Klima:aktiv

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Klimaaktiv (Eigenschreibweise klimaaktiv, früher klima:aktiv) ist eine breit angelegte Klimaschutzinitiative des österreichischen Klimaschutzministeriums.

Das Herzstück und Ziel der im Jahr 2004 gestarteten Klimaschutzinitiative sind die themen- und zielgruppenorientierten Programme zur Steigerung der Marktdurchdringung mit klimafreundlichen Produkten und Dienstleistungen in hoher Qualität und damit zur Senkung von Treibhausgasemissionen. Die Initiative ist, neben dem Ordnungsrecht und den staatlichen Finanzierungen, ein Instrument der freiwilligen Maßnahmen und Anreize in der österreichische Klima- und Energiepolitik und als dementsprechende horizontale Maßnahme im integrierten nationalen Energie- und Klimaplan (NEKP) sowie dem Regierungsprogramm für Österreich angeführt. Durch Standards, Bewusstseinsbildung, Information, Beratung und Weiterbildung setzt die Initiative Anreize und Marktimpulse zum Einsatz Erneuerbarer Energieträger, für Energieeffizienzmaßnahmen, im Bereich Bauen und Sanieren sowie Mobilität. Die Initiative dient als Qualitätssicherungssystem für Förderungen der öffentlichen Hand und trägt zu einer verbesserten Effizienz beim Einsatz von Fördermitteln, insbesondere der Umweltförderung im Inland bei. Der Bund nimmt mit der Initiative die Rolle eines Impulsgebers und Moderators des gesellschaftlichen Wandels hin zu einem nachhaltigen Wirtschafts- und Energiesystem ein.

Die Initiative wird von der Österreichischen Energieagentur (Austrian Energy Agency) umgesetzt und koordiniert.

Hintergrund und Zielsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 wurde in Paris das weltweite Klimaschutzabkommen beschlossen. Zum ersten Mal bekannten sich fast alle Staaten der Welt vertraglich dazu, dem Klimawandel geschlossen entgegenzutreten. Jeder Staat verpflichtete sich, einen individuellen Beitrag im gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise zu leisten. Um eine Weichenstellung im Sinne des Pariser Klimaabkommens und der EU Zielsetzungen in Österreich zu erwirken, ist langfristig eine vollständige Dekarbonisierung unseres Energiesystems bis 2050 notwendig. Österreich hat sich im Regierungsprogramm 2020–2024 das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Durch die Umsetzung der Maßnahmen im Regierungsprogramm wird die österreichische Klima- und Energiepolitik verlässliche und planbare Rahmenbedingungen für Zukunftsinvestitionen und den Weg hin zu einer umweltschonenden, effizienten und klimaneutralen Transformation des Energie- und Mobilitätssystems vorgeben.

2015 wurde darüber hinaus von der UN die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. Alle 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichten sich, auf die Umsetzung der Agenda 2030 („Sustainable Development Goals“, SDGs) auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten.

Die Aktivitäten und Leistungen von Klimaaktiv sind ein wichtiger Bestandteil der Umsetzung der genannten völkerrechtlichen und unionsrechtlichen Verpflichtungen und zur Erreichung der Zielsetzungen Österreichs im Klimaschutz. Das Ziel der Klimaschutzinitiative ist - mit Hilfe ihrer themen- und zielgruppenorientierten Programme - die Beschleunigung der Marktdurchdringung klimafreundlicher Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualität, um damit nachhaltig Treibhausgasemissionen zu senken. In diesem Zusammenhang leistet Klimaaktiv einen wesentlichen Beitrag zur Einhaltung eines wichtigen Teilziels des Pariser Übereinkommens, wonach Finanzmittelflüsse im Einklang mit einer klimafreundlichen Entwicklung zu bringen sind (Art. 2.1.c - Übereinkommen von Paris). Die Fortführung der Klimaschutzinitiative ist im Regierungsprogramm 2020–2024 und im nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP) als wichtige horizontale Maßnahme im Bereich der freiwilligen Maßnahmen und Anreize genannt und wurde daher im April 2021 bis 2030 verlängert.

