Kliemannsland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kliemannsland

Logo

Allgemeine Informationen
Sprache Deutsch
Gründung 6. April 2016
Kanäle Kliemannsland
Abonnenten über 540.000 (Stand: 11. Mai 2020)
Aufrufe über 130.000.000 (Stand: 11. Mai 2019)
Videos über 300 (Stand: 11. Mai 2020)
Netzwerk funk

Kliemannsland ist ein reales Kreativprojekt des Namensgebers Fynn Kliemann im ländlichen Niedersachsen rund 100 km südwestlich von Hamburg.[1] Dessen Betriebskosten werden durch Erlöse für eine durch den NDR produzierte gleichnamige Webserie von funk mitfinanziert. Das Ganze findet statt auf einem weitläufigen Ex-Gasthof im 250-Einwohner-Dorf Rüspel, der nach und nach zu einem Zentrum für Kreative umgebaut wird.

Das Kliemannsland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kliemannsland ist eine fiktive Monarchie mit Fynn Kliemann als „Heimwerkerkönig“ und laut den Machern der „erste, beste und freiste Interaktiv-Staat der Welt“.[2]

Auf der Internetseite des Kliemannslandes können Zuschauer einen Bürgerausweis beantragen.[3] Zur Zeit hat das Kliemannsland etwa 55.000 Bürger (Stand September 2019). Das System des Kliemannslandes basiert auf der Mithilfe Freiwilliger, die sich über die Plattform „Fynnder“ anmelden können. Im Sommer 2017 fand das Netzwerktreffen von Viva con Agua mit 500 Teilnehmern auf dem Gelände des Kliemannslandes statt.[4]

In dem zum Hof gehörenden ehemaligen Dorfsaal finden nun des öfteren halböffentliche Club-Konzerte statt. Aber auch die Dorfvereine dürfen ihn weiterhin für ihre Feiern mieten und nutzen, das sichert den Dorffrieden.[1] Außerdem organisiert das Kliemannsland Veranstaltungen wie einen Weihnachtsmarkt, genannt „Wunderlicher Winterzauber Kliemannsland“ (WuWiZaKliLa), einen Flohmarkt oder Liveprogramme. Ein weiterer Kanal, welcher im Kliemannsland spielte, ist das funk-Format „Koch Ma!“[5], das im Dezember 2018 eingestellt wurde.[6][7]

Großen Wert legt man darauf, nicht mit einer Hippie-Landkommune verwechselt zu werden. Als ehrenamtlicher Kliemannsland-Aktivist kann man dort in ausrangierten Wohnwagen nur vorübergehend und projektmitarbeitsbezogen vor Ort leben, wenn man mit Zustimmung des Teams dort kreative, handwerkliche Fähigkeiten einbringen kann.[8] Ein paar wenige hauptamtliche Mitarbeiter gibt es auch, die dafür sorgen, das Projekt organisatorisch und ökonomisch am Laufen zu halten.[1] Das Projekt betreibt kontinuierlich ein eigenes Café, das (Stand 2019) samstags und sonntags zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet hat. Es bietet Produkte aus der Region, WLAN und hin und wieder ein Café-Konzert.[9]

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Videos erscheinen mindestens wöchentlich. Sie werden von der cineteam hannover GmbH unter der Redaktion des NDR produziert.[10]

Fynnder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fynnder ist eine auf einer Internetseite bestehende Plattform, die dazu dient, über die nächsten Projekte im Kliemannsland abzustimmen. Als Bürger kann man Vorschläge einbringen, die mit Bildern versehen sein können. Alle anderen Bürger können dann per „Fynnd ich gut“ oder „Fynnd ich kagge“ über den Vorschlag abstimmen und so zukünftige Projekte des Kliemannslandes beeinflussen.[11]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kliemannsland in Niedersachsen: Ich bau mir mein kunterbuntes Land, Deutschlandfunk Kultur vom 2. April 2017, abgerufen 7. Juli 2019
  2. Michael Hanfeld: Jung und gar nicht naiv. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. September 2016, abgerufen am 11. Oktober 2018.
  3. Willkommen im Kliemannsland – Schnapp dir n Stuhl. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  4. 500 Mann im Kliemannsland – Logbuch #8 | Kliemannsland. In: Kliemannsland. 3. August 2017 (kliemannsland.de [abgerufen am 26. September 2017]).
  5. Koch ma! Abgerufen am 5. Januar 2018.
  6. Koch ma! auf Instagram: „Das Koch ma! -Team sagt Danke!...“ Abgerufen am 22. Dezember 2019.
  7. Zora Klipp über die Arbeit von Köchen – „Viele Köche koksen“. In: taz. 11. Juni 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  8. Sebastian Eder: Im „Kliemannsland“, Reportage in der FAZ vom 22. Oktober 2019, abgerufen 7. Juli 2019
  9. Café im Kliemannsland, abgerufen 7. Juli 2019
  10. Kliemannsland im Produktionsspiegel der nordmedia. 2018, abgerufen am 5. September 2018.
  11. Fynnder – Kliemannsland. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  12. Preisträger 2017 | Webvideopreis Deutschland. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 2. September 2017; abgerufen am 26. September 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webvideopreis.de
  13. Die Preisträger 2017. In: Studio Hamburg GmbH. (studio-hamburg.de [abgerufen am 26. September 2017]).