Kloster Limburg

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Klosterruine Limburg von Süden
Blick aus dem Mittelschiff zum Chorbereich
Blick auf den Chor von Osten

Das Kloster Limburg (einst Abtei „Zum heilgen Kreuz“ oder Kloster Limburg an der Haardt) ist ein ehemaliges Kloster aus dem Mittelalter. Es liegt am Ostrand des Pfälzerwalds auf der Gemarkung der rheinland-pfälzischen Kreisstadt Bad Dürkheim. Die im romanischen Stil errichtete Anlage existiert nur noch als Ruine. Sie zählt zu den größten und bedeutendsten Denkmälern der frühsalischen Baukunst.[1][2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Ruine von Osten, dahinter der Pfälzerwald

Die Klosterruine Limburg liegt im Naturpark Pfälzerwald hoch über dem Südufer des linken Rhein-Nebenflusses Isenach, der im Westen von Bad Dürkheim den Ostrand des Pfälzerwalds, die Haardt, durchbricht und zunächst in das Hügelland an der Deutschen Weinstraße, dann in die Rheinebene eintritt. Die Anlage befindet sich auf dem heutigen Limburgberg, der 260,5 m hoch ist, und zwar nordöstlich des Gipfels etwas unterhalb auf 245 bis 250 m Höhe.[3] Außerhalb des Klostergeländes erstreckt sich das 1989 gegründete und etwa 12 Hektar große Naturschutzgebiet Haardtrand – Am Limburgberg (NSG-Nr. 163433).[4]

Die Limburg lässt sich zu Fuß über die Bad Dürkheimer Stadtteile Grethen und Hausen erreichen, mit dem Kraftfahrzeug über den Stadtteil Seebach.

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung gibt es weitere historische Stätten: ebenfalls rechts der Isenach die mittelalterliche Hardenburg, gegenüber, links der Isenach, den Teufelsstein mit vermutlich urgeschichtlichen Bearbeitungsspuren, die keltische Heidenmauer und den römischen Steinbruch Kriemhildenstuhl.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das älteste festgestellte Bauwerk auf dem späteren „Linthberg“ [Anm. 1] ist eine keltische Höhensiedlung.[5] Archäologische Ausgrabungen sollen weitere Erkenntnisse zu diesem keltischen Zentrum erbringen.[6] Weitere Zeugnisse der keltischen Epoche im Umland sind das 1864 beim Bau der Rhein-Haardtbahn entdeckte Fürstinnengrab auf dem Heidenfeld sowie Anzeichen für weitere fünf mögliche Fürstengräber und der Fund einer Carnyx, eines keltischen Blasinstruments, bei Umbauarbeiten im Bereich der heutigen Gaststätte im Klosterbezirk.

Hochmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab der Königin Gunhild
Mittelschiff gegen Westen mit Grab der Königin Gunhild
Klosterwappen: Kreuz mit Dornenkrone

Im 9. Jahrhundert wurde von den Gaugrafen aus dem Geschlecht der Salier, die in Worms residierten, eine Burg angelegt, die den Eingang des Isenachtals beherrschte. Wie die Burg ausgesehen hat, ist unbekannt. Deren Funktion übernahm gut 300 Jahre später die Hardenburg, die 2 km weiter westlich errichtet wurde.

Unter Beibehaltung des Namens wurde die Limburg ab 1025[7] als Hauskloster der Salier zu einer Abtei des Benediktinerordens mit Basilika umgebaut. Etwa zeitgleich entstand der Dom zu Speyer.[Anm. 2] Als Baumeister der Anlage wurde ein Mönch namens Gumbert identifiziert, der 1035 auch kurzfristig als Abt amtierte und dessen Grabplatte erhalten ist, von dem aber sonst kaum etwas bekannt ist.[8]

Das Kloster erhielt eine reiche Ausstattung, die sich weit über die Region hinaus erstreckte. Erste Teile der Kirche wurden 1035 in Anwesenheit Kaiser Konrad II. der Gottesmutter Maria geweiht. Es handelte sich um drei Altäre in der Krypta. Die Weihe der gesamten Kirche erfolgte 1042. Als Patrozinium wurden das Heilige Kreuz, die Jungfrau Maria und der Evangelist Johannes gewählt.[9] Die offizielle Bezeichnung der Abtei lautete: „Stift zum Heiligen Kreuz“. Darauf bezieht sich auch dessen Wappen: Ein schwarzes Kreuz auf silbernem Feld.[10]

