Kloster Michaelstein

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Kloster Michaelstein
Portal des Klosters Michaelstein (Außenansicht)
Portal des Klosters Michaelstein (Außenansicht)
Lage DeutschlandDeutschland Deutschland
Sachsen-Anhalt
Koordinaten: 51° 48′ N, 10° 55′ OKoordinaten: 51° 48′ 22″ N, 10° 54′ 51″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
221
Gründungsjahr 1139
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1543
Jahr der Wiederbesiedlung 1629 und 1636
Jahr der Wiederauflösung 1631 und 1640
Mutterkloster Kloster Kamp
Primarabtei Kloster Morimond

Tochterklöster

keine

Schafstall

Kloster Michaelstein (Lapis sancti Michaelis) ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Blankenburg (Harz) in Sachsen-Anhalt. Heute ist die Anlage eine Station an der Straße der Romanik und dem Harzer Klosterwanderweg.

In der Außenwand der barocken Klosterkirche, welche sich im Westflügel des Klosters befindet, sind die sterblichen Überreste der Kaisertochter Beatrix I. († 1061) eingemauert. Vom Kloster als Ölmühle genutzt wurde die in der Nähe befindliche Mönchemühle am Goldbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Klostergeschichte werden in der älteren Literatur ins 9. Jahrhundert verortet, also weit vor die Zisterzienserzeit. Es heißt, die Einsiedlerin Luitbirg habe sich in eine Naturhöhle, etwa drei Kilometer Tal auswärts, zurückgezogen. Im Jahr 956 schenkte Otto I. dem Stift Quedlinburg nachweislich eine dem Erzengel Michael geweihte Kirche an dieser Stelle mit zugehörigen Ortschaften, wobei die benachbarte Höhle als ehemalige Wohnstätte der Einsiedlerin genannt wird.[1] Eine Verortung der Liutbirgsklause zum Kloster Wendhusen in Thale steht jedoch wiederholt zur Debatte.[2] Um 1118 ist der Einsiedlerpriester Bernhard auf dem „Michaelstein“ bezeugt. Neben ihm siedelte sich eine vorklösterliche Gemeinschaft an. Im Gegensatz zur später "cappella" bezeichneten Michaelskirche war die eng benachbarte Höhlenkirche hingegen Maria und Volkmar geweiht. Nach diesem Volkmar ist in der lokalen Tradition die Einsiedlergemeinschaft als „Volkmarsbrüder“ benannt wurden. Historisch greifbar ist das allerdings nicht. Nachdem aber das Zisterzienserkloster Michaelstein im 12. Jahrhundert am Talausgang gegründet war, verliert der „Michaelstein“ seinen Namen an die Abtei und wird fortan zum „Volkmarskeller“. Bis weit ins 15. Jahrhundert blieb er ein beliebter Wallfahrtsort.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westflügel des Klosters Michaelstein (Außenansicht)
Innenhof
Außenansicht

Die Zisterziensergeschichte Michaelsteins beginnt in den 1130er Jahren. Das Reichsstift Quedlinburg ist einer der größten Grundbesitzer der Region. Graf Burchard von Blankenburg, Lehnsmann des Quedlinburger Stiftes, übereignete im 12. Jahrhundert mit Erlaubnis der Äbtissin mehrere Güter zur Stiftung eines Klosters, in das er selbst später als Mönch eintrat. Im Dezember 1139 bestätigte Papst Innozenz II. die Schenkung. Damit war die Gründung eines regulären Klosters unter Beachtung der Benediktsregel eingeleitet. In der Stiftungsurkunde von 1146 bezeichnete sich die Äbtissin Beatrix II. von Quedlinburg darauf als Gründerin. Aus der Bestätigungsurkunde Papst Eugens III. von 1152 stammt die erste eindeutige Erwähnung eines Zisterzienserkonvents. Entsprechend der Ordensbestimmungen musste Äbtissin Beatrix II. auf das sonst übliche Unterstellungsverhältnis verzichten, gestand freie Abtswahl und Unabhängigkeit der Zisterze zu. Unter der Führung des Abtes Roger war die Besetzung des Klosters Michaelstein von Kamp (Altenkamp) aus erfolgt.

Aus einem anfänglich beschwerlichen Leben entwickelte sich eine wirtschaftlich erfolgreiche Abtei. Schenkungen, die gelobte Armut sowie das von Arbeit und strenger Eigenwirtschaft bestimmte Leben erhöhten den klösterlichen Besitz bis zum Ende des 12. Jahrhunderts auf etwa 500 Hufen (ca. 3500 Hektar), hundert Jahre später auf etwa 700 Hufen. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt stellte der Klosterkomplex selber dar. Hier fanden sich alle Agrar- und Wirtschaftsgebäude, die das autarke Klosterleben überhaupt erst ermöglichen. Erhalten geblieben sind die zahlreichen Fischteiche. In alten Karten finden sich zudem Bezeichnungen von Mühlen, Weinberg, Hopfen- und Obstgarten.

