jahr 1957 eine Verpflichtung Österreichs im Staatsvertrag von 1955 erfüllt. Daneben wurden weitere Bildungszentren mit dem Ziel, mehrere Ausbildungsschwerpunkte für Schüler in Klagenfurt anzubieten, errichtet, darunter das Musikgymnasium in Viktring und das Bundesschulzentrum Mössingerstraße, das eine HTL und ein Gymnasium beherbergt. Im Jahr 1970 wurde die Hochschule für Bildungswissenschaften gegründet, die anschließend in der heutigen Universität Klagenfurt aufging.

Durch die im Zuge der Gemeindereform im Jahr 1973 erfolgte Eingemeindung von vier großflächigen Nachbargemeinden (Viktring, Hörtendorf, Wölfnitz und St. Peter am Bichl mit dem Ulrichsberg) sowie einiger Gebiete von Nachbargemeinden (Ebenthal, Maria Wörth, Poggersdorf, Liebenfels) wurde das Gemeindegebiet nach dem Jahr 1938 nochmals erheblich, um gut das Doppelte, erweitert und erreichte seinen heutigen Umfang von 12.030 ha.

Mosaikwappen zur UEFA Euro 2008

Am 3. Juli 2007 beschloss der Gemeinderat die Umbenennung der Stadt Klagenfurt in Klagenfurt am Wörthersee,[30] dies wurde durch den Kärntner Landtag bestätigt. Dadurch erhoffte man sich eine Steigerung des Marketingwertes der Stadt. Kritische Stimmen hingegen betonten, dass Klagenfurt erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts durch Grundstückskäufe überhaupt am Wörthersee liegt und kulturhistorisch nur wenig mit dem Wörthersee gemeinsam habe.[30]

Für die Fußball-Europameisterschaft 2008 wurde das Wörthersee Stadion zwischen den Jahren 2006 und 2008 neu erbaut, im Stadion fanden drei Vorrundenspiele statt.

Im Jahr 2015 wurde Klagenfurt am Wörthersee der Ehrentitel „Reformationsstadt Europas“ durch die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa verliehen.[31]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungszahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Stichtag 1. Jänner 2020 hatte die Stadt Klagenfurt am Wörthersee 101.300 Einwohner.[32] Am 22. Februar 2016 verzeichnete die Stadt erstmals 100.000 Einwohner.[33] Das Ansinnen der Stadt Klagenfurt, die unmittelbaren Nachbargemeinden Ebenthal in Kärnten und Krumpendorf am Wörthersee einzugemeinden, scheiterten in der Vergangenheit am Widerstand der dort ansässigen Bevölkerung.[34] Durch die von der Stadt Klagenfurt angeregte Eingemeindung zumindest einer der beider Nachbargemeinden wäre nämlich die Einwohnerzahl der Stadt Klagenfurt am Wörthersee bereits wesentlich früher über 100.000 Einwohner gestiegen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt hatte um das Jahr 1400 rund 3000 Bewohner. Nach dem Ausbau der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert waren es um das Jahr 1750 bereits 7500 und um das Jahr 1820 wurde die 10.000-Einwohner-Marke überschritten.[2]

Bei der Bildung von politischen Gemeinden im Jahr 1850 kamen die heutigen Vorstädte zu Klagenfurt, so dass die Stadt bei der Volkszählung im Jahr 1869 bereits über 15.000 Einwohner hatte.

Im 20. Jahrhundert sorgten die Eingemeindungen der Gemeinden Annabichl, St. Peter, St. Ruprecht und St. Martin sowie der Gemeinden Hörtendorf, Viktring, Wölfnitz und St. Peter/Bichl für eine erhebliche Vergrößerung des Stadtgebietes und der Bevölkerungszahl Klagenfurts.

Jahr Anzahl Bemerkungen
1780 9.686 [35]
1830 12.490
1846 10.352
1857 13.712
1869 15.285
1880 18.747 17.119 Deutschsprachige (91,3 %), 629 Slowenen (3,4 %) – (18.322 Katholiken, 310 Protestanten, 94 Juden, 21 Andere)[36]
1890 19.756 18.134 Deutschsprachige (91,8 %), 723 Slowenen (3,7 %) (inkl. Garnison) – (19.132 Katholiken, 488 Protestanten, 115 Juden, 21 Andere)[36]
1900 24.284 inkl. Garnison, 1.671 Slowenen (6,9 %)[37]
1910 28.911 25.591 Deutschsprachige (88,5 %), 1.758 Slowenen (6,1 %), 130 Andere, 1.432 Ausländer[38]
1923 27.423
1934 48.973
1939 53.516 43.917 katholische, 4.334 evangelische, 321 sonstige Christen, 9 Juden[39]
1951 62.782
1961 69.218
1971 82.512 987 Slowenen (1,2 %)
1981 87.321 919 Slowenen (1,1 %)
1991 89.415
2001 90.141 80.610 Deutschsprachige (89,4 %), 2.958 Kroaten (3,3 %), 1.722 Slowenen (1,9 %), 966 Serben (1,1 %)
2011 94.383
2018 100.316

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Bevölkerung Klagenfurts lag im Jahr 2010 bei rund 10 %, etwa ein Drittel davon (32,8 %) waren Bürger der Europäischen Union.[40]

13.795 Bürger Klagenfurts wurden nicht in Österreich geboren. Das entspricht einem Anteil von 14,8 %. Der Großteil der im Ausland geborenen Bürger Klagenfurts stammt aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien (5799 Personen oder 6,2 % der Gesamtbevölkerung), die zweitgrößte Gruppe sind Deutsche (2267 Personen oder 2,4 %).[41]

Laut den Zahlen der Statistik Austria hatten per Stichtag 1. Jänner 2014 von den rund 97.000 Klagenfurtern 12.013 eine nicht-österreichische Staatsbürgerschaft (das entspricht 12,4 % der Klagenfurter Bevölkerung). 16.056 Klagenfurter wurden im Ausland geboren (das entspricht einem Anteil von 16,6 % der Bevölkerung Klagenfurts). Aufgrund der Tatsache, dass die Kategorisierung der Staatsangehörigen nach dem Geburtsland erfolgte, sind in diesen Zahlen Menschen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation (in Österreich geborene Kinder ausländischer Eltern) nicht enthalten.[42]

Bei der Volkszählung im Jahr 2001 gaben 89,4 % der Bevölkerung Deutsch als Umgangssprache an. Zweitgrößte Sprachgruppe war Kroatisch (3,3 %), gefolgt von Slowenisch (1,9 %).[43]

Religionsbekenntnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gut zwei Drittel der Bevölkerung Klagenfurts (2001: 68,8 %)[43] bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben. Das Stadtgebiet von Klagenfurt ist 18 katholischen Pfarren zugeordnet, davon sind 16 im Dekanat Klagenfurt-Stadt zusammengeschlossen, jeweils eine im Dekanat Klagenfurt-Land bzw. Tainach:

  • Pfarre Ebental „Mariahilf“ (zum Großteil im Bezirk Klagenfurt-Land)
  • Pfarre Klagenfurt-Annabichl
  • Dompfarre Klagenfurt-St.Peter und Paul
  • Pfarre Klagenfurt-Don Bosco
  • Stadtpfarre Klagenfurt-St. Egid
  • Pfarre Klagenfurt-St. Hemma
  • Pfarre Klagenfurt-St. Jakob an der Straße
  • Pfarre Klagenfurt-St. Josef-Siebenhügel
  • Pfarre Klagenfurt-St. Martin
  • Pfarre Klagenfurt-St. Modestus
  • Pfarre Klagenfurt-St. Peter
  • Pfarre Klagenfurt-St. Ruprecht
  • Pfarre Klagenfurt-St. Theresia
  • Pfarre Klagenfurt-Welzenegg Herz Jesu
  • Pfarre St. Georgen am Sandhof
  • Pfarre Viktring-Stein
  • Pfarre Wölfnitz
  • Pastoralzentrum für Slowenen Kyrill und Method / Župnija sv. Cirila in Metoda
  • Dekanat Klagenfurt-Land: Pfarre St. Martin am Ponfeld
  • Dekanat Tainach: Pfarre St. Thomas am Zeiselberg (zum Großteil im Bezirk Klagenfurt-Land, umfasst jedoch auch den Klagenfurter Bezirk Hörtendorf mit der Filialkirche St. Margarethen)

Zu den Evangelischen Kirchen A.B. und H.B. bekennen sich 7,5 % der Einwohner. Die beiden evangelischen Pfarrgemeinden Klagenfurts (Johanneskirche und Christuskirche) gehören zur Superintendentur Kärnten und Osttirol mit Sitz in Villach. Außerdem bekennen sich 3,0 % der Bevölkerung zum Islam, 1,5 % zur Orthodoxen Kirche sowie jeweils 0,6 % zu den Zeugen Jehovas und zur Altkatholischen Kirche (St. Markuskirche). Weitere in Klagenfurt ansässige Glaubensgemeinschaften sind die Freie Baptistengemeinde, die Pfingstgemeinde, die Evangelikale Gemeinde, die Freie Evangelikale Gemeinde, die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Neuapostolische Kirche und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.

Gedenktafel an der Stelle des ehemaligen jüdischen Bethauses. Hebräischer Text:
Zum ewigen Gedenken
„Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden“[44]
Hier stand als kleines Heiligtum die Synagoge, die durch die verbrecherischen Nazis böswillig in der furchtbaren Kristallnacht zerstört wurde
im Jahr 1938
Gedenken wir auch der jüdischen Einwohner unserer Stadt, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden – Gott wird sein Blut rächen.

Von der ehemaligen jüdischen Gemeinde (1934: 269 Mitglieder, 1951: 9, 1968: 15) zeugen heute nur noch der kleine israelitische Friedhof in St. Ruprecht sowie eine Gedenktafel in der Platzgasse 3, an deren Stelle sich das ehemalige Bethaus befand, welches bei den Novemberpogromen 1938 verwüstet und später durch Bomben zerstört wurde. Die wenigen heute noch in Klagenfurt lebenden Mitbürger jüdischen Glaubens gehören administrativ zur Kultusgemeinde Graz.

16,1 % der Klagenfurter Bürger sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klagenfurt am Wörthersee

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Das Gebäude des Stadttheaters wurde im Jahr 1908 zum 60. Regierungsjubiläum von Franz Joseph I. von den Architekten Fellner und Helmer grundrissgleich mit jenen in Gießen und Gablonz erbaut und im Jahr 1910 feierlich eröffnet.

Das Stadttheater Klagenfurt hat vor allem unter seinen Direktoren Herbert Wochinz (1968–1992) und Dietmar Pflegerl (1992–2007) an überregionaler Bedeutung gewonnen. Beide Direktoren haben während ihrer jeweiligen Funktionsperioden nicht nur auf die Aufführung vom klassischen Aufführungen gesetzt, sondern haben auch dafür gesorgt, dass am Stadttheater Klagenfurt zahlreiche Ur- und Erstaufführungen stattfanden.

Der „Napoleonstadl“, der früher ein Requisitendepot war, wird in Klagenfurt für die Aufführung von Stücken des sogenannten experimentellen Theaters genutzt. Im „Volxhaus“ und im „Artecielo“-Gebäude führen semi-professionelle Gruppen sogenannte Off-Off-Broadway-Theaterproduktionen auf. Das Klagenfurter Ensemble (Intendant Gerhard Lehner) zeigt im Theater HALLE 11 zeitgenössisches Sprech- und Musiktheater.

In den 2000er und 2010er Jahren hat Klagenfurt mit der Wörtherseebühne, einer Freilichtbühne direkt am Ostufer des Wörthersees, für ein gewisses Aufsehen in den Medien gesorgt. Es handelte sich dabei jedoch nicht nur ausschließlich um Berichte über Aufführungen auf der Seebühne, sondern oft wurde auch von Diskussionen der Politik sowie über wirtschaftliche Fragen hinsichtlich des Betriebs der Seebühne berichtet. Im Jahr 2015 wurde die Seebühne schließlich abgerissen.