Vorübergehend, von 1034 bis 1065, wurden die Reichskleinodien im Kloster aufbewahrt. Als Königin Gunhild von Dänemark, die Gattin Kaiser Heinrich III., 1038 in Italien starb, wurde ihr Leichnam über die Alpen gebracht und im Kloster beerdigt.[11]

Am 3. Dezember 1038 beschloss eine Synode im Kloster Limburg in Anwesenheit des Kaisers die heute noch geltende Regel, wie die Adventsonntage im Kirchenjahr liegen und zu berechnen sind.

Hauptartikel: Advent#Geschichte

Unter Abt Einhard II., der zugleich ab 1060 Bischof von Speyer war, wurde das Kloster Limburg 1065 dem Bistum Speyer unterstellt. Seine Schätze, darunter zahlreiches goldenes liturgisches Gerät und 34 Pfund unverarbeitetes Gold, ließ Einhard II. nach Speyer abtransportieren.[12] Erst 1120 wurde das Kloster vom Bistum wieder unabhängig.[13] Die materiellen Verluste aber wurden nicht erstattet.[14]

In der Auseinandersetzung zwischen Kaiser Lothar III. und dem Staufer, Herzog Friedrich II., dem Erben der ausgestorbenen Salier kam es 1128 zu einer – letztendlich folgenlosen − wochenlangen Belagerung des Klosters, in dem sich Anhänger der Staufer verschanzt hatten.[15]

Im 12. Jahrhundert hatte die Abtei Münzrecht. Eine entsprechende Privilegierung hat sich nicht erhalten, jedoch sind entsprechende Prägungen von Denaren bekannt.[16]

1196 erhielten die Äbte des Klosters das Recht, die bischöfliche Mitra tragen zu dürfen.[17]

Spätmittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1206,[18] nach anderen Quellen 1237, wurden die 8 km nordwestlich beheimateten Grafen von Leiningen in Nachfolge der Salier Schutzvögte des Klosters. 1376 wurden die baulichen Anlagen des Klosters in der Fehde der Leininger mit den Fürstbistümern Worms, Mainz und Speyer stark beschädigt. 1449 erließ der Abt des wiederhergestellten Klosters eine erste Marktordnung für Dürkheim und wandelte den dortigen Jahrmarkt in ein öffentliches Kirchweihfest um, das später als Dürkheimer Wurstmarkt zum größten Weinfest der Welt werden sollte. 1470/71 eroberte Kurfürst Friedrich der Siegreiche von der Pfalz Dürkheim und das Kloster, das an die Kurpfalz fiel. Am 30. August 1504 brannte daraufhin Graf Emich IX.[Anm. 3] von Leiningen-Hardenburg das Kloster während des Landshuter Erbfolgekriegs nieder.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster wurde nur teilweise wieder aufgebaut, 1510 bis 1540 ließen die Äbte Werner Breder von Hohenstein († 1531) und Apollo von Vilbel († 1536) zunächst die Wohngebäude und das Refektorium neu errichten. Die Besetzung des Klosters mit Mönchen war damals nur noch gering. Es waren in der Regel weniger als 10. Von der Kirchenruine wurde 1540 bis 1554 deshalb nur noch der Chorbereich wieder hergestellt.[19] Dabei wurde in den Triumphbogen eine Wand eingesetzt, die den Chor von der im Übrigen Ruine bleibenden Kirche abtrennte. Im Chor wurden die gotischen Elemente, etwa die Fenster, eingefügt. Die Mauerhöhe wurde auf die Höhe der Solbänke des salischen Baus reduziert und ein Gewölbe eingefügt.[20] Das Kirchenschiff blieb als Ruine stehen, womit der bauliche Verfall der Anlage begann.[21] Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1574 säkularisiert. Die baulichen Anlagen verfielen nun endgültig.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage wurde in der Folgezeit als Steinbruch genutzt. 1843 kaufte die Stadt Dürkheim die Ruine vom Staat und ließ um sie herum und innerhalb des Kirchenschiffs einen romantischen Park anlegen. Sicherungsmaßnahmen für die Ruine selbst erfolgten erst ab 1925.