Die großen Wirtschaftshöfe – Grangien – konzentrierten sich zunächst auf die nähere Umgebung. Später kamen Ländereien z. B. um Aschersleben, Gatersleben und in Verbindung mit der deutschen Ostkolonisation sogar Besitzungen in Mecklenburg hinzu. Anteile an der Lüneburger Saline und am Rammelsberger Bergwerk zeugen vom regen wirtschaftlichen Leben Michaelsteins. Obwohl das Kloster sich regional und überregional engagierte, verblieb es doch in recht bescheidenen Verhältnissen. Auch kam es zu keiner einzigen Tochtergründung.

Die Michaelsteiner Äbte waren hingegen als Diplomaten für weltliche und geistliche Potentaten unterwegs. Die Päpste setzten sie regelmäßig als Überbringer päpstlicher Schreiben ein. Sie fungierten als Mediatoren, führten Verhandlungen, übten das Schiedsrichteramt am weltlichen Damenstift Quedlinburg aus.

Auch dem karitativen Feld der Krankenpflege waren die Michaelsteiner Zisterzienser verschrieben. Schon vor dem 13. Jahrhundert war der Abtei ein Hospiz angegliedert, das durch Graf Siegfried von Blankenburg erneuert und umfangreich ausgestattet wurde. Einen urkundlichen Hinweis auf den Infirmarius – den Leiter des Hospizes – findet sich schließlich für das Jahr 1234.

1525 ereilte Michaelstein das gleiche Schicksal wie viele andere Klöster seiner Zeit auch. Am 10. Mai überfielen, plünderten und zerstörten aufständische Bauern die Klostergebäude teilweise. Die Bauern hatten nicht die Möglichkeiten, die Klosterkirche, dennoch Bildnisse und Darstellungen zu zerstören. Die Mönche retteten sich noch rechtzeitig auf die Heimburg. Notdürftig konnten die Klostergebäude saniert werden. Für die Reparatur der Kirche fehlten jedoch finanzielle Mittel. In der Folgezeit wurde der Kapitelsaal geweiht und zum Gottesdienst verwendet. Doch bereits 1533 traf die Abtei der nächste Schicksalsschlag. Wilhelm von Haugwitz überfiel im Herbst 1533 die Zisterze. Plünderungen und Zerstörungen waren die Folge. Haugwitz befehdete sich mit Herzog Georg von Sachsen, dem Schutzherrn des Reichsstifts Quedlinburg. Klostergüter mussten veräußert werden, um die wiederum beschädigten Gebäude in Stand setzen zu können. Die völlig zerstörte Kirche wurde jetzt endgültig aufgegeben. Durch archäologische Grabungen sind zumindest die Grundstrukturen bekannt. Ein letzter Überrest zeigt sich mit der nördlichen Außenwand des Kreuzganges.

Reformation und protestantisches Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merianstich von 1654

Mit der Einführung der Reformation in der Grafschaft Blankenburg-Regenstein durch Graf Ulrich X., nach anderer Zählung Ulrich XI., legte 1543 der (vorerst) letzte katholische Abt seine Würde nieder. Gregor Schwarz übergab die Abtei mit allen Liegenschaften, Einkünften und Gerechtigkeiten, mit Briefschaften und Siegeln. Danach wurde Ernst, Sohn des Grafen, als erster protestantischer Abt in Michaelstein eingeführt. Bis zum Erlöschen des adligen Geschlechts im Jahre 1599 verblieben Abtei und Prälatur in den Händen der Blankenburg-Regensteiner. Sie verpfändeten und verkauften Klosterbesitz, nutzten Michaelstein zur Schuldentilgung. Auch der nächste Besitzer der ehemaligen Zisterzienseranlagen, das Haus Braunschweig-Lüneburg, ging im gleichen Maße mit Michaelstein um. Zahlreiche Verkäufe und Versetzungen wurden fortgeführt. Setzten zunächst die Braunschweiger Herzöge sich oder ihre Söhne als Äbte ein, übernahmen später Theologen die Abtswürde.

Die Schultradition in Michaelstein geht bereits ins 15. Jahrhundert zurück. Seit 1435 studierten diverse Mönche an der Universität Leipzig. Daran knüpfte die protestantische Tradition von Schulgründungen in ehemaligen Klöstern an. Graf Ulrich gründete bereits 1544 eine Klosterschule für immerhin 24 Knaben. Diese blieb bis 1721 bestehen. Bedingt durch den Dreißigjährigen Krieg und der damit einhergehenden zwischenzeitlichen Wiederbesetzung der Klosteranlage durch Zisterzienser in den Jahren 1629–1634 und 1636–1640 kam der Schulbetrieb zum Erliegen.

