KRH Klinikum Siloah

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KRH Klinikum Siloah
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Trägerschaft Region Hannover
Ort Hannover
Bundesland Niedersachsen
Koordinaten 52° 21′ 38″ N, 9° 43′ 25,1″ O52.360569.72363Koordinaten: 52° 21′ 38″ N, 9° 43′ 25,1″ O
Ärztlicher Direktor Thomas Moesta
Betten 333
Mitarbeiter 603
davon Ärzte 140
Fachgebiete 7
Zugehörigkeit Klinikum Region Hannover
Gründung 1899
Website www.krh.eu/klinikum/SIL
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Eingang des ehemaligen Klinikum Siloah
Denkmalgeschützter Altbau des Krankenhauses

Das KRH Klinikum Siloah war ein Krankenhaus im hannoverschen Stadtteil Linden-Süd. Schwerpunkte waren unter anderem Gastroenterologie, Kardiologie und Onkologie. Das ursprünglich städtische Krankenhaus gehörte dann zum kommunalen Krankenhausverbund Klinikum Region Hannover der Region Hannover. Das Siloah war Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover. Im September 2014 ging es zusammen mit dem KRK Oststadt-Heidehaus im neuen KRH Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus auf, dessen neues Gebäude an der Stadionbrücke 4 bezogen wurde.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Keimzelle des Krankenhauses war eine im Juni 1896 in der damals selbstständigen Stadt Linden in der Falkenstraße (Linden-Mitte) eröffnete Klinik. Es handelte sich um eine Art Poliklinik, bei der die Patienten zu Hause von Krankenschwestern des Henriettenstifts versorgt wurden.

Als die Heimpflege nicht mehr den Anforderungen genügte, wurde am 30. Juni 1899 die Diakonissenstation Siloah zu Linden mit zehn Betten eingeweiht. Träger war der Verein „Poliklinik Linden mit Krankenstation Siloah“. Bis 1900 wurde die Klinik um 20 Betten erweitert.

1907 kaufte die Stadt Linden ein Grundstück an der Petristraße für einen Krankenhausneubau. Das 70-Betten-Haus wurde am 23. Mai 1909 eingeweiht und später mehrfach erweitert. Das Krankenhaus wurde im April 1913 in die Trägerschaft der Stadt Linden übernommen. Es wurde um fünf Fachabteilungen (Augenheilkunde, Frauenheilkunde, HNO-Heilkunde, Urologie und Neurologie) erweitert. Ende des Ersten Weltkriegs hatte das Krankenhaus bereits 300 Betten. Durch die Eingemeindung der Stadt Linden nach Hannover im Jahr 1920 wurde die Stadt Hannover Trägerin des Krankenhauses.

In der Zeit des Nationalsozialismus hieß die Klinik Krankenhaus Ricklingen. Durch die Luftangriffe auf Hannover wurden im Zweiten Weltkrieg erhebliche Teile des Krankenhauses zerstört. Die 1945 vorhandene Bettenzahl von 280 konnte nur durch Überbelegung der Krankensäle erreicht werden.

Nach zweijähriger Bauzeit wurde 1957 ein Neubau eingeweiht, welcher die Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie aufnahm. Die Bettenzahl erhöhte sich auf 434. Von 1966 bis 1969 entstand der Neubau der chirurgischen Klinik nebst weiterer Einrichtungen wie Bettenzentrale und Zentralküche. 1970 wurde das Siloah akademisches Lehrkrankenhaus der wenige Jahre zuvor gegründeten MHH.

1998 wurden alle Krankenhäuser der Stadt Hannover im neuen Eigenbetrieb Klinikum Hannover zusammengefasst. Das Krankenhaus nannte sich nun Klinikum Siloah. 2005 wurde es zusammen mit den anderen in der Trägerschaft der Region Hannover befindlichen Krankenhäusern in den kommunalen Krankenhausverbund Klinikum Region Hannover eingegliedert.

Das Gebäudeensemble an der Ritter-Brüning-Straße steht heute unter Denkmalschutz.

Abteilungen[Bearbeiten]

Weitere Bereiche sind die Radiologie, die Zentrale Sonographie, das Onkologische Zentrum, das Prostatakarzinomzentrum, das Darmkrebszentrum und das Hernienzentrum. Das Zentrallabor und die Zentralapotheke sind für alle Krankenhäuser des Klinikums Hannover zuständig.

Am Klinikum Siloah ist das Notarzteinsatzfahrzeug NEF4 der Feuerwehr Hannover stationiert.

Im Jahr 2010 wurden 15.511 Patienten stationär und teilstationär behandelt bei einer durchschnittlichen Verweildauer von 6,2 Tagen. In der gleichen Zeit gab es 12.443 ambulante Fälle.[2]

Neubau[Bearbeiten]

Das neue Gebäude des KRH Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus

Die Kliniken Oststadt-Heidehaus und Siloah wurden im September 2014 an einem gemeinsamen Standort zusammengelegt. Am 15. September 2010 war der Grundstein für den Neubau gelegt worden.[3] Ursprünglich sollte das Krankenhaus bereits Mitte 2014 eröffnet werden. Die Baukosten betragen 192,5 Millionen Euro.[4]

Der Neubau wurde im südöstlichen Bereich des heutigen Klinikgeländes errichtet. Es entstanden 575 Betten, neun Operationssäle in einem zentralen Operationsbereich, eine interdisziplinäre Intensivabteilung mit 60 Betten, ein interdisziplinärer kardiologisch-radiologischen Interventionsbereich mit Linksherzkathetermessplätzen, eine interdisziplinäre Endoskopie, eine Pathologie und ein Labor.

Die hohe Instandhaltungskosten verursachenden Gebäude des Siloah aus den 1950er und 1960er Jahren sollen nach dem Bezug des Neubaus abgerissen werden. Die denkmalgeschützten Altbauten bleiben erhalten und werden in die Neubauplanung mit einbezogen. Hier wird die Verwaltung untergebracht. Die Hauptzugangsmöglichkeit für Besucher verlagerte sich durch den Neubau südlich zur Stadionbrücke, wo die gleichnamige Stadtbahnhaltestelle Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr bietet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der erste Ärztliche Direktor und Leiter der Chirurgie war Curt Roesebeck, der das Krankenhaus bis 1936 leitete. Nach ihm wurde Anfang der 1970er Jahre die Roesebeckstraße benannt, an welcher der Eingang des nunmehr geschlossenen Krankenhausesgebäudeteils lag.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krankenhaus Siloah (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: KRH Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. KRH-Pressemitteilung zum Eröffnungsakt des KRK Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus am 13. Oktober 2014
  2. Qualitätsbericht KRH Klinikum Siloah 2010
  3. Auf dem Weg zum „KRH Klinikum Mitte“ Feierliche Grundsteinlegung mit mehr als 300 Gästen
  4. Rundgang durch das Klinikum Siloah: Ein Krankenhaus für die Zukunft, in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 9. Oktober 2013