Landesmuseum

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Kärntner Landesmuseum „Rudolfinum“ ist das größte Museum der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten. Durch die angeschlossene Landesbibliothek, den wissenschaftlichen Mitarbeitern und den eigenen Verlag stellt es eine wichtige wissenschaftliche Institution dar. Die Ausstellungen des Museums zeigen Sammlungen aus Bereichen der Archäologie, der Kunst, der Geschichte, der Volkskunde, der Botanik, der Zoologie, der Geologie und der Mineralogie. Außerdem wird im Museum eine Sammlung von Musikinstrumenten ausgestellt. Das Landesmuseum wird seit dem Jahr 2017 renoviert und ist daher derzeit geschlossen (Stand Februar 2021). Zum Kärntner Landesmuseum gehören der Botanische Garten und das Bergbaumuseum.
  • Das Bergbaumuseum präsentiert die Geschichte des Kärntner Bergbaus auf einer Ausstellungsfläche von ca. 3000 m². Das im Jahr 1973 eröffnete Museum befindet sich in einem 500 Meter langen Stollen im Kreuzbergl, der im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker gedient hatte. Zu den Exponaten des Museums gehören Mineralien und Edelmetalle sowie eine Münzprägestätte. Das Museum wurde im Jahr 2015 aus Kostengründen geschlossen. Die Frage, ob es wieder eröffnet wird, konnte bisher nicht geklärt werden.[45]
  • Die Stadtgalerie Klagenfurt präsentiert seit ihrer Eröffnung im Jahr 1996 in verschiedenen Ausstellungen Werke der klassischen sowie der modernen Kunst. Ausgestellt wurden bisher unter anderem Werke von Klimt, Schiele, Kokoschka, Morandi, Feininger, Man Ray, Jean-Michel Basquiat, Paul Klee, Daniel Spoerri, Jean Tinguely, Meret Oppenheim und Max Ernst.
  • Das Museum Moderner Kunst Kärnten (vormals „Kärntner Landesgalerie“) zeigt auf einer Ausstellungsfläche von ca. 1000 m² Einzel- und Themenausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Dabei bilden die Sammlungsbestände des Landes Kärnten einen Schwerpunkt. Die Ausstellungen umfassen Werke von regional und international bedeutenden Künstlern des 20. und des 21. Jahrhunderts: Hans Bischoffshausen, Kiki Kogelnik, Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Hans Staudacher und als Vertreter der jüngsten Generation von Künstlern Hans Schabus. Die Burgkapelle kann von jungen Künstlerinnen und Künstlern als Projektraum genutzt werden. Im Arkadengang sind derzeit Objekte und Skulpturen ausgestellt.
  • Thomas Koschat war Komponist und Dichter und gründete die ersten Quintette der Hofoper Wien (auch bekannt als „Koschat-Quintette“), mit denen er internationalen Erfolg hatte. Das sogenannte Koschat-Museum in Klagenfurt soll mit seinen Ausstellungen, die auch ein Archiv mit Fotografien, Manuskripten und Informationen über das Privatleben des Künstlers beinhalten, an diesen erinnern.
  • Das Geburtshaus des Romanciers Robert Musil in Klagenfurt ist heute ein Literaturmuseum mit laufenden Ausstellungen zu seiner Person. Außerdem widmet sich das Museum auch anderen, ebenfalls aus Kärnten stammenden Schriftstellen, und zwar Christine Lavant und Ingeborg Bachmann. Die Ausstellungen beinhalten Dokumentationen, Fotografien und Manuskripte der Künstler. Außerdem ist eine Bibliothek mit Werken dieser drei Schriftsteller dort ausgestellt.
  • Das Diözesanmuseum, das sich früher neben der Domkirche in Klagenfurt befand und sich seit dem Jahr 2014 in Gurk befindet, ist das älteste seiner Art in Österreich. Es zeigt seltene Kostbarkeiten sakraler Kunst aus Kärnten. Der historische Zeitraum der Ausstellungen erstreckt sich vom Mittelalter bis zur Zeit des 18. Jahrhunderts. Zu sehen gibt es Schätze wie zum Beispiel des älteste farbige Glasfenster Österreichs oder die „Magdalenenscheibe“ aus Weitensfeld aus dem Jahr 1170.
  • Der Komponist Gustav Mahler verbrachte etliche Jahre den Sommer mit der Arbeit an seinen Kompositionen an der Ostbucht des Wörther Sees in Maiernigg bei Klagenfurt. Einige seiner berühmtesten Werke entstanden in einem Haus auf einer Waldlichtung über dem Wörthersee. Dieses Gebäude ist mittlerweile als „Gustav-Mahler-Komponierhäuschen“, das als Museum geführt wird, bekannt.
  • Das Landwirtschaftsmuseum Ehrental stellt eine umfangreiche Sammlung alter bäuerlicher Gerätschaften aus. Alljährlich finden diverse Sonderausstellungen statt.
  • Das Eboardmuseum stellt derzeit über 800 elektronische Tasteninstrumente aus. Das Museum wurde im Jahr 1987 von Gert Prix als Keyboardmuseum gegründet und erhielt im Jahr 2003 seinen derzeitigen Namen. Die Instrumente, die im Museum gezeigt werden, sind auf einer Fläche von 500 m² ausgestellt und dürfen auch bespielt werden.
  • Das sogenannte Virtuelle Schulmuseum Klagenfurt
  • Die Museumsbahn Lendcanaltramway, das Stadtverkehrsmuseum sowie das Kinomuseum, das sich am Gelände des ehemaligen ORF-Mittelwellensenders am Lendkanal befindet.
  • Das Planetarium Klagenfurt ist das zweitgrößte Planetarium Österreichs. Es wurde im Jahr 2015 modernisiert und mit einem 8K-Sternenprojektor ausgestattet. Es befindet sich am Lendkanal.[46]
  • Die wissens.wert.welt ist ein sogenanntes modernes Hands-On Museum in Klagenfurt für Interessierte ab einem Alter von sechs Jahren. Inhalte aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Technik und Sozialem werden altersgerecht nach der Methode „hands on, minds on“ vermittelt. Einzigartig an dem „Mitmach-Museum“ ist der sogenannte mobile Part – das „kidsmobil“. Dieses fahrende Hands-On Museum – bislang das einzige dieser Art in Österreich – ist in den Schulen in ganz Kärnten unterwegs. Als eine weitere Besonderheit dieser Einrichtung zu nennen, ist die Zeit, die man sich für die Vermittlung von Kultur gegenüber den Besuchern nimmt, denn die Programme des Museums dauern zwischen drei und vier Stunden und sind entweder mobil (via kidsmobil) oder stationär (im blue cube) buchbar. Im stationären Teil – dem blue cube – befinden sich eine Trickfilmwerkstatt sowie ein Ton- und ein Fernsehstudio. Hier können eigene Ideen der Besucher umgesetzt werden, indem sie kurze Trickfilme, Tonaufnahmen oder Fernsehsendungen selbst gestalten können.[47]

Kinos

  • Carinthia-Kino (ehem., in der Ehrentaler Straße)
  • Cine-City (neu Heidemarie-Hatheyer-Platz 1; an der Völkermarkter Straße)
  • Heide-Lichtspiele (ehem., auf der Heide / Haidach, im Osten von Klagenfurt)
  • Kammerlichtspiele in der Adlergasse (ehem.), jetzt „Jazz Club“
  • Kino im Burghof (wird seit 1975 [mit kurzzeitigen Unterbrechungen] alljährlich im Burghof veranstaltet)
  • Peterhof-Kino (ehem., Ramsauerstraße 7; rechts knapp vor der Einmündung in die Völkermarkter Straße in einem Gastgarten)
  • Prechtl-Kino (ehem., bis 1971, 10.-Oktober-Straße 25; heutiges Hermagoras-Haus)
  • Stadttheater (ehem., in der Zeit des Zweiten Weltkrieges)
  • Volkskino (gegr. 1926; besteht heute noch als sogenanntes Alternativkino; in der St. Ruprechter Straße)
  • Wulfenia-Kino

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmwirtschaft Österreichs ist traditionell stark auf die Stadt Wien fokussiert.

Trotzdem kann auch die Stadt Klagenfurt auf eine lange Tradition als Kulisse und als Produktionsort für zahlreiche Filme und Fernsehserien verweisen. Die Geschichte Klagenfurts als Standort für die Produktion von Filmen und Fernsehserien ist eng verbunden mit der Geschichte der Region Wörthersee als Produktionsort von Serien und von Filmen. An die Geschichte Klagenfurts als Kino- und Filmstadt errinert das Kinomuseum Klagenfurt mit seinen Ausstellungen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakralgebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige kirchliche Bauten in der Stadt Klagenfurt sind der ab dem Jahr 1581 errichtete Klagenfurter Dom, die Kathedralkirche der Diözese Gurk, und die Pfarrkirche Klagenfurt-St. Egid. Zu den ältesten Sakralgebäuden Klagenfurts zählt auch die Heiligengeistkirche am westlichen Rand der Innenstadt. Mit dem Stift Viktring befindet sich auch ein ehemaliges Kloster im heutigen Stadtgebiet. Es wurde im Jahr 1142 durch den Stadtgründer Bernhard von Spanheim gestiftet und im Jahr 1786 aufgelöst. Die ehemaligen Klostergebäude werden heute vom BRG Viktring genutzt, die vormalige Stiftskirche dient heute als Pfarrkirche. Die alten Dorfkirchen der Stadtteile Lendorf und St. Peter am Bichl enthalten romanische Fresken und kostbare karolingische Flechtwerksteine. Nicht nur in der gesamten Fachwelt bekannt sind die zwei Giebelsteine von St. Peter am Bichl mit dem sogenannten dreistreifigen lombardischen Musterornament aus der Zeit von circa 900 A.D.[48]

Neben den zahlreichen katholischen Kirchenbauten gibt es auch zwei evangelische Gotteshäuser, die Johanneskirche am Lendkanal und die Christuskirche im Osten der Stadt.

Profanbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das historisch bedeutendste Profanbauwerk Klagenfurts ist das Landhaus Klagenfurt. Es wurde im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts von den Landständen errichtet und ist heute unter anderem der Sitz des Kärntner Landtags. An den beiden zentralen Plätzen der Stadt, dem Alten Platz und dem Neuen Platz, befinden sich auch das Alte Rathaus sowie der Neue Rathaus der Stadt. Beide Gebäude wurden im 17. Jahrhundert errichtet. Im Jahr 1918 tauschte die Familie Rosenberg das Palais gegen das Alte Rathaus und überließ ihr Palais der Stadtgemeinde Klagenfurt. Das Bischöfliche Palais in der Mariannengasse wurde in den Jahren von 1769 bis 1776 als Residenz für die Erzherzogin Maria Anna, einer Tochter der Kaiserin Maria Theresia von Österreich, erbaut.

Beispiele für neuere moderne Architektur in Klagenfurt ist einerseits das Gebäude, in dem sich zurzeit das Kärntner Landesarchiv befindet, sowie das sogenannte Hypo-Group-Alpe-Adria-Zentrum an der Völkermarkter Straße.

Im heutigen Stadtgebiet Klagenfurts befinden sich auch rund 20 Schlösser. Die vorwiegend in der Blütezeit der Stadt im 16. Jahrhundert von den Landständen und von anderen wohlhabenden Bürgern der Stadt als Herrensitze errichteten Bauten befinden sich alle außerhalb des damaligen Stadtzentrums und sind heute überwiegend im Eigentum von Privatpersonen. Nur wenige der Schlösser sind daher öffentlich zugänglich wie z. B. das am Wörthersee gelegene Schloss Maria-Loretto, das als eines der bekanntesten Schlösser Klagenfurts gilt.

Intakte Burganlagen gibt es in Klagenfurt nicht mehr. In historischen Urkunden wird jedoch von der Existenz von Burgen in Klagenfurt in der Vergangenheit berichtet. So soll es bald nach der Neugründung der Stadt (1246) in den Jahren 1258 und 1268 Kastellane und auch eine Burg in Klagenfurt gegeben haben. Wo sich diese aber befunden haben sollen, darüber ist heute leider nichts mehr bekannt. Eine weitere Burg befand sich wahrscheinlich an der Stelle des heutigen Landhauses, das im Jahr 1574 erbaut wurde. Auch einige Schlösser Klagenfurts wurden an jenen Stellen, an den sich früherer mittelalterlicher Burganlagen befunden haben sollen, errichtet. Im einzigen Gebäude der Stadt, das heute von den Bürgern Klagenfurts „Burg“ genannt wird (siehe Burg [Klagenfurt am Wörthersee]), deren Existenz aber nicht auf eine solche zurückzuführen ist, sondern der Amtssitz des städtischen Burggrafen war, befindet sich heute das Kunstmuseum MMKK.

Das mutmaßlich älteste Haus der Stadt soll das Haus "Zur Goldenen Gans" an der Ecke Alter Platz / Wiener Gasse sein. Dieses Gebäude schenkte Kaiser Friedrich III. im Jahr 1489 der Stadt Klagenfurt. Eine Gedenktafel an der Fassade des Gebäudes weist heute auf dieses Ereignis hin.

Gebäude und Bauwerke im Stil der Wörthersee-Architektur

Außerdem befinden sich in Klagenfurt einige bedeutende Bauwerke, die im Stil der sogenannten Wörthersee-Architektur errichtet wurden:

Haus zur Goldenen Gans, Alter Platz, Klagenfurt (Kärnten)

Denkmäler und Brunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lindwurmbrunnen
Lindwurm / Lindwurmbrunnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der bekanntesten Denkmäler Klagenfurts ist der Lindwurmbrunnen auf dem Neuen Platz. Er ist ein bedeutendes Beispiel für die Kunst des Manierismus in Klagenfurt.

Spanheimer-Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gründer der Stadt, Bernhard von Spanheim, ist das Spanheimer-Denkmal am Arthur-Lemisch-Platz gewidmet.

