Klettgau

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Dieser Artikel beschreibt die Region Klettgau; zu anderen Bedeutungen siehe Klettgau (Begriffsklärung)
Blick vom Aussichtsturm Siblinger Randen über den Klettgau Richtung Westen. Im Vordergrund liegt Siblingen, dahinter Gächlingen und Hallau.
Ein Ammonit aus dem oberen Callovium des Klettgaus
Blick aus Pilotensicht über Raßbach beim Landeanflug auf den Flughafen Kloten, im Hintergrund die Glarner Alpen, im Vordergrund rechts der Sender Wannenberg links davon der Kalte Wangen

Klettgau ist der Name einer Landschaft und Region in Südbaden in Baden-Württemberg im Landkreis Waldshut und in der Schweiz in den Kantonen Aargau, Schaffhausen und Zürich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klettgau ist das Gebiet zwischen Hochrhein im Süden, Randen im Nordosten sowie dem Hotzenwald und Schwarzwald im Nordwesten.

Gebiet in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kanton Schaffhausen
Der Obere Klettgau, Blick über die Weinberge bei Hallau in Richtung Enge vor Schaffhausen und Neunkirch (rechts), umgeben vom Randengebirge

Im schweizerischen Teil des Klettgaus liegen die Bezirke Oberklettgau und Unterklettgau des Kantons Schaffhausen. Die folgenden Dörfer werden zum Klettgau gezählt: Beringen, Gächlingen, Guntmadingen, Hallau, Löhningen, Neunkirch, Oberhallau, Siblingen, Trasadingen, Wilchingen. Im Jahre 2005 wurden die Gemeinden Osterfingen und Wilchingen zur neuen Gemeinde Wilchingen fusioniert, auf Jahresbeginn 2013 hat Guntmadingen mit Beringen fusioniert und ist nun Ortsteil der Gemeinde Beringen. Schleitheim und Beggingen waren einst Teil der Landgrafschaft Stühlingen. Merishausen liegt nahe bei der Stadt Schaffhausen im Tal der Durach.

Kanton Zürich

Kleine Rheininseln gibt es bei Rüdlingen und bei Rietheim, Rheinau wird auch noch als (Kloster)-Insel bezeichnet. Das ehemalige Schloss Schwarzwasserstelz befand sich auf einer kleinen Felsinsel im Rhein. Bis zum Verkauf 1651 war das Rafzerfeld den Grafen von Sulz zu eigen, seither zählte es zum Zürichgau, heute zum Kanton Zürich.

Kanton Aargau

Bad Zurzach, Rekingen AG und Wislikofen waren von 1415 bis 1798 Teil der Grafschaft Baden, heute Kanton Aargau.

Gebiet in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesamte südöstliche Fläche des Landkreises Waldshut, von Tiengen im Westen über die Gemeinden Lauchringen, Küssaberg, Hohentengen, Klettgau, Dettighofen und Lottstetten bis nach Jestetten im Osten, ist geographischer und physischer Teil des Klettgaus. Eine kleine Rheininsel liegt bei Ettikon. Die von Hohenlupfen und später die Fürsten von Fürstenberg mit Sitz auf dem Schloss Hohenlupfen und in der Stadt Stühlingen bildeten später eine eigene Landgrafschaft, die Landgrafschaft Stühlingen. Diese wurde aufgrund der Lage im Wutachtal später auch als Wuotenamt bezeichnet. (Weitere Infos im Abschnitt Geschichte von →Horheim)

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Regenschatten von Schwarzwald und Randen gilt der Klettgau als trocken. Es fallen nur rund 900 Millimeter Regen pro Jahr.

Staatsgrenze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch nach dem Beitritt der Schweiz zum Schengener Abkommen wird die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz überwacht. Kontrolliert wird dabei der Warenverkehr zwischen dem Schweizer Zollgebiet und dem Zollgebiet der EU. Dies geschieht durch das Schweizer Grenzwachtkorps und die Deutsche Bundespolizei.

Für den Klettgau relevant sind die Zollübergänge Waldshut-Tiengen – Koblenz, Rheinheim – Bad Zurzach, Erzingen – Trasadingen, Jestetten – Neuhausen am Rheinfall, Lottstetten – Rafz und Stühlingen – Schleitheim. Bedeutung für den Transitverkehr hat der Grenzübergang bei Bargen, der über Neuhaus am Randen nach Blumberg führt und die A4 mit der B 314 verbindet. Zur Geschichte der Grenze siehe →Grenzbefestigungen der Schweiz.

Der Klettgau von Rechberg nach Grießen (rechts), und in das Tal bei Bühl, im Hintergrund die Alpen

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Detzeln und Krenkingen am Randgebiet des Klettgau zum Schwarzwald ist das Grundgebirge, im Steinbruch bei Detzeln der Porphyr des Schwarzwalds erschlossen. Das Grundgebirge des Schwarzwalds entstand durch magmatische Aufwölbung, hauptsächlich im Karbon als Teil der Variszischen Orogenese. Der Bonndorfer Graben und der Lenzkircher Graben entstanden durch Krustenbewegungen. In Perm, Trias und Jura wurden Sedimentschichten aufgelagert, das sogenannte Deckgebirge. Durch die Aufwölbung im Eozän erfolgte die Gebirgsbildung von Vogesen und Schwarzwald mit der höchsten Erhebung, dem Feldberg. Der Rheingraben entstand erst danach durch Zerrung, die ein Absinken zur Folge hatte. Das Deckgebirge wurde durch die Hebung im Tertiär großteils abgetragen und die dadurch freiliegenden Gneise und Granite des Grundgebirges konnten zu einem großen Teil ebenfalls erodieren, etwa durch den Feldberg-Gletscher.

Durch weitere Krustenbewegungen entstand der Faltenjura. Das Molassemeer bildete den Molassetrog, der im voralpinen Bereich ebenfalls aufgeschoben wurde, so kamen die Zähne von Haifischen auf 560 m ü. NHN des Kätzlers bei Riedern am Sand. Beschrieben wurde 1914 der Fund eines Backenzahnes eines Mastodons am Kalten Wangen, der jedoch offenbar wieder verloren ging.[1] Seit der Hebung der Schwäbischen Alb im Burdigal entstanden auch die Alpen durch tektonische Aufschiebung. Diese waren im Miozän erst ein Mittelgebirge, sind also erdgeschichtlich eine sehr junge Bildung; die Hebung zu einem Gebirge dauert heute noch an.

Der Klettgau erstreckt sich westlich der Jura-Schichtstufen vom Randen und Klettgaujura bis zur Wutach und Steina. Die zutage tretenden Erdzeitformationen[2] sind hier vielfältig und kundige Fossiliensammler finden zahlreiche Fossilien. Der Klettgau ist geologisch das Bindeglied der Jurakette zwischen dem Schwäbischen Jura und dem Aargauer Jura als Teil des Schweizer Juras, der in den Französischen Jura übergeht. Älter als die die Mandacher Störung ist die Mettauer Überschiebung. Durch die Urdonau bildete sich im Pliozän die Wutachablenkung.

Bis zum Ende der Riß-Eiszeit vor rund 200.000 Jahren floss der Ur-Rhein von Schaffhausen westlich durch den Klettgau (Klettgaumulde). Das frühere Flussbett wurde mit Alpenschotter bzw. Alpenkies (Molasse) aufgefüllt. Ein weiteres Relikt davon ist die „Klettgaurinne“, ein großes Grundwasservorkommen, ein Grundwasserleiter ähnlich dem des Oberrhein-Aquifer, aus dem unter anderem die Kommunen Klettgau, Wutöschingen, Lauchringen und Waldshut-Tiengen ihr Trinkwasser beziehen. Der Klettgau zählt nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands zum Alb-Wutach-Gebiet welches dort vom Hochrheingebiet abgegrenzt wird. Das Hochrheintal ist von Schaffhausen bis Rheinheim auch Bestandteil des Klettgaus.

