Klaus Schnellenkamp

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Löschregeln Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen.

Falls du Autor des Artikels bist, lies dir bitte durch, was ein Löschantrag bedeutet, und entferne diesen Hinweis nicht.
Zur Löschdiskussion

Begründung: Relevanzprüfung (Text von gdo entfernt, siehe LD. --Stobaios 13:18, 30. Mai 2016 (CEST)) --gdo 11:18, 30. Mai 2016 (CEST)

Klaus Schnellenkamp

Klaus Schnellenkamp (* 24. Dezember 1972 in der Colonia Dignidad, Chile) wurde durch seine Flucht aus der Colonia Dignidad nach Deutschland im Dezember 2005 öffentlich bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Schnellenkamps Eltern sind Mitbegründer der Colonia Dignidad, Kurt Schnellenkamp Nelaimischkies (* 1927) und Elisabeth Witthahn Krüger (1936–2009). Sie waren 1961 Paul Schäfer nach Chile gefolgt, um dort die Colonia Dignidad zu gründen und aufzubauen.

Schnellenkamp wuchs in der Colonia Dignidad auf. Von 1980 bis 1990 besuchte er die deutsche Privatschule innerhalb der Colonia. Während seiner Schulzeit erhielt er Bestnoten und studierte im Rahmen eines privatuniversitären Förderprogramms für höchstbegabte Kinder, genannt ChilAl­Rotary, Natur- und Sozialwissenschaften. Während dieser inoffiziellen Promotionsstipendien, welche unter Leitung der sogenannten Außerstaatlichen Allianz auf Gegenseitigkeit (AAG)[1], einem deutsch-chilenischen Ableger der HIAG, vorgenommen worden sind, wurde Klaus Schnellenkamp von der Gemeinschaft hermetisch abgeschlossen und sozial isoliert. Sein Leben in der Colonia war geprägt von Prügel, Misshandlungen mit Psychopharmaka und wochenlanger Haft.[2][3]

Bei einem Fluchtversuch im Jahre 1992 gelang es Schnellenkamp, sich bis in die Deutsche Botschaft nach Santiago durchzuschlagen. Auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Bonn wurde er in die Colonia zurückgeschickt.[4] Trotz seiner rebellischen Haltung gegenüber der Führung schaffte es Schnellenkamp schließlich, seine Position innerhalb der Colonia Dignidad auszubauen und zu festigen. Er wurde in die Geschäftsleitung der Colonia Dignidad berufen. Von dieser Stellung aus konnte er Einsicht nehmen in die Machenschaften der Gruppierung, die sich nach außen als karitative Gemeinschaft darstellte. Wegen seiner öffentlichen Kritik an der Wirtschaftskriminalität der Colonia wurde Klaus Schnellenkamp mehrmals Opfer von Mordversuchen.

Zwei Jahre nach der Flucht Paul Schäfers, des Anführers der Gemeinschaft, holte Schnellenkamp sein Abitur offiziell nach und machte in Santiago de Chile eine Ausbildung zum Betriebswirt.[5] 2005 halfen ihm ZDF-Journalisten bei der Ausreise nach Deutschland.[6] Durch seine im Frühjahr 2007 erschienene Autobiographie Geboren im Schatten der Angst zog er zeitweise die Aufmerksamkeit der deutschen und chilenischen Öffentlichkeit auf sich. Seit Mai 2008 arbeitet er in Deutschland als selbstständiger Unternehmer und ist u. a. Betriebsinhaber einer von ihm gegründeten Managementberatung in München.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Schnellenkamp: Geboren im Schatten der Angst: Ich überlebte die Colonia Dignidad. Herbig, München 2007, ISBN 978-3-7766-2505-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klaus Schnellenkamp – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieter Maier: Colonia Dignidad. Auf den Spuren eines deutschen Verbrechens in Chile. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 3-89657-098-6, S. 61 u. 198.
  2. Dieter Maier: Wahnsinn und Politik, Lateinamerika Nachrichten 394, April 2007
  3. Helene Zuber: Chile: „Was soll aus uns werden?“, Der Spiegel, 17. Oktober 2005
  4. Heike Tauch: Villa Baviera: Die ehemalige Colonia Dignidad, Feature, Deutschlandfunk, 28. August 2007
  5. Britta Buchholz: Es bleibt in der Familie, Die Zeit, 28. April 2005
  6. Uta Keseling: Colonia Dignidad: Aus der Hölle zurück nach Deutschland, Interview mit Klaus Schnellenkamp, Die Welt, 15. März 2007