Klingspor-Museum

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Klingspor-Museum

Das Klingspor-Museum in Offenbach am Main ist ein Museum für Schriftkunst und Typografie. Es befindet sich im Südflügel des Büsing-Palais. 2011 wurde das Gebäude nach historischem Vorbild saniert und aufgestockt und das provisorische Flachdach ersetzt.[1]

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum mit Gästen während einer Veranstaltung

Im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit bei der Firma Gebrüder Klingspor hatte Karl Klingspor eine Sammlung an zeitgenössischen und historischen Objekten des Grafikdesigns angelegt. In der Sammlung befinden sich die Nachlässe von Werner Klemke, Rudolf Koch, Ernst Schneidler und Rudo Spemann. Es besitzt zudem außerhalb der Niederlande die größte Sammlung über den Typographen Hendrik Nicolaas Werkman, der mit seiner experimentellen Zeitschrift „The next call“ aus den Jahren 1923–1926 zu den einflussreichsten Avantgardisten der Typographie des 20. Jahrhunderts gehört. Die systematisch aufgebaute Sammlung, die bei seinem Tode 1950 über 3000 Druckwerke umfasste, wurde von den Erben Karl Klingspors der Stadt Offenbach geschenkt und bildete den Grundstock des Museums.[2]

1953 gründete die Stadt Offenbach das Klingspor-Museum. Schwerpunkt wurde das künstlerische Buch und die kunsthandwerkliche Kalligrafie. Die ursprüngliche Absicht des Sammlers, Muster des Grafikdesigns als Anschauungsmaterial für die praktische Arbeit zu sammeln wird nicht weiter verfolgt.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Viola Hildebrand-Schat: Die Kunst schlägt zu Buche. Das Künstlerbuch als Grenzphänomen, mit einem Vorwort von Stefan Soltek, hrsg. vom Klingspor-Museum Offenbach. Lindlar, 2013. Die Neue Sachlichkeit, ISBN 978-3-942139-32-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klingspor-Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Kirstein: Neues Dachgeschoss für Klingspormuseum in Offenbach. In: op-online.de. 10. Dezember 2014, abgerufen am 29. April 2015.
  2. Der Grundstock des Museums: Privatbibliothek von Karl Klingspor 1868 – 1950. Auf: klingspor-museum.de, abgerufen am 29. April 2015.
  3. Jüdisch-christliche Weggemeinschaft. In: FAZ, vom 24. August 2011, Seite 41.
  4. Andreas Hartmann: Großer Gestalter, großer Lehrer. In: fr-online.de. 8. März 2013, abgerufen am 21. Januar 2016.
  5. Die Welt in Händen. In: FAZ, vom 2. Januar 2016, Seite 12.
  6. Rudo-Spemann-Preis auf den Seiten der Stadt Offenbach am Main. Abgerufen am 18. Juni 2015.

Koordinaten: 50° 6′ 28″ N, 8° 45′ 40″ O