Dreifaltigkeitssäule / Pestsäule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein weiteres erwähnenswertes Denkmal in der Innenstadt Klagenfurts ist die Dreifaltigkeitssäule am Alten Platz. Sie wurde zum Dank für das Ende einer Pestepidemie errichtet und nach dem Sieg über die Türken vor Wien im Jahr 1683 durch ein Kreuz und einen liegenden Halbmond ergänzt.

Wörthersee-Mandl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein überaus beliebtes Fotomotiv ist das „Wörtherseemandl“ von Heinz Goll in der Fußgängerzone Klagenfurts. Dieses Denkmal nimmt Bezug auf die Entstehungssage des Wörthersees.

Fluder-Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eine Kuriosität kann Klagenfurts letzter erhaltener „Fluder“ (eigentlich eine hölzerne Wasserrinne) im Schillerpark angesehen werden.[49] Mehrere gemauerte Fluder am Feuerbach, der die Altstadt einst offen durchfloss, dienten als öffentliche Waschplätze. Ein letzter, elegant gemauerter Fluder befand sich als Brunnen vor der Druckerei Kleinmayr und wurde bei der Umgestaltung des Gebäudes zum heutigen „Stadthaus“ abgetragen und später im nahen Schillerpark wieder errichtet. Dort floss allerdings nie der Feuerbach.

Weitere Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Lemisch-Denkmal (Artur-Lemisch-Platz)
  • Domenico dell’Allio-Denkmal (10.-Oktober-Straße)
  • Achterjäger-Denkmal (Achterjäger-Park)
  • Georg-Bucher-Denkmal (Achterjäger-Park)
  • Stadtrelief (Domplatz)
  • Verschleppten-Denkmal (Domplatz)
  • Mahnmal der Opfer für ein freies Österreich (Friedhof Annabichl)
  • Zill-Gedenkstein (Zillhöhe)
  • Gebirgsschützen-Denkmal (Park der Freiwilligen Schützen)
  • Hülgerth-Denkmal (Hülgerth-Park)
  • Koschat-Denkmal (Viktinger Ring)
  • Kink-Denkmal (Kreuzbergl, unterh. GH. Schweizerhaus)
  • Rauscher-Gedenkstein (Rauscherpark)
  • Schiller-Denkmal (Schillerpark)
  • Schubert-Denkmal (Schubert-Park)
  • Wilfan-Denkmal (Schubert-Park)
  • 1938-Denkmal (vor der Universität)
  • Wulfen-Denkmal (Völkermarkter Ring; vor dem Europagymnasium)
  • Kudlich-Denkmal (beim Schloss Krastowitz)

Krankenanstalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landeshauptstadt Klagenfurt besaß bis zum Abzug der französischen Truppen im Jahr 1809 Stadtmauern mit Wassergräben in Form eines Quadrats und einer Seitenlänge von etwa einem Kilometer, die die Altstadt umschlossen. Nachdem diese Befestigungsanlagen geschliffen worden sind entstanden an ihrer Stelle die heutigen vier Ringstraßen Klagenfurts mit zahlreichen Parkanlagen, die nach Dichtern und Komponisten benannt wurden. Am Viktringer Ring schuf man zum Beispiel den Koschatpark, benannt nach dem Kärntner Komponisten Thomas Koschat. Zwar sollte ursprünglich der aus dem im Jahr 1900 zugeschütteten Stadtgraben entstandene Park Stadtpark heißen, aber er wurde im Jahr 1905 anlässlich des 100. Todestages von Friedrich Schiller vom Gemeinderat der Stadt Klagenfurt Schillerpark benannt. An der Ecke Villacher Ring zum St. Veiter Ring entstand der Goethepark, benannt nach dem berühmten deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Östlich davon schließt sich, der nach dem berühmten österreichischen Komponisten Franz Schubert benannte, Schubertpark an. Außerdem findet man auch am Völkermarkter Ring im Osten der Stadt Grünanlagen, wie zum Beispiel vor dem Konzerthaus oder dem Bundesgymnasium, wo eine Büste Schillers aus dem Schillerpark aufgestellt wurde. An der Ecke Völkermarkter zum St. Veiter Ring liegt der, nach einem Klagenfurter Schriftsteller benannte Rauscherpark, der nach Umgestaltungsarbeiten im Jahr 2006 in neuem Glanz erstrahlt.

Der Europapark ist mit einer Größe von rund 22 Hektar nicht nur der größte Park Klagenfurts, sondern auch eine der größten Parkanlagen in Österreich. Er befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Ostufer des Wörthersees in einem Dreieck zwischen dem Strandbad Klagenfurt, dem Lendkanal und dem Miniaturenpark Minimundus. Der Name soll die Weltoffenheit der Stadt symbolisieren. Dies soll auch durch die im Park aufgestellten Flaggen der verschiedenen Partnerstädte Klagenfurts aufgezeigt werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum in der Nähe des Europaparks befindlichen Minimundus sind der Reptilienzoo Happ sowie das Planetarium angesiedelt. Außerdem ist das Areal des Europaparks eines der wichtigsten Naherholungsgebiete Klagenfurts.

Der Hülgerth-Park liegt östlich der Sankt-Ruprechter Straße im Stadtteil „Viktringer Vorstadt“ und zeigt eine Büste des Feldmarschallleutnants Ludwig Hülgerth.

Der Maria-Theresia-Park im Stadtteil „Villacher Vorstadt“ liegt zwischen der ehemaligen Waisenhauskaserne und der Herbertstraße. Er wird im Westen von der Lerchenfeldstraße und im Osten von der Deutenhofenstraße begrenzt. Im westlichen Teil des Parks steht ein Denkmal zu Ehren des Infanterie-Regiments „Graf von Khevenhüller Nr. 7“ (1691–1918).

Botanischer Garten am Fuß des Kreuzbergls

Anlässlich des Besuchs von Kaiser Franz Joseph I. im Jahr 1850 in Klagenfurt entstand auf den Gründen des „Wölfnitzberges“ nach den Plänen des Ritters Martin von Kink die Naturparkanlage „Kreuzbergl“ mit großer Festwiese („Spielwiese“), einem Aussichtsturm, der heute als Sternwarte dient, Wanderwegen und Teichen.

Ebenfalls am Kreuzbergl befindet sich der im Jahr 1958 in einem ehemaligen Steinbruch angelegte und vom Kärntner Landesmuseum betreute Botanische Garten.

Letzte Ruhestätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden ersten Friedhöfe der Stadt befanden sich rund um die Stadtpfarrkirche und in der Nähe der Heiligengeistkirche, da auf dem Gebiet des Hl.-Geist-Platzes auch zahlreiche Pestopfer bestattet wurden. Beide Friedhöfe fielen im Laufe der Zeit städtebaulichen Maßnahmen zum Opfer. Auch hinter der Bürgerspitalskirche lag ein Friedhof. Auf diesem Gelände befand sich nach dessen Auflassung zunächst der Botanische Garten Klagenfurts, später das Lapidarium des Landesmuseums von Kärnten. Seit dem Jahr 2007 steht dort ein Verwaltungsgebäude der Kärntner Landesregierung. Ein weiterer ehemaliger Friedhof der Stadt, von dem man heute nichts mehr bemerkt, war östlich des Klagenfurter Domes angelegt.

Zentralfriedhof Annabichl mit dem Grab des Künstlers Switbert Lobisser

Der älteste heute noch bestehende Friedhof Klagenfurts ist jener in St. Ruprecht. An diesen ist unmittelbar der jüdische Friedhof der Stadt angeschlossen. Der größte Friedhof unter den heutigen 15 Friedhöfen der Stadt ist der Zentralfriedhof Annabichl. Es gibt in Klagenfurt neben den sieben von der Stadt verwalteten Friedhöfen, katholische Pfarrfriedhöfe sowie einen sogenannten Kriegsfriedhof aus der britischen Besatzungszeit:

  • Zentralfriedhof Annabichl (Magistrat)
  • Friedhof Emmersdorf (Pfarre Karnburg)
  • Friedhof Großbuch (Pfarre Tigring)
  • Friedhof Hörtendorf (Magistrat)
  • Friedhof Lendorf (Pfarre Lendorf)
  • Friedhof St. Andrä (Magistrat)
  • Friedhof St. Georgen am Sandhof (Magistrat)
  • Friedhof St. Jakob an der Straße (Magistrat)
  • Friedhof St. Martin (Pfarre St. Martin)
  • Friedhof St. Martin am Ponfeld (Pfarre Tigring)
  • Friedhof St. Peter (Magistrat)
  • Friedhof St. Peter am Bichl (Pfarre Zweikirchen)
  • Friedhof St. Ruprecht (Magistrat)
  • Friedhof Stein-Viktring (Magistrat)
  • Commonwealth Kriegsfriedhof (English War Cemetery)
  • Israelitischer Friedhof in St. Ruprecht (Magistrat, Israelitische Kultusgemeinde Graz)

Ehemalige Friedhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrplatz
  • Heiligengeistplatz
  • Östlich der Domkirche
  • Südlich der Bürgerspitalkirche
  • Bei der Schutzengelkirche (nördlich vom St. Veiter Ring)
  • Beim Kloster Harbach

Grüfte (sofern nicht auf Friedhöfen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dom (Bischofsgruft, Domherrengruft)
  • Elisabethinenkirchen
  • Heiligengeistkirche
  • Krastowitz / Kirche St. Ulrich / Gruft der Kaiserstein
  • Seltenheim / Gruft der Windischgrätz
  • Stadtpfarrkirche St. Egid / Julian Green

Friedensforst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kreuzung Sattnitzbauerstraße / Quellenstraße (Urnenbeisetzung unter Bäumen)

Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt ist auch Austragungsort regelmäßig stattfindender, teils auch international bekannter, Veranstaltungen:

  • Jährlich finden in Klagenfurt die Lesungen und Diskussionen im Zuge des international renommierten Ingeborg-Bachmann-Preises statt. Autoren, Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler, Journalisten und Verleger aus der ganzen Welt kommen bei dieser Veranstaltung in Klagenfurt zusammen.[50]
  • In den Sommermonaten kommen alljährlich Musiker aus aller Welt in das ehemalige Zisterzienserkloster Viktring. Dort findet das Musikforum Viktring statt, bei dem sich Musiker zu Meisterkursen, zu Workshops und zu Konzerten treffen. Im Rahmen des Musikforums werden auch der internationale Kompositionspreis des Musikforums und der Gustav-Mahler-Kompositionspreis verliehen.[51]
  • Eine weitere Veranstaltung, die regelmäßig im Sommer stattfindet, ist das „Wörthersee Classics“ Festival im Konzerthaus. Die Konzerte werden von Orchestern und Solisten aus dem internationalen Spitzenfeld der klassischen Musik gegeben.[52]
  • Im Norbert-Artner-Park, der sich hinter dem Künstlerhaus befindet, findet jährlich im Juli das World-Bodypainting-Festival statt. Einzigartige Live-Paintings, die Verleihung des World-Bodypainting-Awards sowie bekannte internationale Musikacts sind feste Bestandteile dieser Veranstaltung.[53]
  • Am Lendhafen organisiert während der Sommermonate der Verein Lendhauer das Hafenfest und viele andere Veranstaltungen, wie zum Beispiel Konzerte und Lesungen im Zuge des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt. Als Alternative zu diesen Veranstaltungen werden auch Radio- und Kunstinstallationen abgehalten.[54]
  • Seit dem Jahr 1981 gibt es das sogenannte Kontaktna-leča – Kontaklinse-Festival, das von Schülern und Schülerinnen des BG/BRG für Slowenen organisiert wird. Dieses Festival, das der Sub- und Jugendkultur zugeordnet werden kann, soll junge Leute der beiden Volksgruppen in Kärnten zusammenbringen.[55]
  • Jedes Jahr am zweiten Augustwochenende findet der sogenannte Altstadtzauber statt, der zu den größten Veranstaltungen während des Jahres in Klagenfurt zählt. Straßenkünstler und Livebands aus den verschiedensten Musikrichtungen, wie zum Beispiel dem Jazz, dem Blues, dem Rock, dem Soul oder dem Funk auf Plätzen und in einigen Innenhöfen der Altstadt werden aktiv und ziehen mit ihrem Wirken jedes Jahr zehntausende Besucher an. Am Domplatz findet im Zuge dieser Veranstaltung der traditionelle Floh- und Tandelmarkt, einen der größten Flohmärkte Österreichs, statt.[56]
  • Seit dem Jahr 2020 findet im Ausmaß von zehn Tagen das sogenannte Klagenfurt-Festival statt. Dieses Kulturfestival mit einem breiten Angebot in den Bereichen Musik, Literatur und Theater findet an öffentlichen Orten der Stadt statt und soll an die Zeiten der sogenannten Woche der Begegnung, eine Veranstaltung, die in Klagenfurt bis zum Jahr 1995 regelmäßig stattfand, erinnern. Es gibt mehrere Spielorte, und zwar den Neuen Platz, den Burghof, das ORF-Theater des Landesstudio Kärnten, das Messeparkhaus und das Stadttheater.[57][58]
  • In der Adventzeit wird auf dem Neuen Platz jährlich ein Christkindlmarkt abgehalten.