Eine Weiterentwicklung des Schulwesens erfuhr Michaelstein schließlich 1717. Herzog Ludwig Rudolf richtete im bis 1720 umgestalteten Konversentrakt (Westflügel) ein Predigerseminar für fünf Kandidaten der Theologie ein, die sich hier auf ihr künftiges Pfarramt vorbereiteten. Die Abtswürde wurde nun einem Helmstedter Theologieprofessor übertragen. Zur Umgestaltung des Westflügels zählte auch die barocke Kirche, die 1720 im Beisein des Herzogs geweiht wurde.

Neuzeitliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musikscheune als Veranstaltungssaal der Musikakademie

Mit der Gründung des Königreiches Westphalen wurden die Klostergüter eingezogen, aus ihnen französische Offiziere dotiert und das Predigerseminar geschlossen. 1815 kam Michaelstein mit allen Gütern und Liegenschaften an das Herzoghaus Braunschweig zurück. Bis ins 20. Jahrhundert blieb der Klosterbezirk Vorwerk der Domäne Heimburg. Die Klausurräume dienten Wirtschafts- und Lagerzwecken sowie den Arbeitern als Wohnung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden durch das Land Sachsen-Anhalt erste Erhaltungsmaßnahmen eingeleitet, um dem zunehmenden Verfall der Gebäude entgegen zu wirken.Das Telemann-Kammerorchester entdeckte auf der Suche nach geeigneten Proben- und Aufführungsmöglichkeiten das ehemalige Kloster für sich. Unter der Leitung von Dr. Eitelfriedrich Thom schuf es sich hier eine Heimstatt und gab 1968 im wieder hergerichteten Refektorium ein erstes Konzert. Mit der 1977 gegründeten Kultur- und Forschungsstätte Michaelstein begann innerhalb einer umfangreichen Musizier- und Seminartätigkeit auch das Sammeln von Musikinstrumenten. Seit 1988 können im Klausurgebäude Musikinstrumenten-Ausstellungen besichtigt werden, seit den 1990er Jahren zusätzlich ein Kräuter- und Gemüsegarten.

Vom Landkreis Wernigerode sowie von der Stadt Blankenburg unterstützt, errichtete das Land Sachsen-Anhalt 1997 die Stiftung Kloster Michaelstein – Musikinstitut für Aufführungspraxis. Fünf Jahre später wurde die Musikstätte Michaelstein auch Sitz der Landesmusikakademie Sachsen-Anhalt. Die Stiftung Kloster Michaelstein – Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis wird seit 1. Januar 2005 durch die heutige Kulturstiftung Sachsen-Anhalt (bis März 2017 Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt) verwaltet.

Forellenzucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der Beratungen vom 21. September 1880 durch die Beauftragten von Anhalt, Braunschweig und Preußen übernahm die braunschweigische Regierung, auf Empfehlung durch den Kammerpräsidenten Griepenkerl, die Kosten der Einrichtung einer Zuchtanstalt für Forellen, Saiblinge und Schmerle. Die Leitung der Zuchtanstalt wurde dem „Amtsrath“ und Inhaber einer eigenen Zuchtanstalt Dieckmann, mit entsprechenden finanziellen Zusagen, übertragen.[3]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klausur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreuzgang ist der zentrale Mittelpunkt einer Klosteranlage, sowohl in spiritueller als auch kommunikativer Beziehung. Er ist ein Ort der Ruhe, Einsamkeit und Meditation, aber auch ein Ort des Gesprächs zwischen Mönch und Gott. Im Inneren der Klausur befindet sich ein Garten. Durch umfangreiche Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten sind dem Besucher wesentliche Teile zugänglich.

Der heutige Eingangsbereich zum Museum Kloster Michaelstein war früher den Konversen vorbehalten. Die mittelalterliche Struktur ist im 18. Jahrhundert bei Umbaumaßnahmen gänzlich abhanden gekommen. In diesem Bereich war das Konversenrefektorium, der Speiseraum der Laienbrüder, untergebracht.

Der frühgotische Kreuzgang mit seinem Kreuzrippengewölbe verbindet alle vier Klausurflügel. Er ist das Kernstück der Anlage und diente der inneren Sammlung der Mönche. Alle Klausurräume sind von hier zu erreichen. Der aufmerksame Klosterbesucher kann an den Kreuzgangwänden noch die Vorgängerspuren des romanischen Kreuzganges erkennen. An einigen Stellen sind die ehemaligen Schmucksteine mit Pflanzenelementen zu erkennen.

Refektorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saal im Südflügel war der Speisesaal, in dem die Mönche gemeinsam ihre Mahlzeiten einnahmen. Während der Mahlzeiten wurde den Mönchen aus heiligen Schriften vorgelesen. Heute finden hier vorrangig Konzerte und Veranstaltungen statt. Das Refektorium ist in der nachklösterlichen Zeit verkürzt worden. Darauf deutet an der Westseite das unterbrochene Gewölbe hin. Ein ganz besonderer Hingucker sind die alternierenden Pfeiler und Säulen, die das Kreuzgratgewölbe tragen.

Kalefaktorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kalefaktorium war ursprünglich der einzig beheizbare Raum des Klosters. Hier in der Wärmestube konnten die Mönche sich in der kalten Jahreszeit aufwärmen. Einige Tätigkeiten durften hier ausgeführt werden: Schuhe einfetten, Kleidung trocknen und flicken. An der Nordseite ist noch das ehemalige Bodenniveau zu erahnen.

Parlatorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In keinem Zisterzienserkloster fehlte der östliche Ausgang. Oft war er gleichzeitig der Sprechraum. Die Mönche traten einzeln ein, der Prior wies ihnen die Arbeit zu und händigte die entsprechenden Arbeitsgeräte aus. Von hier erreichten sie dann unmittelbar die Gärten.

Mönchssaal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Nutzung als Stall und Vorratsraum ist der Mönchssaal nach Auflösung des Klosters baulich stark verändert worden. Der Raum diente den Brüdern einst als Studier- und Arbeitssaal. Heute wird ein Teil als Durchgang zum Kräutergarten und für die Dauerausstellung „Klostergärten: Entwicklung - Nutzung - Symbolik“ genutzt.

Dormitorium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den gotischen Torbogen gelangten die Mönche in das Obergeschoss. Hier war über den gesamten Ostflügel der große Schlafsaal angelegt. Ursprünglich schliefen die Mönche alle gemeinsam, immer abwechselnd ein älterer ein jüngerer Mönch neben einander. Im späten Mittelalter erhielt jeder Mönch seine eigene Zelle. Durch die Zerstörungen des 16. Jahrhunderts sind die hölzernen Zelleneinbauten verschwunden. Bei Führungen können die romanischen Fensteröffnungen noch gesehen werden.

Kapitelsaal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kapitelsaal war einst Versammlungs- und Beratungsraum der Mönche. Namens gebend ist das tägliche, morgendliche Verlesen eines Kapitels der Benediktsregel. Auch wurden hier während der Konventskapitel Strafen ausgesprochen. Von der späteren Nutzung als Kirche (1525–1720) zeugen noch heute die rot gemalten Weihekreuze an den Wänden. Es sind auch deutlich die historischen Putze aus verschiedenen Jahrhunderten erkennbar. Die beiden Säulen sind wunderschön verzierte Exemplare, die das Kreuzgratgewölbe tragen.

Armarium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der tonnengewölbte Raum lässt aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zur Sakristei sowie zum nördlichen Kreuzgang (Lesegang) auf eine Nutzung als Armarium (Bücherzelle) schließen. In diesem Bereich befand sich auch in anderen Abteien eine Bibliothek, Zelle oder Wandnische zur Aufbewahrung liturgischer Bücher. Bei Restaurierungsarbeiten wurden Reste des Originalfußbodens entdeckt. Einige vorgefundene historische Fliesen dienten als Vorlage für die neuen.

Sog. Abtskapelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Besonderheit Michaelsteins stellt die so genannte Abtskapelle dar, die vom Zisterzienserbauschema abweicht. Hier haben sich die einzigen gotischen Maßwerkfenster der Klausurgebäude erhalten. Der sakrale Charakter der Kapelle ist an Wandnischen und am Altar zu erkennen.

Lesegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im nördlichen Kreuzgang erfolgte die abendliche Kollationslesung, nach der dieser Bereich als Lesegang oder Kollationsgang bezeichnet wird. Der Konvent versammelte sich vor dem letzten Stundengebet (Komplet) und bekam aus den Collationes des Johannes Cassianus vorgelesen. Auch die rituelle Fußwaschung – mandatum – fand hier statt. In der nordöstlichen Ecke lässt sich noch heute der ehemalige Zugang zur Klosterkirche erahnen. In den Fensterleibungen lassen sich frühneuzeitliche Graffiti der Klosterschüler wiederfinden.

Arkadengang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Arkadengang wurde erst später dem älteren Kreuzgang vorgebaut. Er ist flach gedeckt und hat keine Strebepfeiler, ist aber in seiner Architektur der gotischen Bauweise des Kreuzganges nachempfunden. Erbaut wurde er vermutlich im Zuge der Umbaumaßnahmen zur Klosterschule im 16. Jahrhundert. Immerhin wurden hier die Zellen für die Schulknaben eingebaut. Im Mittelalter schloss sich direkt über dem nördlichen Kreuzgang ein Dach zur Kirchenwand an.

Das Obergeschoss des nördlichen Kreuzganges und des Arkadenganges wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel umgebaut. Es entstanden dort Stuben und Kammern für die Kollegiaten des 1717 errichteten Predigerseminars. Heute befinden sich hier die Musikausstellung „KlangZeitRaum“ sowie die Bibliothek der Musikakademie.

Kreuzhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

13. Die von der Klausur umschlossene freie Fläche wird als Kreuzgangshof oder Kreuzgarten bezeichnet. Er steht für die Erinnerung an den verlorenen Paradiesgarten mit dem Baum der Erkenntnis und dem Baum des Lebens. Deswegen gehört auch in diesen Bereich das Wasser. Dem Refektorium vorgelagert war das Brunnenhaus, in dem sich die Mönche vor den Mahlzeiten wuschen. Zudem wurde hier auch die Tonsur geschoren. Noch im 17. Jahrhundert war ein „großer Runder Rohr wasserstein“, die Waschschale, vorhanden. Spuren lassen sich noch am Mauerwerk erahnen. Heute wird der Hof für unterschiedlichste Veranstaltungen genutzt.

Cellarium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Bereich des Westflügels, der den Laienbrüdern vorbehalten war, befand sich im Mittelalter das Cellarium – der Keller, die Lagerräume. Vom westlichen Kreuzgang aus führen noch dieser Tage Stufen in die Kellerräume hinab. Seine heutige Gestalt erhielt er durch die Umbauarbeiten Anfang des 18. Jahrhunderts im Auftrag des Herzogs Ludwig Rudolf von Braunschweig-Wolfenbüttel. Die barocke Kirche im nördlichen Teil wurde 1720 im Beisein des Herzogs geweiht. Im südlich gelegenen Erdgeschoss – im Bereich der heutigen Museumskasse und des Shops – entstanden Stuben für den Abt und den Prior.

Die Außenanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht nur die Klausurbereiche haben sich recht gut erhalten, auch auf der Außenanlage können noch zisterziensische Spuren entdeckt werden, gleichwohl es neuzeitliche Um- bzw. Neubauten gab. Es ist schwer zu rekonstruieren, wie genau der mittelalterliche Wirtschaftshof ausgesehen hat.

Das Torhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Klosterbesucher gelangt vom neu angelegten Besucherparkplatz ins Kloster. Wie zur Zeit der Zisterzienser befindet sich hier noch heute das Torhaus/Pforthaus. In der Regel war nur durch dieses verschließbare Tor der Zu- und Austritt aus der Klosteranlage möglich. Weitere Tore dienten ausschließlich wirtschaftlichen Zwecken. Der Besucherstrom wurde durch das Torhaus gelenkt. Der Pfortenbruder hatte die wichtige Aufgabe, über die Einhaltung der Ordensvorschriften, wer das Kloster betreten durfte, zu wachen. Er war die erste Kontaktperson des Klosters zur Außenwelt, er empfing Gäste und verteilte Almosen an Arme. Mit der Umgestaltung des westlichen Klausurbereiches im 18. Jahrhunderts erfuhr auch das Torhaus eine bauliche Veränderung und eine barocke Umgestaltung. Innerhalb des Torhauses haben sich Überreste der Pilger- und Frauenkapelle erhalten. Frauen durften das Zisterzienserkloster eigentlich nicht betreten und sollten in eigens dieser Kapelle zumindest Gottesdienst feiern dürfen. An die Pilger- und Frauenkapelle schloss sich in der Regel immer das Gästehaus an. Eine gleiche Verwendung findet das Gebäude auch heute, in dem es für den Hotel- bzw. Tagungsbetrieb als Unterkunft zur Verfügung steht.

Der Wirtschaftshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das lang gestreckte Gebäude an der Westseite des Hofes wurde über die Jahrhunderte als Stall und Scheune genutzt. Nach umfangreichen Bauarbeiten in der jüngsten Vergangenheit konnte der südliche Teil, ehemals Kuhstall, mit Gästezimmern ausgestattet werden. Im älteren nördlichen Teil stehen heute vier Proben- und Seminarräume zur Verfügung.

Vom benachbarten barocken Gebäude ist bisher kein Vorgängerbau aus klösterlicher Zeit bekannt. Das Fachwerk weist in das 18. Jahrhundert als Entstehungszeit. In alten Lageplänen und anderen schriftlichen Quellen wird das Gebäude als „Amts-Wohngebäude“ oder „Amtswohnhaus“ bezeichnet. Heute befindet sich hier das Hotel und Gasthaus „Zum weißen Mönch“.

Südlich davon befindet sich das allgemein als Abtshaus bezeichnete Gebäude, das in historischen Karten aber als Meierei oder Hofmeisterwohnung bezeichnet wird. Daneben steht die große Musikscheune, heute Ort für Proben und Konzertaufführungen.

Ein besonderer Augenfang und Zeuge der wirtschaftlichen Tätigkeit der Michaelsteiner Zisterzienser sind die zahlreichen Fischteiche vor, auf und hinter dem ehemaligen Klostergelände. Über 20 Teiche zeugen vom einstigen Fischreichtum der Mönche.

Am südlich vorgelagerten Brauhaus hat sich teilweise mittelalterliche Bausubstanz erhalten.

