Kleiner Schwarzspitzenhai

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Kleiner Schwarzspitzenhai
Kleiner Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus)

Kleiner Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus)

Systematik
ohne Rang: Haie (Selachii)
Überordnung: Galeomorphii
Ordnung: Grundhaie (Carcharhiniformes)
Familie: Requiemhaie (Carcharhinidae)
Gattung: Carcharhinus
Art: Kleiner Schwarzspitzenhai
Wissenschaftlicher Name
Carcharhinus limbatus
(Müller & Henle, 1839)

Der Kleine Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus) gehört zur Familie der Requiemhaie (Charcharhinidae).

Körperbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kleine Schwarzspitzenhai ist ein 1,5 bis 2,5 m großer Hai mit langer, spitzer Schnauze. Der Beginn der ersten Rückenflosse liegt auf Höhe oder leicht hinter dem Ansatz der Bauchflossen. Die Färbung ist dunkelgrau auf dem Rücken und weißlich am Bauch. Alle Flossen außer der Analflosse sind an den Spitzen dunkel gefärbt.

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiete des Kleinen Schwarzspitzenhais

Der Lebensraum ist von der Oberfläche bis in etwa 30 Meter Tiefe, teilweise auch in Flussmündungen. Weitverbreitet in tropischen und subtropischen Meeren:

  • westlicher Atlantik (Massachusetts bis Südbrasilien),
  • östlicher Atlantik (Kanarische Inseln bis Zaire),
  • westliches Mittelmeer,
  • Indischer Ozean (Südafrika über Indien bis nach Thailand und Australien),
  • westlicher Pazifik (Philippinen, China) und
  • östlicher Pazifik (Kalifornien bis Peru), sowie Hawaii, Tahiti und Galapagosinseln.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kleine Schwarzspitzenhai ist lebendgebärend mit 4 bis 7 Jungtieren und wird bis zu 12 Jahren alt. Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung verfügt diese Haiart zusätzlich über die Fähigkeit sich mittels Jungfernzeugung zu vermehren.[1][2] Der Kleine Schwarzspitzenhai ist nicht die einzige Haiart die sich parthenogenetisch fortzupflanzen vermag: Auch beim Schaufelnasen-Hammerhai konnte die eingeschlechtlichen Fortpflanzung nachgewiesen werden.[3][4]

Nahrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nahrung besteht aus Fischen wie zum Beispiel Sardinen, Heringen, Makrelen und Plattfischen, teilweise auch Schalentiere und Weichtiere. Auch bei dieser Art kommt es vor, dass er bei der Jagd nach Schwarmfischen aus dem Wasser springt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demian D. Chapman et al. (8. Oktober 2008): Parthenogenesis in a large-bodied requiem shark, the blacktip Carcharhinus limbatus Parthenogenesis in a large-bodied requiem shark, the blacktip Carcharhinus limbatus. In: Journal of Fish Biology, Bnd. 73 S. 1473–1477 doi:10.1111/j.1095-8649.2008.02018.x
  2. Martin Schäfer: Wie der Haifisch zum Kinde kommt. In: wissenschaft.de. 10. Oktober 2018, archiviert vom Original am 10. Oktober 2008; abgerufen am 8. Juli 2019.
  3. Demian D. Chapman et al. (22. August 2007): Virgin birth in a hammerhead shark. In: Biology letters, Band 3(4), S. 425–427, PMID 17519185.
  4. SPON: Hammerhaie beherrschen Single-Trick

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kleiner Schwarzspitzenhai (Carcharhinus limbatus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien