Klaus Peter Möller (Politiker, 1966)

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Klaus Peter Möller

Klaus Peter Möller (* 22. März 1966 in Lich) ist ein hessischer Politiker (CDU). Er war von 2003 bis 2009 und ist seit März 2016 Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Abitur im Jahr 1986 folgte von 1986 bis 1989 eine Ausbildung zum Zahntechniker. Neben seiner Berufstätigkeit studierte Möller einige Semester Zahnmedizin, bis er von 1997 bis 1998 die Meisterschule in Ronneburg (Thüringen) besuchte. In Erfurt legte er 1999 die Meisterprüfung im Zahntechnikerhandwerk ab und ist seit 1999 Zahntechnikermeister. Als selbstständiger Zahntechnikermeister war Möller einige Jahre im elterlichen Betrieb in Gießen tätig, ehe seine Abgeordnetentätigkeit in Hessen begann. Seit 2006 ist Möller selbständiger Kaufmann und als solcher Inhaber einer Immobilienverwaltung in Gießen. Nach Ende seiner Abgeordnetentätigkeit ist Möller seit Juni 2009 selbstständiger Bezirksleiter für Lotto Hessen.[1][2][3]

Klaus Peter Möller ist verheiratet und Vater einer Tochter und eines Sohnes.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Peter Möller ist seit 1987 Mitglied der CDU und dort in mehreren Ämtern aktiv. Seit 1999 ist er Vorsitzender der CDU Gießen, sowie stellvertretender Kreisvorsitzender und stellv. Bezirksvorsitzender der CDU Mittelhessen.

In Gießen ist er seit 1993 Stadtverordneter und war 2001, 2006 und 2011 Spitzenkandidat der CDU bei der Kommunalwahl. Seit der Kommunalwahl 2001, bei der die 16-jährige Regierungszeit von rot-grün abgewählt wurde, ist er Fraktionsvorsitzender der CDU in Gießen. Unter seinem Vorsitz regierte die CDU von 2001 bis 2006 in einer sog. „Bürgerlichen Koalition“ mit FW und FDP. 2006 fand sich unter seinem Vorsitz die erste „Jamaika-Koalition“ (CDU, Bündnis90/DieGrünen, FDP) in einer größeren hessischen Stadt zusammen, die sich als stabiler erwies, als von Kritikern (auch in den eigenen Reihen) erwartet. Nach der Kommunalwahl 2016 fand sich eine sog. „Kenia-Koalition“ (SPD, CDU, Bündnis90/DieGrünen) zusammen, womit die Gießener CDU mit Möller ein weiteres Mal einen bislang neuen Weg beschritt. Als Stadtverordneter gehörte Möller seit 1993 dem Bau- und Verkehrsausschuss, dem Sozialausschuss und schließlich ab 2001 dem Haupt-, Finanz- und Rechtsausschuss an.

2011–2016 war Möller auch Kreistagsabgeordneter. Durch Kumulieren wurde er auf dem ursprünglichen Listenvorschlag der CDU um fast 20 Plätze nach vorne gewählt, sodass er einen Platz in der neuen Kreistagsfraktion der CDU gewinnen konnte. Im Kreistag gehörte Möller dem Haupt- und Finanzausschuss an. 2012 bis 2016 war Möller stellvertretender Vorsitzender der Kreistagsfraktion.

2013 erhielt Möller für 20 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kommunalpolitik die Ehrenbezeichnung Stadtältester der Universitätsstadt Gießen sowie die „Silberne Ehrenplakette“ seiner Heimatstadt.[4]

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 2003 bis 2009 war Möller Mitglied des Hessischen Landtages. Er wurde in seinem Wahlkreis 18 (Gießen I) bei der Landtagswahl 2003 direkt gewählt und engagierte sich durchgängig bis 2008 im Innenausschuss (INA) und Wirtschaftsausschuss (WVA) des Hessischen Landtags. Von 2003 bis 2006 gehörte Möller dem Sozialpolitischen Ausschuss (SPA) und von 2005 bis 2008 dem Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz (ULA) an. Von 2005 bis 2009 war Möller Energiepolitischen Sprecher (Wirtschaft) der CDU Landtagsfraktion. Ab 2008 war Möller zudem Mitglied im Europaausschuss (EUA) des Hessischen Landtages.