Siehe auch→ Naturpark Südschwarzwald

Mit dem Entstehen des Bodensees während der Würm-Kaltzeit durch den Rheingletscher als würmglazialer Zungenbeckensee oder Gletscherrandsee wurde der Rhein in weitem Bogen gegen Süden abgedrängt. Beim Übergang von den harten Malmkalken zur leicht abtragbaren risszeitlichen Schotterrinne entstand vor rund 14 000 bis 17 000 Jahren der Rheinfall.

Fossilien- und Saurierfunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fossile Zahnfunde aus dem Oberen Miozän: Graupensande des Molassebeckens der Sandgrube Riedern
Ein Seeigel aus dem Malm des Klettgau (ohne Stacheln, diese fielen ab und sind oft separat zu finden)
Schaukasten mit Fossilien im Paläontologischen Museum Zürich

Um 1700 erschien eine Druckschrift von Johann Muralt, in der er Versteinerungen vom Randen beschreibt: De quibusdam lapidibus figuratis Helvetiae; auf deutsch: Einige Steinfiguren in der Schweiz. Der Schweizer Geologe Peter Merian schreibt 1849 in den Verhandlungen der Basler Naturforschenden Gesellschaft, Band 8: Über eine marine Tertiärformation im Randen.

Die Schriftstellerin Elisabeth Walter beschreibt in ihrem 1930 erschienenen Kinderbuch, wie der kleine Schmiedledick Versteinerungen auf den Jurahöhen des Klettgaus findet. Heimatforscher waren und sind bis heute an der Geologie des Klettgaus interessiert. So etwa Ferdinand Hasenfratz, die Gebrüder Franz Joseph Würtenberger und Leopold Würtenberger, die Fachliteratur[3] schrieben und Albert Oppel erwähnen (S. 56), der 1863 bei Bechtersbohl Ammoniten fand und beschrieb, auch nennen sie den Fund eines gut erhaltenen Unterkiefers, eines Gyrodus umbilicus Agas. (S. 53; benannt von Louis Agassiz), eines Fisches des Malms sowie eines nicht genau bezeichneten Stücks eines Teleosauridae.

Der Arzt Intlekofer beschreibt auf seinen Botanischen Wanderungen die Geologie und erwähnt Fossilien aus Grimmelshofen, die beim Bahnbau gemacht wurden, und den vorgeblichen Fund eines Schädelfragments eines Nothosaurus, der sich im Naturhistorischen Museum in Basel befinden soll.[4] Zu nennen sind der Lehrer und Sammler Ferdinand Schalch, dessen Fossiliensammlung im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen ausgestellt ist, und der Sammler Franz Falkenstein.[5] Einige Skelettreste eines noch nicht näher bestimmten Tanystropheus fand man bei Bauarbeiten zwischen 1988 und 1990 im benachbarten Hotzenwald bei Waldhaus die Funde wurden von dem Paläontologen Rupert Wild geborgen und in das Naturkundemuseum Stuttgart verbracht.

Fossilien aus dem Klettgau finden sich außer in Privatsammlungen noch in der Fürstenbergischen Sammlung in Donaueschingen und im Rosgartenmuseum in Konstanz, im Paläontologischen Museum in Zürich, im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe, in der Paläontologischen Sammlung der Universität Tübingen und im Naturmuseum Freiburg.

Im Klettgau fand Bernhard Peyer einige Zähne von Morganucodon und Knochen des Gresslyosaurus (benannt nach dem Paläontologen Amanz Gressly), des Termatosaurus, von Megalosaurus und Plateosaurus. Ein vollständiges Exemplar aus dem oberen Trias, dem Rhaetium, entdeckte man im benachbarten Frickgau in der Tongrube bei Frick AG, wo 2006 zudem noch ein Raubsaurier der Art Coelophysidae gefunden wurde.[6]

Ernst Stitzenberger nennt Fossilien von Mastodon angustidens Mey. (heutige Bezeichnung: Gomphotherium) und Dinotherium giganteum vom Buchberg am Randen sowie Hippotherium gracile Kaup. (heute Equidae) aus Beggingen.[7]

In Beggingen entdeckte 1962 ein Schüler einen Wirbelknochen eines Ichthyosauriers aus dem Lias mit zwölf Zentimetern Durchmesser. Die folgenden Grabungen ergaben ein Schwanzstück von ca. 1,20 m länge. Beim Bau der A 98 fand man 1991 ein kleines Kieferstück mit drei Placoduszähnen.[8] Gefunden werden jedoch vor allem häufig vorkommende Fossilien, angefangen von Seelilien des Muschelkalks, Ammoniten, Muscheln, Schnecken und Brachiopoden des Jura, Belemniten aus dem Lias bis hin zu Haifischzähnen des Miozän.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Langenstein oder „Chindlistein“ beim Langensteinstadion
Faustkeil aus Feuerstein, gefunden beim Bau des Hochbehälters auf dem Semberg in Schwerzen

Bereits in der Steinzeit zogen durch den Klettgau die Jäger des Jungpaläolithikum, zahlreiche Steinwerkzeuge aus Feuerstein wurden gefunden, ausgestellt sind einige im Museum im Schloss Schönau. Im angrenzenden Reiat besteht die berühmte Fundstelle Kesslerloch, und im benachbarten Hegau der Petersfels. Des Weiteren gibt es den Langenstein, den Menhir von Degernau und den Dolmen von Degernau. Funde aus der Frühen Bronzezeit machte man unter anderem bei Kadelburg. Einmalig in der Grabarchitektur der Hügelgräber-Bronzezeit ist ein Befund aus Tiengen. Unter einem Grabhügel befand sich ein großer rechteckiger Steinbau in Trockenmauertechnik von 6,50 m Breite und mehr als 30 m Länge, dessen Mauern noch bis zu einer Höhe von 80 cm erhalten waren.[9] Darin die Bestattung eines Mannes mit Dolch und Bronzenadel. Nachbestattungen, darunter eines weiteren Mannes der mittleren Bronzezeit mit einem gut erhaltenen Bronzeschwert waren ebenfalls enthalten. Die Spuren der Siedlungen der Kelten fand man an vielen Orten. Heimatforscher wie Carl Frowin Mayer oder Emil Gersbach waren an der Erforschung interessiert. Wissenschaftliche Ausgrabungen wurden bereits 1926 und 1927 von Georg Kraft bei Altenburg durchgeführt. Bei Jestetten ist die Schanze und Oppidum auf Schwaben seit langer Zeit bekannt.

Römische Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Millefioriglas, Römische Glasschalen im Museum Höfli

Zur Zeit des Römischen Reiches war das Gebiet nach den Alpenfeldzügen und den Eroberungen unter Cäsar und Germanicus bis zur Varusschlacht als Germania superior (Obergermanien) Römische Provinz. Überregional bedeutend war die Entdeckung des Römerlager Dangstetten. Römische Siedlungsfunde und Villen finden sich zahlreich im Klettgau.[10] Eine zentrale Stellung nimmt dabei Schleitheim mit der Siedlung Juliomagus ein, weitere Siedlungen lagen unter anderem bei Siblingen, Osterfingen, Beringen und bei Geißlingen. Mit Luftbildaufnahmen gelang die Entdeckung des Römerlager Untereggingen. Durch den Klettgau verlief eine römische Straße. Die Römerstraße Neckar-Alb-Aare führte von Windisch kommend bei Tenedo über den Hochrhein und weiter zur Oberen Donau. Unterhalb der Küssaburg fand man die Fundamente eines Gallo–römischen Umgangstempels. Auch der Weinbau geht auf die Römer zurück. Dann zogen sich die Römer schrittweise zurück, zuerst noch durch den Limes geschützt, später über den Rhein, der mit Wachtürmen versehen wurde und wie heute eine natürliche Grenze bildet.

