Kloster Brondolo

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Zisterzienserabtei Brondolo
Lage ItalienItalien Italien
Region Venetien
Provinz Venedig
Koordinaten: 45° 11′ 1″ N, 12° 16′ 42″ OKoordinaten: 45° 11′ 1″ N, 12° 16′ 42″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
604
Gründungsjahr 1229
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
vor 1497
Mutterkloster Kloster Chiaravalle della Colomba
Primarabtei Kloster Clairvaux

Tochterklöster

keine

Kloster Brondolo (Santissima Trinità und S. Michele; Brundulum) war eine Zisterziensermönchsabtei im heutigen Venetien, Italien. Es lag bei Chioggia in der Provinz Venedig, nahe der Mündung des Flusses Brenta im Gebiet der heutigen Insel Borgo San Giovanni.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon für das Jahr 724 ist ein Benediktinerkloster in Brondolo belegt. Da seine Disziplin nachgelassen hatte, vertraute es Papst Gregor IX. 1229 in einem Brief an den Abt von Kloster Chiaravalle della Colomba dem Zisterzienserorden an. Dieses entsandte sogleich einen Gründungskonvent unter Abt Zilio, der das Kloster in Besitz nahm. Damit gehörte das Kloster der Filiation der Primarabtei Clairvaux an. In der Folgezeit konsolidierte sich das Kloster, jedoch besetzten im Zuge der Rivalität der Städte Venedig und Genua („Krieg von Chioggia“) 1379 genuesische Seetruppen Chioggia und rissen Brondolo nieder. Der Senat von Venedig entschloss sich darauf, das Gelände zu befestigen. Die Mönche erhielten dafür das Kloster Santo Spirito auf einer kleinen Insel in der Lagune von Venedig, das von den Augustiner-Chorherren verlassen worden war. Dies wurde 1409 vom Senat und von Papst Gregor XII. bestätigt. Jedoch verschwand das Zisterzienserkloster schon bald und wurde bei Gründung der italienischen Zisterzienserkongregation 1497 nicht mehr erwähnt.

Anlage und Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Brondolo steht eine Kirche aus dem Jahr 1931. Santo Spirito ist heute unbewohnt und in ruinösem Zustand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Balduino Gustavo Bedini, Breve prospetto delle Abazie Cistercensi d’Italia, oO. (Casamari), 1964, S. 126–127, ohne ISBN.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]