Klaus Sonnenschein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Klaus Sonnenschein (* 13. Juni 1935[1] in Berlin) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Schulabschluss absolvierte Klaus Sonnenschein zunächst eine Brauerei-Lehre. Anstatt danach als Bierbrauer zu arbeiten, besuchte er die Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin, wo er von Hilde Körber und Lucie Höflich ausgebildet wurde. Anschließend erhielt er verschiedene Bühnenengagements, unter anderem in Bochum und Berlin.

Im Jahr 1970 lernte er bei Proben zum Stück Happy End von Elisabeth Hauptmann an der Berliner Tribüne seine spätere Ehefrau Edith Hancke kennen. Als die Tribüne 1972 in finanzielle Schwierigkeiten geriet, übernahm Klaus Sonnenschein die Leitung des Theaters. Bis 1997 wirkte er federführend in der Direktion und baute die kleine Bühne zum musikalischen Schauspielhaus um, in dem neben Revuen und Kabarettprogrammen auch Boulevardkomödien und klassische Stücke aufgeführt wurden.

Im Jahr 1958 gab Sonnenschein in Ludwig Bergers Maß für Maß sein Fernsehdebüt; 1966 war er als Inspektor in Konrad Wagners Die Nacht zum Vierten zu sehen. In den nächsten fast 40 Jahren übernahm Sonnenschein, der aber seinen künstlerischen Schwerpunkt auf die Bühnenarbeit legte, immer wieder Rollen in Film und Fernsehen. Er spielte in mehreren Filmen der Reihe Tatort, in Curth Flatows Drama Preußenkorso Nr. 17, der Vorabendserie Café Wernicke, sowie Gastrollen in Serien wie Ich heirate eine Familie, Hotel Paradies und Der Nelkenkönig. Populär wurde er durch seine Rolle in der Berliner Krimiserie Direktion City (1976–1980) sowie durch die interaktive Live-Sendung Wissen Sie es besser? (neben Edith Hancke), die von 1980 bis 1984 im Fernsehen lief.

Darüber hinaus arbeitet Klaus Sonnenschein ebenfalls seit 1966 umfangreich in der Synchronisation. In über 600 Produktionen lieh er seine Stimme unter anderem:

Außerdem wirkte er bei zahlreichen Hörspielen mit, beispielsweise als Old Shatterhand in einer Fassung von Winnetou, I–III. Oder als Count Dooku in der Adaption von James Lucenos gleichnamigen Roman Labyrinth des Bösen, dessen Handlung die unmittelbare Vorgeschichte von Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith darstellt.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]