Kloß

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kloß (Begriffsklärung) aufgeführt.
Knödel ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Knödel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Bayerische Kartoffelknödel während der Zubereitung
Böhmische Knödel mit Gulasch
Mehlklöße mit Birnenkompott
Fünf Spinatklöße

Ein Kloß (oder Knödel) ist ein aus Teig hergestellte Speise in kugeliger Form, die als Hauptspeise, Beilage oder Suppeneinlage gegessen wird.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klöße werden aus Teig von je nach Rezept ganz unterschiedlicher Zusammensetzung meist zu Kugeln geformt und in Salzwasser pochiert oder darüber gedämpft. Bei einigen Rezepten sind sie mit gerösteten Brotstücken, Früchten, Fleisch oder anderem gefüllt. Sie können als Hauptgericht, Beilage, Suppeneinlage oder auch süß als Dessert serviert werden und sind ein wichtiger Bestandteil besonders der ostdeutschen, süddeutschen, österreichischen und böhmischen Küche sowie der Küche Südtirols.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das vor allem in Nord- und Westdeutschland verbreitete Wort Kloß stammt vom althochdeutschen kloz für „Klumpen, Knolle, Kugel“ ab. Die plattdeutsche Form lautet Klüten, im Altmärkischen und in Nordfriesland Klump.

Im süddeutschen Raum, in Österreich und in Südtirol ist die Bezeichnung Knödel üblich, wobei je nach Region der Knödel oder das Knödel gesagt wird. Das Wort stammt aus dem lateinischen nodus („Knoten“) und wurde über das althochdeutsche chnodo und das mittelhochdeutsche knode („kleiner Hügel“) zum heutigen Knödel.[1] Aus Knödel entlehnt sind auch das tschechische knedlík, das italienische canederli sowie das französische quenelle.

Im Schwäbischen entlehnen sich die regionalen Wörter Gleeß und Gneedl, im Fränkischen zusätzlich Kließ und Glües sowie Gniedla, die teils auch in ganz Süddeutschland und angrenzenden Regionen bekannt sind, auf jeweils eine der beiden Hauptbezeichnungen.

In der Pfalz und deren näherer Umgebung ist der Begriff Knepp gebräuchlich.

Fleischklöße werden in Nord- und Ostdeutschland auch Klopse genannt (vermutlich von schwedisch kalops für „gebratene Fleischscheibe“), daher auch der Name Königsberger Klopse.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klöße gibt es in vielen Varianten und Zubereitungen aus verschiedenen Grundzutaten:

Weitere Varianten werden aus Mischungen dieser Grundzutaten hergestellt, z. B.: Böhmische Knödel, Tiroler Pressknödel, Thüringer Aschklöße, Sächsische Wickelklöße, Pilzknödel, norddeutsche Sweetklüten aus Roggenmehl, Grützwurst oder Passatelli, Quenelles in Frankreich etc.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knödelheimat Österreich in Epikur, Online-Journal für Gastrosophie, Ausgabe 01/2013, abgerufen am 17. September 2013