Methode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimaaktiv ist ein Multilevel Governance Instrument: es verbindet die Systeme Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft von der lokalen Ebene bis zur EU-Ebene. Die integrative Arbeitsweise der Klimaschutzinitiative ist ein wesentlicher Baustein der Zielerreichung. Die Initiative arbeitet in vielen Belangen mit der Wirtschaft und den Ländern, Städten und Gemeinden zusammen und hat eine Vielzahl von Unternehmen als Partner. Auf Basis dieser Arbeitsweise wird als Kommunikations- und Kooperationsplattform eine stärkere Vernetzung und systemische Betrachtung des öffentlichen Sektors mit dem privaten Sektor forciert.

Durch Standards, Bewusstseinsbildung, Information, Beratung und Weiterbildung setzt die Klimaschutzinitiative Anreize und Marktimpulse zum Einsatz Erneuerbarer Energieträger, für Energieeffizienzmaßnahmen, im Bereich Bauen und Sanieren sowie Mobilität (Klimaaktiv mobil). Die Initiative dient als Qualitätssicherungssystem für Förderungen der öffentlichen Hand und trägt zu einer verbesserten Effizienz beim Einsatz von Fördermitteln, insbesondere der Umweltförderung im Inland, bei.

Mit Klimaaktiv mobil wurde im Jahr 2007 seitens des damaligen Umweltministeriums ein eigenes Förderprogramm für klimafreundliches Mobilitätsmanagement gegründet. Es motiviert und unterstützt unterschiedliche Zielgruppen wie Gemeinden, Betriebe, Schulen oder Flottenbetreiber bei der Umsetzung von klimafreundlichen Mobilitätsmaßnahmen. Damit rundet es die zielgruppenspezifischen Beratungs-, Bewusstseinsbildung-, und Ausbildungsprogramme von Klimaaktiv ab und hat sich als wesentliches Instrument zur Motivation der Akteure - im eigenen Wirkungsbereich Mobilitätsmaßnahmen umzusetzen - etabliert. Klimaaktiv mobil ist mit seinen Fördermöglichkeiten für alternative Antriebe, insbesondere Elektromobilität, Aktive Mobilität und Mobilitätsmanagement sowohl im NEKP wie auch im Regierungsprogramm 2020–2024 als wichtiges Umsetzungsinstrument verankert.

Klimaaktiv hat in den letzten Jahren spürbar zu einer Veränderung der Märkte in Richtung klimaschonender Technologien und Dienstleistungen beigetragen. 2019 und 2020 wurde die Initiative einer externen Evaluierung durch das Wuppertal-Institut unterzogen: „Die Initiative hat sich als erfolgreiches Programm zur Unterstützung, Beratung, Kommunikation und Umsetzung bewährt und maßgeblich zur Stärkung des Klimaschutzes in Österreich beigetragen“. Die Evaluatoren empfehlen, die bewährten Stärken des Expertennetzwerks zu bewahren, die Services weiter auszubauen, die Verbindung zu Förderungen und ordnungspolitischen Regelungen zu stärken, neue Themen schnell ins Programm zu integrieren und die Partnerschaften weiter zu intensivieren.

Die Klimaschutzinitiative Klimaaktiv leistet wichtige Beiträge zu völkerrechtlichen, unionsrechtlichen sowie nationalen Klima- und Energiezielen und zur Umsetzung der Vereinbarungen: Pariser Übereinkommen zum Klimaschutz (COP21), Agenda 2030 Nachhaltigkeitsziel (SDGs), EU Klima - und Energiepaket 2020 & 2030, EU Green Deal, Ausgewählte Maßnahmen im Regierungsprogramm 2020–2024, Regierungsziel Klimaneutrales Österreich 2040, Nationaler Energie – und Klimaplan (NEKP), Energiewendeprotokoll, Energieeffizienzgesetz, Erneuerbaren Ausbaugesetz, Just transition, Umsetzung Klimaschutzgesetz, Klimaanpassungsstrategie, Nachhaltigkeitsstrategie, Masterplan Radfahren, Masterplan Gehen, Mobilitätsmasterplan, Masterplan ländlicher Raum, Nationaler Strategierahmen „Saubere Energie im Verkehr“, Children´s Environment and Health Action Plan for Europe (CEHAPE), Wiener Deklaration des Transport, Health and Environment Pan-European Programme (THE PEP), Masterplan Green Jobs und Gesundheitsziele Österreichs.