Römische Ortschaften in der Donau- und Alpenregion

Den Römern folgte der alamannische Stamm der Lentienser, die den Klettgau sowie den Hegau und den Linzgau zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert besiedelten.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Später wurde das Gebiet des Klettgaus von den Franken beherrscht. In den Jahren 481 bis 511 wurde Schwaben durch Chlodwig I. und dessen Sohn Chlothar I. beherrscht. Chlodwig hatte in der Schlacht bei Zülpich die Alemannen geschlagen, und es gehörte damit zum Fränkischen Reich (Austrien). Nach dem Zerfall des Frankenreichs wurde unter Karl dem Großen das Reich neu aufgeteilt. Um 781 wurde der Klettgau in zwei Gaue geteilt, von denen der westliche Teil den Namen Albgau erhielt.[11] Der Name ist erstmals urkundlich für das Jahr 792 belegt. Der Klettgau ist großteils katholisch, als Patronin gilt die Notburga von Bühl. Durch die Reformation bildete sich im Raum Schaffhausen und allgemein auf Schweizer Gebiet eine evangelische Mehrheit. Vertreten sind heute durch Zuwanderung alle Weltreligionen.

Hauptartikel: Landgrafschaft Klettgau im MittelalterHauptartikel: Herrschaft Schwarzenberg 1687–1806

Bauernkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Stühlinger Bauernerhebung am 23. Juni 1524, wohl unter der Führung des Michel Haim von Stiellingen, den Bundschuh-Bewegungen und den Erhebungen der Hauensteiner Untertanen gegenüber dem Kloster St. Blasien begann nach der traditionellen Geschichtsschreibung der Deutsche Bauernkrieg. Am 15. Mai 1524 weigerte sich der Rat der Stadt Waldshut gegenüber Österreich Balthasar Hubmaier auszuweisen. Der Aufstand der Stühlinger Untertanen gegen Graf Siegmund II. von Lupfen begann am 23. Juni 1524 vor dem Schloss Hohenlupfen. Im Juni 1524 wählten die Stühlinger Bauern den Hans Müller von Bulgenbach zu ihrem Hauptmann. Erst im Dezember 1524 wendeten sich die Klettgauer Untertanen gegen die Grafen von Sulz. Im Gegensatz zu den Stühlingern, die ihre Beschwerden beim Kammergericht Esslingen geltend machten, beriefen sie sich stets auf die Reformation. Von Zürich aus wurde das zwinglianisch-reformierte Bekenntnis durch Prädikanten in den Klettgau getragen. Thomas Müntzer hielt sich in Waldshut auf. Unter der Führung des Nikolaus Wagner formulierten die Klettgauer ihre Beschwerden in 44 Artikeln, die sie am 25. Januar 1525 an den Rat der Stadt Zürich richteten. Der Aufstand dauerte bis zum 4. November 1525. An diesem Tag wurde er von Truppen des Grafen Rudolf V. von Sulz unter Christoph Fuchs von Fuchsberg bei Grießen blutig niedergeschlagen, Hans Rebmann wurde geblendet.

Der dreißigjährige Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1633 wurde der Klettgau vom Dreißigjährigen Krieg erfasst als Johann von Aldringen am 30. September 1633 zusammen mit dem Feldherr Herzog von Feria nach der Belagerung von Konstanz in den Klettgau zog. Von Stühlingen aus bedrohten sie die Stadt Schaffhausen, Feria und von Aldringen befehligten zusammen ein Herr von etwa 30.000 Mann. Nach Verhandlungen zogen sie am 8. Oktober nach Tiengen, welches sie den Schweden abnahmen. Danach belagerten sie Rheinfelden.

Französische und schwedische Truppen unter dem für teures Geld von dem Württembergischen Herzog Julius Friedrich gedungenen und gefürchteten Oberst Renè du Puy-Montbrun, seigneur de Villefranche et de la Joncherè[12] drangen in die Landgrafschaft ein, da Landgraf Karl Ludwig Ernst von Sulz ein Parteigänger des Kaisers war. 700 Bauern, die durch zwei sulzische Beamte (der Förster Imhof und der Rentmeister Höuptlin, beide aus Jestetten) geführt wurden, griffen diese Truppen am 8. Mai 1633 bei Lottstetten an und wurden vollständig geschlagen. Nebst 200 Toten waren viele Gefangene und erheblicher Sachschaden zu beklagen – das Dorf Lottstetten wurde verbrannt und das Gebiet bis 20. Juni 1633 und im nächsten Jahr nochmals geplündert.[13] Die Landesfestung Küssaburg wurde am 8. März 1634 durch ihre kaiserliche Besatzung zerstört, damit sie nicht in die Hände der Schweden unter der Führung des General Gustaf Horn fiel. Am 4. Dezember 1634 führte der Heerführer General Hamilton seine Truppen nach Tiengen und durch den Klettgau, erst an Weihnachten zogen sie in den Hegau weiter.

1635 forderte die Pest erhebliche Opfer, so dass die Landgrafschaft weitgehend verwaist war. Am Freitag vor Lichtmeß 1638 zogen Französische Truppen unter Bernhard von Weimar nach Rheinfelden wo es zur Schlacht bei Rheinfelden kam. Im Sommer folgte der Kaiserliche Generalmajor Bernhard Schaffalitzky von Muckadell.

Der Klettgau war ausgesogen und ausgehungert, dennoch schreibt der Amtsnachfolger Bernhards von Weimar, Johann Ludwig von Erlach an den Kommissar zu Laufenburg, Lazarus Schäfer: ..das, wenn nicht bezahlt und abgeliefert wird, man die Häuser der Beamten und das Schloß zu Tiengen in Brand stecken, die Untertanen aber nicht belästigen wolle.[14]

1641 kommen wieder Kaiserliche Truppen unter dem Oberst Johann Mathias von Franzmauth und Wildholzen, der die Kontributionen und die Flüchtungen von Wertsachen und Geld in die sichere Schweiz unterbinden wollte, was jedoch nicht gelang. 1647 befindet sich der Französische Oberst Christoph Ludwig von Baumbach in Stühlingen und fordert von dort aus Abgaben. 1648 erfolgte mit dem Westfälischen Frieden das Ende des Krieges.

Badische Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Teilnahme am Heckerzug unter Oberst Joseph Weißhaar und Gustav Struve bekannten sich zahlreiche Klettgauer zu den Ideen der Badischen Revolution.

Auswanderer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wanderten zahlreiche Klettgauer nach Amerika aus.[15] Der Weg führte hier meist über ein Auswanderungsbüro in Basel über den Rhein nach Rotterdam, wo man ein Auswandererschiff für die Überfahrt gebucht hatte. Ankunftsort für die Einwanderer war zunächst Castle Clinton später Ellis Island. Siehe auch den Hauptartikel → Auswanderung

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Beringen und Schaffhausen sind bedeutende Industriebetriebe angesiedelt, so etwa die Georg Fischer AG. Wichtig für den Klettgau ist weiter die Aluminiumindustrie mit den Aluminumwerken Wutöschingen. Weitere größere Betriebe sind die Firma Sto bei Stühlingen-Weizen, die Bucher Hydraulics bei Grießen, Villiger Söhne Holding in Tiengen, die Firma GUTEX bei Gurtweil, die Lauffenmühle in Unterlauchringen und die Firma Günthart in Hohentengen. Auch in fast allen kleineren Orten wurden und werden zunehmend Gewerbegebiete ausgewiesen, dies bedingt zwangsläufig einen stets wachsenden Flächenverbrauch. Vielfältig sind die Handwerksbetriebe. Die Schweiz bietet mit den nahen Zentren Zürich, Winterthur und Basel vielen Grenzgängern Arbeit.

Bodenschätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Bodenschätzen waren hier Bohnerz, Gips und Kalkstein einst von Bedeutung. Die Bohnerzwäscherei wurde überwacht von einem Steiger der Erzinspektion Klettgau in Tiengen. Dieser war über den Klettgau hinaus für Vorderösterreich im Schwarzwald tätig, etwa bei dem Betrieb der Grube am Bildstein. Heute ist die Kiesgewinnung für die Region noch wichtig. Schotter für die Bauwirtschaft und den Gleisbau wird aus dem Steinbruch Detzeln Porphyr bei Krenkingen gewonnen.

Steinsalzlager wurden durch Verpressen von Wasser erschlossen (Kadelburg). In Bad Zurzach findet man Thermalwasser. An der Ripphalde bei Tiengen bestand 1761 eine „Schwebelquelle.“ Sie wurde später neu gefasst und Tugoquelle benannt, nach dem legendären Gründer von Tiengen. Sie hatte ein Schüttung von 6 l/s und lieferte 9 Grad Celsius warmes schwefelhaltiges Tafelwasser. 2001 wurde in Tiengen unweit des Schwimmbades eine Erkundungsbohrung auf Thermalwasser erfolgreich auf 600 m abgeteuft, man fand Wasser mit 24 Grad Celsius in 200 m Tiefe und in 500 Meter mit 24 Grad.[16]

Alte Tafelwasserflasche mit Bügelverschluss der ehemaligen Mineralwasserfabrik Tiengen

In der benachbarten ehemaligen Landgrafschaft Stühlingen, bei Fützen und vor allem in Schleitheim wurde einst der Stubensandstein aus dem Keuper bzw. Muschelkalk für verschiedene Anwendungen gebrochen (für Grabsteine, Gewände, Gesimse, Treppenstufen oder Ofengrundplatten). In Tiengen und Schleitheim wurde auch in großem Umfang Gips im Bergbau gewonnen. In Fützen besteht heute ein großer Kalksteinbruch zur Schottergewinnung, der bei Sammlern von Quarzkristallen bekannt ist (das Betreten ist wegen Steinschlaggefahr untersagt). In Eggingen und Wunderklingen bei Hallau und bei Eberfingen fand man neben Gips auch Alabaster, aus dem 23 Altäre im Salemer Münster von den Bildhauern Johann Georg Dirr und Johann Georg Wieland aus jetzt erschöpften Brüchen im Wutachtal geschaffen wurden.[17] Viele weitere Kunstwerke wie der Hauptaltar der Pfarrkirche in Stühlingen wurden aus diesem grazilen Material gefertigt.

Kalktuff für viele Bauwerke brach man bei Dillendorf. Quarzsande sind erschlossen in Riedern am Sand. Lehm- oder Tongruben waren bei vielen Orten angelegt, die letzte bestand zuletzt für die Ziegelei bei Erzingen.[18] Die Nagra führt zur Erforschung des Untergrundes im Südrandengebiet Erkundungsbohrungen durch, an drei grenznahen und drei weiteren Standorten in der Schweiz am Hochrhein wird untersucht, wo in den Schichten der Opalinuston-Formationen ein Endlager für radioaktive Abfälle eingerichtet werden kann. Opalinustone treten unter anderem am Randen bei Neunkirch an die Oberfläche und werden in kleinem Umfang gewonnen.

Salemer Münster: Blick ins Mittelschiff, mit den Altären aus Alabaster des Klettgaus

Landwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magerwiese oberhalb von Siblingen mit Blick auf den Randen

Der Klettgau ist landwirtschaftlich geprägt und eine der Kornkammern der Schweiz. Die Weinbauregion hat Zentren in Klettgau, Erzingen, Rechberg sowie Lottstetten-Nack (D), Hohentengen (D), Wilchingen (CH), Hallau (CH), Trasadingen (CH) und Osterfingen (CH). Das Rebbaugebiet im eidgenössischen Klettgau ist das größte in der Ostschweiz und tritt als „Schaffhauser Blauburgunderland“ auf.

Wald- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wald ist nach wie vor bedeutend für den Raum Klettgau. Von den einstigen Sägewerken ist jedoch nur noch ein größeres in Betrieb. Der Klettgau ist einer der wenigen Landschaftsräume in Mitteleuropa, in dem sich nennenswerte Bestände der Flaumeiche befinden.[19]

Jagd- und Fischfang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jagdreviere werden zumeist verpachtet. Es gibt Schwarz- und Rotwild. An Wildtieren wird hier als Besonderheit in kleinem Maße auch Damwild bejagt. Als Rheinfisch war der Salm einst ein alltägliches Nahrungsmittel, vor allem im Kleinen Laufen bei Laufenburg wurde er einst gefangen. Man bemüht sich diesen Lachsfisch wieder heimisch zu machen. Heute fängt man vor allem Forellen. Beliebt war bei betuchten Engländern im 18. Jahrhundert und ist auch heute noch die Fliegenfischerei in der Wutach. Als typische Rheinfische gelten Nase und Aal.

Natur- und Landschaftsschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Klettgau gibt es einige wenige kleine Naturschutzgebiete, die seltene Pflanzen, Tiere oder Habitate schützen sollen, etwa den Pulsatilla-Standort Dangstetten oder die Naturschutzgebiete Nacker Mühle und Kadelburger Lauffen-Wutachmündung. Die bestehenden Naturparke wie der Naturpark Südschwarzwald und der neue Regionale Naturpark Schaffhausen bieten nicht den gleichen Schutz wie die Naturschutzgebiete oder die Landschaftsschutzgebiete, auch sind sie nicht flächendeckend für den gesamten Klettgau. Der Flächenverbrauch wächst stetig, in kleinen Ortschaften werden Industriegebiete ausgewiesen und neue Wohngebiete erschlossen. Der Ausbau der A 98 wurde zwar beschränkt, dennoch ist er auch im Klettgau mit viel Naturverlust verbunden.

Erholung und Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touristische Hauptziele sind der Rheinfall, die Küssaburg und der Hochrhein an seiner ganzen Strecke, es gibt einige Campingplätze. In Bad Zurzach gibt es ein Thermalbad.

Museen und Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabung der Therme von Juliomagus mit Überresten des Hypokaustum (Fussbodenheizung)
Hohentengen-Roetteln
Rosengarten und Munot
Januarius Zick, Johannes tauft Christus im Jordan Barockkirche Schwerzen

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiengen: Autobahnbrücke der A 98 über die Wutach beim Bürgerwaldtunnel, Tiengen-Ost

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die E 54 führt als deutsche B 34 und als schweizerische Hauptstrasse 13 in Ost-West-Richtung von Schaffhausen nach Waldshut durch den Klettgau. Von Schaffhausen führt außerdem die Hauptstrasse 14 in Richtung Nordwesten durch den Klettgau.

Flug über den Südschwarzwald: unten der Klettgau und Zürichsee, im Hintergrund die Alpen
Flußkraftwerk bei Rekingen

Die A 98 ist etappenweise dreispurig bis zur B 314 bei Oberlauchringen fertiggestellt. Von hier wird sie zunächst als Ortsumfahrung weitergebaut werden, eine Anbindung an die A 81 ist geplant. Vorerst wird sie bei Geißlingen enden.

Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Deutsche Bahn betreibt die Bahnlinie BaselSchaffhausenSingenFriedrichshafenUlm. Sämtliche Dörfer im schweizerischen Klettgau sind per Bahn oder Bus gut mit der Kantonshauptstadt Schaffhausen verbunden. Die Kreisstadt Waldshut-Tiengen liegt zentral im Mittelpunkt der Hochrheinbahn. Durch einen Teil des Klettgaus führt die Wutachtalbahn.

Flugzeug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Täglich 8 Uhr überfliegt ein Singapore Airlines A380 den Klettgau im Landeanflug zum Flughafen Zürich Kloten

Als Nachbar zum Kanton Zürich mit der Stadt Zürich und dem Flughafen Zürich ist der Klettgau an den Flugverkehr angebunden. Der Luftverkehr über dem Klettgau wurde durch ein Nachtflugverbot eingeschränkt, um vor Fluglärm zu schützen. Seit 2012 gibt es ein neues Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland zum Fluglärmstreit. Die Ausrichtung der Unterlandebahn bedingt einen Einflug über den Klettgau, Knotenpunkt ist nach Radar Traffic[20] zumeist der Raum Waldshut-Tiengen und die Gemeinde Wutöschingen-Schwerzen. Die Schweizer Umwohner des Flugplatzes werden jedoch noch mehr belastet durch die Startbahn. Moderne Flugzeuge wie der A380 sind inzwischen bedeutend leiser als ältere Modelle oder Propellermaschinen. Im Klettgau gibt es außer dem Segelfluggelände Bohlhof bei Neunkirch in der Schweiz den Flugplatz Schmerlat.[21]

Schifffahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rhein ist als Schifffahrtsstraße innerhalb des Klettgaus nicht von Bedeutung, aber sehr beliebt bei Freizeitkapitänen und Touristen und an den Staustufen der Wasserkraftwerke in Hohentengen mit einer Schleuse sowie Hebe- oder Zugvorrichtungen bei dem Kraftwerk Rheinau für kleinere Boote versehen. Personenfähren gibt es bei Waldshut, Kadelburg und Ellikon am Rhein. Ein Fußgängerübergang besteht auch bei dem Kraftwerk Reckingen.

Von großer Bedeutung sind die Rheinbrücken, etwa die Rheinbrücke Schaffhausen–Feuerthalen, und auch die Eisenbahnbrücken, zum Beispiel die Rheinbrücke Waldshut–Koblenz.

Behörden und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den deutschen Bereich des Klettgaus ist das Landratsamt Waldshut zuständig, für die Schweiz die Kantonsregierungen der Kantone Schaffhausen im Regierungsgebäude Schaffhausen, für Zürich der Kantonsrat im Rathaus Zürich und für den Aargau der Grossrat Aargau im Grossratsgebäude Aarau.

In Tiengen befindet sich die Polizeidirektion für den Kreis Waldshut. Jede Ortschaft verfügt über Einsatzstelle der Freiwilligen Feuerwehr. In der Schweiz ist die Feuerwehr anders organisiert, siehe dazu → Feuerwehr in der Schweiz.

Krankenhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das DRK hat eine zentrale Einsatzstelle für das Gebiet unteres Wutachtal im Industriegebiet Lauchringen und eine Rettungstelle in Stühlingen beim Krankenhaus Loreto. Für den Klettgau zuständig ist das Krankenhaus Waldshut, das Loreto-Krankenhaus in Stühlingen und das Kantonsspital Schaffhausen. Bedeutend für den Klettgau sind darüber hinaus das Universitätsspital Zürich und die Universitätsklinik Freiburg.

Sender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bergöschingen steht der weithin sichtbare und bei Sonntagsausflügen gern besuchte Sender Wannenberg.

Raumplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klettgau ist Teil der Raumordnungs- und Planungsregion Hochrhein-Bodensee.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klettgauer Mundarten bilden kein einheitliches Idiom, haben jedoch eine gemeinsame Grundstruktur. Sie zählen zu den alemannischen Dialekten. In der Klettgauer Mundart schrieb unter anderen der Schriftsteller und Dichter Albert Bächtold.

Tracht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaffhauser Trachten

Die Klettgauer Tracht wird bis heute getragen. Zu sehen ist sie vor allem bei festlichen Anlässen, etwa dem Schwyzertag oder dem Erzinger Weinfest. Auf dem Marktplatzbrunnen in Tiengen ist die Figur einer Trachtenträgerin mit der Klettgauer Tracht zu sehen. Die Klettgauer Tracht ist eng verwandt mit der Hallauer Tracht, die eine kleine schwarze Samthaube und ein schwarzes Halstuch ausweist und heute noch im Kanton Schaffhausen und im Reiat getragen wird. Alte Abbildungen der Tracht gibt es von Franz Niklaus König. Typisch ist die Farbenpracht, das Mieder mit bunten Seidenbändern und das Fürtuch, ebenfalls meist gebändert. Die Klettgauer Männertracht gleicht der Hotzenwälder Tracht.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditionell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fast in jedem Ort des Klettgaus gibt es traditionelle Musikvereine, Blasmusiken sowie Gesangsvereine. Für die Fasnacht entstanden einige Guggenmusikgruppen. Bekanntere Tanzmusikgruppen sind bzw. waren die Amigos, Popcorn oder die benachbarten Fricktaler Musikanten. Aus Wilchingen stammt die Alphornsolistin Lisa Stoll, in Waldshut-Tiengen geboren ist der Liedermacher Roland Kroell.

Klassisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orgel- und Kirchenkonzerte u. a. in Tiengen unter der Leitung von Rolf Mallmann. Konzerte mit Lajos Földesi. Früher auch an der Stieffell Orgel in Schwerzen. In Schaffhausen gibt es die Internationale Bachgesellschaft und ein Kammerorchester des Musik-Collegiums.[22] In Tiengen die Musikschule Südschwarzwald.[23]

Modern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährliches Jazzfestival in Tiengen und in Schaffhausen das Schaffhauser Jazzfestival. Musikgruppen dort sind oder waren Die Aeronauten oder The Pride mit Tom Krailing. Live Rockmusik ist zu hören bei Stars in Town in Schaffhausen und an weiteren Veranstaltungsorten, etwa mit der Gruppe Dark Zodiak aus Eggingen / Wutöschingen, Suborned aus Aarau.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte und neue Kunst entstand und entsteht vor allem in der Stadt Schaffhausen, zu nennen wäre vor allem Tobias Stimmer. In den Hallen für Neue Kunst in Schaffhausen waren Werke international bekannter Künstler aus den 60er und 70er Jahren zu sehen, das Museum ist seit Juni 2014 geschlossen. In Grießen gibt es die Klettgau Galerie. Lokal werden des öfteren Werke einheimische Künstler ausgestellt, etwa von Egon Arno Bräunlich, Kolibri und viele weitere. Aus Tiengen stammt die international bekannte Künstlerin Irene Hoppenberg. In der näheren Umgebung sind vor allem in der Schweiz die Fondation Beyeler oder die Museen in Basel oder Zürich wie das Kunsthaus Zürich oder die zahlreichen Museen in Winterthur mit dem Museum Oskar Reinhart sehenswert.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitungen und Verlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radio[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Online Nachrichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hierzuland.info[25]
  • WT – Tag und Nacht[26]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen (Urkundenbücher)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen (Zeitschriften)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen (Lexika)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Baptist Kolb, Historisch-statistisch-topograpisches Wörterbuch von dem Großherzogthum Baden (1813/1816).
  • Das Großherzogthum Baden in geographischer, naturwissenschaftlicher, geschichtlicher, wirtschaftlicher und staatlicher Hinsicht dargestellt, 1885.
  • Albert Krieger, Topographisches Wörterbuch des Großherzogtums Baden, 1904.