Sportstätten und Sportveranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klagenfurt gibt es Reihe von Möglichkeiten, verschiedensten sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Derzeit gibt es in der Stadt mehr als 300 aktive Sportvereine (Stand 2014).[59] Außerdem zeichnet sich die Stadt durch ein breites Angebot von Sportstätten aus.[60] Zudem ist Klagenfurt auch regelmäßig Austragungsort verschiedener Sportveranstaltungen, davon auch einiger mit internationaler Bedeutung:

Triathlon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ironman Austria ist mit bis zu 3000 Teilnehmern einer der größten Triathlons (nach der Challenge Roth und dem Hamburg Triathlon) in Europa. Der Halbmarathon Kärnten läuft findet seit dem Jahr 2002 jährlich im August statt.

Beachvolleyball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Weltmeisterschafts- und Major-Series-Turnieren der Beachvolleyball FIVB World Tour in Klagenfurt traten innerhalb von 20 Jahren bis zum Jahr 2016 regelmäßig die besten Beachvolleyballer der Welt im Strandbad Klagenfurt gegeneinander an.[61]

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wörtherseestadion im Süden der Stadt wurde anlässlich der EM 2008 neu errichtet.

Im Sommer 2008 war das Wörthersee Stadion Austragungsort von drei Vorrundenspielen der Fußball-Europameisterschaft 2008. Auch die Heimspiele des lokalen Fußballvereins Austria Klagenfurt finden dort statt. Dies galt auch für die Spiele des Vereins Austria Kärnten bis zum Jahr 2010. Im Fußball wurde Klagenfurt vom Jahr 2007 bis zum Saisonende im Jahr 2010 durch den SK Austria Kärnten in Österreichs höchsten Liga vertreten. In der Landesliga Kärnten spielt derzeit, der 1970 als studentischer Fußballklub des BRG für Slowenen gegründete, SAK Klagenfurt („Slovenski atletski klub“). Bis zur Saison 2008/09 war dort auch der ÖFB-Cup-Sieger des Jahres 2001, der FC Kärnten, vertreten. Dieser musste jedoch aufgrund anhaltender finanzieller Probleme den Spielbetrieb im Jahr 2009 einstellen.

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt hat auch eine sehr erfolgreiche Eishockeymannschaft, und zwar den 32-fachen österreichischen Meister im Eishockey und damit derzeitigen Rekordhalter in Österreich, den EC KAC, der seine Heimspiele im Eissportzentrum der Stadt austrägt.

Billard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klagenfurt sind auch mehrere erfolgreiche Billardvereine beheimatet.[62] Der Verein PBC Eintracht Klagenfurt hält mit fünf gewonnenen Titeln derzeit den Rekord in Österreich und brachte mit der Weltmeisterin im Billardspielen Jasmin Ouschan und dem Weltmeister im Billardspielen Albin Ouschan Junior zwei internationale Topspieler hervor. Der Verein 1. PBC Meran Klagenfurt wurde dreimal österreichischer Meister, der Verein BC Standard Klagenfurt einmal. Diese beiden Vereine spielen derzeit in der Regionalliga.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik: Anzahl der Arbeitsstätten und Beschäftigten – Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfallene „Stroh-Villa“ an der Rosentaler Straße, mittlerweile abgerissen

Klagenfurt ist Kärntens wichtigster Wirtschaftsstandort, denn 22 % der Kärntner Gewerbebetriebe sowie 20 % der Kärntner Industriebetriebe befinden sich in der Landeshauptstadt.

Im Jahr 2001 waren in Klagenfurt 63.618 Personen in 6.184 Betrieben angestellt, 33 davon sind mit mehr als 200 Mitarbeitern Großunternehmen.[66] Die Registerzählung der Statistik Austria vom 31. Oktober 2011 weist für die Stadt Klagenfurt eine steigende Zahl an Arbeitsstätten und Beschäftigten aus. 2011 gab es in Klagenfurt 8.832 Arbeitsstätten (Unternehmen) sowie 71.140 Beschäftigte (darunter 65.623 unselbständig Beschäftigte). 10.495 Auspendlern stehen 35.654 Einpendler gegenüber.[67]

Die wesentlichsten Wirtschaftszweige der Stadt sind: die Leuchtmittelindustrie, mittelständische Handels- und Gewerbebetriebe sowie der Tourismus. In Klagenfurt haben sich auch einige internationale Unternehmen, wie z. B. Siemens und Philips, angesiedelt. Ein bedeutendes Unternehmen, das seinen Konzernsitz in Klagenfurt hat, ist die Kärntner Elektrizitätsgesellschaft AG (Kelag).

Ein zentrales Projekt in der Wirtschaftspolitik Kärntens ist seit Jahren der unmittelbar neben der Alpen-Adria-Universität gelegene Lakeside Science & Technology Park. Dieser Technologiepark soll eine enge Kooperation zwischen der Wirtschaft und der Forschung ermöglicht, daher wurde ein Standort in unmittelbarer Nähe zu den in Klagenfurt angesiedelten Hochschulen gewählt (Universität, Fachhochschule). Er hat das Ziel, das Bundesland Kärnten und seine Hauptstadt Klagenfurt als wichtige Standorte im Bereich der sogenannten Spitzentechnologien zu etablieren. Klagenfurt ist außerdem Standort zweier bekannter Getränkeerzeuger, nämlich des Fruchtsaftherstellers Pago und der Spirituosenfabrik Stroh Austria. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber in der Region sind die beiden kommunalen Unternehmen Stadtwerke Klagenfurt und Energie Klagenfurt, die neben der Energie- und der Wasserversorgung auch für den kommunalen Busverkehr der Stadt zuständig sind. Die in Klagenfurt ansässige Kostwein Maschinenbau GmbH erzielte zusammen mit ihren Tochterunternehmen bei einem Stand von 1.144 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 191,5 Millionen Euro im Jahr 2018.[68]

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt ist auch Standort mehrerer vor allem regional bekannter Medienunternehmen.

Printmedien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleine Zeitung ist heute die meistgelesene Zeitung in Kärnten

Der Unternehmer Josef Ignaz von Kleinmayr druckte ab dem Jahr 1770 das „Wöchentliche Intelligenzblatt“[69] (später „Klagenfurter Zeitung“). Mit der Herausgabe der Carinthia ab dem Jahr 1811 durch die die Familie Kleinmayr entstand die älteste heute noch bestehende wissenschaftliche Zeitschrift im deutschsprachigen Raum. In den 1920er und 1930er Jahren waren bekannte Tageszeitungen aus Klagenfurt die „Klagenfurter Zeitung“, das christlich-soziale „Klagenfurter Tagblatt“ (bereits ab dem Jahr 1871), die Zeitung „Freie Stimme“, eine Zeitung mit großdeutscher Tendenz, der sozialdemokratische „Arbeiterwille“, der in Graz verlegt wurde, sowie ab dem Jahr 1932 das nationalsozialistische Propagandaorgan „Der Vormarsch“. In der Zeit nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 war der „Kärntner Grenzruf“ die einzige offiziell in Kärnten zugelassene Zeitung. In der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ließen die Alliierten die „Volkszeitung“ (ÖVP), die „Neue Zeit“ (SPÖ, ab dem Jahr 1965 „Kärntner Tageszeitung“ [KTZ; 2014 eingestellt]) und den „Volkswillen“ (KPÖ) als Tageszeitungen in Kärnten zu. Im Jahr 1954 wurde der Standort der Kleinen Zeitung in Klagenfurt begründet. Diese ist heute die meistgelesene Zeitung Kärntens.

Als Tageszeitungen gibt es heute (Stand 2014) in Kärnten neben der Kleinen Zeitung auch eine Regionalausgabe der Kronenzeitung, die „Kärntner Krone“. Seit dem Jahr 1996 erscheint die Gratiswochenzeitung „Kärntner Woche“, die seit dem Jahr 2009 zum Ring der Regionalmedien Austria gehört. Seit dem Jahr 2003 erscheint im Klagenfurter Verlag SloMedia die slowenischsprachige Wochenzeitung „Novice“. Außerdem erscheint monatlich in Klagenfurt das Magazin "Kärntner Monat".

Rundfunk und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als erster Hörfunksender nahm die RAVAG (Radio Verkehrs AG) im Jahr 1924 ihren Sendebetrieb in Wien auf. Auch in Klagenfurt wurde im Jahr 1927 ein Sender eingerichtet.[70] Radio Klagenfurt gehörte nach dem Jahr 1945 unter der Patronanz der „British Information Services“ gemeinsam mit dem Sender Radio Graz und einem Sender in Schönbrunn zur Sendergruppe Alpenland in der britischen Besatzungszone in Österreich. Man musste zunächst aus dem bereits im Jahr 1942 errichteten Luftschutzbunker auf dem Kreuzbergl, aus dem später das Bergbaumuseum hervorging, senden.[71] Am 8. Mai 1945 um 19 Uhr 30 sendete zum ersten Mal der „Freie Landessender Klagenfurt“. Als erste Meldung des Senders wurde die Kapitulation des Deutschen Reiches verkündet.[72]

Erst im Jahr 1953 erhielten die Betreiber des Senders, die bisher aufgrund unzureichender Sauerstoffzufuhr im Stollen des Bunkers häufig an Übelkeit und an Kopfschmerzen gelitten hatten, ein neues Funkhaus in der Sponheimerstraße. Dieses machte den Sender in Klagenfurt zum modernsten Rundfunkhaus Österreichs zu dieser Zeit.[73] Am 15. März 1954 schloss sich die Sendergruppe Alpenland mit der Sendergruppe Rot-Weiß-Rot und mit Radio Wien zum Österreichischen Rundfunk (ORF) zusammen. Dieser betreibt in Klagenfurt ein Landesstudio für das Bundesland Kärnten. Von dort werden u. a. das Regionalprogramm „Radio Kärnten“ sowie das slowenischsprachige „Radio dva“ sowie die täglich ausgestrahlte TV-Sendung Kärnten heute produziert. Diese wird im Vorabendprogramm des Senders ORF 2 ausgestrahlt. Außerdem ist seit dem Jahr 1999 der private Fernsehsender KT1 in Klagenfurt vertreten.

In erster Linie die slowenischsprachige Volksgruppe bedient auch der private Sender Radio Agora des Vereins Arbeitsgemeinschaft offenes Radio in Klagenfurt. Ebenfalls seinen Sitz in Klagenfurt hat der private Radioanbieter Antenne Kärnten.

Telekommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die klassische Festnetztelefonie und die damit auch die früher sehr stark verbreiteten Telefonzellen wurden im Laufe der Zeit in Österreich zunehmend durch die sogenannte Mobiltelefonie ergänzt bzw. verdrängt. Um dieser Entwicklung zu entsprechen und da vor allem immer mehr private Geschäftshäuser und Beherbergungsbetriebe begonnen haben, frei zugängliche W-Lan-Netze anzubieten, begannen die Stadtwerke Klagenfurt ab dem Jahr 2018, stark besuchte öffentliche Plätze und Straßen der Stadt, und zwar mit Stand 2021 den Neuen Platz, den Alten Platz, den Benediktinerplatz, den Kardinalsplatz, den Heuplatz, den Pfarrplatz, die Bahnhofstraße, den Heiligengeistplatz das Strandbad Klagenfurt und das Hallenbad Klagenfurt mit freiem W-Lan als Internetzugang für mobile Geräte auszustatten.[74]

Märkte, Einkaufszentren, Einkaufsstrassen und Shopping-Arkaden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt auf dem Benediktinerplatz
Das Innere der City-Arkaden

Der wichtigste Marktplatz der Stadt ist der Benediktinerplatz, der früher auch Herzogplatz genannt wurde. Er löste im Jahr 1948 den Alten Platz als zentralen Marktplatz in der Innenstadt ab. Auf diesem Marktplatz findet zweimal wöchentlich ein städtischer Wochenmarkt statt, auf dem Lebensmittel wie Gemüse, Früchte, Honig, Fleisch, Fisch und Geflügel angeboten werden. Manche der sogenannten Standler, wie die Betreiber der Marktstände in Klagenfurt genannt werden, kommen inzwischen nicht mehr wie früher nur aus den Gebieten rund um die Stadt Klagenfurt, sondern es sind heutzutage auf dem Benediktinermarkt auch eine Vielzahl internationaler Anbieter vertreten, wodurch sich die überregionale Bedeutung des Benediktinermarktes, die er mittlerweile erlangt hat, darstellt.

Traditionell spielt das Marktrecht in Klagenfurt eine wesentliche Rolle, dies kommt auch heute noch durch eine Vielzahl von Symbolen, die an die lange Tradition von Märkten in der Stadt erinnern sollen, zum Ausdruck.