Wirkungsdimensionen und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unser Energiesystem wird sich in den nächsten Jahrzehnten radikal ändern und jede und jeden Einzelnen betreffen. Klimaaktiv hat eine gut abgestimmte Aktivierungsspirale entwickelt, die alle Akteuren bei diesem Wandlungsprozess unterstützt. Das große Partnernetzwerk entwickelt Wissen für Standards und Qualität von klimarelevanten Technologien und Dienstleistungen, die in die Aus- und Weiterbildung einfließen und das Beratungs- und Fördersystem verbessern und so die Umsetzung zahlreicher qualitativ hochwertiger Projekte initiieren und CO2 einsparen. Bewusstseinsbildung und Information führen zu vermehrten Aktivitäten und geben so innovativen Wirtschaftspartnern neue Chancen.

Die Erfolge aus diesen fünf Hauptaktivitätsfeldern werden veröffentlicht und jährlich aktualisiert.

Partnerschaftsnetzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anbieterseite klimarelevanter Wirtschaftsgüter wird in einem Netzwerk zusammengefasst. Die Teilnahme beruht auf einem klaren Bekenntnis zu den Anliegen der Klimastrategie und den Methoden von Klimaaktiv. Als „Säulen“ der Netzwerkarbeit werden Umsetzung von Maßnahmen der CO2-Reduktion, Multiplikation (Verbreitung der Anliegen) und Wissenstransfer genannt. Diese Leitbilder appellieren an die Eigenverantwortung der Unternehmer als selbst von Klimafolgen Betroffenen, und versuchen Konkurrenzdenken durch Marktvorteile aus regionalen Synergieeffekten zu ersetzen.

Über 250 Wirtschaftspartner aus verschiedensten Branchen (Bau- und Immobilien, Finanzbranche, Dienstleistungen uvm.) arbeiten als Multiplikatoren im Klimaschutz mit Klimaaktiv zusammen (Stand der aktiven Programmpartnerverträge mit Ende 2021).

Im Rahmen des Klimaaktiv Pakt verfolgen elf österreichische Unternehmen (BUWOG, hali, HYPO NOE, McDonald’s Österreich, ORF, ÖBB, Ölz der Meisterbäcker, REWE International AG, UniCredit Bank Austria, Vöslauer und Zumtobel Group) das ambitionierte Ziel, ihre CO2- Emissionen bis 2030 um knapp 57 Prozent (Basis 2005) zu reduzieren. In absoluten Zahlen bedeutet das eine Reduktion von über 8,4 Mio. Tonnen CO2. Das entspricht den durchschnittlichen jährlichen Treibhausgasemissionen von über 146.000 PKWs oder 57.000 mittleren Ölheizungen in Einfamilienhäusern. Die Klimaaktiv Paktpartner bekennen sich dazu, gemeinsam mit treffsicheren Maßnahmen tatkräftig den Klimaschutz voranzutreiben und unsere Zukunft klimafreundlich mitzugestalten. Eine klimafreundlich ausgerichtete Wirtschaft ist ein zentraler Hebel zur Bewältigung der Klimakrise – für mehr Klimaschutz. Mit der Umsetzung ihrer Klimaschutzkonzepte gehen die heimischen Großunternehmen gemeinsam den Weg Richtung Klimaneutralität und verfolgen damit langfristig das Ziel, bis spätestens 2040 komplett aus Öl und Gas auszusteigen.

Klimakommunikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm Klimadialog wurde 2021 ins Leben gerufen. Ziel ist es die Akzeptanz für Klimaschutzmaßnahmen bei noch nicht überzeugten Bürgerinnen und Bürgern zu heben. Im Rahmen des Klimadialogs werden Multiplikatoren dabei unterstützt, wirkungsvolle Klima- und Energiewendekommunikation zu betreiben. Dies geschieht durch Weiterbildung, Verbreitung von Best-Practice und Know-how, sowie durch das Ermöglichen von Austausch und Vernetzung. Die drei Säulen des Klimadialogs sind eine Plattform für Klimakommunikatorinnen und -kommunikatoren, der Energiewendedialog und der Mediendialog. Beispiele für die Tätigkeiten des Programms ist der Ratgeber „Richtig reden übers Klima“, der Klimaaktiv Podcast „Der Klimadialog“, Webinare und Workshops über diverse Themen der Klimakommunikation, Workshops für Klimajournalismus, sowie die Vergabe des „K3-Preis für Klimakommunikation“.