Quellen (Bibliografien)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur (Geschichte)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emil Müller-Ettikon: Der Bauernkrieg im Kreis Waldshut, Waldshut. Zimmermann. 1961.
  • Emil Müller-Ettikon: Heinrich Hansjakob in Waldshut. Waldshut.Zimmermann. 1964.
  • Egon Gersbach: Urgeschichte des Hochrheins (Funde und Fundstellen in den Landkreisen Säckingen und Waldshut); Freiburg/Breisgau, Staatliches Amt für Ur- und Frühgeschichte, (Badische Fundberichte, Sonderheft 11), Text- und Tafelband, 1968–1969 (= Phil. Dissertation Universität Freiburg im Breisgau).
  • Stadt Tiengen (Hochrhein): Der Klettgau, Franz Schmid (Hrsg.), 1971; (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner).
  • Emil Müller-Ettikon: Johannes Marder, Waldshut. Selbstverlag (1972)
  • Norbert Nothhelfer (Hrsg.): Der Kreis Waldshut, Konrad Theiss, 1979. ISBN 3806202044.
  • Emil Müller-Ettikon: Die Salpeterer, Freiburg im Breisgau. Schillinger, 1979.
  • Helmut Bender: Vom Hochrhein, Hotzenwald und südlichen Schwarzwald. Karl Schillinger, Freiburg 1980. ISBN 3 921340 53 5.
  • Waldemar Lutz und Hansjörg Noe (Hrsg.): Kennzeichen WT Heimatkunde für den Landkreis Waldshut, Reinhard Caspers (Mithrsg.), 1989, ISBN 3-12-258330-5.
  • Leif Geiges (Fotos), Ingeborg Krummer-Schroth, Elisabeth Schmid, Paul Gustav Schneider, Otto Wittmann: Der Hochrhein, Theiss, 1984. ISBN 3806202397.
  • Helmut Vocke (Hrsg.): Die Chronik des Kreises Waldshut, (Zweite Auflage), Waldshut, 1985.
  • Gerd Biegel: Erlebte Geschichte Streifzüge durch die Ur- und Frühgeschichte um Ober- u. Hochrhein, 1985, ISBN 3-7930-0491-0.
  • Michael Borgolte: Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit. Eine Prosopographie, Thorbecke, Sigmaringen 1986 (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland 2) ISBN 3-7995-7351-8.
  • Michael Borgolte: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit, Thorbecke, Sigmaringen 1984 (Vorträge und Forschungen, Sonderband 31).
  • Ilse Fingerlin: Die Grafen von Sulz und ihr Begräbnis in Tiengen am Hochrhein, In: Forschungen und Berichte der Archäologie in Baden-Württemberg, Band 15, Landesdenkmalamt Baden-Württemberg (Hrsg.), 1992. ISBN 3-8062-1063-2.
  • Walter Drack: Die spätrömische Grenzwehr am Hochrhein. Archäologischer Führer der Schweiz 13, 1993.
  • Hiroto Oka: Der Bauernkrieg in der Landgrafschaft Stühlingen und seine Vorgeschichte seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, 1998 ISBN 3-89649-312-4.
  • Fritz Utz (Hrsg.), Eugen Wyler (Hrsg.), Hans Trüb (Hrsg.): Die Grenzbesetzung 1914–1918 von Soldaten erzählt, Eugen Rentsch Verlag, 1933.
  • Hermann Riedel: Halt! Schweizer Grenze! Das Ende des Zweiten Weltkrieges im Südschwarzwald und am Hochrhein in dokumentarischen Berichten deutscher, französischer und Schweizer Beteiligter und Betroffener, Verlag des Südkurier, 1984, ISBN 3-87799-023-1.
  • Otto Raggenbass: Trotz Stacheldraht 1939–1945 Grenzland am Bodensee und Hochrhein in schwerer Zeit, Südkurier, 1964.
  • Wilhelm H. Mayer (Autor), Ludwig Stöcklin (Zeichnungen): Heimat am Hochrhein Heimatkundliches Lesebuch für die Kreise Waldshut und Säckingen, Otto Kehrer, 1964.
  • Karl Schib: Geschichte der Stadt und Landschaft Schaffhausen, Meili, Schaffhausen, 1972.
  • Walter Ulrich Guyan: Zu Allerheiligen in Schaffhausen. Geleitwort von Hans Hürlimann. Vorwort von Felix Schwank. Zürich, Ex Libris, 1975.
  • Christophe Seiler, Andreas Steigmeier: Geschichte des Aargaus. Illustrierter Überblick von der Urzeit bis zur Gegenwart, AT Verlag, 1991. ISBN 3855024103.
  • Beatrix Zureich: Der heilige Fintan von Rheinau, Jestetten, Miriam Verlag, 2003. ISBN 3874493261.

