Klaudia Kulon

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Klaudia Kulon POLch 2014.jpg
Klaudia Kulon, Warschau 2014
Verband PolenPolen Polen
Geboren 13. März 1992
Koszalin, Polen
Titel Internationaler Meister der Frauen (2013)
Großmeister der Frauen (2014)
Aktuelle Elo‑Zahl 2381 (Juni 2017)
Beste Elo‑Zahl 2401 (Oktober und Dezember 2016)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Klaudia Kulon (* 13. März 1992 in Koszalin) ist eine polnische Schachspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaudia Kulon, Athen 2012

Klaudia Kulon wuchs in Koszalin auf und besuchte dort eine weiterführende Schule. Sie studiert Unternehmensführung und Production Engineering an der Technischen Universität Posen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie konnte mehrere polnische Jugendmeisterschaften gewinnen. 2004 gewann sie die U12-Weltmeisterschaft der Mädchen in Iraklio (dafür erhielt sie den Titel FIDE-Meister der Frauen, WFM) und 2006 die U14-WM der weiblichen Jugend in Batumi. Bei der Jugend-WM 2008 in Vũng Tàu wurde sie in der Altersklasse U16 weiblich hinter Nasi Paikidse Zweite; ebenfalls den zweiten Platz belegte sie bei der U18-Europameisterschaft der Mädchen 2010 in Batumi, diesmal hinter Keti Zazalaschwili.

Die polnische Einzelmeisterschaft der Frauen im Blitzschach gewann sie 2006 in Koszalin. 2009 und 2012, jeweils in Bydgoszcz, wurde sie Zweite.

Mit der polnischen U18-Nationalmannschaft der weiblichen Jugend gewann sie 2008 in Szeged die Europameisterschaft, wobei sie eine individuelle Silbermedaille für ihr Ergebnis von 6 Punkten aus 7 Partien am Spitzenbrett erhielt. Für polnische Frauennationalmannschaften (U20, Polen B und Polen A) nahm sie an mehreren Länderkämpfen gegen Vertretungen des Deutschen Schachbundes teil. Im November 2013 spielte sie bei der Mannschaftseuropameisterschaft in Warschau am Spitzenbrett der zweiten polnischen Frauenmannschaft.[1] Bei der Schacholympiade 2014 in Tromsø war sie Reservespielerin der polnischen Frauenmannschaft.[2]

In Polen spielte Kulon früher für Hetman-Politechnika Koszalińska. Mit der Mannschaft aus Koszalin gewann sie 2006 (in Koszalin), 2007 (in Mielno) und 2009 (in Bydgoszcz) die polnische Frauenmannschaftsmeisterschaft im Blitzschach und nahm 2010 an der polnischen Mannschaftsmeisterschaft der Frauen teil[3]. Bei der polnischen Mannschaftsmeisterschaft spielte sie 2013 für AZS Politechnika Poznańska-Pocztowiec, 2014 für TS Wisła Kraków und 2016 für LKS "Wrzos" Międzyborów.[4] In der griechischen Mannschaftsmeisterschaft 2009 spielte sie für den Verein Chan Kalamarias. In der britischen Four Nations Chess League spielte sie in der Saison 2012/13 für die Sambuca Sharks und in der Saison 2015/16 für die Grantham Sharks, in der deutschen Frauenbundesliga spielte sie in den Saisons 2014/15 und 2015/16 für den Hamburger SK, 2016/17 in der 2. Frauenbundesliga Ost für den BSV Weiß-Blau Allianz Leipzig.

Seit Januar 2013 trägt Klaudia Kulon den Titel Internationaler Meister der Frauen (WIM). Die Normen hierfür erzielte sie bei der von Monika Soćko gewonnenen polnischen Einzelmeisterschaft der Frauen im Februar 2008 in Krakau mit Übererfüllung, bei der sie den sechsten Platz belegte, bei der U18-EM im September 2010 sowie bei der U20-WM im August 2011 in Chennai (Norm nach 9 von 13 Runden).[5] Im November 2014 wurde Kulon zur Großmeisterin der Frauen (WGM) ernannt, die erforderlichen Normen erfüllte sie bei der Mannschaftseuropameisterschaft der Frauen 2013 in Warschau, bei der polnischen Einzelmeisterschaft der Frauen im März 2014 in Warschau und im August 2014 bei der Hochschulweltmeisterschaft der Frauen in Katowice.[6]

Mit ihrer höchsten Elo-Zahl von 2401 im Oktober 2016 lag sie auf dem vierten Platz der polnischen Elo-Rangliste der Frauen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaudia Kulon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaudia Kulons Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  2. Klaudio Kulons Ergebnisse bei Schacholympiaden der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  3. Klaudia Kulons Ergebnisse bei polnischen Mannschaftsmeisterschaften der Frauen auf olimpbase.org (englisch)
  4. Klaudia Kulons Ergebnisse bei polnischen Mannschaftsmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  5. WIM-Antrag bei der FIDE (englisch, PDF; 502 kB)
  6. WGM-Antrag bei der FIDE (englisch, PDF; 395 kB)