1935 fanden im Chorbereich und östlich der Klosterkirche archäologische Grabungen zu der Burg, die hier vor dem Kloster stand, statt.[22] Weitere archäologische Grabungen auf dem Gelände sollen die Kenntnisse zu dessen vorgeschichtlicher Besiedlung erweitern.[6]

Um die Bewahrung der der baulichen Reste des Klosters Limburg bemühen sich heute die staatliche Denkmalpflege von Rheinland-Pfalz und die Aktion Limburg e.V. In den Jahren 1969 bis 1979 fand eine umfassende – die Ruine auch teilweise ergänzende – Sanierung statt. Die Ergänzungen waren aus statischen, aber auch aus didaktischen Gründen erforderlich. Zu diesen Maßnahmen zählten die Wiedererrichtung des Nordturms des Westgebäudes als Widerlager, damit das Westgebäude nicht weiter wegrutschte[23], das Wiedereinfügen der eingestürzten Ostwand des südlichen Querhauses[24] und die Einwölbung der eingestürzten Krypta.[25]

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundriss der Basilika (Osten oben) nach Georg Dehio[26]
Gotischer Südwest-Turm, 14. Jahrhundert
Krypta – Rekonstruktion aus den 1970er Jahren
Innenansicht des Chores

Ehemals war das ganze Plateau des Klosterbergs mit einer Mauer umgeben, von der sich wenige Überreste am südlichen Plateaurand erhalten haben. Eine Pforte nebst kleiner Kapelle mit erhaltenem Gewölbekeller bestanden westlich des Refektoriums. Die Hänge des Berges waren durch Trockenmauern terrassenförmig abgestuft und wurden landwirtschaftlich intensiv genutzt.[27]

Kirchengebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Äußeres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist eine langgestreckte dreischiffige romanische Säulen­basilika mit Querhaus. Der Grundriss des Hauptchors ist quadratisch. Das Gebäude ist aus rotem Buntsandstein errichtet, überwiegend aus kleineren Bruchsteinen, Zierelemente dagegen aus behauenen Quadern. Die Bruchsteinflächen waren ursprünglich verputzt.[28] Der original Verputz ist stellenweise noch erhalten.[Anm. 4] Die stets aus unverputzten Quadern bestehenden Eckabschlüsse von Querhaus und Chor sind mit einer linienhaften Ornamentik verziert, die auch auf Quadern gelben Bundsandsteins in der Krypta des Speyerer Doms vorhanden ist. Die Länge der Ruine beträgt ohne Vorhalle 73 m, die Breite des Querhauses 38 m.[29] Die Umfassungsmauern sind im Wesentlichen noch bis zur Höhe der Mauerkrone erhalten.

Wie der westliche Abschluss der Kirche aussah, ist umstritten.[30][31] Es gibt eine Reihe von Rekonstuktionsvorschlägen: Einige nehmen eine einem Westwerk ähnliche Dreiturmfassade,[32] andere wiederum eine Doppelturmfassade[33] an. Aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts gibt es eine „Beschreibung“ des westlichen Endes der Kirche von Johannes Trithemius. Er berichtet von drei Türmen, die sechs Glocken trugen.[34][Anm. 5]

Noch geringer ist der Kenntnisstand dazu, wie es vor der Westfassade aussah. Die Funktion der dort noch in geringem Umfang sichtbaren baulichen Reste könnte nur nach einer archäologischen Untersuchung festgestellt werden. Auch hier weichen die Rekonstruktionsvorschläge voneinander ab. Dehio nimmt eine Vorhalle und ein Paradies an.[35] Der Südwest-Turm stürzte im 13. Jahrhundert ein, möglicherweise bei dem Erdbeben 1289.[36] Der heute noch bis unter die Dachbekrönung erhaltene Turm ist ein Wiederaufbau aus dem 14. Jahrhundert in gotischen Formen. In dessen drittem Obergeschoss befindet sich an der Westseite ein Relief, das die Klosterkirche darstellt.[37] Dieser Südwest-Turm ist für die Öffentlichkeit eingeschränkt zugänglich.[Anm. 6]

