Klemens Murańka

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Klemens Murańka Skispringen
Klemens Murańka 2015

Klemens Murańka 2015

Nation PolenPolen Polen
Geburtstag 31. August 1994 (24 Jahre)
Geburtsort Zakopane, Polen
Karriere
Verein TS Wisła Zakopane
Pers. Bestweite 221,5 m (Planica 2015)
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
EYOF-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
PM-Medaillen 2 × Gold 8 × Silber 5 × Bronze
Skisprung-WMVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Bronze0 2015 Falun Team
FIS Skisprung-Junioren-WM
0Silber0 2012 Erzurum Team
0Silber0 2013 Liberec Einzel
0Silber0 2013 Liberec Team
0Gold0 2014 Val di Fiemme Team
Olympische Ringe Europäisches Olympisches Jugendfestival
0Gold0 2011 Liberec Team
Logo des Polnischen Skiverbands Polnische Meisterschaften
0Bronze0 2007 Zakopane Sommer K-85
0Silber0 2007 Zakopane K-120
0Gold0 2008 Wisła Sommer Team
0Silber0 2009 Szczyrk Team
0Bronze0 2010 Szczyrk Sommer Team
0Gold0 2011 Szczyrk Team
0Silber0 2012 Zakopane Team
0Silber0 2013 Szczyrk Sommer K-95
0Bronze0 2013 Wisła Team
0Silber0 2014 Wisła Sommer Team
0Silber0 2015 Wisła Sommer K-120
0Silber0 2015 Szczyrk Sommer Team
0Bronze0 2015 Zakopane Team
0Bronze0 2016 Wisła Sommer K-120
0Silber0 2016 Wisła Team
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 21. Januar 2011
 Gesamtweltcup 38. (2013/14)
 Skiflug-Weltcup 33. (2013/14)
 Vierschanzentournee 21. (2013/14)
 Raw Air 64. (2017)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Teamspringen 0 1 1
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 03. August 2013
 Gesamtwertung Grand Prix 28. (2017)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 0 0 1
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 18. März 2007
 COC-Siege (Einzel) 10  (Details)
 Gesamtwertung COC 07. (2017/18)
 Beskiden-Tour 01. (2017)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 10 8 3
letzte Änderung: 11. August 2019

Klemens Murańka (* 31. August 1994 in Zakopane) ist ein polnischer Skispringer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Murańka, der für den TS Wisła Zakopane springt, erreichte bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2010 in Hinterzarten im Einzel den 26. und mit der Mannschaft den fünften Platz. Er qualifizierte sich erstmals am 21. Januar 2011 im heimischen Zakopane für einen Weltcup-Wettbewerb. Ende Januar 2011 wurde er bei den Junioren-Weltmeisterschaften im estnischen Otepää Elfter im Einzel und Vierter mit der polnischen Mannschaft. Weitere drei Wochen später wurde er mit seinem Verein in Szczyrk zum ersten Mal polnischer Mannschaftsmeister.[1] Im selben Jahr gewann er mit dem polnischen Team den Mannschaftswettbewerb beim Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival 2011 im tschechischen Liberec.

Nachdem Murańka am 29. Januar 2012 in Bischofshofen als Dritter erstmals auf das Siegerpodium eines Continental-Cup-Springens steigen konnte, gewann er bei der Junioren-WM 2012 im türkischen Erzurum mit der polnischen Mannschaft, zu der außer ihm noch Tomasz Byrt, Bartłomiej Kłusek und Aleksander Zniszczoł gehörten, die Silbermedaille im Teamspringen[2] und wurde Sechster im Einzelwettkampf. Am 3. März 2012 sprang er beim Mannschaftsspringen im finnischen Lahti mit der polnischen Equipe als Dritter erstmals auf einen Podestplatz im Weltcup.[3] Sein bis dahin erfolgreichstes Karrierejahr rundete er mit zwei zweiten Plätzen bei den Continental-Cup-Springen am 8. und 9. Dezember im kasachischen Almaty ab.[4]

Nach einem Sturz bei einem Trainingssprung in Österreich musste Murańka im Sommer 2012 wegen einer Hornhautverletzung mehrfach am Auge operiert werden und deshalb mehrere Wochen mit dem Training aussetzen.[5] Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 im tschechischen Liberec konnte er mit der polnischen Mannschaft, zu der neben ihm diesmal Kłusek, Zniszczoł und Krzysztof Biegun gehörten, die Silbermedaille verteidigen und im Einzelwettbewerb ebenfalls den zweiten Platz belegen.[6]

Am 21. September 2013 gelang ihm beim Sommer-Springen in Klingenthal der erste Continental-Cup-Sieg seiner Karriere, dem er am Folgetag gleich den zweiten folgen ließ.[7] Sein erstes Top-Ten-Ergebnis und damit sein bisher bestes Einzelergebnis bei einem Weltcupspringen erreichte er am 21. Dezember 2013 im schweizerischen Engelberg, als er Siebter wurde.[8] Im Februar 2014 wurde er im Einzelwettbewerb der Junioren-Weltmeisterschaften im italienischen Fleimstal zwar lediglich Achter, gewann mit der polnischen Equipe jedoch gemeinsam mit Jakub Wolny, Zniszczoł und Biegun den Titel im Mannschaftswettbewerb.[9] Seinen ersten Continental-Cup-Erfolg auf Schnee konnte er am 7. Februar 2014 im US-amerikanischen Iron Mountain feiern.[10] Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2014 im tschechischen Harrachov belegte er im Einzel den 25. Platz.

Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2015 im schwedischen Falun belegte er in den beiden Einzelwettbewerben die Plätze 17 auf der Normalschanze und 20 auf der Großschanze. Im Mannschaftswettbewerb auf der Großschanze holte er zusammen mit Piotr Żyła, Jan Ziobro und Kamil Stoch die Bronzemedaille. Am 15. März 2015 erreichte er als Zehnter in Oslo seine zweite Top-Ten-Platzierung im Weltcup.

Im Sommer 2015 gewann er zwei Continental-Cup-Springen in Wisła und Frenštát pod Radhoštěm. Seine beste Platzierung in der Weltcup-Saison 2015/16 war ein 19. Rang in Nischni Tagil. Sowohl in dieser Saison als auch in der Saison 2016/17 pendelte er zwischen COC und Weltcup. Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 in Bad Mitterndorf wurde er 26. im Einzel und erreichte mit der polnischen Mannschaft den fünften Platz. In der Saison 2016/17 erreichte er dabei nur noch einmal die besten 30 als 27. in Lillehammer.

In die neue Saison und den Sommer-Continental-Cup 2017/18 startete Murańka am 7. und 8. Juli 2017 mit zwei Siegen auf der Normalschanze von Kranj.[11] Im August 2017 gewann Murańka nach zwei zweiten und einem dritten Platz in drei Wettbewerben die erstmals ausgetragene Beskiden-Tour 2017.[12] Am 26. August 2017 erzielte er seine erste Podestplatzierung im Sommer-Grand-Prix. In Hakuba wurde er Dritter hinter Junshirō Kobayashi und Kenneth Gangnes. Zudem gewann er die Sommer-COC-Wertung 2017. In der darauffolgenden Weltcup-Saison gehörte er beim Auftakt in Wisła zur nationalen Gruppe, scheiterte jedoch als 52. in der Qualifikation. Danach gehörte er nicht mehr zum polnischen Weltcup-Aufgebot und ging im FIS-Cup und im Continental Cup an den Start.

Erst ein Jahr später kam er – erneut beim Weltcup-Auftakt in Wisła – wieder zu einem Einsatz in der Weltcup-Qualifikation, konnte sich aber als 59. wieder nicht qualifizieren. Im Januar 2019 konnte er sich dann in Zakopane erdtmals seit knapp zwei Jahren wieder für ein Weltcupspringen qualifizieren, verpasste jedoch als 47. des ersten Durchgangs die Punkteränge deutlich.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Continental-Cup-Siege im Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Ort Typ
01. 21. September 2013 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
02. 22. September 2013 DeutschlandDeutschland Klingenthal Großschanze
03. 7. Februar 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Iron Mountain Großschanze
04. 25. Januar 2015 SlowenienSlowenien Planica Großschanze
05. 9. August 2015 PolenPolen Wisła Großschanze
06. 28. August 2015 TschechienTschechien Frenštát pod Radhoštěm Großschanze
07. 7. Juli 2017 SlowenienSlowenien Kranj Normalschanze
08. 8. Juli 2017 SlowenienSlowenien Kranj Normalschanze
09. 10. August 2019 PolenPolen Wisła Großschanze
10. 11. August 2019 PolenPolen Wisła Großschanze

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2011/12 56. 026
2012/13 75. 006
2013/14 38. 132
2014/15 42. 102
2015/16 50. 036
2016/17 65. 004

Grand-Prix-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Punkte
2013 32. 95
2015 51. 47
2016 34. 77
2017 28. 75

Continental-Cup-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Sommer Winter Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2007/08 092. 036 107. 036
2008/09 072. 072 090. 072
2009/10 099. 002 059. 091 077. 093
2010/11 028. 154 061. 085 046. 239
2011/12 038. 061 037. 157 041. 218
2012/13 021. 350 031. 350
2013/14 004. 273 020. 277 012. 550
2014/15 066. 037 024. 310 034. 347
2015/16 007. 312 044. 170 021. 482
2016/17 016. 442 025. 442
2017/18 001. 700 050. 107 007. 807
2018/19 093. 005 045. 128 066. 133

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klemens Murańka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Kamil Stoch polnischer Meister“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 3. März 2012.
  2. „Norweger sind Junioren-Weltmeister“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  3. „Österreicher können es auch auf kleinen Schanzen“ auf www.berkutschi.com, abgerufen am 3. März 2012.
  4. „COC-M: Kraft wiederholt Sieg in Almaty“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 12. Dezember 2012.
  5. „Augenverletzung bei Klemens Murańka“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 1. Februar 2013.
  6. „Jaka Hvala krönt sich zum Junioren-Weltmeister“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 1. Februar 2013.
  7. „COC-M: Muranka gewinnt erneut“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 22. Februar 2014.
  8. Ergebnisübersicht bei www.fis-ski.com, abgerufen am 22. Februar 2014.
  9. „JWM-Gold für das Team aus Polen“ bei www.berkutschi, abgerufen am 22. Februar 2014.
  10. „COC-M-Sieg für Klemens Muranka“ bei www.berkutschi.com, abgerufen am 22. Februar 2014.
  11. Continentalcup: Muranka startet mit Doppelsieg, auf skispringen.com, vom 8. Juli 2017. Abgerufen am 13. Juli 2017.
  12. Beskiden-Tour: Steiner und Muranka jubeln in Frenstat, auf skispringen.com, vom 20. August 2017. Abgerufen am 24. September 2017.