Kleinmürbisch

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Kleinmürbisch
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kleinmürbisch
Kleinmürbisch (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Güssing
Kfz-Kennzeichen: GS
Fläche: 4,29 km²
Koordinaten: 47° 2′ N, 16° 19′ OKoordinaten: 47° 2′ 1″ N, 16° 19′ 27″ O
Höhe: 260 m ü. A.
Einwohner: 231 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7540
Vorwahl: 03322
Gemeindekennziffer: 1 04 22
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Kleinmürbisch 1
7540 Kleinmürbisch
Website: www.kleinmuerbisch.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Wolf (LWKLM)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(11 Mitglieder)
6
5
Insgesamt 11 Sitze
  • LWKLM: 6
  • SPÖ: 5
Lage von Kleinmürbisch im Bezirk Güssing
BildeinBocksdorfBurgauberg-NeudaubergEberauGerersdorf-SulzGroßmürbischGüssingGüttenbachHackerberg (Güssing)HeiligenbrunnHeugrabenInzenhofKleinmürbischKukmirnMoschendorfNeuberg im BurgenlandNeustift bei GüssingOlbendorfOllersdorf im BurgenlandRauchwartRohr im BurgenlandSankt Michael im BurgenlandStegersbachStinatzStremTobajTschanigrabenWörterbergBurgenlandLage der Gemeinde Kleinmürbisch im Bezirk Güssing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Kleinmürbisch (ungarisch Felsőmedves, Kismedves; kroatisch Mali Medveš)[1] ist eine Gemeinde mit 231 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Güssing im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Kleinmürbisch ist die einzige Ortschaft in der Gemeinde. Weitere Orte sind Glockenberg, Graben, Oberberg und Unterberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Güssing
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Inzenhof Großmürbisch

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Felsömedves verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Kleinmürbisch war bis 31. Dezember 1970 eine selbständige Gemeinde. Im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes vom 1. September 1970 wurde per 1. Jänner 1971 Kleinmürbisch mit den vordem ebenfalls eigenständigen Gemeinden Glasing, Großmürbisch, Inzenhof, Neustift bei Güssing und Tschanigraben zur neuen Großgemeinde Neustift bei Güssing vereinigt.[2] Nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs erhielt Kleinmürbisch per 1. Juni 1991 wieder die Selbständigkeit. Bis 1997 fand die Verwaltung von Kleinmürbisch im Gemeindeverband in Güssing statt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2022
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,20
(n. k.)
40,80
(−5,90)
8,00
(n. k.)
n. k.
(−40,53)
n. k.
(−12,78)
LWKLM
LHU
LK-ÖVPA1
2017

2022

Gemeindeamt und Feuerwehrhaus

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 9 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022[5][6] 2017[7] 2012[8] 2007[9] 2002[10] 1997[10]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
LWKLM2) 128 51,20 6 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
SPÖ 102 40,80 5 106 46,70 4 129 58,11 5 124 54,63 5 83 39,90 5 60 29,56 3
LHU3) 20 8,00 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
LK-ÖVP1) nicht kandidiert 92 40,53 4 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert 29 12,78 1 nicht kandidiert 8 3,52 0 28 13,46 1 28 13,79 1
ÖVP nicht kandidiert nicht kandidiert 93 41,89 4 95 41,85 4 97 46,63 5 115 56,65 5
Wahlberechtigte 268 248 248 247 257 220
Wahlbeteiligung 95,90 % 94,76 % 93,55 % 93,12 % 87,94 % 93,64 %
1) Liste Kleinmürbisch & Andere – Volkspartei
2) Liste Wolf Kleinmürbisch - ÖVP nahe
3) Liste Hamerl Unabhängig

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Gemeinde mit 1. Juni 1991 wieder ihre Selbständigkeit erhielt, wurde Ferdinand Semler (ÖVP) zum Bürgermeister gewählt.[3] Bei der Bürgermeisterdirektwahl 2002 unterlag er Martin Frühwirth, der 51,75 % erreichte, obwohl die ÖVP die Mehrheit im Gemeinderat behielt.[10] Bei den folgen Wahlen 2007 konnte er seine Zustimmung auf 55,11 % und 2012 auf 63,76 % weiter ausbauen.[9][8] Bei der Wahl am 1. Oktober 2017 erreichte Frühwirth im ersten Wahlgang 46,26 % gegen Wolfgang Wolf (Liste Kleinmürbisch & Andere – Volkspartei, 44,93 %) und Edmund Hamerl (FPÖ, 8,81 %).[11] In der Sichtwahl setzte sich Frühwirth mit 51,26 % gegen Wolf durch.[7]

Bei der Wahl 2022 wurde Wolfgang Wolf zum Bürgermeister gewählt.[6]

In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Ewald Schaberl (ÖVP) zum Vizebürgermeister gewählt.[12]

Leiter des Gemeindeamts ist Willibald Klucsarits.[13]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018: Franz Dragosits (* 1938), ehem. Vizebürgermeister von Kleinmürbisch[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kleinmürbisch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 83.
  2. Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (PDF-Dokument; abgerufen am 24. Jänner 2018)
  3. a b ÖVP Kleinmürbisch: Gemeinde-Verwaltung (Memento des Originals vom 22. September 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kleinmuerbisch.net (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  4. Röm.-Kath. Pfarre Großmürbisch. In: martinus.at. Diözese Eisenstadt, abgerufen am 20. Oktober 2022.
  5. Gemeinderatswahlen 2022-10-02. Land Burgenland, abgerufen am 5. Oktober 2022.
  6. a b Kundmachung. (PDF) Gemeinde Kleinmürbisch, abgerufen am 5. Oktober 2022.
  7. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2017 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  8. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2012 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  9. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2007 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  10. a b c Land Burgenland: Wahlergebnis Kleinmürbisch 2002 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  11. Land Burgenland: Ergebnis Bürgermeisterwahl Kleinmürbisch 2017 (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  12. Gemeinde Kleinmürbisch: Gemeinde (Memento des Originals vom 9. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kleinmuerbisch.at (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  13. Gemeinde Kleinmürbisch: Team der Gemeinde (Memento des Originals vom 8. September 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kleinmuerbisch.at (abgerufen am 25. Jänner 2018)
  14. https://www.meinbezirk.at/guessing/c-politik/kleinmuerbisch-hat-einen-neuen-ehrenbuerger_a3029706 (abgerufen am 9. Februar 2019)