Klein Möringen

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Klein Möringen
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 36′ 15″ N, 11° 43′ 40″ O
Höhe: 46 m
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Möringen
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 039329
Klein Möringen (Sachsen-Anhalt)
Klein Möringen
Klein Möringen
Lage in Sachsen-Anhalt

Klein Möringen ist ein Ortsteil von Stendal im Bundesland Sachsen-Anhalt. Bis zum 31. Dezember 2009 gehörte Klein Möringen zur Gemeinde Möringen in der Verwaltungsgemeinschaft Stendal-Uchtetal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Morungen“ wurde 1201 das erste Mal in einer Urkunde erwähnt. Der Ort soll ursprünglich slawische Siedlung gewesen sein, später wird er als eine wüste Ortschaft genannt. In diesem Ort „Morungen“ soll auch eine Straße mit dem Namen „Nippo“ oder „Nippof“ gewesen sein, aus der Ort Klein Möringen entstanden sein soll.

Die Endung des Ortsnamens weist auf eine Nordschwabengründung hin und bedeutet „Siedlung am Moor“. Hier könnte das Moor oder der Morast der vorüberfließenden Uchte gemeint sein. Klein Möringen wurde von Wenden bewohnt. An die wendischen Bewohner erinnert noch die Feldmark „Wenddorf“.

Als Besitzer von Duo Moringen, Majus et Minus wird 1238 der Graf Siegfried von Osterburg genannt[1], der beide Orte vom Kloster St. Ludgeri (Helmstedt) zu Lehen erhalten hat. 1268 wird erstmals ein Ritter namens „Morunge“ erwähnt. Die Familie derer von Gohre, derer von der Schulenburg (1510) und später die von Reinhardt besaßen das Dorf bzw. das Rittergut.

Am 1. Juli 1950 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Klein Möringen und Groß Möringen zur neuen Gemeinde Möringen.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Ortes sind noch zwei Zeugen früherer Geschichte vorhanden. Westlich des Ortes im Wald, am Weg nach Deetz befinden sich zwei Hünengräber sowie die Überreste einer alten Kapelle, „Die Rassau“, drei Kilometer westlich am Weg von Steinfeld (Altmark) nach Querstedt.

Die Feldsteinkirche Klein Möringen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie wird „Christuskirche“ genannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, S. 98–99.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Wilhelm Behrends: Graf Siegfried von Osterburg und Altenhausen resigniert viele Dörfer und Grundstücke in der Altmark 1238. Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 4. Jahresbericht, 1841, S. 51 (altmark-geschichte.de [PDF]).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345.