Klinikum Nürnberg

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Klinikum Nürnberg
Ort Nürnberg
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 27′ 48,1″ N, 11° 3′ 47,4″ O49.46336211.063166Koordinaten: 49° 27′ 48,1″ N, 11° 3′ 47,4″ O
Vorstand Alfred Estelmann
Versorgungsstufe Maximalversorgungsstufe
Betten 2.370
Mitarbeiter 6.200 (2015)
Gründung 5. September 1897
Website www.klinikum-nuernberg.de
Das heutige Klinikum Nord 1916

Das Klinikum Nürnberg ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser Europas und ein Krankenhaus der Maximalversorgung. Mit seinen 6.200 Mitarbeitern versorgt es im Jahr ca. 100.000 stationäre sowie knapp 90.000 ambulante Patienten. Am Centrum für Pflegeberufe lernen rund 440 Auszubildende. Das Klinikum Nürnberg verfügt über 2.200 Betten. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 6,1 Tage, der Jahresumsatz liegt bei 463 Mio Euro. [1]

Organisation[Bearbeiten]

Das Klinikum Nürnberg verfügt mit 35 Kliniken und Instituten über alle medizinischen Fachrichtungen.

Kontrollgremium[2] des Klinikums ist der Verwaltungsrat, bestehend aus dem Oberbürgermeister und Mitgliedern des Stadtrates der Stadt Nürnberg. Die Leitungskonferenz des Klinikums besteht aus dem Vorstand und seinem Vertreter, der auch für den Bereich Infrastruktur und Steuerung verantwortlich ist, sowie jeweils einem Verantwortlichen für Strukturentwicklung und Medizin bzw. Personal und Patientenversorgung.

Seit dem 19. Januar 2006 gehören auch die drei Kreiskrankenhäuser des Nürnberger Land (Krankenhäuser Lauf an der Pegnitz, Hersbruck und Altdorf bei Nürnberg) zum Klinikum Nürnberg. Kontrollgremium des Klinikums ist der Verwaltungsrat, bestehend aus dem Oberbürgermeister und Mitgliedern des Stadtrates der Stadt Nürnberg. Die Leitungskonferenz des Klinikums besteht aus dem Vorstand und seinem Vertreter, der auch für den Bereich Infrastruktur und Steuerung verantwortlich ist, sowie jeweils einem Verantwortlichen für Strukturentwicklung und Medizin bzw. Personal und Patientenversorgung. Eine Besonderheit des Klinikums Nürnberg ist die kooperative Klinikleitung: Jede Klinik (bzw. medizinische Fachabteilung) wird gemeinsam von einem Chefarzt und einer Klinikpflegedienstleitung geleitet.

Das Klinikum bemüht sich um familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Dazu gehören im ärztlichen und pflegerischen Bereich 16 verschiedene Arbeitszeitmodelle und betriebsinterne Kindertagesstätten. Von der Beruf und Familie gGmbH der gemeinnützigen Hertie-Stiftung hat das Klinikum das Grundzertifikat „Audit Beruf & Familie“ erhalten.

Das betriebseigene cekib (Centrum für Kommunikation - Information und Bildung) mit überregionaler Bedeutung richtet sich mit Bildungsangeboten an alle im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen.

Im Juni 2015 protestierten Mitarbeiter der Krankenhäuser gegen Personalmangel, in Nürnberg fehlen nach Berechnungen von Ver.di mehr als 700 Beschäftigte.[3]

Standorte und Fachrichtungen[Bearbeiten]

Das Klinikum Nürnberg ist an zwei Standorten vertreten:

Klinikum Nord[Bearbeiten]

Haupteingang des Klinikum Nord in der Prof.-Ernst-Nathan-Straße (Dezember 2009)

Das Klinikum Nord liegt im Norden der Stadt im Stadtteil St. Johannis, etwa 500 Meter westlich des U-Bahnhof Friedrich-Ebert-Platz. (49° 27′ 45″ N, 11° 3′ 49″ O49.462511.063611111111)

Im Klinikum Nord sind folgende Fachrichtungen vertreten: interdisziplinäre Notaufnahme, Innere Medizin mit den Schwerpunkten Endokrinologie, Geriatrie, Intensivmedizin, Toxikologie, Pneumologie, Onkologie, Hämatologie, Gastroenterologie, Hepatologie, Anästhesiologie, Allgemeinchirurgie, Gynäkologie, Urologie, HNO, Augenheilkunde, Dermatologie (Hautklinik), Psychiatrie/Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie, Psychosomatik und psychotherapeutische Medizin sowie Physikalische/Rehabilitative Medizin und Naturheilverfahren.

