Kleine Kalmit

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Kleine Kalmit
Mater-Dolorosa-Kapelle auf der Kuppe

Mater-Dolorosa-Kapelle auf der Kuppe

Höhe 270,5 m ü. NHN [1]
Lage bei Ilbesheim (Landkreis Südliche Weinstraße) und Landau in der Pfalz (kreisfreie Stadt), Rheinland-Pfalz (Deutschland)
Gebirge Haardtrand
Koordinaten 49° 11′ 11″ N, 8° 3′ 28″ OKoordinaten: 49° 11′ 11″ N, 8° 3′ 28″ O
Kleine Kalmit (Rheinland-Pfalz)
Kleine Kalmit
Besonderheiten Mater-Dolorosa-Kapelle
Informationstafel Naturschutzgebiet „Kleine Kalmit“

Die Kleine Kalmit (von lateinisch calvus mons, deutsch ‚kahler Berg‘) ist eine 270,5 m ü. NHN[1] hohe Erhebung im Hügelland vor der Haardt, dem Ostrand des Pfälzerwalds in Rheinland-Pfalz. Sie liegt auf der Gemarkung von Vororten der kreisfreien Stadt Landau in der Pfalz und von Ilbesheim im Landkreis Südliche Weinstraße. Ihr Name ist zur Unterscheidung von der Kalmit (auch Große Kalmit genannt; 672,6 m) mit dem Attribut klein versehen. Auf der Kuppe steht die Mater-Dolorosa-Kapelle[2] (Kapelle zum Troste der Armen) als weithin sichtbares Wahrzeichen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleine Kalmit erhebt sich im Osten des Naturparks Pfälzerwald. Ihr Gipfel liegt in der Südpfalz etwa 15 km südsüdwestlich der in der Haardt gelegenen Kalmit und 6 km südwestlich der Kernstadt von Landau. Ihr größerer Flächenanteil zählt zur Gemarkung des 1,2 km nordöstlich gelegenen Arzheim, 1,8 km südöstlich liegt Wollmesheim; beide sind Stadtteile von Landau. Die Süd- und Westseite gehört zur wenige Hundert Meter südwestlich gelegenen Ortsgemeinde Ilbesheim.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleine Kalmit gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Nördliches Oberrheintiefland (Nr. 22), in der Haupteinheit Haardtrand (220) und in der Untereinheit Oberhaardt (220.2) zum Naturraum Südliche Oberhaardt (220.21).

Fließgewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Norden fällt die Landschaft der Kleinen Kalmit in das Tal des Ranschbachs ab, der Arzheim nördlich passiert, und nach Südwesten und Süden in das Tal des Birnbachs, der dort durch Ilbesheim und durch Wollmesheim fließt; beide sind rechte Zuflüsse der Queich.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kleine Kalmit gilt als botanisches Kleinod mit einem reichen Vorkommen der seltenen Küchenschelle. Zur artenreichen Fauna gehören 87 Arten von Spinnen und 43 Arten von Schmetterlingen. Auf Kleinteilen der Erhebung liegt das Naturschutzgebiet Kleine Kalmit (CDDA-Nr. 164113; 1984 ausgewiesen; 5,65 ha groß).[3] Vor Ort fand man versteinerte Haifischzähne sowie menschliche Artefakte aus der Steinzeit.[4]

Wirtschaft, Verkehr, Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der bei Ilbesheim gelegenen Süd- und Westflanke der Kleinen Kalmit wird Weinbau betrieben und ein kleiner Safran­anbau gepflegt, der einzige in der Pfalz. 1956 wurde die Gebietswinzergenossenschaft Kleine Kalmit gegründet, die Vorläufer der seit 1967 bestehenden Winzergenossenschaft Deutsches Weintor war.

Nördlich vorbei an der Kleinen Kalmit führt durch Arzheim die Kreisstraße 6; sie geht in die Landesstraße 20 über, die westlich der Erhebung das Dorf Ilbesheim passiert. Die L 20 stößt südwestlich der Erhebung auf 221 m Höhe auf die L 509, die durch Südteile von Ilbesheim und östlich davon durch Wollmesheim verläuft. Über die Kleine Kalmit führt die Südroute der Pfälzer Jakobswege.

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panoramablick bei Sonnenuntergang von der Kleinen Kalmit über Ilbesheim hinweg zur Haardt

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kleine Kalmit – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rechtsverordnung über das Naturschutzgebiet „Kleine Kalmit“, Landkreis Südliche Weinstraße und kreisfreie Stadt Landau/Pfalz, vom 28. Juni 1984. (naturschutz.rlp.de PDF; 143 kB)
  • Naturschutzgebiet Kleine Kalmit, Allgemeine und Verwaltungstechnische Informationen, Auszug aus Osiris Rheinland-Pfalz (map.naturschutz.rlp.de)
  • Kleine Kalmit mit Naturschutzgebiet, topographische Karte (map1.naturschutz.rlp.de)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. Die Kapelle auf der kleinen Kalmit. palzpix.de, abgerufen am 11. November 2014.
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Naturschutzgebiet „Kleine Kalmit“. Informationstafel vor Ort.