Klaus Ries

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Klaus Ries (* 1957 in Saarbrücken) ist ein deutscher Historiker und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ries studierte von 1980 bis 1986 Neuere und Neueste Geschichte, Osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität des Saarlandes. Nach erfolgreichem Abschluss war er von 1986 bis 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Landesarchiv Saarbrücken und bei der Kommission für Saarländische Landesgeschichte. 1996 promovierte er an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena im Fach Neuere Geschichte bei Professor Hans-Werner Hahn zum Dr. phil. mit der Dissertationsschrift zum Thema Obrigkeit und Untertanen. Stadt- und Landproteste in Nassau-Saarbrücken im Zeitalter des Reformabsolutismus. Noch im gleichen Jahr, bis 1998, wurde Ries wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft für Volkskunde im Saarland.

Von 1998 bis 2007 war Ries wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereich Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800. 2004 war sein Habilitationsverfahren im Fach Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena abgeschlossen, das Thema seiner Habilitationsschrift lautete Zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Das politische Professorentum der Universität Jena im frühen 19. Jahrhundert. Im gleichen Jahr erhielt Ries die Lehrbefugnis (Venia Legendi) und die Lehrbefähigung durch die Philosophische Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 2007 bis 2013 nahm er Gast- und Vertretungsprofessuren an der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Potsdam und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wahr. 2010 wurde ihm eine außerplanmäßige Professur für das Fachgebiet Neuere Geschichte durch die Friedrich-Schiller-Universität Jena verliehen und 2015 die Vertretung des Lehrstuhls für Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Jena.

Klaus Ries ist Autor, Herausgeber und Rezensent von zahlreichen Veröffentlichungen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wort und Tat. Das politische Professorentum der Universität Jena im frühen 19. Jahrhundert. (Habilitationsschrift), Steiner, Stuttgart 2007; ISBN 978-3-515-08993-7.
  • Obrigkeit und Untertanen. Stadt- und Landproteste in Nassau-Saarbrücken im Zeitalter des Reformabsolutismus. (Dissertationsschrift), SDV, Saarbrücken 1997; ISBN 3-930843-30-7.

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romantik und Revolution. Zum politischen Reformpotential einer unpolitischen Bewegung. Winter, Heidelberg 2012; ISBN 978-3-8253-5987-4.
  • Johann Gustav Droysen. Facetten eines Historikers. Steiner, Stuttgart 2010; ISBN 978-3-515-09662-1.
  • Zwischen Hof und Stadt. Aspekte der kultur- und sozialgeschichtlichen Entwicklung der Residenzstadt Weimar um 1800. Hain-Verlag, Weimar/Jena 2007; ISBN 978-3-89807-105-5.
  • Zwischen Universität und Stadt. Aspekte demographischer Entwicklung in Jena um 1800. Hain-Verlag, Weimar/Jena 2004; ISBN 3-89807-044-1.
  • Revolution an der Grenze. 1848/49 als nationales und regionales Ereignis. Röhrig-Verlag, St. Ingbert 1999; ISBN 3-86110-220-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]