Inneres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vierung, Querhausarme und der etwa 1,80 m erhöhte Chor beschreiben im Grundriss jeweils ein Quadrat von 12 m Seitenlänge. Wandpfeiler und Gewände bestanden aus sorgfältig bearbeiteten Werksteinen. Während die Pfeiler und die gequaderten Gliederungen unverputzt blieben, waren die übrigen Wandflächen verputzt[38] und – wie in mittelalterlichen Kirchen üblich – ursprünglich wohl bemalt. Die Arkaden (elf auf jeder Seite des Hauptschiffes) und die darüber liegende Wand sind eingestürzt. Einige der Säulen, die attische Basen und Würfelkapitelle hatten, wurden wieder aufgerichtet, eine ersetzt. Weitere Stellen, an denen ehemals Säulen standen, wurden durch dort gepflanzte Bäume markiert.[39] Der Boden der gesammten Kirche ist nicht waagerecht konstruiert, sondern besitzt eine wahrnehmbare Neigung Richtung Chor.

Jeder der beiden Querschiffarme weist eine halbkreisförmige, nach Osten ausgerichtete Apsis auf. An den übrigen Außenwänden der Querhäuser fiel Licht durch außergewöhnlich große Rundbogenfenster ein,[40] die in zwei Reihen übereinander in je drei Achsen angeordnet sind. Die Sohlbänke der Fenster weisen nach außen Kragsteine auf, deren Funktion nicht geklärt ist.[41]

Unter dem Chor liegt die zuvor eingestürzte, 1979 rekonstruierte Krypta, der einzige Gebäudeteil der Klosterkirche, der in salischer Zeit eingewölbt war. Vier Säulen mit Würfelkapitellen tragen das Gewölbe mittig, das so drei Mal drei Joche bildet. In der Ostwand befinden sich drei Altarnischen.[42] Die Krypta bezieht Mauerwerk mit ein, dass aus der salischen Burg stammt, die hier vor dem Kloster stand.[43]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaiser Heinrich III. schenkte dem Kloster 1047 ein Stück des Heiligen Kreuzes, das er aus Italien mitgebracht hatte.[44]

Die Position der Chorschranken und des Lettners wurden bei den archäologischen Grabungen 1935 festgestellt.[45] Zu den Altären, mit denen die Kirche ausgestattet war, gibt es Überlegungen.[46] Im gotischen Südwestturm befindet sich eine Stiftergruppe mit Kaiser Konrad II. und einem Kirchenmodell, das die Kirche zeigt.[47]

Eine aus dem Kloster stammende gotische Madonna, die Limburger Madonna (13. Jahrhundert), wurde 1830 von Pfarrer Philipp Braun auf dem Dachboden der Kirche in Grethen gefunden. 1879 gelangte sie über den Kunsthandel nach Köln. Dort kann sie in der Kirche St. Maria im Kapitol besichtigt werden. Eine Replik befindet sich in St. Ludwig in Bad Dürkheim. Das örtliche Museum deklarierte diese Madonna zum Außergewöhnlichen Exponat Dezember 2013. Es existiert noch eine weitere, wesentlich kleinere gotische Madonna, die beim Klosterbrand 1504 von den Mönchen in Sicherheit gebracht werden konnte.

Klostergebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine des Kreuzgangs, 16. Jahrhundert

Von den ehemaligen Klostergebäuden sind einige an der Nordseite der Kirche erhalten. Dazu zählen die gotischen Reste des Kreuzgangs, des Kapitelsaals und des Winterrefektoriums. Das Sommerrefektorium im Stil der Renaissance ist in seinen Außenwänden weitgehend erhalten. Unter der modern eingezogenen Betondecke befindet sich noch das historische Kellergewölbe. Ein Tiefbrunnen liegt östlich des Kirchenchores.[48]

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Refektoriumsbau mit Gartenlokal

Die Anlage ist außerhalb von Veranstaltungen öffentlich zugänglich, Eintritt wird nicht erhoben. Von Juni bis Ende August finden in der Klosterruine Freilichtveranstaltungen wie Konzerte, Theater- und Opernaufführungen statt. Das Standesamt Bad Dürkheim führt in der Krypta Trauungen durch.[49] In die ehemalige Sakristei der Klosterbasilika ist heute ein Restaurant eingebaut, die Klosterschänke Limburg.[50] Nördlich des Kirchenschiffs und westlich der Klosterschänke befindet sich die Ruine des Refektoriums, der ein Gartenlokal vorgelagert ist.