Liste der Äbte[4][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zisterzienser (1146–1543)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1. Roger (1146–1167)
  • 2. Eberhard (1178–1195)
  • 3. Dietmar (1197–1204)
  • 4. Konrad (1209)
  • 5. Florenz (1215)
  • 6. Dietrich (1219–1220)
  • 7. Simon (1224–1234)
  • 8. Johann (1246–1252)
  • 9. Heinrich (1255–1256)
  • 10. Elver (1257–1260)
  • 11. Werner (1262)
  • 12. Heinrich (1264)
  • 13. Dietrich (1267–1272)
  • 14. Heinrich (1279–1286)
  • 15. Johann (1281)
  • 16. Konrad (1296–1316)
  • 17. Albrecht (1326–1332)
  • 18. Hermann von Gheile (1357–1365)
  • 19. Heinrich (1365–1366)
  • 20. Dietrich (1376–1408)
  • 21. Nikolaus (1409–1424)
  • 22. Johann Gherwer (1431–1439)
  • 23. Bertold (1440–1445)
  • 24. Heinrich (1453–1461)
  • 25. Alard (1509–1514)
  • 26. Anton (1516–1520)
  • 27. Johann (1525)
  • 28. Andreas Rödel (1526–1542)
  • 29. Gregor Schwarz (1542–1543)

Grafen von Blankenburg (1544–1599)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 30. Ernst I. von Blankenburg (1544–1562)
  • 31. Kaspar Ulrich von Blankenburg (1562–1575)
  • 32. Ulrich von Blankenburg (1575–1578)
  • 33. Ernst II. von Blankenburg (1578–1594)
  • 34. Martin von Blankenburg (1594–1597)
  • 35. Johann Ernst von Blankenburg (1597–1599)

Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599–1624)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theologen (1625–1628)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 38. Wilhelm Böckel (1625–1628)

Zisterzienser (1629–1630, 1636–1640)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 39. Robert Notarius (1636–1640)

Theologen (1644–1806)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klostergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klostergärten dienten ursprünglich zur Sicherstellung einer unabhängigen Selbstversorgung der Ordensleute. Innerhalb der Klausur waren Heilkräuter-, Gemüse- und Obstgärten sowie der sogenannte Gartenhof üblich. Außerhalb des Klosters, aber in mittelbarer Nähe, wurden Wein-, Hopfen- und Kohlgärten angelegt. Im Kloster Michaelstein sind auf historischem Boden und nach mittelalterlichen Quellen ein Gemüse- und ein Kräutergarten neu angelegt worden.

Kräutergarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der sonnigen, windgeschützten Südseite des Klostergebäudes liegt der Kräutergarten. Er ist umfriedet von der alten Außenmauer und bietet einen Blick auf den bewaldeten Talausgang. Ein verschütteter Brunnen, gute klimatische Bedingungen und das hervorragende Gedeihen seltener sowie wärmeverwöhnter Kräuter lassen die Annahme zu, dass sich hier bereits zur Zeit der Mönche ein Garten befand. Seit 1990 ist der neu angelegte Garten öffentlich zugänglich. Auf knapp 800 m2 wachsen etwa 260 verschiedene Kräuter des Mittelalters nach Vorbild eines in sich abgeschlossenen Klostergartens (hortus conclusus). Der klösterliche Kräutergarten nahm früher als Heilmittellieferant und Apotheke eine sehr wichtige Stellung ein. Das Herzstück des Gartens bilden die mit Holzplanken eingefassten Kräuterhochbeete. Sie wurden nach Quellen aus dem 9. Jahrhundert angelegt.

Gemüsegarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ostseite des Klostergebäudes ist seit dem Jahr 2000 wieder ein Gemüsegarten vorgelagert. Hier war der klassische Ort klösterlicher Gärten. In Michaelstein ist er zumindest bis in das 18. Jahrhundert als bewirtschaftete Gartenanlage anzunehmen. Auf dieser Fläche befinden sich heute analog historischer Vorbilder lang gestreckte Wege und Pflanzstreifen.

Die etwa 100 angebauten Pflanzen repräsentieren insbesondere die "feinen Gemüse" und "Würzen" der Mönchstafel sowie deren gewöhnliche Hausgemüse und Ackerfrüchte. Um einen Einblick in das pflanzliche Nahrungsmittelangebot vergangener Zeiten bieten zu können, werden ergänzend noch einige Feldfrüchte, Getreide, Obstsorten und essbare Blütenpflanzen vorgestellt. Beispiele eingebürgerter Gemüse des 16. bis 18. Jahrhunderts, die besonderes Interesse verdienen, sind dem klösterlichen Gemüsegarten hinzugefügt. Die ursprünglichen Anbauflächen der gewöhnlichen Ackergemüse, wie zum Beispiel Kohl und Linsen, sind im Gegensatz zum “feinen Gemüse” außerhalb der Klostermauern zu vermuten.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945 erfolgte mit der Enteignung durch die Bodenreform die Aufteilung des Klostergutes. 1968 begann die Wiederherstellung der Gebäude durch Initiative des Telemann-Kammerorchesters und seines Dirigenten Eitelfriedrich Thom. 1977 erfolgte die Gründung der Kultur- und Forschungsstätte, des späteren Instituts für Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts. 1988 folgte das Museum mit einer Sammlung vorrangig historischer Musikinstrumente. Im selben Jahr wurden einige Musiker des Telemann-Kammerorchesters mit historischen Instrumenten als Barockensemble des Telemann-Kammerorchesters fest angestellt. 1995 kam durch die Kürzung der Mittel das Aus für die große Besetzung des Telemann-Kammerorchesters, welches mit modernen Instrumenten spielte. Das Barockensemble firmierte alleinig unter dem Namen Telemann-Kammerorchester und spielte ausschließlich auf historischen Instrumenten.

