Klecksographie

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Klecksographie Justinus Kerners
Faltbild von Hermann Rorschach

Als Klecksographie (oder Faltbilder) bezeichnet man die Darstellung von Mustern und Figuren aus Farbklecksen.

Faltet man Papier, auf dem man Kleckse aus Tinte aufgebracht hat, in der Mitte, entstehen symmetrische Darstellungen, die man als gegenständliche Darstellungen interpretieren kann.

Bereits Justinus Kerner kannte dieses Verfahren. In der Psychodiagnostik wurde es zur Grundlage des Rorschach-Tests.

Eine kleine Ausstellung im Graphischen Kabinett des Kölner Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud widmete sich unter dem Titel "Die Klecksographie Zwischen Fingerübung und Seelenschau" vom 9. August bis zum 13. Oktober 2013 dem Thema.

In der Dauerausstellung "Unterm Parnass" des Schiller-Nationalmuseums in Marbach sind zahlreiche Klecksographien aus Justinus Kerners Buch Klecksographien ausgestellt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Rühmkorf: Kleine Fleckenkunde, Insel Verlag, Leipzig 1988 - Insel-Bücherei 1082 (ISBN 3-7351-0048-1)
  • Susanne Niedernolte: Klecksende Künstler. Das Berliner Kaffeeklecksalbum Wilhelm von Kaulbachs, Michael Echters und Julius Muhrs. Ibidem, Hannover 2010. ISBN 978-3-8382-0130-6
  • Die Klecksographie - Zwischen Fingerübung und Seelenschau, Thomas Ketelsen [Hg.], Band 11 der Reihe "Der ungewisse Blick", 73 S., Köln 2013. ISBN 3-938800-14-3
  • Andrea Fix: Das Theatrum Mundi des Justinus Kerner. Klebealbum, Bilderatlas, Collagenwerk, Marbacher Magazin 130, Marbach 2010. ISBN 978-3-937384-65-8