Kleinau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kleinau
Koordinaten: 52° 47′ 59″ N, 11° 30′ 43″ O
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 21,41 km²
Einwohner: 581 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039399

Kleinau ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinau liegt inmitten der Altmark, etwa zehn Kilometer südlich von Arendsee (Altmark), wo mit der B 190 die nächste Fernstraße verläuft. Die Gemarkung von Kleinau ist zum Teil von Kiefernwäldern bestanden und erstreckt sich abschnittsweise in einem Niederungsgebiet. Die Landschaft rund um Kleinau ist Standort zahlreicher Feuchtwiesen. Das Wirtschaftsleben wird durch den Anbau von Salat- und Kohlfeldern in der „Agrofarm Kleinau“ geprägt.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft Kleinau gehören die Ortsteile Kleinau, Dessau und Lohne.

Weiterhin liegt die Wüstung des ehemaligen Ortes Buckau auf der Gemarkung Kleinaus. Das Dorf wurde im dreißigjährigen Krieg zerstört.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kleinau (382 EW)
  • Dessau (138 EW)
  • Lohne (218 EW)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße in Lohne im Sommer

Die heute zur Gemeinde Kleinau gehörenden Ortschaften wurden alle frühestens im 12. und 13. Jahrhundert erwähnt. Der erste schriftliche Nachweis von Kleinau stammt aus dem Jahre 1274, Dessau erschien erstmals 1297 in den Urkunden und Lohne wurde ab 1366 genannt.

Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Dessau und am 1. Februar 1974 die Gemeinde Lohne in Kleinau eingemeindet.[2]

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Kleinau am 18. Mai 2009, dass die Gemeinde Kleinau in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[3][4]

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Kleinau werden Kleinau, Dessau und Lohne Ortsteile der Stadt Arendsee (Altmark). Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Kleinau und künftigen Ortsteile Kleinau, Dessau und Lohne wurden zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Kleinau wurde ein Ortschaftsrat mit neun Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Hans-Georg Kempcke.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet finden sich drei Sakralbauten: eine Backsteinkirche von 1896 in Lohne, eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert in Dessau sowie in Kleinau eine weitere Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert. Im Ortsteil Lohne ist neben einem bronzezeitlichen Gräberfeld auch der äußerst alte Eichenbestand zu erwähnen. Kulturgeschichtlich herausragend ist in Dessau eine Landwehr, die an der Straße nach Heiligenfelde gelegen ist und eine der besterhaltenen Festungen dieser Art in der Altmark darstellt. Sehenswert sind weiterhin ein Steinkreuz im Hauptort Kleinau und ein Schulmuseum.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 2. September 2014, § 1 (4), S. 1 (stadt-arendsee.eu [PDF; 45 kB; abgerufen am 3. Februar 2017]).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 361f.
  3. Amtsblatt des Landkreises Nr. 8/2009 Seite 228–230 (Memento vom 11. Oktober 2010 im Internet Archive)
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010