Klima-Bündnis

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Klima-Bündnis
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Rechtsform Eingetragener Verein nach deutschem Recht
Gründung 1990, Frankfurt am Main, Deutschland
Sitz Frankfurt am Main, Brüssel
Aktionsraum Europa und Amazonasgebiet
Schwerpunkt Klimaschutz, Kommunen, indigene Völker, (Tropen-)Wald
Mitglieder 1.716 (Dezember 2017)
Website www.klimabuendnis.org

Das Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder / Alianza del Clima e.V. ist ein im Jahr 1990 gegründetes europäisches Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, die sich verpflichtet haben, das Weltklima zu schützen. Die mehr als 1.700 Mitgliedskommunen aus 27 europäischen Ländern setzen sich für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen vor Ort ein. Ihre Bündnispartner sind die indigenen Völker der Regenwälder. Die indigenen Partner werden von der COICA vertreten, der Koordination der Indigenenorganisationen der neun Anrainerstaaten des Amazonasbeckens.

Die Klima-Bündnis-Mitglieder verpflichteten sich zu einer kontinuierlichen Reduktion ihrer Treibhausgas-Emissionen. Sie wollen ihre CO2-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent verringern, ausgehend vom Basisjahr 1990 bedeutet das eine Halbierung der Pro-Kopf-Emissionen bis 2030. Als Langzeitziel wird angestrebt, die Emissionen auf 2,5 Tonnen CO2-Äquivalent pro Kopf und Jahr zu reduzieren.

Grundpfeiler des kommunalen Klimaschutzes sind Energieeinsparungen und Energieeffizienz, die Nutzung regenerativer Energiequellen und klimaschonende Mobilität. Das Klima-Bündnis berät Städte und Gemeinden bei der Umsetzung von Klimaschutzstrategien und entwickelt anerkannte Werkzeuge zur einheitlichen Erfassung des Energieverbrauches und des CO2-Ausstoßes. Außerdem beteiligt sich das Klima-Bündnis an Projekten und bietet Kampagnen an, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Neben den eigenen Aktivitäten ist das Klima-Bündnis Partner weiterer Kampagnen und tritt darüber hinaus auch politisch in Aktion. Auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene setzt es sich für die Anliegen der im Klimaschutz engagierten europäischen Städte und Gemeinden ein und unterstützt die Organisationen indigener Völker.

In Übereinstimmung mit einem ganzheitlichen Ansatz wurde das Klima-Bündnis als Partnerschaft zwischen europäischen Kommunen und dem Dachverband der indigenen Völker des Amazonas, der COICA gegründet. Die COICA hat einen festen Platz im Vorstand des Klima-Bündnis und vertritt die Interessen der indigenen Regenwaldvölker bei allen Aktivitäten. Die Klima-Bündnis-Mitglieder haben sich ihrerseits verpflichtet

  • auf die Nutzung von Tropenholz als auch von Holz aus Raubbau zu verzichten.
  • Maßnahmen umzusetzen, die die biologische Vielfalt des Regenwaldes erhalten und die Rechte derer, deren Lebensgrundlage von diesen Wäldern abhängt, zu gewährleisten.
  • die Rechte indigener Völker als beste „Verwalter“ der Regenwälder in nationalen und internationalen Strategien und Vereinbarungen zu unterstützen.
  • den Dialog zwischen indigenen Völkern, Regierungen, dem privaten Sektor und internationalen Institutionen bezüglich einer ökologisch und sozial nachhaltigen Nutzung der Regenwälder zu fördern.

Die Geschäftsstelle ist in Frankfurt am Main und Brüssel angesiedelt. In Frankfurt wird auch die Klima-Bündnis-Arbeit für Deutschland koordiniert. In Italien, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Ungarn existieren nationale Koordinationsstellen.

Mitglieder kommen aus Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ukraine und Ungarn.

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]