So befindet sich zum Beispiel in der Mitte des Geviertsan einer Laternensäule eine Kopie der Klagenfurter Freyung. Dieses, ursprünglich aus dem 18. Jahrhundert stammende, Marktrichterschwert ist ein Rechtsdenkmal, das als Symbol für die Marktordnung und die Marktfreiheit gilt.[75] Am Rand des Platzes steht seit dem Jahr 1988 der „Steinerne Fischer“, das Wahrzeichen des bis zum Jahr 1925 auf dem Heiligengeistplatz abgehaltenen Fischmarktes.

Neben den historisch bedeutenden Märkten verfügt Klagenfurt als moderne Großstadt auch über Einkaufszentren und Shopping-Malls.

Klagenfurt ist eine Stadt von überregionaler Bedeutung hinsichtlich ihres Angebotes an Einkaufsmöglichkeiten. Das Einzugsgebiet der Stadt geht weit über ihre Grenzen und ihr Umland hinaus und reicht bis nach Italien und Slowenien.

Beliebte innerstädtische Einkaufsstraßen sind die Bahnhofsstraße, die Burggasse und die Wiener Gasse, die den Neuen Platz mit dem Heuplatz verbindet. Dort befindet sich seit dem Jahr 2006 das Einkaufszentrum City-Arkaden Klagenfurt, das von der ECE-Gruppe betrieben wird. Das Einkaufszentrum ist mit seinen 120 Geschäften auf knapp 30.000 Quadratmetern Einkaufsfläche eines der größten Einkaufszentren Kärntens. Es war zum Zeitpunkt seiner Errichtung eines der ersten Einkaufszentren (Arkaden in der Innenstadt) seiner Art in Österreich.

Das zweite große Einkaufszentrum Klagenfurts ist der Südpark. Das im Jahr 1998 errichtete Einkaufszentrum befindet sich in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Messen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt ist auch Veranstaltungsort zahlreicher regelmäßig stattfindender Messen. So finden in Klagenfurt jährlich 13 Fach- und Publikumsmessen statt wie z. B. die „Internationale Holzmesse“, die „GAST“, die „Agrarmesse“, die „Weidwerk & Fischweid“, die „Freizeit“, die „Herbstmesse“ sowie die „Familienmesse“ mit der „Gesund leben“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A 2-Nordumfahrung vor dem Falkenbergtunnel

An Klagenfurt vorbei führt die Süd Autobahn A 2, die besonders als Verbindung Richtung Wien und Villach von großer Bedeutung für die Stadt ist. Ein Großteil der Autobahn nahe Klagenfurt wurde als Tunnel ausgeführt. Ins südlich angrenzende Slowenien kommt man entweder direkt über den Loiblpass oder durch den mautpflichtigen Karawankentunnel mit Umweg über Villach.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der öffentliche Nahverkehr im Stadtgebiet wird heute nur mit Linienbussen der Klagenfurter Stadtwerke durchgeführt. Ab dem Jahr 1891 hatte Klagenfurt auch ein Straßenbahnnetz mit Linien zum Bahnhof, nach Annabichl, zum Kreuzbergl und zum Strandbad am Wörthersee; die letzte Straßenbahnlinie wurde im Jahr 1963 stillgelegt. Von August 1944 bis April 1963 fuhren auch Oberleitungsbusse („Obus“) nach St.Peter, zum Kreuzbergl und von der Straßenbahnhaltestelle „See“ nach Krumpendorf.

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurter Hauptbahnhof nach dem Umbau

Die Bedeutung Klagenfurts als Eisenbahnknoten im Süden Österreichs bleibt hinter der Villachs zurück. Klagenfurt liegt an der wichtigen Strecke Wien–Villach. Weitere Strecken gehen im Süden nach Rosenbach (Rosentalbahn), im Osten ins Lavanttal (via Jauntalbahn und Lavanttalbahn) sowie nach Maribor via Bleiburg auf der Drautalbahn.

Die Koralmbahn soll nach Fertigstellung Klagenfurt an Graz und weiter an Wien anbinden. Die Arbeiten an dieser Hochleistungsbahnverbindung sind derzeit im Gange.

Im Stadtgebiet gibt es folgende Bahnhöfe und Haltestellen, die in das Netz der S-Bahn Kärnten eingebunden sind:

  • Klagenfurt Hauptbahnhof S-Bahn Kärnten S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt Annabichl (Flughafen Klagenfurt) S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt-Durchlaßstraße S-Bahn Kärnten (geplant)
  • Klagenfurt Ostbahnhof S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt Ebenthal S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt Industriezone Ost S-Bahn Kärnten (geplant)
  • Klagenfurt Lend S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt West S-Bahn Kärnten
  • Klagenfurt Viktring S-Bahn Kärnten (aufgelassen)
  • Klagenfurt Süd S-Bahn Kärnten

Unterführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • An der Walk (nur für Fußgänger und Radfahrer)
  • Durchlaßstraße (nur für Fußgänger und Radfahrer)
  • Ebentaler Straße
  • Egger-Lienz-Weg
  • Flughafenstraße
  • Friedlstrand (nur für Fußgänger)
  • Josef-Sablatnig-Straße
  • Lastenstraße
  • Lastenstraße (westlich davon; nur für Fußgänger und Radfahrer)
  • Pichler-Manndorf-Straße
  • Pischeldorfer Straße
  • Rosentaler Straße
  • bei St. Jakober Straße
  • St. Peter Straße
  • St. Ruprechter Straße
  • Stiftkogelstraße
  • Straschitzer Straße
  • Südring (Rosentaler Bahn und Koralmbahn)
  • Wächterstraße

Überführungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A2 bei Minimundus
  • Glan (auch für Fuß-/Radweg)
  • Heinzelstraße (nur für Fußgänger)
  • Villacher Straße mit Lendkanal

Eisenbahnkreuzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese – meist umgangssprachlich als „Bahnübersetzung“ bezeichnet – werden immer seltener. Erhalten blieben bis heute:

  • Bahnstraße
  • Meisengasse
  • Mössingerstraße
  • Sonnwendgasse
  • Waidmannsdorfer Straße

Fernbusse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden mehrere Fernbuslinien, die von Klagenfurt Ihren Anfang nehmen, angeboten, um andere Großstädte damit erreichen zu können. Die meisten Fernbusse, vielfach als sogenannte Stockbusse mit WC und WLAN, fahren, und zwar meistens mehrmals täglich, vom Hauptbahnhof Klagenfurt weg. Die ÖBB bieten zum Beispiel den Intercitybus nach Wolfsberg und nach Graz (Fahrtzeit ca. 2 Stunden, mit einer Anschlussmöglichkeit nach Venedig) an.

Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abflug Terminal 1

Der Flughafen Klagenfurt wurde im Jahr 1925 anstelle eines bereits im Jahr 1914 gebauten Militärflugplatzes eröffnet und bediente seinerzeit die erste Flugverbindung Österreichs (Klagenfurt–Wien–Klagenfurt). Heute ist er mit rund 217.000 Passagieren (Stand: 2017) der kleinste unter den sechs Verkehrsflughäfen in Österreich. Zurzeit werden hauptsächlich Destinationen in Österreich und Deutschland angeflogen sowie einige Städte in Europa.

Umweltranking[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Grafik zeigt einen Vergleich zwischen Klagenfurt und den anderen Landeshauptstädten Österreichs in sieben Kategorien, die zum Schutz der Umwelt als relevant angesehen werden können. Dieser Vergleich wurde im Jahr 2020 durch die Umweltorganisation Greenpeace durchgeführt.

Anmerkung: Je mehr Punkte eine Stadt erreicht, desto besser schneidet sie im Vergleich ab.

Die sieben Kategorien sind:[76]

  • Verkehrsmittelwahl: Anzahl der Wege im Personenverkehr, die umweltfreundlich zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichem Verkehr zurückgelegt werden.
  • Luftqualität: Belastung mit Stickstoffdioxid und Feinstaub.
  • Radverkehr: Länge des Radnetzes, Anzahl der City-Bikestationen, Anzahl der Verkehrsunfälle.
  • Öffentlicher Verkehr: Preis, zeitliche und räumliche Abdeckung.
  • Parkraum: Preis für das Parken, Anteil der Kurzparkzonen.
  • Fußgänger: Flächen der Fußgängerzonen und der verkehrsberuhigten Zonen, Anzahl der Verkehrsunfälle.
  • Auto-Alternativen: Anzahl Elektro-Autos, Anzahl der Elektro-Ladestationen, Anzahl der Car-Sharing-Autos.
  • Durchschnitt: Summe der sieben Einzelwertungen geteilt durch sieben.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernwärme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Stadtwerke Klagenfurt wurde ein Biomassekraftwerk zur Versorgung der Stadt mit Fernwärme errichtet. Das bisherige Fernheizwerk (betrieben mit Kohle oder Öl) wurde auf den Betrieb mit Gas umgestellt und soll in Zukunft nur mehr zur sogenannten Spitzenlastabdeckung dienen.

Bildung und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Universitäten und Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foyer, Hauptgebäude der Universität Klagenfurt (2018)

In der Stadt Klagenfurt befinden sich mehrere, mittlerweile auch international zunehmend renommierte, Hochschulen, wie zum Beispiel die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit ihren Standorten in der Universitätsstraße (Universitätscampus in St. Martin), der Sterneckstraße (Villacher Vorstadt), der Bahnhofstraße und Kempfstraße (Innere Stadt). Die Universität Klagenfurt liegt in den THE Young University Rankings 2020 mittlerweile auf Platz 52 der besten jungen Universitäten der Welt.[77] Außerdem ist in Klagenfurt die Fachhochschule Kärnten mit ihren Schwerpunktbereichen „Informationstechnologie und Digital Transformation Management“[78], „Netzwerktechnik und Kommunikation“ und „MedIT“ in der Primoschgasse sowie mit einem Standort am Klinikum Klagenfurt vertreten. In Klagenfurt sind außerdem die Pädagogische Hochschule Kärnten (Viktor Frankl Hochschule)[79] und die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik[80] angesiedelt. Durch Letztere verfügt das Bundesland Kärnten über eine universitäre Bildungseinrichtung für Musik und Schauspiel. Klagenfurt ist als Sitz von zwei Universitäten und einer Pädagogischen Hochschule sowie als Fachhochschulstandort einer der südlichsten deutschsprachigen Hochschulstandorte.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt insgesamt 44 allgemeinbildende Pflichtschulen, davon 22 Volksschulen und 13 Mittelschulen, sowie 9 allgemeinbildende höhere Schulen.[81][82]

Die jeweiligen Schulen haben teilweise unterschiedliche Spezialisierungen mit unterschiedlichen Ausbildungsniveaus und Bildungskonzepten, wie zum Beispiel das Europagymnasium als zweitältestes Gymnasium Österreichs mit einem Schwerpunkt auf europäische Sprachen, das Bundesrealgymnasium Klagenfurt-Viktring mit einem musischem Schwerpunkt, das BG/BRG Mössingerstraße, das Ingeborg-Bachmann-Gymnasium, das BG/BRG für Slowenen (UNESCO-Projektschule), das BG/BRG für Berufstätige in der Ferdinand-Jergitsch-Straße, das BG/BRG Lerchenfeld mit einem Schwerpunkt auf Sport. Die Handelsakademien sind in Klagenfurt mit zwei Standorten vertreten, und zwar mit der die Handelsakademie Klagenfurt am Wörthersee (HAK1 International Klagenfurt) in der Kumpfgasse mit Unterricht auf Slowenisch und auf Deutsch. Dort ist auch die Handelsakademie für Berufstätige in Klagenfurt angesiedelt. Außerdem existiert in Klagenfurt seit dem Jahr 1990 eine zweisprachige Handelsakademie.[83] Zudem gibt es in Klagenfurt zwei Höhere Technische Lehranstalten, und zwar die bereits im Jahr 1861 gegründete HTL1 Lastenstraße, bei der auch eine HTL für Berufstätige angesiedelt ist, sowie die seit dem Jahr 1988 existierende HTL Mössingerstraße, die ebenfalls über eine Abendschule verfügt. Die Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe sind in Klagenfurt ebenfalls mit 2 Standorten vertreten, und zwar mit der HBLA für wirtschaftliche Berufe, Mode und Bekleidungstechnik in der Fromillerstraße und der HBLA Pitzelstätten mit den Schwerpunkten in Land- und Ernährungswirtschaft in der Glantalstraße im Stadtteil Wölfnitz. Außerdem ist in Klagenfurt eine Bundes-Bildungslehranstalt für Kindergartenpädagogik in der Hubertusstraße angesiedelt. Ergänzt wird das Angebot an Schulstandorten in Klagenfurt durch die landwirtschaftliche Fachschule Ehrental sowie Fachschule für Sozialberufe des Kärntner Caritasverbandesm am Viktringer Ring. Diese Schule für Berufe im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege ist, neben jener in Villach, die einzige Institution ihrer Art in Kärnten.

Außerdem gibt es in Klagenfurt auch eine Montessori Privatschule sowie eine Waldorfschule. Im Schulzentrum der Ursulinen am Heiligengeistplatz ist neben einem Kindergarten, einem Hort sowie einer Volksschule und einer Mittelschule auch das bischöfliche Real- und Oberstufenrealgymnasium der Diözese Gurk untergebracht.

Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt besitzt bisher keine eigene Stadtbibliothek. Jedoch befinden sich in Klagenfurt eine Reihe von größeren öffentlichen Bibliotheken, und zwar die Universitätsbibliothek Klagenfurt, die Kärntner Landesbibliothek, die im Landesmuseum Kärnten angesiedelt ist, die Bibliothek der Arbeiterkammer Kärnten, die Diözesanbibliothek Klagenfurt sowie die Bibliothek des Bibliotheks- und Lesevereins im Stadtteil Viktring. Außerdem ist eine slowenische Depositarbibliothek Slovenska Studijska Knjiznica (slowenische Studienbibliothek) beim Mladinski dom (slowenisches Studentenheim) im Stadtteil Sankt Peter in der Mikschallee in Klagenfurt ansässig.[84]

Eines der slowenischen Kulturzentren der Stadt: der Mladinski dom

Altenwohn- und Pflegeheime[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Klagenfurt betreibt für Senioren die Seniorenheime am Hülgerthpark. Außerdem betreiben die Caritas, die Diakonie und andere private Organisationen Alten- und Pflegehäuser in Klagenfurt.[85][86][87]

Institutionen der slowenischsprachigen Volksgruppe in Klagenfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außerdem gilt Klagenfurt als politisches und kulturelles Zentrum der Kärntner Slowenen. Es befinden sich in Klagenfurt daher einer Reihe von Bildungseinrichtungen, die unter anderem aufgrund der verfassungsmäßig eingeräumten Rechte dieser anerkannten Volksgruppe eingerichtet wurden, und zunehmend als interkulturelle Begegnungsstätten für alle Landesbürger dienen.

In diesem Kontext zu erwähnen sind vor allem das Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasium für Slowenen (Zvezna gimnazija in Zvezna realna gimnazija za Slovence), die zweisprachige Bundeshandelsakademie, die öffentliche zweisprachige Volksschule 24 (Javna dvojezična ljudska šola 24) im Stadtteil St. Peter sowie zwei private Kindergärten, und zwar der private Kindergarten Naš otrok, der sich im Gebäudekomplex des Hermagoras Vereins im Stadtzentrum Klagenfurts befindet, und der im Jahr 1984 gegründete Kindergarten Sonce im Stadtteil St. Peter (dort im Rahmen des Mladinski dom). Außerdem befindet sich in Klagenfurter Mikschallee die slowenische Musikschule Kärnten (Glasbena šola na Koroškem).[88]

Wissenschaft und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wesentlichsten Forschungseinrichtungen Klagenfurts befinden sich hauptsächlich auf einem gemeinsamen Areal, das sich vor allem aus dem Universitätscampus der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und dem unmittelbar benachbarten Lakeside Science & Technology Park zusammensetzt. Der Lakeside Park beherbergt unter anderem die Lakeside Labs, ein Robotik-Forschungsinstitut des Joanneum Research, die Fraunhofer Austria Research GmbH[89] sowie diverse industrielle Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Sicherheit und Rettungsdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ordnungsamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ordnungsamt in Klagenfurt überwacht den sogenannten ruhenden Verkehr und wird bei der Begehung von Verwaltungsübertretungen aktiv, dabei dürfen die Mitarbeiter die Identität von Personen feststellen und auch Strafverfügungen ausstellen.[90][91][92]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landespolizeidirektion Kärnten

Am Anfang der St.Ruprechter Straße befindet sich die Landespolizeidirektion (LPD) Kärnten sowie das Stadtpolizeikommando (SPK) Klagenfurt. In der Landespolizeidirektion befindet sich u. a. die Landesleitzentrale (LLZ), das Landeskriminalamt (LKA) sowie das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT). Das Stadtpolizeikommando besteht aus der Stadtleitstelle (SLS), der Verkehrsinspektion, dem sogenannten Polizeianhaltezentrum, dem operativen Kriminaldienst und einer Polizeiinspektion. Außerdem gibt es in Klagenfurt fünf weitere Polizeiinspektionen, und zwar am Landhaushof, in der Villacher Straße und in den Klagenfurter Stadtteilen Viktring, Sankt Peter und Annabichl (Flughafen Klagenfurt). Dort befindet sich auch die Autobahnpolizeiinspektion Klagenfurt am Wörthersee. Die Verkehrsinspektion Klagenfurt hat ihren Sitz in der Morogasse. Seit dem Jahr 2003 befindet sich in Klagenfurt auch eine Außenstelle des Einsatzkommandos Cobra.

Justiz

Ein großer Gebäudekomplex zwischen Stadttheater und Heuplatz beherbergt derzeit das Landesgericht Klagenfurt. Das Bezirksgericht Klagenfurt befindet sich seit seiner Verlegung in ein neues Gebäude in der Feldkirchner Straße. In der Purtscherstraße befindet sich die Justizanstalt Klagenfurt mit einer Kapazität von bis zu 340 Insassen. Die Anstalt dient vor allem dem Vollzug der Untersuchungshaft, von Haftstrafen und von Finanz- und Verwaltungsstrafen. Die JA Klagenfurt verfügt außerdem über ein sogenanntes Freigängerhaus für den gelockerten Strafvollzug. Außerdem befindet sich in Sankt Georgen am Längsee eine Außenstelle des Gefängnisses.

Bundesheer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Mießtaler Straße befindet sich im Kommandogebäude FM Hülgerth das Militärkommando Kärnten. Außerdem gibt es in Klagenfurt weitere drei Kasernen, und zwar die Khevenhüllerkaserne im Ortsteil Lendorf. In der ehemaligen SS-Junkerschule, befindet sich heute das Jägerbataillon 25 des österreichischen Bundesheeres und damit der einzige Luftlandeverband Österreichs. In dieser Kaserne befindet sich außerdem das Kommando der 3. Betriebsversorgungsstelle sowie die Werkstattkompanie des Stabsbataillon 7. In der Windischkaserne in der Rosenbergstraße, die auch als sogenannte „Jägerkaserne“ bekannt ist, befindet sich die Ergänzungsabteilung für Kärnten, die Stabskompanie, die Nachschub- und Transportkompanie (momentane KIOP-Kräfte) und die Führungsunterstützungskompanie des Stabsbataillons 7. Die Laudonkaserne im Ortsteil Tessendorf beheimatet die Heereszeuganstalt. Die älteste Kaserne Österreichs, die heute mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Waisenhauskaserne in der Deutenhoferstraße, wurde im Jahr 2009 aufgelassen.

Außerdem befindet sich am Flughafen Klagenfurt der Stützpunkt eines Hubschraubergeschwaders. Dessen Helikopter vom Typ Alouette III übernehmen Verbindungs-, Aufklärungs- und Transportflüge. Zu den zivilen Aufgabenbereichen des Geschwaders gehören Einsätze im Bereich der Bergrettung und der Katastrophenhilfe, da diese Maschinen ein fester Bestandteil des österreichischen Notarzthubschraubersystems sind.

Feuerwehr und Rettungsdienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt ist Sitz des Bezirksfeuerwehrkommandos der politischen Bezirke Klagenfurt-Stadt und Klagenfurt-Land. Außerdem sind in Klagenfurt eine Berufsfeuerwehr, zehn freiwillige Feuerwehren sowie vier Betriebsfeuerwehren, und zwar für den Flughafen Klagenfurt, für das Stadttheater Klagenfurt, für die Justizanstalt Klagenfurt und für das Klinikum Klagenfurt stationiert. In der Rosenegger Straße befindet sich das Landesfeuerwehrkommando Kärnten mit einer Landesfeuerwehrschule sowie die Bundesleitung der Kärntner Bergrettung mit einer Ortsstelle. Das Österreichische Rote Kreuz ist mit dem Landesverband sowie einer Bezirksstelle, ein Blutspendezentrum und dem Jugendrotkreuz in Klagenfurt ansässig.

Das Klinikum Klagenfurt am Wörthersee (vormals Landeskrankenhaus Klagenfurt) ist mit 25 klinischen Abteilungen und 8 zentralen Instituten das größte Krankenhaus Kärntens sowie das drittgrößte Österreichs.[93] Es hat zurzeit 1679 Betten und beschäftigt derzeit ca. 4000 Mitarbeiter. Außerdem gibt es in Klagenfurt noch das Allgemeine öffentliche Krankenhaus der Elisabethinen sowie ein Unfallkrankenhaus.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2021[94]
 %
40
30
20
10
0
31,17
(+0,51)
10,78
(−14,07)
15,64
(−3,14)
9,31
(−4,74)
6,15
(+2,64)
22,43
(+22,15)
n. k.
(−3,47)
4,52
(+1,50)

Zusammensetzung des Gemeinderats 1946–2015 (Sitze)[95]
Jahr Gesamt SPÖ ÖVP FPÖ BZÖ KPÖ VGÖ GRÜ TK NEO EW’09 NK BA
1946 24 14 08 2
1948 36 21 12 3
1949 36 16 11 08 1
1953 36 18 10 07 1
1957 36 17 13 05 1
1962 36 17 13 05 1
1967 36 20 12 04
1973 45 20 16 08 1
1979 45 21 21 03
1985 45 18 22 04 1
1991 45 19 14 10 2
1997 45 14 14 14 2 1
2003 45 17 15 09 4
2009 45 11 09 01 18 5 1
2015 45 15 09 12 7 1 1
2021[94] 45 15 07 5 4 11 3

Als Stadtgemeinde und Statutarstadt ist die politische Vertretung von Klagenfurt in einen Gemeinderat (Parlament) und den Stadtsenat (Regierung) unterteilt. Der Gemeinderat wird direkt vom Volk gewählt, die Mitglieder des Stadtsenats werden vom Gemeinderat gewählt, die Anzahl der Sitze ist jedoch durch die durch das Wahlergebnis bestimmten Anteile vorab festgelegt. Der Bürgermeister wird, wie in allen Gemeinden Kärntens, direkt gewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
15
4
3
7
5
11
15 11 
Insgesamt 45 Sitze

Der Gemeinderat von Klagenfurt besteht aus 45 Mitgliedern und setzt sich seit der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2021 wie folgt zusammen:[94][96]

Stadtsenat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klagenfurter Stadtsenat (die Stadtregierung) besteht aus sieben Mitgliedern; derzeit sind dies:[97]

Wie schon zuvor in anderen Städten Kärntens wurde in Klagenfurt im Jahr 1588 das Bürgermeisteramt geschaffen, um den Stadtrichter von seinen Aufgaben zu entlasten.[98]

Erster Bürgermeister der Stadt wurde der Baumeister Christoph Windisch. Bis um die Mitte des 18. Jahrhunderts fanden die Bürgermeisterwahlen jährlich statt. Kaiser Joseph II. hob die städtische Selbstverwaltung auf, das Stadtoberhaupt wurde von nun an auf Lebenszeit ernannt. Ab dem Jahr 1807 gab es einen „geprüften“ Bürgermeister, dessen Posten öffentlich ausgeschrieben wurde. Nach der März-Revolution im Jahr 1848 wurde der Gemeinderat und aus seiner Mitte erstmals im Jahr 1850 der Bürgermeister gewählt. Seit dem Jahr 1920 fand die Wahl des Gemeinderates und des Stadtoberhauptes nach dem allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrecht statt. In der nationalsozialistischen Zeit wurde der Bürgermeister ernannt. Seit dem Jahr 1945 gibt es die gemeinderechtliche Selbstverwaltung und seit dem März 1991 wird der Bürgermeister von Klagenfurt vom Volk direkt gewählt.

Bürgermeister seit 1850
Andreas Koller 1850–1852
Ferdinand Hauser 1852–1861
Gabriel Ritter von Jessernig 1861–1865
Leopold Nagel 1865–1870
Gabriel Ritter von Jessernig 1870–1887
Franz Erwein 1887–1890
Franz Glöckner 1890–1892
Friedrich Posch 1892–1896
Julius Christoph Neuner 1896–1905
Johann Franz Suppan 1905–1906
Julius Christoph Neuner 1906–1909
Gustav Ritter von Metnitz 1909–1915
Friedrich von Wetzlar-Plankenstern 1916–1921
Friedrich Wolsegger 1921–1926
Adolf Heinrich Bercht (großdeutsch) 1926–1931
Franz Pichler-Mandorf (SDAP) 1931–1934
Adolf Wolf (CS) 1934–1938
Friedrich von Franz (NSDAP) 1938–1945
Friedrich Schatzmayer (SPÖ) 1945–1952
Peter Graf (SPÖ) 1952–1957
Hans Ausserwinkler (SPÖ) 1957–1973
Leopold Guggenberger (ÖVP) 1973–1997
Harald Scheucher (ÖVP) 1997–2009
Christian Scheider I (BZÖ/FPÖ/FPK) 2009–2015
Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) 2015–2021
Christian Scheider II (Team Kärnten) seit 2021

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurter Stadtwappen
Blasonierung: „Das Stadtwappen zeigt in Rot über grünem Schildfuß einen dreizinnigen, gequaderten silbernen Stadtturm mit rundbogigem Tor, vor dem in halber Höhe ein grüner Lindwurm querüber nach rechts schwebt.“[99]
Wappenbegründung: Das Wappen der Stadt Klagenfurt zeigt einen schwebenden Drachen (und nicht einen Lindwurm, wie in der offiziellen Blasonierung beschrieben) vor einem Turm. Der Drache steht für die Gründungssage der Stadt, der hohe bezinnte Turm ist ein zeittypisches Symbol für die städtische Selbstverwaltung. Ein Stadtsiegel wurde bereits 1280 erwähnt, das älteste im Original erhaltene Siegel stammt aus dem Jahr 1287. Auf dem Stadtsiegel von 1512 (sicher) sowie dem erneuerten Siegel von 1592 (vermutlich) wird ein zweibeiniger Drache dargestellt, in der Folge wechselt die Darstellung, wie auch bei der Figur auf dem Brunnen, zum vierbeinigen Lindwurm über. Während die Grundmotive und Tinkturen des Wappens immer feststanden, hat man sich erst im 20. Jahrhundert mit dem zweibeinigen Drachen für die Beibehaltung des ältesten Motivs entschieden.

