Klauskopf

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Klauskopf
Klauskopf vom Elberberger Türmchen gesehen

Klauskopf vom Elberberger Türmchen gesehen

Höhe 413,7 m ü. NHN [1]
Lage bei Riede, Landkreis Kassel, Hessen (Deutschland)
Gebirge Elberberger Höhen, Ostwaldecker Randsenken
Koordinaten 51° 12′ 42″ N, 9° 14′ 41″ OKoordinaten: 51° 12′ 42″ N, 9° 14′ 41″ O
Klauskopf (Hessen)
Klauskopf
Gestein Basalt
Besonderheiten Klauskopfturm (AT)
Landschaftspark

Der Klauskopf ist eine 413,7 m ü. NHN hohe und nahezu vollständig bewaldete Basaltkuppe bei Riede, einem Ortsteil der Gemeinde Bad Emstal, im nordhessischen Landkreis Kassel, Deutschland.

Auf seinem Gipfel steht der Klauskopfturm, der eine weite Aussicht über den nördlichen Hessengau bietet.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Berg befindet sich im Naturpark Habichtswald etwa 750 m nordwestlich von Riede. An seinem Südosthang liegen das Dorf und das Schloss Riede. Die Kreisstraße 111 (Elbenberger Straße) verläuft in langem Bogen entlang seiner Ost- und Nordflanke von Riede nach Elbenberg, einem Stadtteil von Naumburg.

Der etwa 600 m nordwestlich gelegene Gipfel des Erzebergs (392,8 m) ist mit dem des Klauskopfes durch einen Sattel verbunden, der nur etwa 30 m niedriger als der Gipfel des Erzebergs ist, sodass man letzteren beinahe als Nebengipfel des Klauskopfs betrachten kann. Die Gemarkungsgrenze zwischen Elbenberg und Riede verläuft über diesen Bergsattel.

Weitere Nachbarberge sind der 358,5 m hohe Südostausläufer, Käsebusch genannt,[2] des Kuhbergs (403,9 m) im Norden und der rund 1 km entfernte Steinkopf im Süden.

Entlang der Nordflanke des Klauskopfs, zwischen diesem und dem Südostausläufer des Kuhbergs, fließt der von Elbenberg herbeikommende Stellbach, der dann nach Unterqueren der Bundesstraße 450 zwischen Merxhausen und Riede nördlich der Weißenthalsmühle in den Eder-Nebenfluss Ems mündet. Ein am Sattel zwischen Klauskopf und Erzeberg entspringender kleiner, oft trockenfallender Bach verläuft nach Südwesten zur ebenfalls zur Eder fließenden Elbe.

Lageplan

Naturraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klauskopf befindet sich zwar im Naturpark Habichtswald, ist jedoch nicht Teil der Hinterhabichtswälder Kuppen, sondern gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Westhessisches Berg- und Senkenland (Nr. 34) und der Haupteinheit Ostwaldecker Randsenken (341) zu den Elberberger Höhen (341.42) in der Untereinheit Ostwaldecker Randsenken#Naumburger Senken und Rücken (341.4).[3]

Der Klauskopfturm

Klauskopfturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klauskopfturm auf dem Gipfel des Bergs ist ein im Jahre 1857 errichteter, etwa 17,5 m[4] hoher steinerner Aussichtsturm. Er ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad vom Wandererparkplatz am westlichen Ortsrand von Riede auf einem weitgehend geschotterten Wanderweg erreichbar. Der Weg führt den Berg hinauf nach Westen bis zur Schutzhütte „Strohtempel“, wo dann ein Weg rechts aufwärts zum Turm abzweigt. Der Turm kann, wenn die Tür offen steht, bestiegen werden. Eine gusseiserne Wendeltreppe führt zur 14,4 m[4] hoch liegenden Aussichtsplattform im überdachten steinernen Obergeschoss, von dessen Fenstern man einen weiten Blick über die nordhessische Berglandschaft hat.

Am Kopf des Turms sind Antennen eines Mobilfunkbetreibers angebracht.

Meysenbugscher Landschaftspark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste des Landschaftsparks
Obelisk von 1774 am Klauskopf

Am Osthang des Bergs, oberhalb des Schlosses Riede, liegen die Reste des im Auftrag des damaligen Schlossherrn Heinrich von Meysenbug in einem ehemaligen Wildpark von dem Maler, Architekten und Gartengestalter Johann Heinrich Müntz im Jahre 1770 konzipierten und in den folgenden Jahrzehnten bis 1800 angelegten, etwa 30 ha großen einstigen Schlossparks, eines Landschaftsparks in frühromantisch-sentimentalem Stil.[5] Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung begannen 2001 die ersten gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen im heute öffentlich zugänglichen Park, in dem der Heinrich von Meysenbug-Pfad an seinen geistigen Schöpfer erinnert. Der Park ist jedoch nicht mehr vollständig erhalten, und nur noch Teile der Bepflanzung und der 1774 zum Gedenken an Caroline Philippine von Meysenbug errichtete Obelisk () stammen aus seiner Anfangszeit.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 21. Niedenstein. Historische Kartenwerke. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)
  4. a b Höhenangaben laut privat durchgeführten Messungen
  5. Holger Schulz: „Der frühromantisch-sentimentale Waldpark von Riede“; in: Die Gartenkunst, 10. Jahrgang, Heft 2/1998, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms, 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klauskopf – Sammlung von Bildern