Klaus-Peter Schmidt-Deguelle

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Klaus-Peter Schmidt-Deguelle (* 10. Oktober 1950 in Bergisch Gladbach) ist ein deutscher Journalist und Politikberater. Bekannt wurde er vor allem als persönlicher Berater von Finanzminister Hans Eichel.

Journalistische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Geschichte, Germanistik und Politologie an den Universitäten in Köln, Freiburg im Breisgau und Marburg begann Klaus-Peter Schmidt-Deguelle 1979 seine journalistische Karriere in der Redaktion der Berliner Abendschau des damaligen SFB in Berlin. 1984 wurde er Leiter der ARD-aktuell Redaktion des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main, zu der auch die Tagesschau und die Tagesthemen gehörten. In dieser Tätigkeit war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle auch für die Börsen- und Finanzplatzberichterstattung der ARD verantwortlich. Er berichtete 1989 von der Besetzung der deutschen Botschaft durch Bürger der DDR sowie der ‚samtenen Revolution‘ als Sonderkorrespondent aus Prag. 1992 koordinierte Klaus-Peter Schmidt-Deguelle die Berichterstattung über den Auftakt der Nahost-Friedensgespräche in Madrid sowie den EU-Gipfel in Lissabon für die ARD. 1993 wurde er Nachrichten-Chef bei VOX und später Chefredakteur des Aufbau-Teams sowie Mitglied der Geschäftsführung.

Politische Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Ministerpräsident Hans Eichel wurde Klaus-Peter Schmidt-Deguelle 1994 Staatssekretär und Sprecher der Hessischen Landesregierung. Diese Funktion hatte er bis April 1999 inne.

Im Anschluss an seine Funktion als Staatssekretär der Hessischen Landesregierung beriet er die Bundesregierung. Von 1999 bis 2005 war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle Berater des Bundesfinanzministeriums unter Hans Eichel sowie dessen persönlicher Berater. In dieser Funktion war er ständiger Teilnehmer an allen internationalen Konferenzen (G7 / G8, IWF- und Weltbank Tagungen, EU-Finanzminister- und EU-Ratssitzungen, bilaterale Regierungskonsultationen etc.). Von 1999 bis 2000 beriet er außerdem das Bundesarbeitsministerium unter Walter Riester sowie das Bundeskanzleramt.

Beratertätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2000 bis 2006 war Klaus-Peter Schmidt-Deguelle zusätzlich als selbstständiger Medien- und PR-Berater in Berlin und Frankfurt am Main für Behörden, Unternehmens- und Personalberatungsfirmen, Fernsehsender, ausländische Botschaften sowie einzelne Unternehmen tätig. 2006 wurde er ‚Associate Partner‘ der WMP EuroCom AG. Vom Januar 2008 bis Dezember 2015 war er ordentliches Mitglied des Vorstands. Heute ist er wieder selbstständig. Er berät weiterhin für WMP, aber auch für andere PR-Agenturen, die Europäische Zentralbank in Frankfurt, die Hellenic Bank Association in Athen u.v.a.

Des Weiteren ist er ehrenamtlich tätig als:

  • Sprecher des Kuratoriums der Stiftung Fondazione L’Unione Europea Berlin
  • Redaktionsbeirat des Magazins Politik & Kommunikation
  • Jury-Mitglied des Politik-Award
  • Mitglied des Beirates der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung (de'ge'pol)
  • Mitglied des Beirates der Accenture-Stiftung (bis April 2017)

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Spindoktoren" – Oder hatte Richard Nixon doch Recht? Rezension des Buches von Meinhard/Schmidt: Süddeutsche Zeitung März 2002
  • Mehr als nur reaktives Handeln – Die Praxis der Medienberatung in: Frank Nullmeier/Thomas Saretzky(HG.): Jenseits des Regierungsalltags - Strategiefähigkeit politischer Parteien 2002
  • Integrierte Politik- und Medienplanung in:  Volker J. Kreyher (Hg.): Handbuch politisches Marketing 2002
  • Politik im Zeitalter von Christiansen, Biolek und Kerner in: Frankfurter Rundschau vom 22. Juni 2002
  • Provozieren und Popularisieren als tägliche Politikerpflicht in: Lothar Rolke u. Volker Wolff (Hg.): Die Meinungsmacher in der Mediengesellschaft 2003
  • Medienkrise und Krisenmedien in : Hartwin Möhrle (Hg.): Krisen-PR 2004 (akt. Neuauflage 2009)
  • Krisenkommunikation in der Politik: dto.
  • Hauptstadt-Hype  in: Journalist ; 11/2006, S.12-15
  • Public-Affairs-Beratung der Wirtschaft in: Zeitschrift für Politikberatung  1/2009
  • Schüttelfrost beim Machtentzug in:  Bernhard Pörksen und Wolfgang Krischke (HG) Die Casting-Gesellschaft  Die sucht nach Aufmerksamkeit und das Tribunal der Medien 2010
  • Der Mann zwischen den Leitplanken (Politik-Award Laudatio auf Torsten Albig) in: Politik und Kommunikation 12/2012
  • Prominent präsent (Der Bedeutungsverlust der Lobby-Verbände) in: Politik und Kommunikation 07/20
http://blog.ard-hauptstadtstudio.de/griechenland-darf-nicht-die-innenpolitische-geisel-der-union-sein/ 15.6.2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]