Kleblach-Lind

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Kleblach-Lind
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kleblach-Lind
Kleblach-Lind (Österreich)
Kleblach-Lind
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Spittal an der Drau
Kfz-Kennzeichen: SP
Hauptort: Lind im Drautal
Fläche: 62,99 km²
Koordinaten: 46° 46′ N, 13° 21′ OKoordinaten: 46° 46′ 2″ N, 13° 21′ 29″ O
Höhe: 589 m ü. A.
Einwohner: 1.179 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 19 Einw. pro km²
Postleitzahl: 9753
Vorwahl: 0 47 68
Gemeindekennziffer: 2 06 13
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lind 25, 9753 Kleblach-Lind
Website: www.kleblach-lind.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Fleißner (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)

8 ÖVP, 5 SPÖ, 2 FPÖ

Lage der Gemeinde Kleblach-Lind im Bezirk Spittal an der Drau
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pfarrkirche in Kleblach-Lind
Kapelle Maria Hilf in Kleblach-Lind
Kleblach-Lind: Wallnerhaus, Gemeindeamt

Kleblach-Lind ist eine Gemeinde mit 1179 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Kleblach-Lind befindet sich am östlichen Ende des oberen Drautals, etwa 10 km Luftlinie von der Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau entfernt. Die beiden größten und namensgebenden Ortschaften sind durch die Drau voneinander getrennt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleblach-Lind ist in die zwei Katastralgemeinden Blaßnig und Lind gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende zehn Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Bärnbad (11)
  • Blaßnig (11)
  • Kleblach (308)
  • Lengholz (86)
  • Leßnig (62)
  • Lind im Drautal (584)
  • Obergottesfeld (0)
  • Pirkeben (24)
  • Radlberg (34)
  • Siflitz (65)

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachsenburg Baldramsdorf
Steinfeld Nachbargemeinden
Weißensee Stockenboi

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oberhalb von Lind zeugen zwei Ruinen von Burgen, die im Hochmittelalter (im 11. oder 12. Jahrhundert) errichtet wurden, von der früheren Herrschaftsgeschichte des heutigen Gemeindegebiets. Sie gehörten Gefolgsleuten der Grafen von Görz-Tirol, die sich nachweisbar seit 1166 nach Lind nannten. Ältestes Mitglied der gesicherten Ahnenreihe war Wulfing von Lind, Sohn eines ortsansässigen Richters und Knecht Graf Albrechts von Görz. Die Herren von Lind gehörten in der Folge zu den bedeutendsten Lehensträgern der Görzer. Ein Namensträger erbaute im Spätmittelalter Raggnitz südwestlich von Lind, Adam Jakob von Lind erwarb 1613 die Burg Groppenstein bei Obervellach. Das Geschlecht starb schließlich, inzwischen verarmt und bedeutungslos, 1843 im Mannesstamme aus.

Neben der Land- und Forstwirtschaft war für einige Jahrhunderte auch der Bergbau, z. B. im Siflitzgraben, bestimmend für die wirtschaftliche Entwicklung der Ortschaften der heutigen Gemeinde. An die Zeit des Bergbaus erinnert noch das Wallnerhaus in Lind aus der Zeit um 1500 (seit 1982 Gemeindeamt).

1850 konstituierte sich zunächst die Gemeinde Lind. 1902 wurde die Katastralgemeinde Blaßnig abgespalten und als Ortsgemeinde Kleblach selbstständig. 1964 wurden die beiden Gemeinden unter ihrem heutigen Namen vereinigt, 1973 und 1988 erfolgten noch kleinere Gebietskorrekturen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Zeitpunkt der Volkszählung 2001 hatte die Gemeinde Kleblach-Lind 1.299 Einwohner, davon waren 98,2 % österreichische und 1,0 % deutsche Staatsbürger. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 91,1 % der Gemeindebevölkerung, zur evangelischen Kirche 4,7 %, ohne religiöses Bekenntnis waren 3,1 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kleblach-Lind
  • Burgruinen Oberlind und Unterlind
  • Die Pfarrkirche Hl. Bartholomäus am südlichen Ortsrand von Lind ist eine Wandpfeilerkirche mit gotischer Anlage und spätbarockem Westteil. Lind wurde um 1139 gegründet und 1242 urkundlich als Pfarre erwähnt.
  • Die Kapelle Maria Hilf, ein ursprünglich gotischer, heute barockisierter Bau, wurde 1347 geweiht und diente als Kapelle der Burg Unterlind.
  • Die Hubertuskapelle in der Siflitz ist eine offene Wegkapelle mit einem Bild des Heiligen Hubertus. Sie wurde 1979 errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet führen die Drautal Straße (B 100) sowie die Drautalbahn (Bahnhof Kleblach-Lind, 1880/90 errichtet).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat von Kleblach-Lind hat 15 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2015 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Manfred Fleißner (ÖVP).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen mit Stufenteilung der Herren von Lind wurde schon auf dem Grabstein des Perchthold von Lind 1349 verwendet, die Familie führte es in der Folge unverändert weiter. Die Umstände der Motivwahl sind unbekannt. Die Gemeinde übernahm das Wappen unverändert, es wurde ihr am 19. Februar 1977 mit folgender Blasonierung verliehen: „Ein silberner Schild mit rechter roter Stufe geteilt.“ Die Flagge ist Weiß-Rot mit eingearbeitetem Wappen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kleblach-Lind – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften