Kleingladenbach

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Kleingladenbach
Gemeinde Breidenbach
Ehemaliges Gemeindewappen von Kleingladenbach
Koordinaten: 50° 53′ 6″ N, 8° 25′ 48″ O
Höhe: 344 (345–350) m ü. NHN
Fläche: 5,31 km²[1]
Einwohner: 710
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 35236
Vorwahl: 06465
Luftaufnahme von Kleingladenbach
Luftaufnahme von Kleingladenbach

Kleingladenbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Breidenbach im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt nördlich von Niederdieten, südlich von Wiesenbach und östlich von Breidenbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleingladenbach wurde zum ersten Mal am 16. Juni 913 als Gladenbach urkundlich erwähnt. Anfang des 19. Jahrhunderts wird der Ort in Kleingladenbach umbenannt. Wegen der Unbeliebtheit dieses Namens wurde der Ort schließlich wieder in Gladenbach umbenannt und erhielt den Zusatz „Breidenbach“. 1960 wurde der Ort letztendlich in „Kleingladenbach“ umbenannt, da es immer wieder zu Verwechslungen bei der Post mit Gladenbach kam. Deswegen wird der ehemalige Namensvetter von den Einwohnern auch als „Groß-Gladenbach“ bezeichnet.[2]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1971 wurde Kleingladenbach im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Nachbargemeinde Breidenbach eingegliedert.[3][4]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Kleingladenbach lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[1][5]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1577: 18 Hausgesesse
• 1630: 15 Hausgesesse. 4 zweispännige, 10 einspännige Ackerleute, 1 Einläuftige,
• 1742: 26 Haushalte
Kleingladenbach: Einwohnerzahlen von 1791 bis 1967
Jahr  Einwohner
1791
  
186
1830
  
237
1834
  
276
1840
  
289
1846
  
296
1852
  
274
1858
  
225
1864
  
243
1871
  
246
1875
  
265
1885
  
206
1895
  
257
1905
  
286
1910
  
297
1925
  
308
1939
  
346
1946
  
493
1950
  
483
1956
  
431
1961
  
459
1967
  
499
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1791:[6]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 206 evangelische und keine katholischen Einwohner
• 1961: 399 evangelische, 59 römisch-katholische Einwohner

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1867: Erwerbspersonen: 38 Landwirtschaft, 8 Gewerbe und Industrie, 1 Verkehr, 11 persönliche Dienstleistungen.
• 1961: Erwerbspersonen: 123 Land- und Forstwirtschaft, 115 produzierendes Gewerbe, 15 Handel und Verkehr, 14 Dienstleistungen und Sonstiges.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Rot, eine goldene Linde, belegt mit einer auffliegenden silbernen Friedenstaube im schwarzen Kreisfeld.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort besitzt einen Skihang mit Skihütte und Schlepplift samt Skiverein, einen Männergesangsverein und eine Burschenschaft. Des Weiteren gibt es eine Freiwillige Feuerwehr, einen Sportplatz und eine Gemeindebücherei.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Kleingladenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. kleingladenbach.de
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 52 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 350.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. a b Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 190, 171 (online bei HathiTrust’s digital library).
  7. Wilhelm von der Nahmer: Handbuch des Rheinischen Particular-Rechts: Entwickelung der Territorial- und Verfassungsverhältnisse der deutschen Staaten an beiden Ufern des Rheins : vom ersten Beginnen der französischen Revolution bis in die neueste Zeit. Band 3. Sauerländer, Frankfurt am Main 1832, S. 430 (bei google books).