Kleinpaschleben

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Kleinpaschleben
Wappen von Kleinpaschleben
Koordinaten: 51° 46′ 59″ N, 11° 52′ 59″ O
Höhe: 72 m ü. NN
Fläche: 13,98 km²
Einwohner: 928 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 06369
Vorwahl: 034979
Dorfstraße
Kirche von 1781
Bieler-Grabdenkmal von 1808

Kleinpaschleben ist ein Ortsteil der Gemeinde Osternienburger Land im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinpaschleben liegt zwischen Bernburg (Saale) und Köthen (Anhalt) am Rande des Biosphärenreservates Mittlere Elbe. Zur ehemaligen Gemeinde Kleinpaschleben gehörte der Ortsteil Mölz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinpaschleben wurde erstmals im Jahr 1179 urkundlich erwähnt und früher meist Klein-Paschleben geschrieben. 1682 wütete hier die Pest und in derselben Zeit war ein "großer Brand" in dem Ort gewesen. Die Kirche befand sich ursprünglich etwas außerhalb in der Dorfstätte Scharwegk, bis im Jahr 1781 eine neue Kirche im Ort erbaut und in Gegenwart des Fürsten Karl Georg Lebrecht von Anhalt-Köthen eingeweiht wurde.

In Kleinpaschleben gab es das sogenannte "Bieler'sche Freigut"[1], welches vom Domänenpächter und Gutsbesitzer Oberamtmann (Johann) Christoph Gottfried Bieler (* 1743 in Baasdorf, † 1808 in Kleinpaschleben) und seiner Ehefrau Sophie (Christina) Wilhelmine Erxleben[2] (* 1748 in Großbadegast, † 1820 in Kleinpaschleben) betrieben wurde[3]. Das Bieler-Grabmal auf dem Kirchhof gibt auf einer Seite Auskunft über Titel und Alter des Verstorbenen, auf einer anderen lautet die Inschrift: „Er verheiratete sich im Jahre 1761 mit Demois. Sophie Wilhelmine Erxleben welche als Mutter von 9 Söhnen und Töchtern an seinem Grabe den rechtschaffenen Gatten und Vater beweint“.

Im frühen 19. Jahrhundert existierte in Kleinpaschleben eine Seifenfabrik (Grünsiederei). Um das Jahr 1830 zählte man 73 Häuser mit 467 Einwohnern.

Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Kleinpaschleben, Chörau, Diebzig, Dornbock, Drosa, Elsnigk, Großpaschleben, Zabitz, Libbesdorf, Micheln, Osternienburg, Reppichau, Trinum und Wulfen zur Einheitsgemeinde Osternienburger Land zusammen.[4] Gleichzeitig wurde die Verwaltungsgemeinschaft Osternienburg, zu der diese Gemeinden gehörten, aufgelöst.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kleinpaschleben

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein silberner Pelikan mit ausgebreiteten Schwingen, sich mit dem Schnabel die Brust verletzend und mit dem aus der roten Wunde tropfenden Blut seine drei im goldenen Nest vor ihm sitzenden silbernen Jungen nährend.“

Das Wappen wurde vom Magdeburger Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und am 21. Mai 2008 durch den Landkreis genehmigt.

Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Silber (Weiß) - Rot.[5]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.[6]

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kleinpaschleben befindet sich die Grundschule Dr. Enno Sander.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Lindner: Geschichte und Beschreibung des Landes Anhalt, Verlag Ackermann, 1833, S. 603, Google books

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kleinpaschleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden,GenWiki
  2. eine verwandtschaftliche Beziehung zu der berühmten Ärztin Dorothea Christiane Erxleben, geb. Leporin, konnte nicht festgestellt werden - siehe dort
  3. Geneanet, genealogy.net, genealogy.net
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  5. Urkunde des Landkreises zur Wappengenehmigung im Amtsblatt Nr. 11/2008 (PDF; 71 kB)
  6. Urkunde des Landkreises zur Flaggengenehmigung im Amtsblatt Nr. 11/2008 (PDF; 71 kB)