Klingenpfad

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Waldabschnitt des Klingenpfads

Der Klingenpfad ist ein Rundwanderweg, der die gesamte Stadt Solingen umschließt. Er besitzt als Wegzeichen ein S im Kreis (Solinger Rundweg).

Die Länge des Wanderwegs beträgt knapp 70 Kilometer. Aufgrund der seit dem Mittelalter in ganz Europa gerühmten Solinger Schneidwarenindustrie wurde der Wanderweg Klingenpfad getauft. Die Auffrischung der Wegzeichen erfolgt in regelmäßigen Abständen durch die Ortsabteilung Solingen des Sauerländischen Gebirgsvereins.

Die Errichtung des zunächst nur 60 Kilometer langen Weges erfolgte als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des nationalsozialistischen Regimes in den Jahren 1932 bis 1935 und wurde von Arbeitslosen durchgeführt. Die Einweihung erfolgte 1935. 1975 kam durch eine Kommunalreform die Gemeinde Burg an der Wupper zu Solingen, weshalb der Wanderweg um 15 Kilometer rund um den neuen Stadtteil erweitert wurde.

Im Uhrzeigersinn führt der Klingenpfad vom Ortszentrum Gräfrath zum höchsten Punkt Solingens, folgt der Wupper an Kohlfurth und Schaberg vorbei, unter der Müngstener Brücke hindurch, bis Burg an der Wupper, erklimmt den Höhenzug nach Remscheid-Westhausen, durchquert das Eschbachtal und erklimmt den Berg hoch nach Schloss Burg, umrundet auf Uferwegen die Sengbachtalsperre und erklimmt hinter Glüder den Pfaffenberg. In den Hängen des Wuppertals werden entlang dem Fluss zahlreiche historische Schleifkotten (u. a. die heutigen Schleifermuseen Balkhauser Kotten und Wipperkotten), sowie die Ortschaften Wupperhof, Oben- und Untenrüden, das Weinsberger Bachtal, Wippe und Haasenmühle und die Burgen Haus Hohenscheid und Haus Nesselrath passiert. Im Stadtteil Ohligs befindet sich am Weg das Schloss Hackhausen und nach Durchquerung der Ohligser Heide und des Stadtteils Ohligs erreicht man das Schloss Caspersbroich am Bach Itter und die Heidberger Mühle. Entlang der Itter geht es anschließend wieder nach Gräfrath.

Der Klingenpfad gilt als einer der schönsten und abwechslungsreichsten Wanderwege im Bergischen Land. Beschauliche Pfade durch Wälder, über Höhenzüge und vorbei an historisch bedeutsamen Punkten prägen das Bild dieser behutsam in die Natur eingebetteten Wanderstrecke.

Der Pfad kann etappenweise bewältigt werden, Wanderfreunde finden in regelmäßigen Abständen geeignete Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten vor.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Mortsiefer, Bergische Rundwege: Wuppertaler Rundweg, Remscheider Röntgenweg, Solinger Klingenpfad, Droste Verlag, Düsseldorf, 2012, ISBN 978-3-7700-1425-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]