Klaus (Vorarlberg)

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Klaus
Wappen Österreichkarte
Wappen von Klaus
Klaus (Vorarlberg) (Österreich)
Klaus (Vorarlberg)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 5,25 km²
Koordinaten: 47° 19′ N, 9° 39′ OKoordinaten: 47° 18′ 31″ N, 9° 38′ 48″ O
Höhe: 507 m ü. A.
Einwohner: 3.100 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 591 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6833
Vorwahl: 05523
Gemeindekennziffer: 8 04 09
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Anna Henslerstraße 15
6833 Klaus
Website: www.klaus.at
Politik
Bürgermeister: Simon Morscher (ÖVP)
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2020)
(24 Mitglieder)

15 ÖVP
6 Klaus Blüht
1 Grüne
1 SPÖ
1 NEOS

Lage von Klaus im Bezirk Feldkirch
AltachDünsDünserbergFeldkirchFrastanzFraxernGöfisGötzisKlausKoblachLaternsMäderMeiningenRankweilRönsRöthisSatteinsSchlinsSchnifisSulzÜbersaxenViktorsbergWeilerZwischenwasserVorarlbergLage der Gemeinde Klaus (Vorarlberg) im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf das Kirchdorf von Klaus im Jahr 2014
Blick auf das Kirchdorf von Klaus im Jahr 2014
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Klaus ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Feldkirch mit 3100 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft ist ein Erholungsdorf und liegt in der Bucht des Vorarlberger Vorderlandes, am rechten Rand des Alpenrheintals mit günstigem Klima. Hier – an den Hängen zur Hohen Kugel (1645 m) – wird seit langem Weinbau betrieben.

Der Ort liegt auf einer Seehöhe von etwa 450 m im Zentrum und etwa 510 m bei der Kirche. Die Gemeinde Klaus umfasst eine Fläche von 524,46 Hektar, davon 263,24 Hektar Wald.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind Fraxern, Weiler, Röthis, Koblach und Götzis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wurde 890 erstmals urkundlich als „ad Calcaires“ oder „Kalchern“ erwähnt, was an die seinerzeitigen Kalköfen erinnert. Im Mittelalter gehörte Klaus zur Sulzer Großgemeinde, der auch die Orte Zwischenwasser, Viktorsberg, Röthis, Weiler und Fraxern angehörten. Die Lebensgrundlage der Dorfbewohner waren Viehzucht, Getreideanbau und seit dem 12. Jahrhundert in verstärktem Maße der Rebenanbau. Im 18. Jahrhundert wurde im Rheintal mit dem Kartoffel- und Türkenanbau (Mais) begonnen. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort vom Winzerdorf zu einem beliebten Ferienort; er liegt auf einer nach Süden offenen Terrasse und weist daher eine überdurchschnittliche Sonnenscheindauer auf.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 11,2 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klaus (Vorarlberg)
  • Katholische Pfarrkirche Klaus hl. Agnes
  • Lourdeskapelle auf dem Tschütsch
  • Sattelbergkapelle
  • Franzosenkapelle bei Pfarrersbühel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 gab es in Klaus siebzehn land- und forstwirtschaftliche Betriebe, davon 5 Haupterwerbsbetriebe.[1] Im sekundären Wirtschaftssektor beschäftigten 46 Betriebe 1.183 Personen, davon 1.031 mit der Herstellung von Waren. Zu den bekanntesten Unternehmen zählen Omicron, DMG und WolfVision. Im tertiären Wirtschaftssektor boten 206 Betriebe 826 Menschen eine Arbeit, ein Drittel davon im Handel (Stand 2010).[2][3]

Im Frühling prägen die blühenden Obstbaum-Kulturen den Ort und seine Umgebung. Den Einwohnern gelang es, für Klaus bei einigen nationalen und internationalen Bewerben Preise für Blumenschmuck und gute Umwelt zu erringen. Einige Lehrwege erläutern die Flora und Forstwirtschaft. Auf dem Gipfel der Hohen Kugel hat man einen Rundblick von den Gletschern der Silvretta bis zum Bodensee. Dies ist zwar auf vielen schweiz-österreichischen Aussichtspunkten der Fall, aber selten bereits in so geringer Höhe.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort hat Anschluss zur Rheintalautobahn A14.

Weiters liegt die Haltestelle Klaus in Vorarlberg an der Bahnstrecke Lindau–Bludenz, es halten Züge der Linie S1.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücherei Klaus[4]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde befinden sich ein Kindergarten, eine Volksschule und eine Mittelschule. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden betreibt Klaus die Musikschule Tonart (Stand 2019).[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BW

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 24 Mitglieder.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • bis 2020 Werner Müller (ÖVP)
  • seit 2020 Simon Morscher (ÖVP)[6]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Summer († 1996), Bürgermeister
  • Stefan Martin Fink (1924–2005), Pfarrer

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Klaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Klaus, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Abgerufen am 30. März 2019.
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Klaus, Arbeitsstätten. Abgerufen am 30. März 2019.
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Klaus,Beschäftigte. Abgerufen am 30. März 2019.
  4. Gemeinde Klaus, Freizeit, Bibliothek. Abgerufen am 30. März 2019.
  5. Gemeinde Klaus, Soziales, Bildung. Abgerufen am 30. März 2019.
  6. Mirijam Haller: Vorarlbergs neue Bürgermeister: Simon Morscher aus Klaus. In: Vorarlberger Nachrichten (VN.at). 4. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
  7. Gemeinde Klaus, Ortsportrait. Abgerufen am 30. März 2019.