Programme von Klimaaktiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Programme, jeweils für spezielle Zielgruppen, wurden ins Leben gerufen:

Themenbereich Erneuerbare Energie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erneuerbare Energie als Anliegen:

  • Erneuerbare Wärme forciert den Einsatz erneuerbarer Energieträger beim Heizen, z. B. Sonnenenergie, Biomasse oder via Wärmepumpenheizung
  • Biogas für mehr Energie, Treibstoff und Wärme aus Biogas
  • Energieholz unterstützt bei der Erschließung bisher ungenutzter Holzressourcen aus unseren Wäldern
  • QM Heizwerke (Qualitätsmanagement Heizwerke) für noch effizientere Holzheizwerke
  • Bioökonomie zeigt wirtschaftlich sinnvolle und ökologisch bessere Alternativen zum Ersatz von fossilen Rohstoffen auf
  • Mission Zero analysiert den Einsatz von fossilen Rohstoffen in Produkten ganzheitlich. Das Ziel ist, konkrete Lösungen zur ihrer Reduktion umzusetzen.

Themenbereich Bauen & Sanieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Thema Bauen und Sanieren kommt bei Klimaaktiv zentrale Bedeutung zu. Der Klimaaktiv Gebäudestandard ist ein österreichweites, neutrales Qualitätszeichen für eine nachhaltige und klimaschonende Bauweise. Er ist für Wohnbauten und Dienstleistungsgebäude jeweils für Neubau und für Gebäudesanierung verfügbar. Der Klimaaktiv Gebäudestandard ist europaweit eines der erfolgreichsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Gütesiegeln für nachhaltiges Bauen, denn er definiert die im internationalen Vergleich strengsten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz. Ziel der Maßnahmen ist „Steigerung des Marktanteils ökologischer Gebäude im Wohn- und Dienstleistungsgebäudebereich, Etablierung des Klimaaktiv Gebäudestandards, Weiterentwicklung der förderpolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Baubereich, und Anwendung markttauglicher Forschungsergebnisse“.

Das Programm umfasst neben Standards auch umfangreiche Information und Beratung für Neubau und Sanierung sowohl bei Privatobjekten wie auch großvolumigen Wohn- und Dienstleistungsgebäuden, sowie Ausbildung von Professionisten des Bau- und Baunebengewerbes. Klimaaktiv ist das in Österreich am weitesten verbreitetste Gebäudebewertungssystem: Mit Stand Ende 2021 sind über 1.200 Gebäude in der Datenbank, die entweder als Klimaaktiv Gebäude deklariert bzw. als Gebäude des Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit sichtbar gemacht wurden.

Themenbereich Energiesparen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Energiesparen fokussieren sich:

  • Energieeffiziente Betriebe – hilft Betrieben ihren Energieeinsatz zu optimieren
  • topprodukte.at – Internetplattform für energieeffiziente Geräte
  • e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden – mit der Gemeindeebene als Zielgruppe
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Energieeffiziente Betriebe ist ein Beratungs- und Weiterbildungsprogramm für Produktionsbetriebe und Energieberaterinnen und -berater. Es unterstützt Industrie- und Gewerbebetriebe bei der Planung und Realisierung von Energieeffizienzmaßnahmen von der Bewertung der Energieverbräuche bis hin zur Umsetzung und Finanzierung.

Auf der neutralen und herstellerunabhängigen Informationsplattform topprodukte.at finden Konsumentinnen und Konsumenten die energieeffizientesten Produkte in den Bereichen Haushalt, TV- und IT-Geräte, Heizung, Warmwasser, Klima, Beleuchtung und Mobilität. Zusätzlich werden Kauf- und Energiespartipps aufgelistet.

Das Programm e5 läuft schon seit 1998, und wurde in Klimaaktiv mitaufgenommen. Es handelt sich um langfristige gemeindeeigene Projekte zur Energieautarkie auf kommunaler Ebene, die mit Audits unterstützt werden. Vergeben werden hier auch Auszeichnungen an Gemeinden, das Programm ist in den European Energy Award (EEA)[1] eingebunden. Das e5-Programm unterstützt Gemeinden bei einer strukturierten und nachhaltigen Klimaschutzarbeit. Kaum eine andere Initiative auf Gemeindeebene kann einen ähnlich erfolgreichen, umfassenden und konsequenten Ansatz vorweisen.