1997 erfolgte die Umwandlung des Instituts in die öffentlich-rechtliche Stiftung Kloster Michaelstein – Musikinstitut für Aufführungspraxis. Seit 2002[5] ist auch die „Landesmusikakademie des Landes Sachsen-Anhalt“ hier eingerichtet. Ab 2000 wurde das Orchester schrittweise ausgegliedert und in die Selbstständigkeit entlassen. Einige Zeit später kam es zum Bruch zwischen den Musikern, ein Teil spielt auf historischen Instrumenten unter dem Namen Telemannisches Collegium Musicum. Die Witwe von Eitelfriedrich Thom führt das Telemann-Kammerorchester unter altem Namen, jedoch ohne Bindung an das Kloster Michaelstein, weiter.

KlangZeitRaum – Dem Geheimnis der Musik auf der Spur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde unter großen finanziellen Anstrengungen eine neue multimediale Dauerausstellung im Obergeschoss des West- und in Teilen des Nordflügels der Klausuranlage eingerichtet. "KlangZeitRaum- Dem Geheimnis der Musik auf der Spur" veranschaulicht anhand von Musikinstrumenten aus vier Jahrhunderten, wie sich Klänge und Musikinstrumente mit der Zeit veränderten. Dieser Wandel ist durch eine multimediale Zeitmaschine audiovisuell greifbar gemacht. Jeder Ausstellungsraum, nach Farben klar gegliedert, ist einem Thema (Klang, Zeit, Raum, Instrumentengattungen) gewidmet. In der Herzogsloge kann durch eine Ton-Licht-Inszenierung die Zeit der barocken Kirchenmusik zu Bachs Weihnachtsoratorium erlebt werden. Im Musiksalon werden Gespräche und Musikwerke präsentiert. Modelle und Experimentierstationen veranschaulichen, wie sich die Tonerzeugung durch Weiterentwicklung von Instrumenten verändert hat.

Für Kinder sind entsprechende Stationen eingebaut, auf die "Kater Michel" als Maskottchen der Dauerausstellung hinweist und Kinder zum aktiven Mitmachen auffordert.

Chansontage Kloster Michaelstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DDR-offenen Chansontage im Kloster Michaelstein fanden zwischen 1976 und 1984 im Kloster, später in Langeln (1986–1990) statt und wurden nach einer Idee von Klaus Stepputat vom „Arbeitskreis Chanson & Lyrik beim Telemann-Kammerorchester“ (Leitung: Wolfgang Schlemminger) ins Leben gerufen. Dort trafen sich kritische Liedermacher und Folkloristen zu Werkstatttagen, wobei es jeweils drei öffentliche Veranstaltungen gab: jeweils ein Eröffnungsprogramm, dann ein großes Samstagabendkonzert im Refektorium und ein Kinderprogramm am Sonntagvormittag. Langjährige künstlerische Leiter für die Teilnehmer ab 1978 waren Werner Bernreuther (Schauspieler, Liedermacher) und Bernd Guhr (Schauspieldozent Theaterhochschule Leipzig). Bei einzelnen Treffen waren z. B. auch Reiner Otto (Leipziger Kabarett Pfeffermühle), Reinhard Kunert (Schauspieler, Regisseur), Armin Gropp (Gitarrenbauer), Peter Freiheit (Komponist) als Mentoren tätig. An den Abenden fand im Klosterkeller der traditionelle Sängerwettstreit analog jenem auf der Wartburg statt.[6] Zu den Teilnehmern gehörten Gerhard Schöne, Dieter Beckert, Karl-Heinz Saleh (Schulz), das Duo Piatkowski & Rieck, Hubertus Schmidt und Susanne Grütz, Jens-Paul Wollenberg,Stephan Krawczyk, Andreas Reimann, Thomas Riedel.[7] Viele von ihnen erhielten Preise zu den Nationalen Chansontagen.