Möller war Mitinitiator des hessischen „BID-Gesetzes“ INGE zur Belebung innerstädtischer Geschäftsquartiere und wurde für sein Engagement für den Innenstadthandel von dessen Interessengemeinschaft 2009 mit dem 1. „Gießener Sternenfänger“ geehrt.

Er hat sich während seiner ersten Abgeordnetenzeit erfolgreich für Landesinvestitionen in den Hochschulbau in Gießen (Biomedizinisches Forschungszentrum, Kinderherzzentrum, Fachhochschule, Klinikum, u. a.) und die Sporthalle Ost (Spielstätte der LTi Gießen 46ers) eingesetzt.

Für die Landtagswahl in Hessen 2008 wurde Möller durch die Delegierten des Wahlkreises 18 erneut zum Kandidaten gewählt. Bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 konnte er zwar sein Direktmandat nicht verteidigen, zog aber über die Landesliste für eine weitere Legislaturperiode in den Hessischen Landtag ein.

Bei der Landtagswahl in Hessen 2009 gelang es ihm erneut nicht, den Wahlkreis direkt zu gewinnen. Da die CDU 2009 ausschließlich Direktmandate erhielt, konnte kein Kandidat über die Landesliste gewählt werden und Möller schied nach fast sechs Jahren Zugehörigkeit aus dem Parlament aus.

Seit dem 24. März 2016 ist er wieder Mitglied des Hessischen Landtages. Er rückte er für den verstorbenen Günter Schork nach. Möller ist seither Sprecher der CDU im Hauptausschuss des Hessischen Landtags. Zudem gehört er wieder dem Wirtschaftsausschuss (WVA) an und ist Mitglied im Kulturpolitischen Ausschuss (KPA) und im Ausschuss für Datenschutz (UDS).

Sonstige Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Peter Möller ist Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Gießen AG, im Verwaltungsrat der Sparkasse Gießen und bis 2016 im Aufsichtsrat der Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH.

1990 gründete Möller den „Giessen Busters Baseball Club e. V.“, dessen Vorsitzender er von 1990 bis 1998 war. Während seiner Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Baseball Verbandes HBSV und Ligaobmann wurden die Busters binnen weniger Jahre zum zwischenzeitlich zweitgrößten Baseballverein Hessens. Als Mitbegründer der Bürgerinitiative „ProPolizei Gießen e. V.“ im Jahr 1991 gehörte Möller über Jahre dessen Vorstand an.

Möller ist auch als Karnevalist bekannt, war 1992/93 Faschingsprinz in Gießen und gehört seitdem zu einem der Förderer des Fassenachts-Brauchtums seiner Heimatstadt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004: Ehrenbrief des Landes Hessen
  • 2009: Ehrenpreis des Gießener Innenstadthandels
  • 2013: Silberne Ehrenplakette der Universitätsstadt Gießen
  • 2013: Stadtältester der Universitätsstadt Gießen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaus Peter Möller (1966) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ex-Abgeordneter Möller (CDU) ist nun Lotto-Bezirksdirektor. In: Gießener Allgemeine Zeitung. 2. Juni 2009, abgerufen am 21. September 2012.
  2. Deutsche Stiftung Denkmalschutz und Lotto Hessen fördern Schlosssanierung. In: Osthessen News. 10. September 2016, abgerufen am 14. September 2018.
  3. „Möller, Klaus Peter“, in: Hessische Biografie. In: LAGIS Hessen. 22. März 2017, abgerufen am 14. September 2018.
  4. Von Ostanlage bis Samen-Hahn. In: Gießener Anzeiger. 13. September 2013