Klara Samenhof

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Klara Samenhof (ca. 1909)

Klara Alexandrowna Samenhof, geboren Klara Silbernik, (russisch Клара Александровна Заменгоф, Geburtsname russisch Клара Зильберник; * 23. Septemberjul./ 5. Oktober 1863greg. in Kaunas; † 6. Dezember 1924 in Warschau) war eine russische Gründungsesperantistin.[1][2][3][4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klara Silbernik war die Tochter des Seifenfabrikbesitzers Alexander (Sender Leibowitsch) Silbernik. 1886 lernte sie den Augenarzt Ludwik Leiser Samenhof kennen, den sie 1887 heiratete.[4]

Samenhof wollte wie ihr Mann das Esperanto als internationale Sprache erschaffen. Ihre Mitgift von 10.000 Rubel gab sie für die Veröffentlichung des ersten Esperanto-Lehrbuchs Unua Libro 1887. Sie war die ständige Assistentin und Sekretärin ihres Mannes. Nach dem Tode ihres Mannes 1917 arbeitete sie weiter für die weltweite Verbreitung des Esperanto. 1921 initiierte sie die Gründung der Warschauer Esperantistengesellschaft Konkordo.[4] Seit dem ersten Esperanto-Weltkongress 1905 nahm sie an den jährlichen Esperanto-Weltkongressen teil.[4]

Samenhof hatte drei Kinder: Adam (1888–1940, Augenarzt, erschossen in AB-Aktion in Palmiry bei Warschau), Sofija (1889–1942, Kinderärztin, Treblinka) und Lidija (1904–1942, Rechtsanwältin, Treblinka).[4]

Samenhofs Bruder war der Arzt Konstantin (Kadysch) Alexandrowitsch Silbernik (1853 oder 1855–1920).[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wendy Heller: Lidia: la vivo de Lidia Zamenhof, filino de Esperanto. Vlaamse Esperantobond v.z.w., 2007, ISBN 90-77066-36-5.
  2. Foundation for Documentation of Jewish Cemeteries in Poland: WYNIKI WYSZUKIWANIA (abgerufen am 14. Januar 2020).
  3. Österreichische Nationalbibliothek: Klara Zamenhof, 1887 (abgerufen am 14. Januar 2020).
  4. a b c d e ZAMENHOF-ZEITTAFEL (abgerufen am 14. Januar 2020).
  5. Константин Александрович Зильберник - ОРГАНИЗАТОР ЗДРАВООХРАНЕНИЯ В ЛЕБЕДИНСКОМ УЕЗДЕ (К 150-ЛЕТИЮ СО ДНЯ РОЖДЕНИЯ) (abgerufen am 14. Januar 2020).