Themenbereich Mobilität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimaaktiv mobil unterstützt und fördert umweltfreundliche Mobilitätsmaßnahmen in Österreich und trägt zur Informationsvermittlung und Bewusstseinsbildung im Bereich umweltfreundlicher Mobilität bei. Die Schwerpunkte der Tätigkeiten liegen in der Förder- und Projektberatung, in der Öffentlichkeitsarbeit zur Informationsvermittlung und Bewusstseinsbildung, im Bereich der Aus- und Weiterbildung und in der Vernetzung von Akteuren. Durch die Tätigkeiten und Förderungen von Klimaaktiv mobil wird die umweltfreundliche Mobilitätswende unterstützt.

Klimaaktiv mobil ist in mehrere Programme unterteilt. Das sind zum einen fünf Beratungsprogramme für spezifische Zielgruppen, die kostenlose Beratung und Unterstützung bei Fördereinreichungen anbieten:

  • Mobilitätsmanagement für Betriebe, Bauträger und Flottenbetreiber unterstützt Unternehmen bei klimafreundlichen Mobilitätsmaßnahmen wie Flottenerneuerungen, umweltfreundlichen Logistiklösungen oder der Schaffung von Rahmenbedingungen für die klimagerechte Durchführung von Dienstreisen und Arbeitswegen.
  • Innovative klimafreundliche Mobilität für Regionen, Städte und Gemeinden unterstützt bei der Bereitstellung von Infrastruktur für klimagerechte Mobilität. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich des Gehens.
  • Mobilitätsmanagement für Kinder und Jugendliche unterstützt Schulen, Kindergärten sowie Vereine, Institutionen und Initiativen für Kinder und Jugendliche bei der sicheren und umweltfreundlichen Gestaltung von Schul-, Kindergarten- und Freizeitwegen.
  • Mobilitätsmanagement für Tourismus und Freizeit unterstützt Tourismus- und Freizeiteinrichtungen, Hotels, Regionen und Gemeinden sowie Veranstalter bei klimafreundlichen Mobilitätsmaßnahmen im Freizeit- und Tourismusverkehr mit den Schwerpunkten klimafreundliche Anreise und Vor-Ort-Mobilität.
  • Mobilitätsmanagement für die klimaneutrale Verwaltung unterstützt öffentliche Institutionen dabei, Mobilität neu zu denken und umwelt- und klimagerecht, aktiv, gesund und nachhaltig zu gestalten.

Daneben gibt es noch:

  • Aktive Mobilität kümmert sich um Gestaltung der Rahmenbedingungen für die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Radfahren und Gehen. Zu den Schwerpunkten gehören die Umsetzung von Radfahrkurses für Kinder, die Ausbildung von Radfahrlehrenden und der Aufbau einer Akademie für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der klimafreundlichen Mobilität.
  • EcoDriving fördert die Etablierung einer energiesparenden Fahrweise durch Informationsvermittlung und die Unterstützung von energiesparenden Fahrstunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klimaaktiv Jahresberichte seit 2006 (Links auf pdfs, klimaaktiv.at/service/publikationen/klimaaktiv)
  • Stephan Fickl, Alexander Rehbogen: Zwischen Hierarchie und Netzwerk. Steuerung und Bündelung von heterogenen Kooperationen. Die Österreichische Klimaschutzinitiative klima:aktiv als modernes Governance-Instrument. In: Rupert Sausgruber, Nussbaumer Josef, Gerald Pruckner, Hannes Winner (Hrsg.): Gesundheits- und Sozialpolitik im Diskurs: Festschrift für Engelbert Theurl zum 60. Geburtstag. Springer Festschrift. Springer, 2011, ISBN 978-3-7091-0553-5, S. 287–308 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Birgit Hauhart, Umweltdachverband (Hrsg.): Klima:bewusst - Klima:aktiv. Dokumentation; Internationale Klimatagung 2004; 6./7. Mai 2004, Österreichische Nationalbibliothek, Wien. Band 20 von Text.um / Text.um. Umweltdachverband, Wien 2004, ISBN 3-900711-79-8.
  • Alexander Schmidt: klima:aktiv - Netzwerkbildung zwischen Politik und Wirtschaft. In: Thomas Becker, Ingo Dammer, Jürgen Howaldt, Achim Loose (Hrsg.): Netzwerkmanagement: Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg (= SpringerLink Bücher). 3. Auflage. Springer, 2011, ISBN 978-3-642-19332-3, S. 87–102 (Webrepro auf osb-i.com [PDF]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. european-energy-award.org