Wissenswert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruktionszeichnung auf einem Geldschein der Stadt Bad Dürkheim, 1923

Der pfälzische Sänger, Schauspieler und Schriftsteller Eduard Jost soll sein 1869 entstandenes Pfälzerlied, das als „Nationalhymne“ der Region gilt, beim Turm der Klosterruine Limburg gedichtet haben. Daran erinnert dort eine Steinpyramide mit Gedenktafel.[51] Die Inspiration hierzu empfing Jost nach eigenem Bekunden „auf des Berges Gipfel“ stehend und „in süßer Ruh“ in die Ebene blickend.[52]

Ein Geldschein der Stadt Bad Dürkheim aus dem Jahr 1923 mit dem Inflationswert „500 Millionen Mark“ zeigt eine Rekonstruktionszeichnung der Klosterkirche von Wilhelm Manchot.

Die 1953 gegründeten Dürkheimer Pfadfinder vom Stamm Salier tragen das Bild der Limburg in ihrem Wappen und auf ihrer Website.[53]

Seit 1991 wird in Bad Dürkheim alle drei Jahre der Limburg-Preis für Prosa-Literatur verliehen.

An das Kloster erinnerte der alte Name Winzergenossenschaft Vier Jahreszeiten Kloster Limburg, der mittlerweile nach Rebfläche größten, nach Umsatz zweitgrößten Winzergenossenschaft der Pfalz. Nach ihrer überregionalen Ausdehnung nennt sie sich nun Vier Jahreszeiten Winzer.[54]

Die „Gottschalk-Skulpturen“ auf dem östlichen Areal des Bergsporns stellen Interpretationen der Sequenz „IN OCTAVA EPIPHANIAE“ des hier zeitweise lebenden Squenzendichters Gottschalk von Limburg dar.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band Rheinland-Pfalz und Saarland. Deutscher Kunstverlag, München 1984, S. 558–560.
  • Regine Dollinger: Erhalt einer Kirchenruine durch Teilrekonstruktion – Beispiel Limburg a. d. Haardt. In: Denkmalpflege in Rheinmland-Pfalz. Jahrgang 37/38: Kopie – Rekonstruktion – historisierende Erinnerung. Tag der Denkmalpflege Rheinland-Pfalz und Saarland 1983. Jahresberichte 1982–83. Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 1984. ISSN 0341-9967, S. 107–114.
  • Georg Peter Karn und Rolf Mertzenich: Kreis Bad Dürkheim = Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler Rheinland-Pfalz, Band 13.1. Wernersche Verlagsgesellschaft Worms 1995, S. 98–101.
  • Franz Klimm und Alexander Thon: Zur Baugeschichte der Klosterkirche Limburg an der Haardt. In: Kaiserslauterer Jahrbuch für pfälzische Geschichte und Volkskunde 1 (2001), S. 13–86.
  • Franz Klimm: Limburg, Kloster Seelbach und Hardenburg. 5. Auflage. Speyer 1973.
  • Hanz Kunze: Die Klosterkirche Limburg an der Haardt und die Frage der Doppelturmfassade am Oberrhein. In: Oberrheinische Kunst 10 (1942), S. 5–38.
  • Wilhelm Manchot: Geschichte des Klosters Limburg a. d. Hardt. Eine bauwissenschaftliche und geschichtliche Abhandlung. Mannheimer Altertums-Verein, Mannheim 1892 (Nachdruck bei Aktion Limburg e. V.).
  • Friedrich Sprater: Das Grab der Königin Gunhild auf der Limburg. In: Unsere Heimat 4 (1938/39), S. 364–369.
  • Heinz Steinhauer: Benediktinerabtei Limburg a.d. Haardt – Analyse zur Rekonstruktion des ehemaligen Westbaues. In: Mitteilungen des historischen Vereins der Pfalz 88. Speyer 1991. ISSN 0073-2680, S. 21–60.
  • Fritz Wellmann: Kloster Limburg an der Haardt. Technische Hochschule Karlsruhe, Karlsruhe 1953 (Maschinenschriftliche Dissertation).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Limburg (Bad Dürkheim) – Sammlung von Bildern