Literatur (einzelne Orte)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bürgergemeinde Neunkirch (Hrsg.), Wilhelm Wildberger: Geschichte der Stadt Neunkirch, 1917.
  • Georg Jäger: Jestetten und seine Umgebung. Ein Heimatbuch für das badische Zollausschlussgebiet, 1930.
  • Stadtgemeinde Stühlingen (Hrsg.), Hans Brandeck (Pseud.): Geschichte der Stadt und der vormaligen Landgrafschaft Stühlingen, 1927.
  • Christian Wanner, Heinrich Wanner: Geschichte von Schleitheim, 1932.
  • Stadtgemeinde Tiengen (Hrsg.), Hans Brandeck (Pseud.): Geschichte der Stadt Tiengen (Oberrhein). Mit einem Anhang: "Kurzgefaßte münzgeschichtliche Abhandlung der alten Münzstätte Tiengen", von Albert Meyer, 1936.
  • Reinhard Meyer: Heimatkunde und Geschichte von Hallau, 1938.
  • Kilian Weber: Dettighofen Heimatbuch eines Grenzdorfes, 1939.
  • Emil Müller-Ettikon: Aus der Geschichte des Dorfes Kadelburg, 1956
  • Emil Müller-Ettikon:Zurzachs Beziehungen zu Kadelburg, 1964
  • Stadt Stühlingen (Hrsg.), Gustav Häusler: Stühlingen Vergangenheit und Gegenwart, 1966.
  • Gemeinde Altenburg (Hrsg.): Altenburg 871–1971, Beiträge zur Ortsgeschichte, 1971.
  • Erwin Müller-Heer: 1200 Jahre Löhningen. 779–1979, Löhningen 1979.
  • Gemeinde Küssaberg (Hrsg.), Emil Müller-Ettikon: Kurzer Überblick über die Geschichte Küssabergs, 1981.
  • Walter Ulrich Guyan: Beringen. Das Dorf und seine Landschaft, Beringen 1983, ISBN 3-8580-5122-5.
  • Hans Reich: Geschichte der Gemeinde Gächlingen, Gächlingen 1984.
  • Gemeinde Lauchringen (Hrsg.), Brigitte Matt-Willmatt, Karl-Friedrich Hoggenmüller: Lauchringen – Chronik einer Gemeinde. Lauchringen, 1985.
  • Wolf Pabst: Steinbildwerke in Küssaberg, Küssaberg 1985.
  • Hubert Roth: Waisch es no? Klettgau- wie es früher einmal war, Geiger, Horb, 1986 ISBN 3892640149.
  • Kurt Bächtold: Geschichte von Wilchingen, Wilchingen, 1988.
  • Max Baumann: Schaffhausen, Landschaft Kultur Geschichte Sehenswürdigkeiten, 1989 Meili, Schaffhausen, ISBN 3 85805 100 4.
  • Gemeinde Hallau (Hrsg.), Hermann Wanner, Robert Pfund, Hans Hablützel, Anton Stählin und weitere Mitautoren: Geschichte von Hallau. Aufzeichnung der einzigartigen Geschichte des Dorfes im Verlauf der Jahrhunderte, Hallau, 1991.
  • Kurt Bächtold: Die Geschichte des Randendorfs Beggingen, Beggingen 1991.
  • Hubert Matt-Willmatt: Dettighofen Baltersweil Berwangen, 1992.
  • Berthold Danner: Ein Blick nach Gestern. Historische Fotografien aus Jestetten und Altenburg. Eigenverlag, 1992.
  • Pfarrei St. Johannes Schwerzen (Hrsg.), Hans Ruppaner, Helmut Maurer: Pfarrei St. Johannes d. T. Schwerzen, 1992.
  • Herbert Fuchs: Hohentengen und die Dörfer des Bohnenviertels: Lienheim, Herdern, Stetten, Günzgen und Bergöschingen: Geschichte und Geschichten, unter Berücksichtigung der historischen Verbindungen zu Kaiserstuhl/Schweiz. Horb am Neckar, 1992. ISBN 3-89264-716-X.
  • Gemeinde Eggingen (Hrsg.), Siegfried Hasenfratz, Hans-Wolf Kaczmarczyk: Chronik von Eggingen, 1996, Eggingen.
  • Armin Rahm, Rita Rahm: Ortsgeschichtlicher Begleiter durch Beringen, Beringen 2000.
  • Hubert Roth: So isch es gsi... Das Leben im Klettgau, 2000. ISBN 3895706914.
  • Karl-Hellmuth Jahnke, Erich Danner (Hrsg.): Das Jestetter Dorfbuch. Altenburg und Jestetten in Geschichte und Gegenwart. Kunstverlag Josef Fink, 2001. ISBN 3-89870-039-9.
  • Albert und Hans Rudolf Sennhauser und Alfred Huber (Hrsg.): Geschichte des Fleckens Zurzach, 2004. ISBN 3-9522575-2-4.
  • Thomas Neukom: Rafz Chronos Verlag. 2005. ISBN 9783034007016
  • Herbert Fuchs: Die Geschichte von Kirche und Pfarrei St. Maria Hohentengen am Hochrhein, 2006.
  • Ortsverwaltung Wutöschingen (Hrsg.): Wutöschingen – einst und heute, Das Lesebuch: Degernau, Horheim, Ofteringen, Schwerzen, Wutöschingen, 2006.
  • Susanne Weiland: Klettgau Eine Gemeinde mit Profil, 2008.
  • Kloster Marienburg (Hrsg.): Kloster Marienburg Ofteringen 1862–2012. 150 Jahre Kloster mit Ewiger Anbetung, Jubiläumsschrift, Druckerei Herbstritt, Wutöschingen. 2012.

Literatur (Mundart)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frieda Grüninger-Hupfer: Heimat im Klettgau, Zimmermann, Waldshut.
  • Elisabeth Walter: Rosmarin und Nägili (alemannischer Gedichtband) In: Sonderausgabe des Gesamtwerks zum 100 Geburtstag, 1997, Schillinger, Freiburg, 1997. ISBN 3891552076.
  • Albert Bächtold: D Sprooch isch de Spiegel vom ene Volk. Us siine Büecher, Schaffhausen 1988.
  • Alfred Richli, Heinz Gallmann, u. a.: Schaffhauser Mundartwörterbuch (Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemein verständlicher Darstellung, betreut vom Verein Schweizerdeutsch, Band XV). Schaffhausen, Meier. Verein zur Herausgabe des Schaffhauser Mundartwörterbuchs, 2003.

Kochbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Landfrauenverein Kadelburg (Hrsg.): Ländliches gestern und heute. Rezepte. Historisches vom Ort. Dies und Das, 1991
  • Elisabethenverein Erzingen, Rechberg, Weisweil e.V. (Hrsg.): So schmeckt‘s im Klettgau, 2000
  • André Jaeger: La Cuisine de Bonheur. Rezepte aus der Fischerzunft. Schaffhausen. Edition Stemmle, 1990.

Literatur (Sagen und Märchen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Künzig: Badische Sagen, 1923.
  • Reinhard Frauenfelder: Sagen und Legenden aus dem Kanton Schaffhausen, Schoch, 1933.
  • Franz Georg Brustgi: Die Goldne Kette. Ein Sagenschatz. Zweihundertneunundzwanzig Sagen aus Süddeutschland., Robert Bardtenschlager, Reutlingen, 1950.
  • August Schnezler: Badisches Sagenbuch. Eine Sammlung der schönsten Sagen, Geschichten, Märchen und Legenden des badischen Landes aus Schrifturkunden, dem Munde des Volkes und der Dichter. Erste Abtheilung: Vom Bodensee bis zur Ortenau. Reprint der Ausgabe von 1846 Wilhelm Creuzbauer, Carlsruhe. Zentralantiquariat der DDR, Leipzig, 1976.
  • Wilhelm Straub, Schwarzwaldsagen, 1980. ISBN 3782600142.
  • Ulf Diederichs u. Christa Hinze (Hrsg.): Alemannische Sagen, 1984 u. 1998, ISBN 3-86047-924-5.
  • Ferdinand Hasenfratz: Der Krautbettjäger und andere abenteuerliche Spinnstubsagen, waschechte Waldstrolchiaden und Plaudereien aus dem Wutachtal, 1984. Edition Isele, ISBN 3-925016-00-7.
  • Hans Matt-Willmatt und Brigitte Matt-Willmatt, Heidlore Goldammer (Zeichnungen): Sagen vom Hochrhein und Hotzenwald, Schauenburg Lahr, 1986.
  • Roland Kroell: Magischer Schwarzwald und Vogesen Wanderungen zu Orten der Kraft, AT Verlag, Baden und München, 2004. ISBN 3-85502-998-9.
  • Marie-Christine Neininger (Hrsg.) : Schaffhauser Märchen Texte von Ursula Fricker, Martin Harzenmoser, Susanne Koch, Hans-Carl Koch, Ursula Litmanowitsch, Verena Loosli, Ulrike Matt, Norbert Neininger, Alfred Richli, Deborah Schwarz, Wälz Studer, Katharina Tanner, Elisabeth Vetter, Dieter Wiesmann. Schaffhausen Meier, 2002

