Kloster Maria Loreto (Landshut)

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Ehemalige Klosterkirche der Kapuzinerinnen und Franziskaner
Ehemaliges Konventgebäude der Kapuzinerinnen und Franziskaner
Innenraum der heute rumänisch-orthodoxen Kirche

Das Kloster Maria Loreto ist ein ehemaliges Kloster der Kapuzinerinnen und später der Franziskaner am Marienplatz in Landshut in Niederbayern in der Erzdiözese München-Freising. Die ehemalige Klosterkirche Mariä Verkündigung wird seit 2002 von der Rumänisch-Orthodoxen Kirche genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1623 ließ Friedrich Ecker von Kapfing vor dem östlichen Stadttor Landshuts ein kleines Schloss mit barocker Loretokapelle bauen. 1627 wurde in dem Anwesen von der adligen Witwe Elisabeth Thumer von Bruckberg ein Kloster für zwölf Kapuzinerinnen gestiftet, in das sie auch selbst als Ordensschwester eintrat. Nur wenig später mussten die Nonnen wegen des Dreißigjährigen Krieges nach Salzburg fliehen, wo sie die Gründung des dortigen Loretoklosters erwirkten.[1]

Da sich die Kapuzinerinnen in Landshut eines regen Zulaufs erfreuten, musste bereits 1671 die Kapelle vergrößert werden. 1731 erfolgte dann auch ein Neubau der Konventgebäude, da die Zahl der Ordensschwester inzwischen auf über 30 angestiegen war. 1802 wurde das noch von 19 Schwestern bewohnte Kloster im Zuge der Säkularisation in Bayern aufgelöst.[1]

Im Jahr 1835 zogen die Franziskaner in das Kloster ein, deren ursprünglicher Konvent in Landshut, das Kloster St. Peter und Paul, ebenfalls 1802 aufgelöst worden war. Um die Loretokapelle herum wurde in Jahren 1840 und 1841 eine große neuromanische Kirche errichtet, die kleine Kapelle wurde in den Chor integriert. Auch neue Konventsgebäude und ein Brauhaus wurden um diese Zeit erbaut. 1918 wurde die Klosterkirche erneut vergrößert. Nach der beinahe vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurden Kirche und Klostergebäude im romanisierenden Stil neu aufgebaut. Beim Luftangriff auf Landshut am 19. März 1945 wurde Kirche und Klostergebäude schwer beschädigt. Infolgedessen wurde eine Wiedererrichtung in modernen, aber romanisierenden Bauformen vorgenommen. Vom historischen Klosterbau sind somit nur noch die Umfassungsmauern erhalten. Einzig ein Porträt des Stifters der Loretokapelle hat die Kriegswirren überlebt.[1]

Im Jahr 2002 verließen die Franziskaner Landshut endgültig. Seit Herbst 2002 feiert die Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde der Stadt ihre Gottesdienste in der ehemaligen Klosterkirche.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ehem. Kloster Maria Loreto (Landshut) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Haus der Bayerischen Geschichte: Landshut, Kloster Maria Loreto - Geschichte. Online auf www.hdbg.eu. Abgerufen am 20. Dezember 2015.
  2. Rumänisch-Orthodoxe Gemeinde Landshut: Pfarrei Landshut. Online auf parohie.de. Abgerufen am 20. Dezember 2015.

Koordinaten: 48° 32′ 11,3″ N, 12° 9′ 43,3″ O