Klinikum Süd[Bearbeiten]

Gebäude des Klinikum Süd im Oktober 2010

Im Südosten von Nürnberg wurde 1994 der Standort Klinikum Süd im Stadtteil Langwasser eröffnet. (49° 24′ 48″ N, 11° 9′ 0″ O49.41333333333311.15)

Im Klinikum Süd sind folgende Fachrichtungen vertreten: interdisziplinäre Notaufnahme, Anästhesiologie, Geburtshilfe (Kreißsaal, Perinatalzentrum), Kinderklinik (mit Notfallambulanz und Kinder-Intensiv-Betten), Zentrum für Schwerbrandverletzte, Innere Medizin mit den Schwerpunkten Geriatrie, Nephrologie und Kardiologie, Neurologie, Gefäßchirurgie, Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Kinder- und Jugendpsychiatrie (mit einer psychosomatischen Station) sowie Physikalische/Rehabilitative Medizin und Naturheilverfahren. Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie ist offizieller medizinischer Betreuer des Olympiastützpunkts Bayern sowie des 1. FC Nürnberg.

Interdisziplinäre Zentren[Bearbeiten]

Das Klinikum Nürnberg betreibt unterschiedliche Zentren[4]. Die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit sorgt für eine umfassende Patienten-Betreuung „aus einer Hand“:

  • Ambulantes Rehabilitations-Zentrum (A.R.Z), als Tochterunternehmen des Klinikums
  • Ambulantes Behandlungszentrum (ABC)
  • Brustzentrum
  • Darmzentrum
  • Eltern-Kind-Zentrum
  • Gynäkologisches Krebszentrum
  • Hauttumorzentrum Nürnberg
  • Herz-Gefäß-Zentrum
  • Kompetenzzentrum Kopf-Hals-Tumore
  • KompetenzzentrumNeuroonkologie
  • Kontinenzzentrum
  • Lungentumorzentrum
  • Pankreaskarzinomzentrum
  • Perinatalzentrum mit der Versorgungsstufe Level I
  • Prostatazentrum
  • Schilddrüsenzentrum
  • Schmerz-Tagesklinik
  • Vitalzentrum (Institut für Sportmedizin)
  • Zentrum für Altersmedizin
  • Zentrum für Kraniofaciale und Spaltanomalien
  • Zentrum für operative Kurzeingriffe
  • Zentrum für plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie
  • Zentrum für Schlafmedizin
  • Zentrum für Schwerbrandverletzte Klinikum Nürnberg

Besonderheiten[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Das Klinikum Nürnberg ist der größte Ausbildungsbetrieb der Region. Das Centrum für Pflegeberufe und die Berufsfachschule für Medizinisch-Technische Radiologieassistenten bilden den Nachwuchs aus.

Ethik[Bearbeiten]

Seit 1999 gibt es ein Ethik-Projekt. Entstanden sind bisher ein Ethik-Code als generelle Richtschnur für das gesamte Handeln am Klinikum, ein Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter sowie eine Vereinbarung zur Konfliktvermeidung und –regulierung. Eine mobile Ethikberatung unterstützt die Mitarbeiter der Kliniken und Institute in allen ethischen Fragen. Einen hohen Stellenwert innerhalb des Klinikums hat das Ethik-Forum, in dem Themen erörtert werden, die auch für Patienten relevant sind; z.B. Patientenverfügung, Patientenwille und Behandlungsabbruch.

Studium[Bearbeiten]

Seit August 2014 bietet die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (Salzburg) zusammen mit dem Klinikum Nürnberg und der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm ein Studium der Humanmedizin an. Das Studium erfolgt nach dem Salzburger Curriculum. Mit dieser universitären Kooperation will das Klinikum Nürnberg dem drohenden Ärztemangel entgegensteuern, und der wachsenden Bedeutung der klinischen Forschung auch in kommunalen Krankenhäusern der Maximalversorgung Rechnung tragen. [5]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Windsheimer: 100 Jahre Klinikum Nürnberg. Die Geschichte des Nürnberger Gesundheitswesens im späten 19. und 20. Jahrhundert (Ausstellungskatalog des Stadtarchivs Nürnberg, hg. von Michael Diefenbacher), Nürnberg 1997.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klinikum Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte des Klinikums Nürnberg
  2. Kontrollgremium des Klinikums
  3. Bayerischer Rundfunk: Klinikum Nürnberg: Mitarbeiter protestieren gegen Personalmangel | BR.de. 24. Juni 2015, abgerufen am 20. Juli 2015.
  4. Kliniken, Institute und Zentren des Klinikums Nürnberg
  5. Studium der Humanmedizin. www.klinikum-nuernberg.de, Stand: 17.12.2014