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Name soll vom Lindwurm abgeleitet sein und somit „Drachenberg“ bedeuten.
  2. Einer Inschrift aus dem 19. Jahrhundert zufolge, die in der Westfassade der Kirchenruine eingelassen ist und die auf einer Legende beruht (Manchot, S. 4f), legte Kaiser Konrad II. am 12. Juli 1030 morgens um 7 Uhr den Grundstein zur Benediktiner-Abtei und mittags um 1 Uhr desselben Tages den Grundstein für den Speyerer Dom.
  3. Karn, S. 98, nennt Emich VIII.
  4. Dehio, S. 559, spricht sogar davon, dass der Verputz noch „in großen Resten erhalten“ sei.
  5. Turres habebat in fine vesus Orientem 3 in quibus companae [campanae] 6. numero pendebant.“ (Türme hatte sie an ihrem westlichen Ende drei, in denen Glocken, sechs an der Zahl, hingen.) - zitiert nach Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 30f.
  6. Interessenten können sich den Schlüssel für den Zugang zum Turm in der Klosterschänke aushändigen lassen. Nach dem Stand von 2017 beläuft sich der Eintritt auf 1 Euro pro Person, zusätzlich ist ein Schlüsselpfand zu hinterlegen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dehio, S. 558.
  2. Karn 98.
  3. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  4. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. Die Kelten im pfälzischen Siedlungsraum. Abgerufen am 15. Mai 2016.
  6. a b Heidenmauer und Limburg mit Siedlungsumland… Abgerufen am 15. Mai 2016.
  7. Dehio, S. 558.
  8. Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 57ff.
  9. Manchot, S. 9 u. Anm. 1.
  10. Manchot, S. 10.
  11. Sprater: Das Grab; Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 56.
  12. Manchot, S. 10f.
  13. Manchot, S. 12.
  14. Manchot, S. 11.
  15. Manchot, S. 15.
  16. Manchot, S. 17.
  17. Manchot, S. 17.
  18. Dehio, S. 558.
  19. Johann Georg Lehmann: Geschichte des Klosters Limburg bei Dürckheim an der Haardt. Frankenthal (Pfalz), 1822, S. 80 f. (Digitalscan); Dehio, S. 558.
  20. Dehio, S. 559.
  21. Dollinger: Erhalt, S. 108.
  22. Sprater: Das Grab; Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 35, 36, 54.
  23. Dollinger: Erhalt, S. 111.
  24. Dollinger: Erhalt, S. 111 f.
  25. Dollinger: Erhalt, S. 112.
  26. Dehio, S. 559.
  27. Karn, S. 100.
  28. Dehio, S. 559.
  29. Dehio, S. 558.
  30. Dehio, S. 560.
  31. Karn, S. 100.
  32. So: Steinhauer, S. 31, 43, 50, 51, 59; Klimm / Thon: Zur Baugeschichte; Wellmann (Steinhauer, S. 53).
  33. So: Manchot (Steinhauer, S. 32, 57); Dehio, S. 558; Karn, S. 98; Wellmann (Steinhauer, S. 55); W. Hartung (Steinhauer, S. 28, 58); Kunze: Die Klosterkirche.
  34. Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 30f.
  35. Dehio, S. 558; so auch Karn, S. 98.
  36. Karn, S. 98.
  37. Dehio, S. 560.
  38. Dehio, S. 559.
  39. Dehio, S. 560.
  40. Karn, S. 98.
  41. Dehio, S. 559.
  42. Dehio, S. 559.
  43. Karn, S. 98.
  44. Manchot, S. 10.
  45. Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 34ff.
  46. Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 51ff.
  47. Klimm / Thon: Zur Baugeschichte, S. 39ff.
  48. Dehio, S. 560.
  49. Stadt Bad Dürkheim: Heiraten in Bad Dürkheim. Abgerufen am 17. Oktober 2012.
  50. Markus Spötzl: Klosterschänke Limburg. Abgerufen am 17. Oktober 2012.
  51. Gedenktafel neben dem Turm.
  52. Liedtext, 1. Strophe.
  53. Pfadfinderstamm Salier: Stamm Salier Bad Dürkheim. Abgerufen am 17. Oktober 2012.
  54. Größter Weinbaubetrieb der Pfalz. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Bad Dürkheimer Zeitung. Ludwigshafen 25. November 2010.

Koordinaten: 49° 27′ 23″ N, 8° 8′ 47″ O