Die Fahne zeigt die Stadtfarben Rot-Weiß-Grün.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klagenfurt listet folgende fünfzehn Partnerstädte auf:[100]

Stadt Land seit
Czernowitz UkraineUkraine Ukraine 1992
Dachau DeutschlandDeutschland Bayern, Deutschland 1974
Dessau-Roßlau DeutschlandDeutschland Sachsen-Anhalt, Deutschland 1970
Duschanbe TadschikistanTadschikistan Tadschikistan 1973
Gladsaxe DanemarkDänemark Hovedstaden, Dänemark 1969
Gorizia/Görz ItalienItalien Friaul-Julisch Venetien, Italien 1965
Laval KanadaKanada Québec, Kanada 2005
Nanning China VolksrepublikVolksrepublik China Guangxi, Volksrepublik China 2001
Nof HaGalil IsraelIsrael Israel 1992
Nova Gorica/Neu-Görz SlowenienSlowenien Slowenien 1965
Rzeszów PolenPolen Karpatenvorland, Polen 1975
Sibiu/Hermannstadt RumänienRumänien Siebenbürgen, Rumänien 1990
Tarragona SpanienSpanien Katalonien, Spanien 1994
Wiesbaden DeutschlandDeutschland Hessen, Deutschland 1930
Zalaegerszeg UngarnUngarn Westtransdanubien, Ungarn 1990

Die Partnerschaft mit Duschanbe ist vorrangig gekennzeichnet durch Hilfe bei Naturkatastrophen sowie medizinische Hilfe. Eine weitere Städtepartnerschaft mit der norditalienischen Gemeinde Sappada (deutsch Bladen oder Pladen), ist in Vorbereitung.

Um Verbundenheit Klagenfurts mit seinen Partnerstädten im Rahmen der Städtepartnerschaften darzustellen, sind in der Kramergasse in der Klagenfurter Innenstadt Bodenmosaike mit den Wappen der Partnerstädte zu sehen. Die Ausführung stammt vom Kärntner Maler und Mosaikkünstler Franz Kaplenig.

Zur Erinnerung an eine der ältesten Städtepartnerschaft überhaupt, nämlich jener zwischen Klagenfurt und der Stadt Wiesbaden in Deutschland,[101] heißt eine wichtige Straße in der Klagenfurter Innenstadt „Wiesbadener Straße“, und das Kurhaus von Wiesbaden wurde im Minimundus nachgebildet. Im Gegenzug trägt ein Straßenzug in Wiesbaden den Namen „Klagenfurter Ring“. Auch die Namen anderer Partnerstädte spiegeln sich in Namen von Straßen Klagenfurts wider wie z. B. der Dessauer Straße, der Duschanbegasse, dem Gladsaxeweg, der Görzer Allee, dem Hermannstädter Weg, der Nanninggasse, der Tarragonaallee oder dem Venloweg.

Diplomatische Vertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Slowenisches Generalkonsulat

Im Jahr 1906 eröffnete das damalige Königreich Italien als erste Nation eine diplomatische Vertretung in Klagenfurt. Zurzeit bestehen vierzehn ausländische Vertretungen in der Stadt:

Das Generalkonsulat Deutschlands in Klagenfurt wurde in der Zwischenzeit aufgelöst.

E-Government[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadtverwaltung bietet verschiedene elektronische Services für Ihre Bürger an, und zwar mit dem Ziel, Amtswege zu vereinfachen. Bürger können z. B. Formulare als PDF- oder Word-Datei herunterladen oder Formulare direkt elektronisch übermitteln. Die Online-Formulare der Stadt basieren auf AFORMSOLUTION des österreichischen IT-Unternehmens aforms2web.[102]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Klagenfurt bestattet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstätte Julien Green
Grab von Erzherzogin Maria Anna

Neben vielen berühmten Klagenfurtern fanden folgende prominente Nicht-Klagenfurter hier ihre letzte Ruhe:

Ehrengräber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt führt die Gräber folgender Persönlichkeiten als Ehrengräber:[103]

  • Ingeborg Bachmann (1926–1973), Schriftstellerin, 17. Oktober 1973, Annabichl
  • Georg Bucher, Schauspieler, 12. Oktober 1972, Annabichl
  • Josef Wolfgang Dobernig, Ehrenbürger, Reichsratsabgeordneter, 24. Juli 1918, Kapellengruft Annabichl
  • Pepo Grabner, Maler, 2. Oktober 1991, Annabichl
  • Familie Herbert, Bleifabrikant, Herbertgruft, St. Ruprecht
  • August Jaksch-Wartenhorst, Landesarchivdirektor, 3. Jänner 1932, Kapellengruft Annabichl
  • Thomas Klimann, Abwehrkämpfer, Oberst, 25. Oktober 1942, Annabichl
  • Thomas Koschat (1845–1914), Komponist, 19. Mai 1914, Kapellengruft Annabichl
  • Paul Meinhardt, Turnlehrer, 29. Dezember 1896, St. Ruprecht
  • Max Ritter von Moro (Moro-Morozzo-Botka), Tuchfabrikant, 16. März 1899, Viktring
  • Josef Friedrich Perkonig (1890–1959), Schriftsteller, 8. Februar 1959, Kapellengruft Annabichl
  • Markus Pernhart (1824–1871), Landschaftsmaler, 1891, St. Ruprecht
  • Franz Josef Pichler-Mandorf (1885–1972), Altbürgermeister, 7. Juli 1972, Ehrengräberfeld Annabichl
  • Paul Renn, Dichter, 15. November 1860, St. Ruprecht
  • Arnold Riese (1871–1912), Reichsratsabgeordneter und Redakteur, 20. Jänner 1912, Annabichl
  • Alfons Rosthorn, 19. September 1909, Viktring
  • Othmar Rudan, Buchautor, Landesamtsdirektorstellvertreter, 21. Februar 1985, Annabichl
  • Vinzenz Schumy (1878–1962), Vizekanzler, 13. Dezember 1962, Ehrengräberfeld Annabichl
  • Herbert Strutz (1902–1973), Schriftsteller, 1. Oktober 1973, Annabichl
  • Peter Suppan, Volksliedersänger, 3. November 1902, Annabichl
  • Michael Tangl (1861–1921), Universitätsprofessor, 7. September 1921, Annabichl
  • Adolf Tschabuschnig, k.k. Justizminister, 1. November 1877, St. Ruprecht
  • Ferdinand Wedenig (1896–1975), Landeshauptmann, 11. November 1975, Ehrengräberfeld Annabichl
  • Franz Wodley, 31. Jänner 1890, St. Ruprecht

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig-Hülgerth-Büste im Hülgerth-Park

Ehrenbürger nach Jahr ihrer Ernennung:[104]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Baum: Klagenfurt. Geschichte einer Stadt am Schnittpunkt dreier Kulturen. Kitab Verlag, Klagenfurt 2002, ISBN 3-902005-13-0.
  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. 3. Auflage. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 345–404.
  • Tatjana Feinig: Klagenfurt/Celovec. In: Katja Sturm-Schnabl, Bojan-Ilija Schnabl (Hrsg.): Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška. Von den Anfängen bis 1942. Band 2. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2016, S. 628–630, Katalogeintrag bei Cobiss.
  • Siegfried Hartwagner: Klagenfurt, Stadt. Ihre Kunstwerke, historische Lebens- und Siedlungsformen. Verlag Sankt Peter, Salzburg 1980, ISBN 3-900173-26-5.
  • Dieter Jandl: Klagenfurt. Von der Siedlung an der Furt zur Wissensstadt. Historischer Überblick. 5. Auflage. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-7084-0352-6 (3. Auflage. Klagenfurt 2002, ISBN 3-85366-992-1; PDF; 1,9 MB).
  • Larissa Krainer: Klagenfurt. 3. Auflage. Heyn Verlag, Klagenfurt 2005, ISBN 3-7084-0131-X.
  • Gotbert Moro (Hrsg.): Die Landeshauptstadt Klagenfurt. Aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Selbstverlag der Landeshauptstadt, Klagenfurt 1970, DNB 56062686X.
  • Hermann Th. Schneider: Die Straßen und Plätze von Klagenfurt. 4., erw. und verb. Auflage. Selbstverlag der Landeshauptstadt Klagenfurt, Klagenfurt 1999, DNB 1009056891.
  • Hubert Steiner: Klagenfurt im Ersten Weltkrieg. Dissertation. Graz 1983.[105]

