Kleitos der Schwarze

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Kleitos der Schwarze († 328 v. Chr.) war der Sohn des Dropidas. Seine Schwester Lanike war die Amme Alexanders des Großen.

Kleitos war ein treuer Freund und Offizier von Alexander und dessen Vater, Philipp II. Nach der Ermordung Philipps begleitete er Alexander auf dessen Persienfeldzug. Bei der Schlacht am Granikos rettete er Alexander das Leben, als ein persischer Satrap ihn mit seiner Streitaxt töten wollte. Doch wenige Jahre später, im Jahre 328 v. Chr., ereignete sich bei einem Gastmahl in Marakanda ein Zwischenfall, der Kleitos das Leben kostete: Er war bereits zuvor als Offizier der Kavallerie entlassen worden und hatte an diesem Abend zu viel Wein getrunken, als er begann, auf Alexander zu schimpfen und seinen Vater Philipp II. zu loben. Kleitos, der altmakedonisch gesinnt war, sollte demnächst nach Baktrien aufbrechen. Grund war vermutlich sein Alter, aber Kleitos sah dies als Herabsetzung an. Es ist auch möglich, dass Kleitos bei dieser Gelegenheit Kritik an der Proskynese, einem von Alexander übernommenen persischen Hofritual, geübt hat. Schließlich entriss Alexander wutentbrannt einem Leibwächter den Speer und tötete damit den unbewaffneten Kleitos.[1]

Später jedoch bedauerte Alexander seine Tat zutiefst. Auch das Verhältnis zu seinen übrigen Gefährten war von nun an, zumindest zeitweise, getrübt. Alexander hatte gegenüber seinen Vertrauten nun eine herrische Haltung angenommen. Viele Vertraute wagten nach dem Vorfall nun nicht mehr, Alexander offen zu kritisieren. Man fürchtete um sein eigenes Leben und wollte Alexanders Gunst nicht verlieren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldemar Heckel: The Marshals of Alexander’s Empire. London 1992, S. 34–37.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plutarch, Alexander 50–52.