Literatur (antiquarisch)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aegidius Tschudi: Gallia Commata. Konstanz, 1758.
  • Joseph Lukas Meyer: Umriß der Geschichte des Klettgaues. 1817.
  • Joseph Lukas Meyer: Ausführliche Geschichte des Klettgaues. 1820.
  • Joseph Bader: Kurzgefaßte Geschichte der Stadt Tiengen. 1824.
  • Eduard im Thurn[27]:Der Kanton Schaffhausen, historisch, geographisch, statistisch geschildert. Beschreibung aller in demselben befindlichen Berge, Flüsse, Städte, Flecken, Dörfer, Schlösser und Weiler, nebst Anleitung denselben auf die nützlichste und genussvollste Weise zu bereisen. Ein Hand – und Hausbuch für Kantonsbürger und Reisende. St. Gallen und Bern, Huber 1840.
  • Eduard im Thurn, Hans Wilhelm Harder[28]: Chronik von Schaffhausen. Brodtmann, Schaffhausen, 1844.
  • Martin Wanner: Die Geschichte des Klettgaues in Umrissen bis zur Reformation. 1857.
  • Johann Meyer: Die Burg Küssaberg, 1866.
  • Alexander Würtenberger: Alte Geschichten vom Oberrhein. 1881 u. 1929.
  • Samuel Pletscher: Küssenberg im badischen Klettgau. Schleitheim, 1883.
  • Karl Friedrich Würtenberger: Elsbeth von Küssaberg, (Versepos), Petersburg, 1889.
  • Johann Evangelist Schöttle: Zur Geschichte des Klettgaues. In: Diöcesanarchiv von Schwaben, 9. Jg. 1892 (in zahlreichen Fortsetzungen; Digitalisate der Uni Heidelberg).
  • Carl August Bächtold (Hrsg.), Johann Jakob Rüeger: Chronik von Stadt und Landschaft Schaffhausen, 2 Bde., 1884–1892.
  • Franz Xaver Kraus: Die Kunstdenkmäler des Kreises Waldshut. Band 3, Freiburg i. Br., Mohr, 1892.
  • Eduard Schuster: Die Burgen und Schlösser Badens. Karlsruhe, Hofbuchhandlung Friedrich Gutsch, 1908.
  • Franz Schwerz: Versuch einer anthropologischen Monographie des Kantons Schaffhausen speziell des Klettgaues. Neue Denkschrift der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft 45/2. Basel, 1910
  • Stadtgemeinde Stühlingen (Hrsg.), Hans Brandeck (Pseud.): Volksschauspiele Stühlingen 1925 Stühlinger Bauernaufstand 1524/25 Volksschauspiel in 3 Akten, Buchdruckerei Karl Schwab, Stühlingen.
  • Hans Brandeck (Pseud.): Das Kaisergericht auf der Küssaburg (Zwingliburg), Historisches Heimatspiel in 3 Akten aus der Geschichte des Klettgaus und der Kantone Zürich, Aargau und Schaffhausen (300 Mitwirkende) Freilichtaufführung durch den Reichsbund der deutschen Freilicht Volksschauspiele e. V. auf althistorischer Stätte, anläßlich der 300jähr. Wiederkehr der Zerstörung der Küssaburg (1634/1934), Komposition der Gesänge und Texte von Karl Ueter, Verlag H. Zimmermann, Waldshut.
  • Wilhelm Hugo Mayer: Heimatbuch für den Amtsbezirk Waldshut, 1925.
  • F. Honecker: Der Große Bauernkrieg im Bezirke Waldshut, Verlag H. Zimmermann, Waldshut 1926.
  • Gustav Bernhard: Die alten Erdwerke im Klettgau, Verlag H. Zimmermann, Waldshut, 1926.
  • Theodor Pestalozzi-Kutter: Kulturgeschichte des Kantons Schaffhausen und seiner Nachbargebiete, 3 Bände, Aarau und Leipzig, 1928.
  • Verlag H. A. Bosch (Hrsg.), Karl Schib (Geschichtlicher Teil): Heimatkunde des Kantons Schaffhausen, Meili, 1947.
  • Eduard Lais (Hrsg.), Hans Schneider (Hrsg.): Schaffendes Land zwischen Rhein und Schwarzwald, Herder, Freiburg im Breisgau.
  • Eberhard Knittel (Hrsg.): Baden Monographien der Städte und Landschaften Der Landkreis Waldshut, 1959.
  • Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen (Hrsg.), Ruth Blum und Otto Uehlinger (Autoren): Neujahrsblatt auf das Jahr 1956, 8. Stück, Schaffhauser Heimat – Aus dem Klettgau.
  • Walter Laedrach (Hrsg.), Walter Ulrich Guyan, Hans Steiner: Schweizer Heimatbücher Der Rheinfall, 1958 Verlag Paul Haupt.
  • Hans Matt-Willmatt (u. w.), Schöne Heimat am Hochrhein – Bilder von den Menschen und ihrer Arbeit im Landkreis Waldshut, Südkurier, 1967.
  • Heinrich Hedinger: Das Zürcher Unterland, Bern 1971, Verlag Paul Haupt.
  • Karl Hönn: Der Hochrhein von Konstanz bis Basel, o. J.
  • Max Rieple: Rösselsprünge am Hochrhein, Stähle und Friedel, 1976. ISBN 3811670336.
  • Schaffhauser Nachrichten (Hrsg.), Gemeinden unserer Region, 1979. ISBN 3858010154.

Literatur (Geologie und Paläontologie)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genealogien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahrbücher/Reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klettgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Klettgau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegfried E. Kuss: Mastodonten am Schienerberg, mit Fundpunktbeschreibungen von A. Schreiner, (Freiburg i. Brsg.) IN: Max Pfannenstiel (Hrsg.), Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau, 53. Band, Heft 2, 1963, S. 221.
  2. http://www.stratigraphie.de/std2002/download/STD2002_large.pdf
  3. Der weisse Jura im Klettgau und angrenzenden Randengebirg erschienen in: Verhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins Karlsruhe, Band 2, 1866.
  4. http://www.freidok.uni-freiburg.de/schriftenreihen_ebene2.php?sr_id=30&la=de Blatt 115 der Mitteilungen des Badischen Botanischen Vereins, 1894, S. 134.
  5. Franz Falkenstein, Saurier beim Waldhaus – Über die ältesten Fossilien im Landkreis, in: Heimat am Hochrhein Band XVI., 1991, S. 70 ff.ISBN 3-87799-097-5.
  6. Sauriermuseum Frick
  7. Ernst Stitzenberger, Übersicht über die Versteinerungen Badens, 1851, S. 105.
  8. Franz Falkenstein: Die Placodushöhle bei Lauchringen In: Heimat am Hochrhein, Band XVII, 1992, S. 92 ff. ISBN 3-87799-103-3.
  9. Gerd Biegel, Erlebte Geschichte Streifzüge durch die Ur- und Frühgeschichte um Ober- u. Hochrhein, 1985, S. 50.
  10. Jürgen Trumm, Römische Villen im Klettgau
  11. Chronik Menzenschwand.
  12. Maximilian Gottfried Friedrich Holtz, Generalfeldzeugmeister Georg Friedrich vom Holtz auf Alfdorf, Hohenmühringen, Aichelberg u.s.w., Ein Lebensbild aus dem 17. Jahrhundert; Stuttgart, 1891, S. 36
  13. Christian Roder: Bericht über die Niederlage der Klettgauer Bauern bei Lottstetten am 8. Mai 1633; In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Band 41, S. 118–121
  14. Hans Brandeck, Geschichte der Stadt Tiengen, 1936, S. 130
  15. Auswanderersuche auf LEO BW
  16. Michael Hunziker: Auf Thermalwasservorkommen gestossen, Artikel in der Aargauer Zeitung vom 17. Mai 2001.
  17. Otto Stiehl in: Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte, Otto Schmitt (Hrsg.), S. 294.
  18. Rudolf Metz: Geologische Landeskunde des Hotzenwaldes, 1980.
  19. Zur Trockengrenze der Buche: Die Flaumeichenwälder der schwäbischen Alb und des Klettgau
  20. Flugverkehr im Raum Zürich Radar Traffic.
  21. Webseite Segelfluggruppe Schaffhausen
  22. Webseite Kammerorchester Schaffhausen des MCS.
  23. Webseite der Musikschule Südschwarzwald
  24. Kreismedienzentrum
  25. hierzuland.info Webseite
  26. Facebook Account
  27. Stadtarchiv Schaffhausen, PDF
  28. Stadtarchiv Schaffhausen PDF