Kloster Kostanjevica

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zisterzienserabtei Kostanjevica
Lage Slowenien
Koordinaten: 45° 50′ 6,5″ N, 15° 24′ 59″ OKoordinaten: 45° 50′ 6,5″ N, 15° 24′ 59″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
645
Patrozinium Hl. Maria
Gründungsjahr 1234
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1785
Mutterkloster Stift Viktring
Primarabtei Kloster Morimond

Tochterklöster

keine

Das Kloster Kostanjevica (Fons Sanctae Mariae, Mariabrunn) – die deutsche Bezeichnung lautet Kloster Landstrass – liegt in Slowenien etwas südlich der Kleinstadt Kostanjevica na Krki (Landestrost, Landstraß) in der Ebene zwischen dem Fluss Krka und dem Žumberak-Gebirge. Das Kloster darf nicht mit dem im 17. Jahrhundert errichteten Franziskanerkloster Kostanjevica bei Nova Gorica verwechselt werden, in dem u. a. der französische König Karl X. (gestorben 1836) beigesetzt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Kostanjevica nach Valvasor 1679

Kloster Kostanjevica ist ein Tochterkloster von Stift Viktring in Kärnten, das wiederum der von der Primarabtei Morimond über das lothringische Kloster Villers-Bettnach ausgehenden Filiation entstammt. Die Gründung erfolgte 1234 auf Initiative des Kärntner Herzogs Bernhard von Spanheim. Aufgehoben wurde das Kloster 1785 durch Kaiser Joseph II. Im und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage weitgehend zerstört und ab 1956 wurde sie wiederaufgebaut. Heute beherbergt sie den Museumskomplex „Forma viva“.

Bauten und Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Kostanjevica

Der mittelalterliche Kern aus dem 13. Jahrhundert mit der Kirche und Resten des Kreuzgangs rechts von der Kirche liegt im Nordwesten der ausgedehnten Anlage aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Von der Klausur ist mit Ausnahme des Kreuzgangs nichts erhalten. Die Kirche wurde zum Ausgang des Mittelalters auf drei Langhausjoche (ursprünglich wohl fünf oder sieben) verkürzt und Mitte des 18. Jahrhunderts barockisiert. Sie hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Längsschiffen und einem Querschiff. Der Chor und an beiden Seiten je zwei Seitenkapellen sind gerade geschlossen. Die Längsschiffe sind durch Spitzbogenarkaden getrennt. Alle Teile der Kirche sind mit Kreuzrippengewölben überwölbt. Die Kapitelle weisen eine Pflanzendekoration, die Kirche insgesamt einen reichen Skulpturenschmuck auf. Der Stilcharakter ist frühgotisch. Die Barockausstattung wurde nach der Aufhebung zerstreut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marijan Zadnikar: Kostanjeviški klošter „Fontis S. Mariae“, Družina Ljubljana 1994, ISBN 961-222-005-0 (mit deutscher Zusammenfassung).
  • Ambrosius Schneider: Lexikale Übersicht der Männerklöster der Cistercienser im deutschen Sprach- und Kulturraum, in: Schneider, Ambrosius; Wienand, Adam; Bickel, Wolfgang; Coester, Ernst (Hrsg.): Die Cistercienser, Geschichte – Geist – Kunst, 3. Aufl., Wienand Verlag Köln 1986, S. 669, ISBN 3-87909-132-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]