Stiftung Kloster Michaelstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ehemaligen Zisterzienserkloster hat die Stiftung Kloster Michaelstein – Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis ihren Sitz. Sie veranstaltet Konferenzen und Seminare und macht durch weiterführende Forschung auf sich aufmerksam. Das ganze Jahr über finden Konzerte und Veranstaltungen im denkmalgeschützten Kloster statt. Ob „ Michaelsteiner Klosterkonzerte“, „Talente-Schmiede“, „Klingendes Museum“, „Kluge Donnerstage“ oder „Sonntagsführungen“ – das Spektrum reicht von Nachwuchsmusikern über internationale Interpreten bis hin zu renommierten Fachleuten. Führungen durch die Klosteranlage mit dem nach dem Vorbild historischer Pläne angelegten Kräuter- und Gemüsegarten und die Musikausstellung "KlangZeitRaum" werden ganzjährig durchgeführt. Ein Anziehungspunkt im Sommer ist das „Michaelsteiner Klosterfest“ am ersten Sonntag im August, das Kunst, Musik und Natur verbindet. Im Nordflügel der Anlage befindet sich eine Musikbibliothek, welche öffentlich zugänglich ist. Die ehemalige Scheune auf dem Wirtschaftshof des Klosters wurde zu einem Konzert- und Probensaal umgebaut und 2005 eröffnet.

Stiftung Kloster Michaelstein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Diestelkamp: Die Anfänge des Klosters Michaelstein. In: Sachsen und Anhalt, 10 (1934), S. 106–118.
  • Albert Geyer: Geschichte des Cistercienserklosters Michaelstein b. Blankenburg a. Harz. In: Bernhard Franke: Geschichte der Burgen und Klöster des Harzes. Band V. Leipzig o. J.
  • Anne Haseley: Die Klausur der ehemaligen Zisterzienserabtei Michaelstein: Baubefunde und Funktionszusammenhänge. In: Mittelalterliche Architektur: Bau und Umbau, Reparatur und Transformation. Festschrift für Johannes Cramer zum 60. Geburtstag. Petersberg 2010, S. 177–194.
  • Bernd Nicolai: Anmerkungen zur Baugeschichte des Klosters Michaelstein im 12. und 13. Jahrhundert. In: Die Klöster als Pflegestätten von Musik und Kunst. Michaelstein 1999, S. 23–34.
  • Clemens Laufköter: Die wirtschaftliche Lage der ehemaligen braunschweigischen Zisterzienserklöster Michaelstein, Mariental und Riddagshausen bis zum Jahre 1300. In: Beiträge für die Geschichte Niedersachsens und Westfalens, 49. Hildesheim 1919.
  • Clemens Laufköter: Die wirtschaftliche Lage des ehemaligen braunschweigischen Zisterzienserklosters Michaelstein von 1300–1544. In: Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Alterthumskunde, 53, S. 1–58.
  • Heinz M. Behrens: Michaelstein. In: Repertorium der Zisterzen in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Langwaden 1998, S. 370ff.
  • Johann Georg Leuckfeld: Antiqvitates Michaelsteinenses.& Amelunxbornenses, Historische Beschreibung Derer vormals berühmten Cistercienser Abteyen. Wolfenbüttel, 1710. Reprint der Originalausgabe. Mit e. Nachwort hrsg. von Waldemar Ritter. Stiftung Kloster Michaelstein, 1998.
  • Stefanie Lieb: Die Kapitelle im Kapitelsaal des Klosters Michaelstein und deren Sicherung. In: Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt, 8, S. 41-48.
  • Stefanie Lieb: Kloster Michaelstein und die sächsische Kapitellornamentik des 12./13. Jahrhunderts. In: Die Klöster als Pflegestätten von Musik und Kunst. Michaelstein 1999, S. 35–44.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kloster Michaelstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Theodor Sickel (Hrsg.): Diplomata 12: Die Urkunden Konrad I., Heinrich I. und Otto I. (Conradi I., Heinrici I. et Ottonis I. Diplomata). Hannover 1879, S. 268–269 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat)
  2. Dieter Lent: Liutbirg. In: Horst-Rüdiger Jarck, Dieter Lent u.a. (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon: 8. bis 18. Jahrhundert. Appelhans Verlag, Braunschweig 2006, S. 450 f.
  3. Künstliche Forellenzucht in Kloster Michaelstein am Harz. (PDF; 1,1 MB), Centralblatt der Bauverwaltung, 10. Juni 1882, S. 201, abgerufen am 10. Dezember 2012.
  4. Johann Georg Leuckfeld: Antiqvitates Michaelsteinenses.& Amelunxbornenses, Historische Beschreibung Derer vormals berühmten Cistercienser Abteyen. Wolfenbüttel 1710 (Angaben sind komplettiert durch Aufzeichnungen im Staatsarchiv Wolfenbüttel: NLA WO, VII B Hs, Br. 353A).
  5. Johannes Killyen: Wichtig ist, was daraus gemacht wird Die Landesmusikakademie Sachsen-Anhalt im zweiten Jahr nach der Gründung. nmz Verlag, 2/2004 - 53. Jahrgang, abgerufen am 14. April 2017 (deutsch).
  6. Materialien zur Musikgeschichte: Werner Bernreuther über die Chansontage im Kloster Michaelstein
  7. alle Zitate und Infos, auch Teilnehmerlisten aus BSTU Magdeburg, Abteilung XX, 3827, Werner Weber, Operation „Fliegenfalle“