Literarisch:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Klagenfurt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Klagenfurt – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002–2020 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2020)
  2. a b c Statistisches Jahrbuch 2008 des Magistrats. (Memento vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 11,7 MB) In: klagenfurt.at.
  3. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2006, S. 5.
  4. Herbert Paschinger: Kärnten. Eine geographische Landeskunde. Erster Teil: Allgemeine Darstellung. Verlag des Landesmuseums für Kärnten, Klagenfurt 1976, DNB 550452036.
  5. Klimadaten von Österreich 1971–2000, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
  6. Klagenfurt Flughafen (476 m). In: weatheronline.de, abgerufen am 14. Juni 2018.
  7. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  8. Heinz Dieter Pohl: Unsere slowenischen Ortsnamen. Mohorjeva/Hermagoras, Klagenfurt 2010, ISBN 978-3-7086-0521-0, S. 71–72, 182–183.
  9. Heinz Dieter Pohl: Kärnten. Deutsche und slowenische Namen/Koroška. Slovenska in nemška imena. In: Österreichische Namenforschung. Jg. 28, 2000, Heft 2–3. Mohorjeva/Hermagoras, Klagenfurt 2000, ISBN 3-85013-802-X, S. 83.
  10. Paul Gleirscher: Wie Aquiliu zu Klagenfurt wurde. In: Ders.: Mystisches Kärnten. Sagenhaftes, Verborgenes, Ergrabenes. Carinthia, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-85378-603-1, S. 59–65.
  11. Robert Sedlaczek: Wie Cviljovec zu Klagenfurt wurde. In: Wiener Zeitung. 7. Juli 2010, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  12. Eberhard Kranzmayer: Ortsnamenbuch von Kärnten. II. Teil. Verlag des Geschichtsvereines für Kärnten, Klagenfurt 1958, S. 119.
  13. Joannem Hvserum, Erster Theil der Schrifften des Edlen/Hochgelehrten und Bewehrten Philosophi und Medici, Philippi Theophrasti Bombast von Hohenheim/Paracelsi genannt (Frankfurt 1603) S. 313.
  14. Gründungssage nach Franz Pehr (1913) auf sagen.at.
  15. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2009, S. 5.
  16. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2009, S. 6.
  17. Claudia Fräss-Ehrfeld: Geschichte Kärntens. Die ständische Epoche. Verlag Joh. Heyn, Klagenfurt 1994, ISBN 3-85366-685-X, S. 254 ff.
  18. Bojan-Ilija Schnabl: Windisch, Christoph. In: Katja Sturm-Schnabl, Bojan-Ilija Schnabl (Hrsg.): Enzyklopädie der slowenischen Kulturgeschichte in Kärnten/Koroška, Von den Anfängen bis 1942. Band 3. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2016, S. 1514, Katalogeintrag bei Cobiss.
  19. Dieter Jandl: Bürgermeister der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. In: Statistisches Jahrbuch der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee 2009. Berichtsjahr 2008/09. Hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee Klagenfurt am Wörthersee, Magistratsdirektion/Stabsstelle Public Management – Statistik und Informationsmanagement. Klagenfurt am Wörthersee, September 2009, S. XXII und S. 2 (klagenfurt.at (Memento vom 22. Juli 2014 im Internet Archive) [PDF; 9,3 kB]).
  20. Paul Kheppiz: Clagenfurterische Chronik. Ediert von D. Jandl. 2. Auflage. Klagenfurt 2008, S. 31 f.
  21. Anton Kreuzer: St. Ruprecht – Stadt vor der Stadt. Klagenfurts XI. Bezirk. Kreuzer-Buch, Klagenfurt 2009.
  22. Wilhelm Deuer: Die protestantische Dreifaltigkeitskirche in Klagenfurt und ihre Umwidmung in eine Jesuitenkirche. In: France Martin Dolinar (Hrsg.): Katholische Reform und Gegenreformation in Innerösterreich 1564–1628. Hermagoras, Klagenfurt 1994, ISBN 3-85013-358-3, S. 638.
  23. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2009, S. 26 ff.
  24. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2009, S. 45.
  25. Dieter Jandl: Klagenfurt einst und jetzt: Eine Stunde Bombenangriff, 234 Tote. Bericht vom ersten Bombenangriff auf Klagenfurt im zweiten Weltkrieg (Memento vom 13. Juli 2009 im Internet Archive). In: Kleine Zeitung. 19. Januar 2009, abgerufen am 14. Juni 2018.
  26. Der 8. Mai aus Kärntner Sicht. In: orf.at. 11. April 2012, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  27. Anschluß anders herum. In: Der Spiegel. 5. Februar 1949, S. 12–13.
  28. 8. Mai: Kärnten zu Kriegsende 1945. In: kaernten.orf.at, 8. Mai 2015, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  29. Brigitte Entner: Vergessene Opfer? (PDF; 66 kB) Die „Verschleppten“ vom Mai 1945 im Spiegel historischer Aufarbeitung und regionaler Geschichtspolitik. (Nicht mehr online verfügbar.) In: uni-klu.ac.at. 29. November 2007, archiviert vom Original am 21. Februar 2017; abgerufen am 14. Juni 2018.
  30. a b Klagenfurt heißt jetzt auch „am Wörthersee“. In: oesterreich.ORF.at. ORF, 3. Juli 2007, abgerufen am 1. Dezember 2015.
  31. Reformationsstadt Klagenfurt. Österreich. Von den evangelischen Landständen aufgebaut. In: reformation-cities.org/cities, abgerufen am 14. Juni 2018. –
    Villach und Klagenfurt sind Reformationsstädte Europas. In: evang.at. Evangelische Kirche in Österreich, 11. Jänner 2017, abgerufen am 14. Juni 2018 (u. a. mit einem Votum der Klagenfurter Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz).
  32. Statistik Austria: Blick auf die Gemeinde sowie speziell statistik.at (PDF; 9 kB).
  33. Klagenfurt ist nun Großstadt. In: orf.at. 22. Februar 2016, abgerufen am 14. Juni 2018.
  34. Thomas Martinz: Klagenfurt will 100.000er-Marke knacken. In: kurier.at. 11. September 2014, abgerufen am 14. Juni 2018.
  35. oeaw.ac.at (Memento vom 23. März 2016 im Internet Archive) (Stand: 31. August 2015).
  36. a b K. K. Statistische Central-Commission: Special-Orts-Repertorien der im oesterreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Teil: Kärnten. Wien 1883, S. 1.
  37. Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 11. Leipzig 1907, S. 88.
  38. Die Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910 in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern. Band 1, Heft 2, S. 96.
  39. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt- und Landkreis Klagenfurt. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  40. Bevölkerungsstatistik der Stadt Klagenfurt. In: TrendInfo. 1/2010 (klagenfurt.at (Memento vom 30. April 2016 im Internet Archive) [PDF; 3,1 MB; 10. Feber 2010, geändert am 5. August 2010]).
  41. Österreichs Städte in Zahlen 2009. Herausgeber: Statistik Austria u. Österreichischer Städtebund, Wien 2009, S. 123–124 (Tabelle 03.07: Bevölkerung 2009 nach ausgewähltem Geburtsland).
  42. Statistik Austria, Bevölkerungsstand und -struktur zum 1. Jänner 2014. (PDF; 9 kB).
  43. a b Demografische Daten der Statistik Austria (PDF; 11 kB), Stand Volkszählung 2001.
  44. Exodus 3,5 BHS.
  45. Georg Lux: Bergbaumuseum wird am Samstag geschlossen. In: Kleine Zeitung, 30. Oktober 2015, abgerufen am 14. Juni 2018.
  46. Planetarium vor Neueröffnung. In: kaernten.orf.at, 20. März 2015, abgerufen am 14. Januar 2019.
  47. wissenswertwelt.at.
  48. Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee: Magistrat und Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. Abgerufen am 4. Februar 2021.
  49. Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1968, DNB 458565210, Sp. 1304.
  50. Bachmannpreis. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  51. Musikforum. In: musikforum.at. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  52. Wörthersee Classics Festival: Idee des Festivals. In: woertherseeclassics.com. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  53. Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee: Magistrat und Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee. In: klagenfurt.at. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  54. lendhauer – Verein zur Belebung des Lendkanals. In: lendhafen.at. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  55. Kontaktna leča / Kontaktlinse. In: facebook.com. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  56. Stadtrichter | Vorwort – Altstadtzauber. In: stadtrichter.at. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  57. red: Klagenfurt erhält eigenes Kulturfestival. In: kaernten.orf.at. 19. Dezember 2019, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  58. Klagenfurt Festival bringt Popkultur in die Lindwurmstadt. In: visitklagenfurt.at. Abgerufen am 19. Dezember 2019.
  59. Klagenfurt ist wahrlich eine Sportstadt! Abgerufen am 4. Februar 2021.
  60. Sportstätten, auf klagenfurt-sport.at, abgerufen am 10. Februar 2021
  61. Endgültiges Aus für Beachvolleyball. ORF Kärnten, 29. August 2017, abgerufen am 16. April 2020.
  62. Österreichische Meister – Mannschaft (Bundesliga). In: oepbv.at. Österreichischer Pool-Billard-Verband, abgerufen am 15. Januar 2016.
  63. Homepage. In: unitedworldgames.com, abgerufen am 8. Juli 2018.
  64. Mitgliederstatistik des Alpenvereins 2020, in Zahlen. (PDF) Alpenverein Österreich, abgerufen am 9. April 2020.
  65. Katja Kogler: Die Sporttage sind eröffnet. In: meinbezirk.at. 24. Mai 2013, abgerufen am 20. März 2015.
  66. Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria vom 15. Mai 2001 (PDF; 18 kB).
  67. Registerzählung vom 31.10.2011 – Erwerbspendler/-innen nach Pendelziel. (PDF; 51 kB). Statistik Austria.
  68. Kostwein Maschinenbau GmbH – Das sind die größten Industrieunternehmen Österreichs. In: industriemagazin.at. Abgerufen am 2. Mai 2020.
  69. Dieter Jandl: Klagenfurt. Historischer Überblick. Klagenfurt 2009, S. 28.
  70. Die Radiogeschichte Österreichs: Die „Zwischensender“ in den Landeshauptstädten. In: wabweb.net, abgerufen am 22. November 2020.
  71. Die Chefs im ORF-Landesstudio Kärnten (Memento vom 13. November 2013 im Webarchiv archive.today). In: Kleine Zeitung. 18. Dezember 2006.
  72. Bergbaumuseum: Bunkergeschichte (Memento vom 17. September 2011 im Internet Archive). In: bergbaumuseum.at.
  73. Austria Wochenschau. 8. Februar 1953. In: mediathek.at. Abgerufen am 31. Juli 2019 (Audio, 00:23 Min.). –
    Die anderen Sender. In: mediathek.at, abgerufen am 14. Juni 2018.
  74. Klagenfurt bekommt Stadt-W-Lan. In: orf.at, 16. Juli 2018, abgerufen am 18. Juli 2018.
  75. Reinhold Gasper: Klagenfurter Geschichte und Geschichten. Band 2. Mohorjeva – Hermagoras, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-7086-0276-9, S. 56–61.
  76. Landeshauptstädte Ranking 2020. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: greenpece.at. Greenpeace, ehemals im Original; abgerufen am 25. Januar 2021 (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/mobilitaet.greenpece.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  77. THE Young University Rankings 2020. In: timeshighereducation.com, 24. Juni 2020, abgerufen am 8. Juli 2020.
  78. Fachhochschule Kärnten: Neue Studienlehrgänge in Villach und Klagenfurt. Abgerufen am 1. August 2019.
  79. Pädagogische Hochschule Kärnten. Viktor Frankl Hochschule. In: ph-kaernten.ac.at, abgerufen am 10. August 2013.
  80. Große Bühne für Kärnten in Wien. In: ots.at. Abgerufen am 14. Juni 2019.
  81. Statistisches Jahrbuch 2015. Hrsg.: Magistrat der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee, Bevölkerungswesen, Statistik. Klagenfurt am Wörthersee September 2015, S. 121 ff. (klagenfurt.at (Memento vom 8. April 2016 im Internet Archive) [PDF; 4,0 MB; abgerufen am 14. Juni 2018]).
  82. Schulen und Bildung (Memento vom 24. August 2013 im Internet Archive) auf der Seite des Magistrats, 24. August 2013, abgerufen am 14. Juni 2018.
  83. Berufsbildende mittlere und höhere Schulen. In: pflichtschulen-klagenfurt, abgerufen am 12. Februar 2021.
  84. Slovenska študijska knjižnica, Slowenische Studienbibliothek. In: celovec.sik.si, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  85. Stadtgemeinde Klagenfurt, Leben in Klagenfurt, Soziales. In: klagenfurt.at. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  86. Caritas Kärnten, Hilfe & Beratung, Betreuung & Pflege, Altenwohn- & Pflegeheime. In: caritas-kaernten.at. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  87. Diakonie, Klagenfurt. In: diakonie-delatour.at. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  88. Website des Mladinski dom.
  89. Fraunhofer eröffnet neuen Standort in Klagenfurt. In: studium.at. 2. Oktober 2019, abgerufen am 2. Oktober 2019.
  90. Ordnungsamt. In: klagenfurt.at, abgerufen am 14. Juni 2018.
  91. Verena Polzer: Ordnungsamt rüstet auf. In: meinbezirk.at, 21. Dezember 2016, abgerufen am 14. Juni 2018.
  92. Ordnungsamt wird aufgestockt. In: klagenfurt.at. 11. Mai 2017, abgerufen am 14. Juni 2018.
  93. Über uns. In: klinikum-klagenfurt.at, abgerufen am 14. Juni 2018.
  94. a b c Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2021 in Klagenfurt am Wörthersee. Amt der Kärntner Landesregierung, 28. Februar 2021, abgerufen am 3. März 2021.
  95. Stadtgemeinde Klagenfurt am Wörthersee: Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 1. März 2015 (Memento vom 12. April 2015 im Internet Archive). In: klagenfurt.at, abgerufen am 12. April 2015.
  96. Daten & Fakten. In: klagenfurt.at, abgerufen am 7. April 2021.
  97. Klagenfurt gemeinsam regieren. In: klagenfurt.at, 7. April 2021, abgerufen am 7. April 2021.
  98. Claudia Fräss-Ehrfeld: Geschichte Kärntens. Die ständische Epoche. Verlag Joh. Heyn, Klagenfurt 1994, ISBN 3-85366-685-X, S. 451.
  99. Zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 152.
  100. Partnerstädte. In: klagenfurt.at. Abgerufen am 29. Juni 2017.
  101. Erstmals sind 1920 das englische Keighley, West Yorkshire, und Poix-du-Nord im französischen Département Nord eine Städtepartnerschaft eingegangen, allerdings in der Form, dass die englische Stadt die französische „adoptierte“. 1986 erfolgte dann eine offizielle Partnerschaft. –
    Susan Handley: Take your partners: The local authority handbook on international partnerships. Local Government International Bureau, London 2006, S. 4. –
    1925 folgte eine Partnerschaft zwischen Kiel und Sonderburg, dann 1930 zwischen Wiesbaden und Klagenfurt, vgl.
    Annemie Buchloh: Städtepartnerschaften. In: Der Städtetag. Mitteilungen des deutschen Städtetags. 13 (1960), S. 437 ff. –
    Deutscher Städtetag (Hrsg.): Der Städtetag. Kohlhammer, Stuttgart 1968, S. 287 (Vorschau in der Google-Buchsuche). –
    Günter Püttner: Handbuch der kommunalen Wissenschaft und Praxis. Band 2: Kommunalverfassung. 2., völlig neu bearb. Auflage. Springer, Berlin/New York 2007, ISBN 978-3-540-10993-8, S. 510 (Vorschau auf das Inhaltsverzeichnis in der Google-Buchsuche). –
    Hans-Jörg Bücking: Entwicklungspolitische Zusammenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Duncker & Humblot, Berlin 1998, ISBN 3-428-09425-5, S. 70 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
  102. E-Service. In: klagenfurt.at. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  103. Statistisches Jahrbuch der Landeshauptstadt Klagenfurt 2009, S. XXVI (Memento vom 22. Juli 2014 im Internet Archive) (PDF; 9,3 MB).
  104. Liste der Ehrenbürger (Memento vom 18. Dezember 2015 im Internet Archive) auf der Seite des Magistrats.
  105. Titelaufnahme. Österreichische Nationalbibliothek. Abgerufen am 24. März 2021.